Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
505.542
Registrierte
Nutzer

Arbeitgeber will AG-Anteil der Krankenkasse nur an Arbeitnehmer überweisen

 Von 
FrankK1
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 42x hilfreich)
Arbeitgeber will AG-Anteil der Krankenkasse nur an Arbeitnehmer überweisen

Ist es üblich, dass Arbeitgeber ihren Anteil am Krankenkassenbeitrag (gesetzl. KK) nicht an diese direkt sondern an den Arbeitnehmer überweisen, der diesen Anteil dann entsprechend an die Kasse weiterleiten muss?

Im konkreten Fall hat der Arbeitgeber dies für das kommende Jahr angekündigt, da der Angestellte eine gewisse Gehaltshöhe überschreitet. Vorher hat der Arbeitgeber wie üblich seinen Anteil an die Kasse abgeführt.

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Krankenkasse Arbeitgeber Arbeitnehmer


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5682 Beiträge, 2197x hilfreich)

Zitat (von FrankG1):
da der Angestellte eine gewisse Gehaltshöhe überschreitet.

Geht es auch genauer?

Berry

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
spatenklopper
Status:
Junior-Partner
(5585 Beiträge, 2956x hilfreich)

Kann es sein, dass der Angestellte mit seinem Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet und damit in die private KV wechseln könnte?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5682 Beiträge, 2197x hilfreich)

Das Verhalten des AG deutet jedenfalls darauf hin.

Aber warum sollen wir spekulieren?

berry

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
drkabo
Status:
Unparteiischer
(9644 Beiträge, 7149x hilfreich)

Grundsätzlich ist es aber nicht unüblich, dass der Arbeitgeber bei Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze den AG-Anteil mit auszahlt und der AN sich dann selbst überlegen kann, ob er in der gesetzlichen Krankenkasse bleibt (dann muss er AG+AN-Anteil selbst an die gesezliche Krankenkasse zahlen) oder in die private KV wechselt (dann muss er die Beiträge ja auch von seinem Konto zahlen).

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
FrankK1
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 42x hilfreich)

Ja, es ist wie vermutet.
Der AN überschreitet die Versicherungspflichtgrenze.

Allerdings plant der AG, auch bei Verbleib des AN in der gesetzlichen Krankenkasse, seinen Anteil an ihn zu überweisen, sodass dieser ihn an die Kasse weiterleiten müsste.

Ist dieses Vorgehen tatsächlich üblich?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1245 Beiträge, 470x hilfreich)

Ja das ist zumindest nicht unüblich. Bei freiwillig Versicherten ist sowieso ausschließlich der Versicherungsnehmer der Beitragsschuldner für den kompletten Beitrag.

Signatur:Meine persönliche Meinung
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
guest-12309.11.2018 09:43:45
Status:
Lehrling
(1618 Beiträge, 540x hilfreich)

Zitat (von Osmos):
Ja das ist zumindest nicht unüblich.

Kenne es eher, dass es üblich ist. Aber was soll's, der AG ist nicht verpflichtet den AN über Firmenzahlung zu schlüsseln.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
drkabo
Status:
Unparteiischer
(9644 Beiträge, 7149x hilfreich)

Zitat:
Allerdings plant der AG, auch bei Verbleib des AN in der gesetzlichen Krankenkasse, seinen Anteil an ihn zu überweisen, sodass dieser ihn an die Kasse weiterleiten müsste.
Ist dieses Vorgehen tatsächlich üblich?

Mein Arbeitgeber mach das auch. Und es ist ein sehr großer Arbeitgeber.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16746 Beiträge, 7316x hilfreich)

Ich wurde in der Situation einfach von der Personalabteilung gefragt, ob ich mich zukünftig privat versichern will und da ich das ablehnte, zahlte der Arbeitgeber ganz normal Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil weiter an die KK. Mir ist gerade unverständlich, weshalb das in anderen Unternehmen nicht funktioniert.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(26448 Beiträge, 11313x hilfreich)

@ Altoma: das ist ganz einfach. Wenn man über eine gewisse Verdienstgrenze kommt, kann man selbst entscheiden, wo man sich wie versichert. Auch ständig wechseln. Und dafür ist dann der Betroffene verantwortlich. Er muss es organisieren.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen