Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
505.147
Registrierte
Nutzer

Eltern bevorzugen bei Lebzeiten ein Kind

 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)
Eltern bevorzugen bei Lebzeiten ein Kind

Angenommen ein Ehepaar hat eine Tochter und einen Sohn.

Mit dem Sohn besteht kein Kontakt mehr, die Tochter erhält des Öfteren Sach- und Geldgeschenke (evtl. über das Girokonto).

Jetzt verstirbt ein Elternteil und der Sohn fordert seinen Erbteil, auch im Zusammenhang mit den in den letzten 10 Jahren erfolgten Schenkungen an seine Schwester, ein.

Der verbliebene Elternteil gibt an, es seien keine Schenkungen erfolgt.

Welche Möglichkeiten hätte jetzt der Sohn?

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Eltern Sohn Schwester Vermögen


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
gaga92
Status:
Praktikant
(948 Beiträge, 529x hilfreich)

Ist der Sohn per Testament enterbt worden und hat nur den Pflichtteilsanspruch?
Kann der Sohn beweisen, das es Schenkungen gab?
Kann der Sohn beweisen, das die Schenkungen aus dem Vermögen des verstorbenen Elternteils erfolgten?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)

Nehmen wir an, der Sohn wurde nicht enterbt.

Der Sohn hat keinerlei Dokumente oder andere Beweise aus denen die Schenkungen hervorgen.
Jedoch zu Zeiten als er noch Kontakt mit der Schwester, die keine hohen Einkünfte hat, hatte sie es selber kundgetan.

Der Sohn geht davon aus, dass die Schenkungen aus dem gemeinsamen Vermögen (Zugewinngemeinschaft) der Eltern erfolgt sind.

-- Editiert von lawfee am 13.01.2017 09:33

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Kleine Hexe
Status:
Praktikant
(668 Beiträge, 164x hilfreich)

Zitat (von lawfee):
Der Sohn hat keinerlei Dokumente oder andere Beweise aus denen die Schenkungen hervorgen.
Jedoch zu Zeiten als er noch Kontakt mit der Schwester, die keine hohen Einkünfte hat, hatte sie es selber kundgetan.
Der Sohn geht davon aus, dass die Schenkungen aus dem gemeinsamen Vermögen (Zugewinngemeinschaft) der Eltern erfolgt sind.

Vergiss es einfach. Lohnt sich nur wenn sich die Summe am Ende im mittleren bis höheren 5-stelligen Bereich abspielt
Wenn nicht vom Girokonto große Geldbeträge auf das Konto der Schwester umgebucht wurden sind die Schenkungen nicht nachweisbar. Also müsste er die Kontoauszüge einklagen und dann von den Schenkungen ausrechnen was er als Ergänzungsanspruch hat.
Hälfte der Schenkung (verstorbenes Elternteil) für jedes Jahr 10% Abschmelzung, vom Restbetrag 25% (50% Erbe überlebender Elternteil, 25% Erbe Schwester, 25% Sohn).

Kleine Hexe


0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3386 Beiträge, 2022x hilfreich)

Man vergesse nicht, dass "Anstandsschenkungen" sowieso nicht zu einem Ausgleich führen.
Es sollte sich also wirklich um größere Summen handeln.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(32556 Beiträge, 11548x hilfreich)

Zitat:
Nehmen wir an, der Sohn wurde nicht enterbt.

Dann müssten die Eltern schon mehr als die Hälfte ihres Vermögens verschenkt haben, damit überhaupt rechnerisch ein Anspruch entstehen könnte.

Zitat:
Der Sohn geht davon aus, dass die Schenkungen aus dem gemeinsamen Vermögen (Zugewinngemeinschaft) der Eltern erfolgt sind.

Beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gibt es kein gemeinsames Vermögen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von hh):
Beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gibt es kein gemeinsames Vermögen.

Es würde somit keine Rolle spielen wenn das Geld von dem gemeinsamen Girokonto der Eltern überwiesen wurde?

Zitat (von hh):
Dann müssten die Eltern schon mehr als die Hälfte ihres Vermögens verschenkt haben, damit überhaupt rechnerisch ein Anspruch entstehen könnte.

Fazit wäre: Der Sohn erbt nichts?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1062 Beiträge, 762x hilfreich)

Doch. Der Sohn erbt einen Anteil an dem, was vom Vermögen des Verstorbenen noch da ist.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von salkavalka):
Doch. Der Sohn erbt einen Anteil an dem, was vom Vermögen des Verstorbenen noch da ist.

Nun, der noch lebende Ehepartner gibt an, es gibt kein Vermögen mehr.

Das wars, oder?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4661 Beiträge, 2304x hilfreich)

Er könnte seinen Pflichtteil einklagen und darüber versuchen, Erkenntnisse über das noch vorhandene Vermögen zu erlangen. Aber wie oben schon "Kleine Hexe" schrieb.....

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6792 Beiträge, 3715x hilfreich)

Zitat (von fb367463-2):
Er könnte seinen Pflichtteil
einklagen

Der Sohn soll doch Erbe geworden sein. Da gibt es keinen Pflichtteil zu fordern.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4661 Beiträge, 2304x hilfreich)

Zitat (von Eidechse):
Zitat (von fb367463-2):
Er könnte seinen Pflichtteil
einklagen

Der Sohn soll doch Erbe geworden sein. Da gibt es keinen Pflichtteil zu fordern.


Stimmt, sorry - hatte den Sohn irgendwie als enterbt im Hirn gespeichert :)

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen