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Fahrerlaubnisentzug durch Führerscheinstelle - EU-Führerschein?

 Von 
Sinci2006
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrerlaubnisentzug durch Führerscheinstelle - EU-Führerschein?

Hallo zusammen,

meine Fragestellung ist etwas komplex.
Zu den Daten:

Ich wurde in 2016 wegen Besitz und Einfuhr von Cannabis verurteilt.
Ich wurde aber nie im Strassenverkehr positiv getestet.
Aufgrund der Verurteilung wurde eine MPU angeordnet.
Diese war leider mit einem, für mich negativem Ergebnis.
Jetzt droht die Führerscheinstelle mit Entzug der Fahrerlaubnis (kein verkehrsrelevantes Strafverfahren o.ä.).
NOCH ist meine Fahrerlaubnis gültig.


Nun meine Frage:
- wäre ich, mit einem EU-Führerschein berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen auch in Deutschland?
- ist mit der Entziehung automatisch eine Sperrfrist zu erwarten?
- und ist eine Sperrfrist auch bei freiwilliger Abgabe der deutschen Fahrerlaubnis zu erwarten?


Vielen Dank für die Hilfe
Sinci

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
MPU Fahrerlaubnis Gutachten Entzug


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1531 Beiträge, 617x hilfreich)

Zitat:
wäre ich, mit einem EU-Führerschein berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen auch in Deutschland?

Nein.

Zitat:
- ist mit der Entziehung automatisch eine Sperrfrist zu erwarten?
- und ist eine Sperrfrist auch bei freiwilliger Abgabe der deutschen Fahrerlaubnis zu erwarten?

Ja und ja.

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#2
 Von 
Sinci2006
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

ok leider nen bisschen knapp die antwort, aber danke.

Ich muss vllt dazu sagen, dass der Entzug nicht im Verfahren angeordnet worden ist.
Und es gab auch keine Aussage zum Führerscheinentzug durch den Richter, auch im Urteil ist davon nichts erwähnt.
Da ja für den Entzug kein Straftatbestand zugrunde liegt, dürfte es doch keine Sperre geben?

-- Editiert von Sinci2006 am 02.05.2017 23:08

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#3
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1286 Beiträge, 481x hilfreich)

Zitat (von Sinci2006):
Aufgrund der Verurteilung wurde eine MPU angeordnet.
Diese war leider mit einem, für mich negativem Ergebnis.

Weiß die FEB von dem negativen MPU-Ergebnis, hast Du ihnen das negative Gutachten zukommen lassen?

Signatur:Meine persönliche Meinung
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#4
 Von 
Sinci2006
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Osmos):
Weiß die FEB von dem negativen MPU-Ergebnis, hast Du ihnen das negative Gutachten zukommen lassen?

Ja Das Ergennis musste ja der FEB mitteilen.

Es hat sich in der Zeit auch was getan.
Ich war in England und habe meine (noch) gültige deutsche FE in eine englische Umschreiben lassen.
Habe einen Mietvertrag für die 185 Tage regelung etc.

Ich hatte frist bis zum 04.05. um Stellung zu nehmen zu dem Entzug der FE.
Ich habe dann am 04.05. einen Brief an die FEB geschrieben worin ich auf meine deutsche FE freiwillig verzichte.

Meine Frage dazu. Ich habe keine Strafrechtliches Verfahren o.ä. allein aufgrund der negativen MPU will die FEB mir den FS entziehen. Auch besteht keine Sperrfrist.

So wie ich es verstanden habe, müsste dann doch die UK-FE nach EU-Recht bestand haben?

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#5
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5981 Beiträge, 2266x hilfreich)

Zitat (von Sinci2006):
So wie ich es verstanden habe, müsste dann doch die UK-FE nach EU-Recht bestand haben?

Ja, denn die FEB wird Dir ja nur die deutsche FE entziehen. In UK und in allen anderen Ländern außer der BRD darfst Du also weiter mit der UK-FE fahren.

Berry

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#6
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1286 Beiträge, 481x hilfreich)

Zitat (von Sinci2006):
Ja Das Ergennis musste ja der FEB mitteilen.

Nein das muss man nicht. Ein negatives Gutachten gibt man niemals an die FEB weiter, da es dort für die nächsten 15 Jahre in den Akten landet. Lieber kein Gutachten (und keine FE) als ein negatives Gutachten in der Akte (und hierdurch ebenfalls keine FE).


-- Editiert von Osmos am 05.05.2017 15:35

Signatur:Meine persönliche Meinung
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