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Firma mit Bruder

13.3.2018 Thema abonnieren
 Von 
Efferjel
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 3x hilfreich)
Firma mit Bruder

Hallo zusammen, ich hätte da mal eine Frage zu einem Sachverhalt:

Angenommen, A betreibt mit seinem Bruder B eine Firma und im Eigentum dieser Firma steht unter Anderem ein Blumenfeld, auf welchem man selbst Blumen pflücken kann. In der Mitte des Feldes bfindet sich ein Geldkasten mit der Aufschrift:' Kosten pro Blume: 1€. Das Eigentum der Blumen verbleibt in unserem Eigentum, bis der Preis vollständig gezahlt wurde.'
Der Schlüssel für den Geldkasten befindet sich in den Büroräumen, zu denen nur A und B Zutritt haben.

Nach einem heftigen Streit zwischen A und B, beschließen die beiden, dass B zum 15.10.16 aus der Firma aussteigen soll.
Am 16.10. fährt B auf das Feld, nimmt alle dort gepflanzten Blumen mit und bricht den Geldkasten auf, um das gesamte Geld zu entnehmen, darunter auch eine seltene 2€ - Münze.

Diese entwendete Münze will B an M verkaufen. Die beiden beschließen, dass das Eigentum sofort an den M übergeht, dieser aber erst am nächsten Tag mit einem 'Fuffi' zahlt. M, der unter einem 'Fuffi' einen 5€-Schein versteht, ist am nächsten Tag geschockt, als B erwartet, dass er 50€ zahlt. Da dies M jedoch zu teuer ist, möchte er das Geschäft so nicht gelten lassen. B nimmt die Münze daraufhin widerwillig wieder mit.

Wer ist hier Eigentümer der Münze?

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5682 Beiträge, 2197x hilfreich)

Ohne jeglichen Zweifel B.

Berry

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(63015 Beiträge, 30762x hilfreich)

Zitat (von Efferjel):
beschließen die beiden, dass B zum 15.10.16 aus der Firma aussteigen soll.

Und? Ist er ausgesiegen am 15.10?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
Efferjel
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Efferjel):
beschließen die beiden, dass B zum 15.10.16 aus der Firma aussteigen soll.

Und? Ist er ausgesiegen am 15.10?


Sind leider keine Angaben gemacht im Sachverhalt.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(63015 Beiträge, 30762x hilfreich)

Zitat (von Efferjel):
Sind leider keine Angaben gemacht im Sachverhalt.

Dann sollte man mal nachfragen.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
eh1960
Status:
Lehrling
(1549 Beiträge, 633x hilfreich)

Zitat (von Efferjel):

Angenommen, A betreibt mit seinem Bruder B eine Firma

Was soll "Firma" hier bedeuten?
Eine GmbH? Eine KG? Eine AG? Ein Einzelgewerbe?

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#6
 Von 
eh1960
Status:
Lehrling
(1549 Beiträge, 633x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Ohne jeglichen Zweifel B.

Wieso sollte B Eigentümer der Münze sein? Eigentümer ist A. B hat die Münze gestohlen, an Diebesgut kann man kein Eigentum erwerben, und M ist rechtlich gesehen Hehler, da er Diebesgut ankauft. Auch der Hehler kann kein Eigentum am Diebesgut erwerben.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(63015 Beiträge, 30762x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Eigentümer ist A.

Evebtuell ja, oder auch nicht.
Kommt halt darauf an, ob der Bruder zu 16.10.16 noch an der Firma beteiligt war.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
Efferjel
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Zitat (von Efferjel):

Angenommen, A betreibt mit seinem Bruder B eine Firma

Was soll "Firma" hier bedeuten?
Eine GmbH? Eine KG? Eine AG? Ein Einzelgewerbe?

Firma meint hier GmbH

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#9
 Von 
Efferjel
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von eh1960):
Eigentümer ist A.

Evebtuell ja, oder auch nicht.
Kommt halt darauf an, ob der Bruder zu 16.10.16 noch an der Firma beteiligt war.

Habe mich erkundigt und B ist zum 15.10. aus der Firma ausgestiegen.

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#10
 Von 
Efferjel
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Zitat (von Sir Berry):
Ohne jeglichen Zweifel B.

Wieso sollte B Eigentümer der Münze sein? Eigentümer ist A. B hat die Münze gestohlen, an Diebesgut kann man kein Eigentum erwerben, und M ist rechtlich gesehen Hehler, da er Diebesgut ankauft. Auch der Hehler kann kein Eigentum am Diebesgut erwerben.

Danke für die Antwort.
Wie würde es sich verhalten, wenn M gutgläubig wäre und nicht wusste, dass die Münze gestohlen war?
Normalerweise würde M ja dann gem. § 933 Eigentümer. Dabei muss aber auf § 935 II abgestellt werden und demnach würde M trotz Gutgläubigkeit nicht Eigentümer der Münze.
Oder?

-- Editiert von Efferjel am 15.03.2018 20:28

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#11
 Von 
Efferjel
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 3x hilfreich)

Da ich meinen Beitrag nicht mehr bearbeiten kann, hier nochmal die Frage:

Wenn M gutgläubig ist und die Münze nicht als Geld angesehen wird, ist kein gutgläubiger Eigentumserwerb möglich und A bleibt Eigentümer (§ 935 I).

Wenn man die Münze allerdings als Geld ansieht, ist ein gutgläubiger Erwerb des M möglich (§ 935 II).
Wie wäre in einem solchen Fall die darauffolgende Situation zu beurteilen, dass M sofort das Eigentum an der Münze erwirbt, einen Tag später den Kaufpreis zahlen soll und aufgrund des Missverständnisses das Geschäft nicht gelten lassen möchte?
Wird dadurch, dass B die Münze zurücknimmt, der A wieder Eigentümer?

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