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Internetprovider liefert zu wenig Geschwindigkeit

 Von 
Sebastian Jurk
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 9x hilfreich)
Internetprovider liefert zu wenig Geschwindigkeit

Hallo,

ich habe einen Kabelanbieter fürs Internet. Ein Paket mit Internetflatrate 30MBit/s und Telefon kostenlos ins deutsche Festnetz Flatrate.

Das Problem ist dass ich am Tag, also dann wenn man das Internet nutzt immer sehr schlechte Downloadraten habe. Meistens unter 3MBit/s, oft aber sogar noch unter 1MBit/s. Also weit unter der versprochenen Leistung. Nachts dagegen habe ich die volle Geschwindigkeit. Das nützt mir natürlich dann aber recht wenig.

Wie kann ich mich dagegen wehren? Ich habe gehört man kann den Preis, den man zahlt senken? Aber dazu bräuchte ich sicherlich Beweise. Wie kann man sowas denn gerichtsfest tun? Reicht es dafür zB alle Stunde oder auch Viertelstunde an Zeiten an denen es zu langsam ist, einen Speedtest zu machen und die Werte aufzuschreiben? Oder sowas wie speedtest.net wo die Seite automatisch speichert wie schnell der Test ausgefallen ist?

Wie kann ich mich verhalten? Das Problem ist halt dass es manchmal wirklich so extrem langsam ist dass es sogar sehr lange dauert die Seite für den Speedtest zu laden. Und das will ich mir nicht mehr gefallen lassen.

Danke!
Sebastian

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Internet Provider Preis Deutschland


29 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6569 Beiträge, 4585x hilfreich)

3MBit/s oder 3MB/s?

Unabhängig davonmachte was grundsätzliches: ein Provider hat darauf, wie schnell du herunterladen kannst letztlich recht wenig Einfluss. Denn das ist immernoch von dem Server abhängig, von dem eine Datei heruntergeladen wird und davon, wie dieser Server angebunden ist und ob der Dateianbieter die Geschwindigkeit absichtlich drosselt.. Das ist also nicht aussagekräftig dafür, dass ein Provider nicht die vereinbarte Leistung liefern würde.

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""

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#2
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7494 Beiträge, 3216x hilfreich)

Unter 1 MBit/s wäre ungewöhnlich wenig für Kabel. Grund wird die völlige Überlastung sein. In jedem Fall dies als Störung melden. Grundsätzlich sollte man Protokolle von Speedtests und Daten aus dem Router sichern und den Vertragspartner zur Behebung des Mangels auffordern (schriftlich, notfalls Einschreiben). Bei schwankender Leistung ist eine prozentuale Kürzung schwierig und führt nur zu Problemen. Besser ist eine Drohung mit außerordentlicher Kündigung.
Meist bauen die Anbieter dann wieder aus und man bekommt seine versprochene Leistung.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#3
 Von 
SebastianJu
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 67x hilfreich)

Ich sollte 30MBit/s haben, habe aber tagsüber immer unter 3MBit/s und oft sogar nur 0,5MBit/s. In der Nacht ist es normal schnell. Also 30MBit/s. Nur da nutzt mir das nichts. Ich denke auch dass es an der völligen Überlastung liegt.

Und klar weiß ich dass das auf den Server drauf ankommt. Ich teste das ja auch mit richtigen Speedtests. ZB speedtest.net. Die Server müssen schnell genug sein damit man da testen kann. Sonst können sie die nicht anbieten zum testen. Es ist ja auch mit allen anderen Speedtests so.

Übrigens... wenn ich den Test bei Kabel Deutschland mache, also deren Speedtest... und dabei unter 0,5MBit/s als Ergebnis habe dann behauptet deren Speedtest ganz frech dass ich 32,9MBit/s oder so hätte. Finde ich unmöglich sowas zu behaupten. Kunden die sich nicht auskennen glauben das vielleicht sogar.

Protokolle von Speedtests habe ich. speedtest.net zB speichert die vergangenen Ergebnisse immer ab. Welche Daten aus dem Router sollte ich denn sichern?

Aber gut, ich werde es erstmal im Guten probieren und denen die Tests zuschicken. Ich glaube aber nicht dass ich mit der Drohung einer Kündigung etwas erreichen würde. Dann ist halt ein Kunde weg der Ärger macht. Da muss es doch eine Möglichkeit geben das zu testen, über die Zeit, so dass das vor Gericht auch standhält. Ich meine vor Gericht zählen ja sogar handschriftliche Protokolle von Lärm usw den sich jemand aufgeschrieben hat. Dann müsste es doch auch hier etwas geben...

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#5
 Von 
seba79
Status:
Lehrling
(1485 Beiträge, 554x hilfreich)

Setze dem Provider eine Frist, die Probleme zu beheben.
Ansonsten kündige die Leitung FRISTLOS, diese Möglichkeit sahen gewöhnlich die Gerichte bei deutlich verminderter Geschwindigkeit als legitim.

Auch kann sich der Provider nicht damit rausreden, es seien ja nur potenzielle Höchstleistungen oder 30.000er-Internet sei ja nur der Produktname und was sie sich alles einfallen ließen.

Um sicherzustellen, dass der Anbieter nicht zB dem Speedtest die Schuld gibt, dass dein Download zu lahm ist, schau mal, ob dein Provider nicht selber einen solchen Speedtest anbietet.
Solltes es sich um Kabel Deutschland handeln, findest du zB hier den Speedtest:
http://www.kabeldeutschland.de/internet-telefon/dsl-speedtest.html

Beim firmeneigenen Speedtest würde die Ausrede, dass einfach der Speedtest schlecht wäre, wohl schwerer fallen.

Edit:
Wobei ich grade feststellen musste, dass der Kabel Deutschland-Speedtest beschei..., um den Leuten den Anschluss von Kabel Deutschland andrehen zu können.. :kotz:

Hab laut verschiedenen Speedtest (auch dem, den mein Vorredner verlinkte) immer knapp über 16.000 und immer gut im grünen Bereich, der von Kabel Deutschland zeigt ca. 13.000 an, womit ich (NUR dort) im roten Bereich bin... :grins:

Das lustige, wenn ich angebe, ich wäre bei Kabel Deutschland, wird mein Ergebnis grün angezeigt, gebe ich meinen echten Provider an, ist die Zahl rot.... :dance:

-- Editiert seba79 am 13.03.2013 00:07

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#6
 Von 
SebastianJu
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 67x hilfreich)

Kabel Deutschland be******t sogar noch mehr. Die wissen ja dass ich bei denen bin wenn ich vom Internet zugreife. Und wenn irgendein Wert unter einem Grenzwert liegt dann wird einfach rotzfrech das angezeigt wie es sein sollte. Also wenn ich unter 0,5MBit/s in Wirklichkeit habe dann zeigt der einfach an dass ich 32,9MBit/s hätte. Ein Laie könnte das dann glauben. Und das finde ich ist Betrug.

Ich hatte das sogar mal getestet weil die KD-Fans im KD-Forum mir das nicht glauben wollten. Diese seltsamen Leute dort verteidigen das aber selbst nach meinem Beweis noch.

"Jetzt hab ich mal einen Beweis gebaut. Dazu habe ich NetLiminiter 2 Lite installiert. Ist kostenlos. Damit kann man zB die Bandbreite die ein Prozess bekommt beschränken. Dann habe ich das mit Speedtests kombiniert und davon ein Video mit CamStudio aufgenommen.

Im ersten Video habe ich mit speedtest.net getestet. Der erste Test war normal, beim zweiten Test habe ich den Downloadspeed auf 1Mio Bit/s eingeschränkt. Man sieht dass es wirkt da der Download wirklich unter 1MBit/s bleibt. http://www.youtu.be/rW1W1Ulo-3Y

Im zweiten Video habe ich dann den KD Speedtest getestet. Zweimal ohne Einschränkung. Da meint er dass es zu langsam wäre bzw außerhalb des Toleranzbereichs. Dann drei mal mit Einschränkung. Und plötzlich behauptet der KD Speedtest alles ist super und besser als es überhaupt sein kann. http://youtu.be/PrrLUdgg-gY
3 Mal exakt der selbe Wert für den Download. Nur Upload und Ping ändern sich. Und der Wert ist unmöglich echt. KD lügt also. Ich bin sicher dass der eine oder andere Noob dann glaubt dass der Rechner anderweitig kaputt ist da KD ja sagt es ist alles super. Und das finde ich nicht in Ordnung.

Ich hoffe das erklärt jetzt wovon ich geredet habe. :) "

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

Mit technischem Halb- oder Viertelwissen sollte man nicht versuchen, irgendwo Betrug o.ä. abzulesen.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#8
 Von 
SebastianJu
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 67x hilfreich)

mepeisen... also das erklär jetzt mal bitte. Ich bin selbst Programmierer und so ein Fallback muss fest programmiert sein. Also was erzählst du hier?

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" "

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#9
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

Erstens:
-> Es gibt exakt 0 Möglichkeiten, technisch exakte Speedmessungen über das Internet durchzuführen.
-> Jede Speedmessung bedingt, dass man Datenpakete an eine Endstelle übermittelt und dass diese ankommen und quittiert werden, dass man also die Eigenschaften des zugrundliegenden Protokolls ausnutzt.
-> Jedes externe Programm, was die Bandbreite verringern will, kann dies nur bedingt gut. Weil es Datenpakete verzögert, bis annähernd die Ziel-Datenbreite erreicht ist.

Dass ein Speedtest gegen einen Server im eigenen Netz besser ausfällt als ein Speedtest gegen einen Server in einem fremden Netz liegt in der Natur der Sache. Warum? Weil das Internet nunmal so aufgebaut ist, dass die Datenpakete zum Zielserver über Router verschickt werden. Verbleibt man im Kabel-Deutschland-Netz, nehmen die Daten beispielsweise nur zwei Hops mit etsprechend ausgebautem Netz.
Bei einem Speedtest gegen Server X nehmen die Daten womöglich 6 Hops und irgendwo zwischendrin aber außerhalb des Einflussgebietes von Kabel-Deutschland ist ein Teilstück, wo es zu einer Überbelastung kommt.
Ist es also Betrug, wenn der Speedtest gegen Kabel Deutschland positiv ausfällt, aber gegen XYZ schlechter? Ne, nicht mal ansatzweise. Es ist vielmehr technische NOtwendigkeit, dass es Unterschiede gibt.

Dein Video zeigt aber auch eindeutig, dass ohne Begrenzung durchaus ein hoher Datendurchsatz erreicht wird, siehe links oben. Warum diese Webseite dann "Es liegt außerhalb der Toleranz" meldet, kann man nur vermuten. Eventuell schwankt es etwas zu stark. Das kann schon auch auf leichte Leitungsprobleme hindeuten oder auf vieles andere. Es könnte darauf hindeuten, dass deine "Bandbreitenbegrenzung" den Datenstrom durch die Verzögerungen stabilisiert, somit die Messunschärfen "versehentlich" herausnimmt und plötzlich spuckt der Speedtest brauchbare Werte raus.

Woran könnte nun liegen, dass es trotz deiner Leitungsbegrenzung trotzdem 32KBit/s meldet? Das kann in der Messmethode liegen. Beispielsweise könnte das Plugin auf der Webseite haufenweise kleine 1Byte-Pakete verschicken. Das reicht aus, um dann über eine Hochrechnug die Bandbreite zu ermitteln. Warum? TCP/IP-Pakete sind, auch wenn nur ein Byte Nutzdaten verschickt werden, dennoch eine deutliche Übergröße. Ob ein Byte Nutzdaten oder 1492/1500 (je nach überliegender Schicht) Nutzdaten verschickt werden, ist vollkommen gleich. Es bleibt dennoch ein Paket und damit die gleiche Bandbreite. Ein anderer Speedtest könnte nun überlange Pakete verschicken und damit pro vermuteten einem Datenpaket tatsächlich physikalisch zwei. Damit wird das Messergebnis völlig ins negative verfälscht.


Und und und. Es gibt noch vieles weiteres.

Das alles erklärt nicht, warum du diese Beobachtungen hast. Aber es erklärt vieles. Wenn du diese Beobachtungen hast, deutet vieles auf eine Netzüberlastung hin. Aber nicht an deinem Anschluss selbst, auch nicht imKabel-Deutschland-Netz. Aber doch entweder direkt an den Peering-Punkten von Kabel-Deutschland oder etwas weiter hinten. Tritt die Überbelastung an den Peering-Punkten auf, sollte Kabel-Deutschland schon Abhilfe schaffen. Ob amn ein Anrecht hat, schwierig. Tritt die Überbelastung irgendwo außerhalb des Einflussbereichs von Kabel-Deutschland "im Internet" auf, tja... Pech gehabt.

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-- Editiert mepeisen am 14.03.2013 15:34

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#10
 Von 
SebastianJu
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 67x hilfreich)

Sag mal... du willst aber nicht behaupten dass durch die minimalen Unschärfen bei Speedtests dieses Speedtests nutzlos sind oder? Das sind natürlich nur Annäherungen an die Wahrheit aber sie sind trotzdem exakt genug um daraus etwas ableiten zu können.

Eine Messung muss überhaupt nicht technisch exakt sein solange sie zumindest eine gute Näherung an die Realität darstellt. Es wäre wirklich abenteuerlich daraus zu folgern dass es unmöglich ist aus einem Speedtest etwas abzulesen.

Und wie eine Bandbreitendrosselung funktioniert weiß ich auch. Und eben weil die Software ja erkennen kann wie viele Daten fließen kann sie das im DURCHSCHNITT ganz gut beschränken. Deswegen läuft ein Speedtest ja auch über eine gewisse Zeit um möglichst nahe an die Realität zu gelangen selbst wenn das nicht 100% genau ist. Und das bedeutet keinesfalls dass die Ergebnisse deswegen so ungenau sind dass sie nutzlos sind.

*lol* Klar... der Proxy von KD ist es. Und der sorgt dafür dass man immer, also wirklich immer exakt 32,9MBit/s bekommt wenn der Download zu niedrig ist. Sehr logisch wenn das plötzlich nicht mehr klappt wenn man die Drosselung rausnimmt. Dann sind die Ergebnisse plötzlich unterschiedlich und auch niedriger. Was ist mit dem Proxy? Will der dann nicht mehr?
Ganz ehrlich... wirklich durchdacht war dein Argument nicht.
Außerdem muss es für einen Speedtest egal sein ob ein Proxy dazwischensteht. Proxies sollten eigentlich deaktiviert sein für solche Sachen weil man nie weiß ob ein Proxy überhaupt mit der Geschwindigkeit liefern kann wie der Speedtest es nötig hat. Und ein Proxy kann nur liefern was schon einmal abgerufen wurde. Wenn man Proxies also ausschließen will muss man ganz einfach Dateien abrufen die er noch nicht kennt. Dazu kann man der gleichen Datei einfach einen neuen Namen geben und der Proxy kann nicht benutzt werden. Geht ganz einfach zu programmieren.
Aber selbst wenn... angenommen ein Proxy ist schnell genug... sollte das keinen Unterschied machen. Die Testserver müssen ja ebenso schnell genug sein. Also ob jetzt mit der maximal möglichen Geschwindigkeit von einem Proxy oder einem Testserver abgerufen wird ist dann egal. Aber nur wenn der Proxy schnell genug wäre. Da man das nicht sicherstellen kann kann ein Speedtest keinen Proxy dazwischen erlauben.

Und klar hab ich auch oft die komplette Datenrate. (Seltsam dass du das dann plötzlich anerkennst wo man Speedtests doch nicht trauen kann...) Nur nutzt mir die maximale Datenrate nichts wenn sie in der Nacht passiert und dann, wenn man das Internet nutzt sind sie im Keller.

Was du über die Datenpakete schreibst... ich meine ein Speedtest kann sich erst Speedtest nennen wenn er es schafft eine genügende Menge an Daten über eine ausreichende Zeitdauer zu versenden um daraus auch einen Durchschnitt zu errechnen der der Realität möglichst nahe kommt. Eben weil es keine exakte Wissenschaft ist braucht es möglichst viele Daten über einen möglichst langen Zeitraum. Deine Theorie wird aber allein dadurch schon wiederlegt dass die Ergebnisse unterschiedlicher Speedtests sehr ähnlich bzw nahe bei ein ander liegen wenn die Geschwindigkeit nicht künstlich gedrosselt und relativ schnell ist. Der KD-Test mißt ja auch recht korrekt solange es nicht unter eine gewisse Geschwindigkeit fällt.

Überbelastung im Internet? Ist natürlich eine Möglichkeit. Ich bezweifle das aber, da Kabel die Eigenschaft hat seine Bandbreite unter den Usern aufzuteilen. Wenn dann am Tag viele User zugreifen gibt es die Probleme. Andernfalls müssten DSL-User mit schnellem Zugang das selbe Problem haben. Davon habe ich aber noch nichts gehört in meiner Gegend.

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#11
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

quote:
Sag mal... du willst aber nicht behaupten dass durch die minimalen Unschärfen bei Speedtests dieses Speedtests nutzlos sind oder?

Das habe ich nicht behauptet. Ich habe versucht dir klar zu machen, dass deine beobachteten Probleme Ursachen haben könnten, die auch außerhalb des Einflussgebietes deines Providers liegen könnten. Du bist mit Worten wie Betrug um die Ecke gekommen. Ich habe versucht, dir aufzuzeigen, dass es technische Umstände geben kann, die alles andere sind als Betrug.

Du stellst den Speedtest aber als exakt dar. Du verwendest Wörter wie "Werte, die einfach unmöglich sind" und so weiter. Und das ohne technische Hintergründe zu durchleuchten. Seedtests sind nicht exakt. Das heisst nicht, dass man gar nichts ablesen kann. Das bedeutet aber auch nicht, dass man Probleme sofort auf Betrug schieben kann.

quote:
Und eben weil die Software ja erkennen kann wie viele Daten fließen kann sie das im DURCHSCHNITT ganz gut beschränken.

Du hast es nicht wirklich kapiert. Wenn der Speedtest lauter 1-Byte-Pakete verschickt, kann er dennoch die Bandbreite messen, wenn er weiss , wie groß ein TCP/IP-Paket ist. Denn: Trotz nur 1 Byte Nutzdaten im Paket ist das Paket größer als 1 Byte. Die Größen von 1492 Bytes oder 1500 Bytes habe ich nicht zufällig erfunden. Die haben einen tieferen Sinn.
Kann die Software das erkennen? Wie will sie das können? Beschränkt die Software auf Basis der TCP-/IP-Paketgrößen oder auf Basis der Nutzdaten? Wenn sie auf Basis der Nutzdaten begrenzt kann sie unmöglich den Speedtest selbst derart beeinflussen, wie du es willst. Setze doch mal runter auf 100, statt auf 100000. Vielleicht siehst du dann einen Einfluss auf deinen Speedtest.

quote:
Sehr logisch wenn das plötzlich nicht mehr klappt wenn man die Drosselung rausnimmt

Erstens habe ich nicht von Proxies gesprochen, ist aber effektiv auch wurscht, was für ein Server die Daten annimmt. Ob nun ein Proxy oder ein Webserver. Irgendetwas am anderen Ende nimmt die Daten an.

Ich habe davon gesprochen, dass bei der Herausnahme der Bandbreitenbegrenzung mutmasslich Schwankungen ersichtlich sind oder dass diese Auswirkungen finden. Schwankungen, die den Speedtest dazu veranlassen trotz guter Bandbreite die Messung als nicht gut zu empfinden. Als Fehler steht dort auch, dass sie außerhalb des Toleranzbereiches liegt. Da steht nicht, dass es zu niedrig für eine Messung ist o.ä.

quote:
Proxies sollten eigentlich deaktiviert sein für solche Sachen weil man nie weiß ob ein Proxy überhaupt mit der Geschwindigkeit liefern kann wie der Speedtest es nötig hat.

Auf der einen Seite ist deine Argumentation totaler Unfug, denn es ist total egal, was dort die Daten entgegennimmt. Zudem sind Proxies gewiss alles andere nur nicht langsam. Drittens werden für solche Speedtests sinnvollerweise reine Echo-Server eingesetzt, die derart plump sind, dass sie gewiss einen extrem hohen Durchsatz erreichen.
Aber denke nochmal drüber nach: Wieso sagts du, dass ein Proxy deaktiviert werden muss? Genau, weil die Daten dann von einem anderen System stammen, was eventuell langsamer ist usw.
Denk mal drüber nach. Wenn du von Server X aus dem weiten weiten Internet eine Datei runterlädst. Wenn diese dann nur 1MBit erreicht beim Download. Heisst das, dass die Leitung zu langsam ist? Nicht zwangsweise. Das kann auch heissen, dass der Server langsam ist oder dass er absichtlich drosselt. Die Frage ist nun, wie man rausfinden kann wo genau der Flaschenhals ist.

quote:
Wenn man Proxies also ausschließen will muss man ganz einfach Dateien abrufen die er noch nicht kennt.

Was im übrigen bei einem echten Speedtest sinnbefreit ist, wenn permanent das selbe 1-Byte-Datenpaket versendet wird. Auch ist es total egal, ob der Proxy das Datenpaket kennt oder nicht. Solange der Proxy irgendwo weiter weg steht als direkt in deinem eigeen Netz ist er dennoch für den Speedtest brauchbar, obwohl er das Datenpaket kennt. Er ist nur dann nicht brauchbar, wenn er für sich extrem langsam ist und den Test damit kaputt macht/ nach unten zieht.

Nochmal: Ich habe nirgendwo behauptet, dass die Tests für sich Murks sind. Auch habe ich nie behauptet, dass du falsch liegst, was das Problem für sich betrifft. Aber ich wollte klar machen, dass du, bevor du so Wörter wie Betrug usw. in den Mund nimmst, auch mal Alternativen bedenken solltest.
Die Überbelastung kann auch in irgendeinem nicht weit genug ausgebauten Knotenpunkt liegen, der direkt im Kabel-Deutschland-Netz liegt, keine Frage. Das muss im Speedtest nicht mal ersichtlich sein, wenn der Server für den speedtest woanders steht und dieser überbelastete Knotenpunkt für den Speedtest gar nicht relevant ist.

Mehr wollte ich nicht sagen. Nimm dir das zu herzen oder nicht. Wenn du Betrug siehst, erstatte Strafanzeige und freue dich, wie dir dann ein Vogel gezeigt wird.

Ggf. solltest du zuerst eine Störung melden und ggf. eien Frist setzen, einen auch zur Primetime vernünftigen Zugang bereitzustellen. Dann abwarten wie der Provider reagiert und welche Erklärungen er findet. Erst danach dann überlegen, wie man weitermacht. Das wäre mein Vorschlag.

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-- Editiert mepeisen am 14.03.2013 16:40

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#12
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

Nachtrag für dich: Finde mal raus, wohin der Speedtest seine Datenpakete schickt. Dann machst du zur Primetime und außerhalb, also einmal wenn alles schnell ist und wenn es träge ist, Traceroutes. Gleich mehrere am Stück, jeweils zum Speedtest-Server, dann zu einem anderen Server, wo du etwas downloadest o.ä.
Hoffe, dass dir die Hops antworten (das tun nicht alle, was dann halt in kauf genommen werden muss).
Meist erkennt man an einem überbelasteten Knotenpunkt einen Sprung in der Latenz.

Ich wette mit dir, dass der Speedtestserver von kabel-Deutschland nicht über diesen dann vermeindlich überbelasteten Knotenpunkt läuft.

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#13
 Von 
SebastianJu
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 67x hilfreich)

quote:
Du stellst den Speedtest aber als exakt dar. Du verwendest Wörter wie "Werte, die einfach unmöglich sind" und so weiter. Und das ohne technische Hintergründe zu durchleuchten. Seedtests sind nicht exakt. Das heisst nicht, dass man gar nichts ablesen kann. Das bedeutet aber auch nicht, dass man Probleme sofort auf Betrug schieben kann.

Ganz ehrlich... es ist unmöglich dass man immer, wirklich immer den gleichen supertollen Wert bekommt der faktisch nicht rausgekommen sein kann da die Bandbreite künstlich beschränkt wurde. Das muss dir doch auch einleuchten. Wenn mein Programm die Bandbreite auf einen sehr niedrigen Wert einschränkt dann ist es schlicht unmöglich dass da 33 mal so viel heruntergeladen worden sein soll. Das ist weder mit Proxies noch sonst irgendwie erklärbar. Schon gar nicht dass es immer der exakt selbe Wert ist. Du selbst sagst doch dass das keine exakte Wissenschaft ist. Es kann daher nicht sein dass es immer und immer exakt der selbe Wert ist.
Aber eigentlich habe ich das schon erklärt. Hast du dir das Video denn angesehen?

quote:
Du hast es nicht wirklich kapiert. Wenn der Speedtest lauter 1-Byte-Pakete verschickt, kann er dennoch die Bandbreite messen, wenn er weiss , wie groß ein TCP/IP-Paket ist. Denn: Trotz nur 1 Byte Nutzdaten im Paket ist das Paket größer als 1 Byte. Die Größen von 1492 Bytes oder 1500 Bytes habe ich nicht zufällig erfunden. Die haben einen tieferen Sinn.
Kann die Software das erkennen? Wie will sie das können? Beschränkt die Software auf Basis der TCP-/IP-Paketgrößen oder auf Basis der Nutzdaten? Wenn sie auf Basis der Nutzdaten begrenzt kann sie unmöglich den Speedtest selbst derart beeinflussen, wie du es willst. Setze doch mal runter auf 100, statt auf 100000. Vielleicht siehst du dann einen Einfluss auf deinen Speedtest.

Das ist nicht dein Ernst oder? Wenn du dich mit den technischen Möglichkeiten nicht auskennst dann informiere dich bitte. Aber nicht einfach mutmaßen dass eine Software das nicht können kann.
Die Software braucht doch nur die insgesamt geladenen Bytes messen im letzten Zeitraum. Da ist es ganz egal ob das 1500 mal 1 Byte oder 1500 Byte auf einmal sind. Der Overhead kann genauso gemessen werden und muss natürlich in die Beschränkung mit einfließen. Das ist keine Hexerei.
Die Software muss auch nicht vorher wissen was da kommt. Es reicht dass sie sieht dass Daten und Overhead in der letzten Zeit mit einer Geschwindigkeit von 30MBit/s eingetroffen ist. Wenn es weniger sein soll dann werden künftig weniger Daten abgenommen. So dass am Ende die maximale Zielabnahmegeschwindigkeit für Daten herauskommt. Und das ist machbar da der Browser mit dem Server kommuniziert.

quote:
Ich habe davon gesprochen, dass bei der Herausnahme der Bandbreitenbegrenzung mutmasslich Schwankungen ersichtlich sind oder dass diese Auswirkungen finden. Schwankungen, die den Speedtest dazu veranlassen trotz guter Bandbreite die Messung als nicht gut zu empfinden. Als Fehler steht dort auch, dass sie außerhalb des Toleranzbereiches liegt. Da steht nicht, dass es zu niedrig für eine Messung ist o.ä.

Richtig. Die 13MBit/s die ohne Drosselung gemessen wurden sind außerhalb des Toleranzbereichs da ich eigentilch 32MBit/s haben sollte.
Relevant ist aber dass, nachdem ich auf 0,1MBit/s (circa da 100000 Bytes) eingeschränkt habe (dass ist der nächste Test im Video) und der Speedtest läuft, er plötzlich behauptet dass meine Geschwindigkeit super ist und zwar 33,92MBit/s. Andere Speedtests zeigen die Geschwindigkeit dagegen schon korrekt, also so niedrig wie eingestellt am Drosselprogramm, an.

Und da muss ich sagen das ich das nicht in Ordnung finde. Ich bin sicher der Speedtest kann genauso wie die anderen Speedtests die korrekte Geschwindigkeit ausrechnen. Er zeigt das aber nicht an sondern behauptet dass alles supertoll ist. Das ist einfach ein programmierter Fallback. Noch dazu peinlicherweise immer mit exakt dem selben Wert.

quote:
Auf der einen Seite ist deine Argumentation totaler Unfug, denn es ist total egal, was dort die Daten entgegennimmt. Zudem sind Proxies gewiss alles andere nur nicht langsam. Drittens werden für solche Speedtests sinnvollerweise reine Echo-Server eingesetzt, die derart plump sind, dass sie gewiss einen extrem hohen Durchsatz erreichen.
Aber denke nochmal drüber nach: Wieso sagts du, dass ein Proxy deaktiviert werden muss? Genau, weil die Daten dann von einem anderen System stammen, was eventuell langsamer ist usw.
Denk mal drüber nach. Wenn du von Server X aus dem weiten weiten Internet eine Datei runterlädst. Wenn diese dann nur 1MBit erreicht beim Download. Heisst das, dass die Leitung zu langsam ist? Nicht zwangsweise. Das kann auch heissen, dass der Server langsam ist oder dass er absichtlich drosselt. Die Frage ist nun, wie man rausfinden kann wo genau der Flaschenhals ist.

Warum redest du eigentlich immer davon wer die Daten annimmt? Beim Downloadspeedtest kommt es auf den Sender an, man selbst ist ja der Empfänger.
Und Proxies sind normalerweise schnell. Aber würdest du dich darauf verlassen wollen dass der User auch einen schnellen Proxy nutzt wenn du einen Speedtest anbietest? Ich würde das nicht. Denn es gibt auch Proxies die sind eben nicht schnell, mal überlastet usw.
Sicher kann es sein dass ein sendender Server zu langsam ist. Das sollte bei einem Speedtest aber nicht passieren. Deswegen gibt es Mindestanforderungen die auch regelmäßig getestet werden müssen. Bei speedtest.net sind es zB nur "Voraussetzungen sind ein moderner Web-Server und eine Internet-Backbone-Verbindung mit mindestens 100 Mb/Sek". Und das muss permanent verfügbar sein sonst würde der Speedtest einen schlechten Ruf bekommen wenn falsche Ergebnisse aufgrund überlasteter Testserver rauskämen. Wenn man einem Ergebnis nicht traut dann muss man halt Alternativen testen. Es gibt ja sogar einfache Server bei denen man nur Testdateien händisch laden muss und sich die Geschwindigkeit anschauen. http://speedtest.qsc.de/
Es gibt also Möglichkeiten zu schauen ob ein Server überlastet ist. Bei Servern, die extra für Speedtests eingerichtet sind muss aber sichergestellt sein dass die immer genug Bandbreite liefern können sonst macht es keinen Sinn.

quote:
Was im übrigen bei einem echten Speedtest sinnbefreit ist, wenn permanent das selbe 1-Byte-Datenpaket versendet wird.

Bist du sicher dass 1-Byte-Datenpakete für Speedtests benutzt werden und nicht nur fürs berechnen des Ping? Für mich macht es keinen Sinn hundertausende 1-Byte-Pakete zu verschicken weil du damit nicht die Geschwindigkeit messen kannst. Erstens ist da massig Overhead dabei und zweitens müssen beide Parteien für jedes Paket erst Anfragen senden, die Verbindung aushandeln usw usf. Mit der maximalen Geschwindigkeit eines Downloads hat das recht wenig zu tun. Das könnte möglicherweise für die Berechnung der maximal möglichen gleichzeitigen Verbindungen taugen.

quote:
Solange der Proxy irgendwo weiter weg steht als direkt in deinem eigeen Netz ist er dennoch für den Speedtest brauchbar, obwohl er das Datenpaket kennt. Er ist nur dann nicht brauchbar, wenn er für sich extrem langsam ist und den Test damit kaputt macht/ nach unten zieht.

Richtig. Er ist brauchbar solange er das Paket kennt und schnell genug ist. Aber als Speedtestbetreiber hast du keinen Einfluß darauf welche Proxies jemand benutzt. Das ist nur ein unnötiges zusätzliches Risiko das den Test verfälschen kann.

quote:
Nochmal: Ich habe nirgendwo behauptet, dass die Tests für sich Murks sind. Auch habe ich nie behauptet, dass du falsch liegst, was das Problem für sich betrifft. Aber ich wollte klar machen, dass du, bevor du so Wörter wie Betrug usw. in den Mund nimmst, auch mal Alternativen bedenken solltest.

Ok, es klang ein wenig so wie wenn du meinst es wäre so unsicher dass man darauf nichts setzen kann. Aber gut, dann weiß ich wie du das meinst.
Trotzdem habe ich momentan keine Erklärung dafür wieso KD behauptet man habe eine Downloadgeschwingkeit von 33,92MBit/s wenn das einfach nicht sein kann. Auch dass dieses Ergebnis permanent reproduzierbar ist zeigt mir dass das ein fest eingebauter Wert ist. Vermutlich so wie die Geschwindigkeit laut Vertrag sein sollte. Nur ist es für mich unehrlich zu behaupten alles wäre superschnell wenn das einfach die Messung nicht hergibt. Mag ja sein dass die sich nichts schlimmes dabei denken aber ein DAU wird annehmen dass er einfach selbst zu blöd ist und KD alles richtig macht. Was ja nicht stimmt wenn einzelne Webseiten Minuten brauchen um zu laden. Manchmal ist es fast unmöglich einen Speedtest zu machen weil selbst die Webseite für den Test so langsam läd. Dann ist es fast wie Hohn wenn KD behauptet man hätte momentan superschnelles Internet.

quote:
Die Überbelastung kann auch in irgendeinem nicht weit genug ausgebauten Knotenpunkt liegen, der direkt im Kabel-Deutschland-Netz liegt, keine Frage. Das muss im Speedtest nicht mal ersichtlich sein, wenn der Server für den speedtest woanders steht und dieser überbelastete Knotenpunkt für den Speedtest gar nicht relevant ist.

Das wäre eine Erklärung wenn andere Speedtests behaupten alles wäre schnell und nur KD sagt es ist langsam. Es ist aber andersherum. Die anderen Speedtests geben exakt das an auf dass ich den Download des Browserprozesses eingeschränkt habe während KD eine heile Welt vorgaukelt die aus mehreren Gründen unmöglich ist.

Dein zweites Post... das macht einfach keinen Sinn anzunehmen dass nur KD einen Knotenpunkt nutzt der nicht überlastet ist. Erstens war mein Internet so langsam dass Webseiten kaum geladen haben. Alle. Zweitens haben verschiedene Speedtests das selbe niedrige Ergebnis ausgegeben. Drittens hat KD einige Zeit gebraucht für den Speedtest und hat doch am Ende behauptet alles wäre toll. Und Viertens ist es einfach unmöglich, eben weil es keine exakte Wissenschaft ist, dass immer exakt 33,29MBit/s rauskommt. Ich kann also nur hoffen dass du mir glaubst dass ich mehrere Quellen getestet habe und nicht nur KD. Beweisen kann ich das natürlich nicht. Obwohl mein Video schon ein Beweis ist. Es ist ja auch nachvollziehbar. Ich habe ja erklärt wie ich das gemacht habe, das kann ja jeder andere auch testen.

Ok, danke für die Einwände... es ist sicher kein Betrug für den man eine Anzeige machen müsste. Eher eine unschöne Behandlung der Kunden.

Ich werde einfach Testreihen machen. Vielleicht ein zeitgesteuertes Makro mit IOpus um alle Viertelstunde einen Test zu machen... und damit ein gutes Protokoll zu erstellen.

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#14
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

Ich habe dir nun schon zigfach versucht zu erklären, dass dein Tool nicht funktioniert, weil es nicht auf der untersten Layer-Ebene arbeitet.
Beschäftige dich bitte zuerst mit den einzelnen Layer-Schichten, die da wären:
- Ethernet
- PPOE
- IP
- TCP
- Anwendung (bei Downloads HTTP)
Wenn du das kapiert hast, gucke ncohmal in meinen Beitrag. Das hier ist keine Nachhilfestunde, erst Recht nicht, wenn man sich penetrant weigert, sich mal auf andere Erklärungsmodelle einzulassen.

Dein ständiger Verweis auf Proxies macht das nicht besser, da Proxies hier total egal sind, solange sie nicht auf deiner eigenen Maschine/ in deinem lokalen netz laufen.

Das hier ist keine Nachhilfestunde über Netzwerktechnik o.ä.

Wenn du von einem Betrugsfall fest überzeugt bist, erstatte doch einmal Strafanzeige. Du wirst sehen, was dann rauskommt.
Wenn du von arglistiger Täuschung überzeugt bist, dann kündige doch ristlos und gehe zu einem anderen Anbieter. Auch dann wirst du sehen, was da rauskommt.

Ich bin mal aus dem Thema raus.

P.S.: Das von dir verwendete Program kann, soweit ich das selbst ausprobiert habe, gar nicht die physikalische Bandbreite verringern, weil es, wie schon mehrfach gesagt, auf Ebene der Nutzdaten arbeitet und nicht auf Ebene der zugrundeliegenden Übertragungsschichten. Es misst die Nutzdaten und die sind bei vielen kleinen Daten nunmal extrem gering, obwohl viele Pakete versendet und aufgrund des Layer-Modell damit relativ viel Bandbreite blockiert wird...

Der Speedtest versendet tatsächlich etwas größere Pakete, weil nunmal HTTP noch Overhead hat. Es versendet effektiv aber 0 Byte Nutzdaten innerhalb HTTP und damit je paket rund 100 Bytes bis 200 Bytes, also ein zehntel bis ein fünftel der möglichen ausnutzbaren Paketgröße. Weiter war es für mich nicht verwendbar, weil der Speedtest-Server von Kabel-Deutschland heute erst nach rund 10 Sekunden geantwortet hat und damit der Speedtest permanent 0 Byte behauptet hat.
Insofern könnte ich das nicht verifizieren. Es führt aber augenscheinlich keinen entsprechend großen HTTP-Download durch. Das lässt sich auch technisch nicht richtig bewerkstelligen ohne ein entsprechendes Plugin. Javascript/Ajax sehen keine zuverlässige Möglichkeit vor, während dem Download den Fortschritt zu bemessen.



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-- Editiert mepeisen am 15.03.2013 07:32

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#15
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

Nette Anmekung am Rande. Bei mir geben zwei unabhängige Speedtests trotz angeblich nur DSL 16000 eine Übertragungsrate von knapp 500MBit/s (!!!) an. Ich bin mir sicher, dass das nicht stimmen kann. Der eine bei 490, der andere bei 520. Nur ein dritter kommt auf die eigentlich realistischen Zahlen. Lediglich der Upload lag in einem richtigen Bereich. Lustig, nicht?

Soviel zur Zuverlässigkeit der Tests. Nein, ich habe nicht getrickst. Ob mein Provider technisch trickst, das weiss ich ehrlich gesagt nicht. Es sieht so aus. Ob mein Provider das macht, um Speedtests zu beeinflussen? Glaube ich kaum, er hat besseres zu tun. Er könnte aber tricksen, beispielsweise über Komprimierung, um die eigene Netzwerkauslastung zu optimieren. Es sind so viele Möglichkeiten...

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#16
 Von 
Mumpitzmaster
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 23x hilfreich)

quote:
Die Software braucht doch nur die insgesamt geladenen Bytes messen im letzten Zeitraum. Da ist es ganz egal ob das 1500 mal 1 Byte oder 1500 Byte auf einmal sind.

Dies ist ebend nicht egal. Lädst du 1500x 1Byte, so lädst du ja nicht nur 1500 Byte, sondern auch noch die Packet-Header usw., halt 1500 Packete.
Lädst du einmal 1500 Byte, so wird das erste Packet voll ausgenutzt und das zweite anteilig. Du hast dann nur zwei Packete die gesendet/empfangen werden.

Weiterführende Dokumentation:
http://de.wikipedia.org/wiki/Transmission_Control_Protocol#Daten.C3.BCbertragung

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#17
 Von 
Sebastian Jurk
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 9x hilfreich)

Langsam scheint mir als ob meine Beiträge gar nicht gelesen werden. Das ist langsam ermüdend.

Jetzt erzähl doch mal wieso ein Speedtest überhaupt die von dir permanent angeführten 1500 mal 1Byte -Übertragung nutzen sollte. Das macht doch allein wegen dem Overhead und der Dauer, die für die ganzen Verhandlungen bis zum Senden der Daten gebraucht werden, überhaupt keinen Sinn für einen Speedtest. Wieso kommst du mit einem theoretischen Beispiel dass für die Praxis keine Relevanz bei Speedtests hat um damit etwas beweisen zu wollen? Ja, es ist wahr dass 1500 mal 1Byte viel Overhead bedeuten würde. Und Zeit, die vergeht um die Verhandlungen zu machen. Aber was willst du damit ausdrücken wenn das eben für einen Speedtest unbrauchbar ist?
Genauso Mumpitzmaster... warum liest du nicht erstmal was ich schreibe bevor du etwas kritisierst und Zitate aus dem Zusammenhang reißt?
Ich habe nämlich geschrieben:

quote:
Für mich macht es keinen Sinn hundertausende 1-Byte-Pakete zu verschicken weil du damit nicht die Geschwindigkeit messen kannst. Erstens ist da massig Overhead dabei und zweitens müssen beide Parteien für jedes Paket erst Anfragen senden, die Verbindung aushandeln usw usf. Mit der maximalen Geschwindigkeit eines Downloads hat das recht wenig zu tun.

Und was du gequotet hast:
quote:
Die Software braucht doch nur die insgesamt geladenen Bytes messen im letzten Zeitraum. Da ist es ganz egal ob das 1500 mal 1 Byte oder 1500 Byte auf einmal sind.
bezog sich darauf dass die Software in dem Fall natürlich auch erkennen könnte dass bei den 1500 mal 1Byte eben auch mehr Overhead vorhanden wäre und das einrechnen.

Genauso dein Anführen der Kommunikationsebene auf der das Programm ansetzen kann. Es geht hier um Speedtests. Du hast permanent versucht mit unwirklichen Beispielen anzukommen, wie 1500 mal 1Byte usw, um den Overhead derart massig aufzublähen dass dene Ausführungen an Wahrheit gewinnen könnten. Nur geht es hier um Speedtests und da macht das einfach keinen Sinn. Und selbst wenn das Programm nicht jedes noch so tiefe Element von Kommunikation überwachen kann... bei größeren Dateien, die bei Speedtests genutzt werden ist dieser Overhead einfach vernachlässigbar. Ich fände es schön wenn du das akzeptieren könntest anstatt weiterhin theoretische, in der Praxis nicht nutzbare Beispielfälle anzubringen.
Zumal der Limiter ja auch nur eingesetzt wurde um das falsche Verhalten des KD-Speedtest zu beweisen. Und ich glaube kaum dass du behaupten willst dass 32MBit/s Overhead erzeugt wurden der dann auch korrekt vom KD-Speedtest, aber nicht von allen anderen gemessen wurde.

quote:
Das von dir verwendete Program kann, soweit ich das selbst ausprobiert habe, gar nicht die physikalische Bandbreite verringern, weil es, wie schon mehrfach gesagt, auf Ebene der Nutzdaten arbeitet und nicht auf Ebene der zugrundeliegenden Übertragungsschichten. Es misst die Nutzdaten und die sind bei vielen kleinen Daten nunmal extrem gering, obwohl viele Pakete versendet und aufgrund des Layer-Modell damit relativ viel Bandbreite blockiert wird...

Dann erklär doch bitte welcher Speedtest viele kleine Daten benutzt. Wenn der dann bei Einschränkung auf 100000Byte/s ebenfalls 33,29MBit/s, wie der KD-Speedtest, ausgibt dann glaube ich dir. Ansonsten erscheint es mir wie wenn du Sonderfälle ohne Anwendung in dem Bereich derart aufbauschst nur damit deine Argumentation gestützt wird.

Warum ich jetzt Proxies anführen soll, die du doch eingeführt hast als Unschärfe für den Test, verstehe ich nicht. Ich habe die ganze Zeit gesagt dass Proxies nicht benutzt werden (sollten) bei einem echten Speedtest. Es ist schon schräg das umdrehen zu wollen.

quote:
Wenn du von einem Betrugsfall fest überzeugt bist, erstatte doch einmal Strafanzeige.

Und was ist das jetzt wieder? Obwohl ich bereits geschrieben habe dass
quote:
es ist sicher kein Betrug für den man eine Anzeige machen müsste. Eher eine unschöne Behandlung der Kunden.

Also lieber überlesen um den anderen dumm dastehen zu lassen? Nicht wirklich die feinste Rhetorik.

quote:
Weiter war es für mich nicht verwendbar, weil der Speedtest-Server von Kabel-Deutschland heute erst nach rund 10 Sekunden geantwortet hat und damit der Speedtest permanent 0 Byte behauptet hat.

Interessant. Hatte den Fall noch nie. Das Programm und Filter war aber noch nicht aktiv?

Der KD-Speedtest ist doch Flash. Warum sollte Javascript die Geschwindigkeit messen?
NetLimiter muss doch überhaupt auf Prozessebene, inklusive aller Kind-Prozesse, überwachen. Damit muss auch erkannt werden wenn Flash usw von FF gestartet werden. Klappt ja offenbar auch bei mir, siehe Video. Mag sein bei dir hat der Test nicht geklappt, warum auch immer, aber bei meinen Tests habe ich keinen Grund daran zu zweifeln dass da, in nennenswertem Maße, übertragene Daten nicht gemessen werden.

quote:
Nette Anmekung am Rande. Bei mir geben zwei unabhängige Speedtests trotz angeblich nur DSL 16000 eine Übertragungsrate von knapp 500MBit/s (!!!) an. Ich bin mir sicher, dass das nicht stimmen kann. Der eine bei 490, der andere bei 520. Nur ein dritter kommt auf die eigentlich realistischen Zahlen. Lediglich der Upload lag in einem richtigen Bereich. Lustig, nicht?

Welche waren das denn? Ist schon schräg sowas. Und verwunderlich wie die auf solche Zahlen kommen. Aber wenn da wirklich Komprimierung und dumme Testdateien, die vielleicht nur die gleichen Daten, anstatt Zufallsdaten enthalten, im Spiel sind ist das vielleicht vorstellbar.

Um es zusammenzufassen:
* Speedtests nutzen keine 1Byte-Pakete für Speedtests. Darüber zu sinnieren können wir aufhören.
* Der Overhead ist bei größeren Paketen vernachlässigbar. Da kannst du mir sicher zustimmen. Deswegen würde ich das für Speedtests auch als irrelevant sehen.
* Speedtests sollten Proxies ausschließen soweit möglich um sicherzustellen dass die Geschwindigkeit nicht künstlich verlangsamt werden kann unter den falschen Umständen. Denn nur wenn ein benutzter Proxy schneller oder gleich schnell ist wie die echte Downloadgeschwindigkeit könnte er für den Test taugen. Da das nicht unbedingt der Fall sein muss lieber Proxies ausschließen.
* Netlimiter funktioniert zumindest soweit dass es nicht möglich ist dass dabei 32MBit/s Overhead entsteht der dann vom KD-Speedtest gemessen wird. Insofern ist NetLimiter genau genug für Speedtests, egal ob da auf irgendeiner ganz tiefen Ebene ein wenig Overhead übersehen wurde.
* Das Verhalten des KD-Speedtests ist kein Betrug den man anzeigen müsste, nur unschönes Verhalten dem Kunden gegenüber.

Können wir uns darauf einigen?

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#18
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

quote:
Jetzt erzähl doch mal wieso ein Speedtest überhaupt die von dir permanent angeführten 1500 mal 1Byte -Übertragung nutzen sollte.

Weil es das ist, was ich mit Network-Sniffern beobachtet habe?

Vielleicht solltest du dich mal mit TCP selbst beschäftigen, sowie HTTP-KeepAlive, bevor du weiterredest. Du beharrst immer noch auf deiner Ansicht, obwohl es zig andere Möglichkeiten gibt, die auch teilweise von den Speedtests genutzt werden.

quote:
Welche waren das denn? Ist schon schräg sowas.

Irgendeiner von Computerbild, sowie einer, der von heise verlinkt war, müsst selbst nochmal genau gucken. Natürlich ist das schräg. Genauso schräg, wie der Kabeldeutschland-Test permanent 0 Byte/s anzeigt. Es ist aber teilweise technisch erklärbar.
Da ich sowas wie Speedtests nicht oft mache, kann ich über deren allgemeine Qualität exakt nichts sagen.

Du hast das mit den Proxies immer noch nicht kapiert. Es ist vollkommen total egal, ob ein Proxy im Spiel ist oder nicht, solange der Proxy irgendwo weiter entfernt steht, ist er genauso gut und genauso schlecht wie irgendein anderer Server auch. Es ist egal, ob der Speedtest-Server ein Proxy ist oder nicht. es werden zwei Werte gemessen:
A) Bandbreite
B) Latenz
Bei A) ist es wichtig, wieviele Daten innerhalb einer festen Zeitspanne das Ziel erreichen. Bei B) ist es wichtig, wie schnell ein einzelnes Datenpaket ist. Wenn die Download-Bandbreite gemessen wird, kommt es drauf an, wieviele Daten von Server X nach PC Y verschickt werden. Ob X ein Proxy ist, kann dir egal sein. Wichtig ist nur, dass der Proxy nicht beispielsweise bei dir auf dem rechner installiert ist und das Datenpaket kennt, denn dann würdest du nur die Bandbreite des Loopback-Interface messen, die verglichen mit DSL etwas höher sein dürfte.
Bei B) könnte ein Proxy sich negativ bemerkbar machen oder auch positiv, je nachdem wo er steht, wie schnell er selbst ist und ob er das Datenpaket kennt. Allerdings gibt es für B) ein eigenes Protokoll, nämlich PING. Dies sollte bevorzugt genutzt werden, da es sämtlichen Anwendungs-Overhead (HTTP u.ä.) ausschließt. Bei einem Speedtest im Browser ist das jedoch nicht möglich, da steht mittels Javascript nur die Möglichkeit offen, per HTTP zu kommunizieren.


Weisst du, für so Leute wie dich gibt es nur ein Wort: Beratungsresistent.

Ich habe kein Interesse an irgendweiner Wortklauberei. ich habe das gesehen, was der KD-Speedtest bei mir anstellt. Ich sehe, was der machen müsste, wenn er denn funktionieren würde (er funktioniert wie gesagt nicht und bricht ab, weil er keine Antwort vom KD-Server kriegt (die Antwort kommt verspätet rein). Und das, was er macht, ist legitim. Dass er nicht perfekt ist, ja mei, ist halt so. Dass man das evtl. billigend in Kauf nimmt, auch das mag so sein. Dass du Schwankungen hast, auch das mag so sein. Dass du dich auf deine Internetanbindung einschiesst, das ist deine Sache. Dass du immer noch keine Störung gemeldet hast um mal die Erklärung der KD abzuwarten, das ist auch deine Sache.

Celavie, viel spass noch, ich bin mal raus.

Noh einen Nachtrag für dich zum Nachdenken. Ich behaupte ein guter und extrem erfahrener Informatiker zu sein. Der Unterschied zwischen erfahrenen Informatikern und jenen, die es nicht sind ist einfach:
Erfahrene Informatiker überlegen sich viermal, bevor sie eine endgültige Erklärung finden, ob die ganzen Mutmassungen so stimmen. Und wenn sie Indizien finden, dass es nicht stimmt, ziehen sie ihre Aussagen zurück. Greenhorns meinen, dass sie stets alles wissen und dass deswegen das, was andere sagen, immer falsch ist.
Nichts für ungut, ich war auch mal grün hinter den Ohren. Schau dir nochmal alles ganz genau an, schließe alternative Ursachen aus und wenn du dann zum Schluss kommst, dass KD "lügt", dann ok, dann sei es so...

;-)


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-- Editiert mepeisen am 17.03.2013 19:21

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#19
 Von 
Sebastian Jurk
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 9x hilfreich)

quote:
Weil es das ist, was ich mit Network-Sniffern beobachtet habe?

Du hast also Speedtests beobachtet die die Download!-geschwindigkeit messen wollen indem sie 1Byte-Pakete senden? Fällt mir schwer zu glauben, weil für den Zweck ziemlich unsinnig, aber muss ich dann wohl mal so stehenlassen.

quote:
Genauso schräg, wie der Kabeldeutschland-Test permanent 0 Byte/s anzeigt. Es ist aber teilweise technisch erklärbar.

Ist seltsam dass deine Erfahrungen immer irgendwie anders sind. Ob der KD-Test nur für Kabelkunden funktionieren soll? Hab ich noch nichts von gehört, ich sehe auch keinen Grund darin.

quote:
Wenn die Download-Bandbreite gemessen wird, kommt es drauf an, wieviele Daten von Server X nach PC Y verschickt werden. Ob X ein Proxy ist, kann dir egal sein. Wichtig ist nur, dass der Proxy nicht beispielsweise bei dir auf dem rechner installiert ist und das Datenpaket kennt, denn dann würdest du nur die Bandbreite des Loopback-Interface messen, die verglichen mit DSL etwas höher sein dürfte.

Ein Proxy auf dem eigenen Server, der auch noch das Testfile kennt, ist natürlich Blödsinn. Deswegen programmiert man so einen Test ja auch so dass kein Proxy der Welt die Datei kennt. Und das geht schon simpel dadurch dass man der gleichen Datei einen anderen Namen gibt. Schon ist es etwas anderes für den Proxy. Und da könnte auch kein lokal installierter Proxy mehr dazwischenfunken weil er eben meint diese Datei nicht zu kennen.
Aber dass du behauptest dass es egal ist ob man einen Proxy im Netz nimmt das stimmt doch einfach nicht. Du tust doch damit so als ob jeder Proxy jederzeit für einen einzelnen User 32MBit/s liefern kann. Das ist einfach nicht der Fall. Vielleicht bei großen Proxies die ISPs zur Verfügung stellen aber das ist eben nicht bei jedem Proxy gesagt. Und wenn so ein Proxy gerade so ausgelastet ist dass er nur 10MBit/s liefern kann dann würde das eine fehlerhafte Geschwindigkeitsmessung bedeuten.
Der Ping hat übrigens auch nichts mit der Bandbreite zu tun. Jedenfalls nicht in dem Maße dass du von einem guten Ping auf eine gute und schnelle Downloadrate schließen kannst. Jeder Server der im Netz steht, und damit auch Proxies, haben eine endliche Bandbreite. Und die kann selbstverständlich auch überlastet sein. Ein Ping kann darunter leiden, das bedeutet aber nicht dass ein gutes Ping ein Garant dafür ist dass man auch 32MBit/s von dem Server oder Proxy ziehen kann.

Ich sammle erst Daten bevor ich mich beschwere... wie besprochen... schon vergessen?

Also darf ich dich zusammenfassen... du hast mein Video gesehen, bei dir klappt der Test gar nicht... es gibt Overhead wenn man viele 1000 1Byte-Dateien sendet... also ist der KD-Test so ok... abenteuerlich...
Ich finds wirklich erstaunlich dass du kein Stück von deinen Thesen abrückst und immer mit Sonderfällen ankommst mit denen du deine Theorien unterstützen willst. Ob das in der Praxis genutzt wird scheint dabei nicht so wichtig zu sein.

Sagen wir mal so... ich bin kein diplomierter Informatiker, dafür Programmierer. Und ich weiß wie Programme sich verhalten müssten. Was KD da gemacht hat ist ein Fallback. Und es ist schon seltsam einfach auf den maximalen Wert zurückzuspringen wenn der Test zu wenig mißt oder nicht ausgewertet werden kann. Ich kann leider nicht mehr testen ob die am Speedtest vielleicht was verändert haben da ich momentan keine so niedrige Geschwindigkeit habe bzw der Netlimiter seine Trialphase beendet hat. Eine Gratisversion gibts wohl nur vom Monitor, der mißt aber nur anstatt zu limitieren, glaube ich.

Aber ganz ehrlich... ich glaub wir kommen hier nicht weiter. Du bist erstaunt dass ich deine Sonderfälle nicht ernstnehme und du bist erstaunt dass ich erstaunt bin. :)

Ich glaub das Ganze ist nicht förderlich für meinen Blutdruck. Mangels Verstanden-werden geb ich jetzt langsam auf. :)

Grüße!
Sebastian

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#20
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

quote:
Aber dass du behauptest dass es egal ist ob man einen Proxy im Netz nimmt das stimmt doch einfach nicht.

Lagnsam gehts mir echt auf den Sack. Ich wollte ja nichts mehr dazu schreiben, aber dass du mir permanent Worte im Mund verdrehst, das ist nicht OK. Nochmal: Ich schrieb: Ein Proxyserver ist genauso gut und genauso schlecht, wie jeder andere Server auch, solange er entfernt von dir steht. Mehr habe ich auch nicht gesagt, auch nicht weniger.
Dein Argument "Proxy-Server haben nicht 32MBit/s für jeden User reserviert" gilt exakt so für den Speedtest-Server. Wenn 5000 User gleichzeitig den Speedtest anwerfen, vollkommen ohne jeden Proxy, was passiert dann wohl mit dem Speedtest-Server? Packt er das überhaupt? Die rechnerischen 156GBit/s? Merkst du was? Vielleicht gibt es ja einen tieferen Sinn, anhand der Paketanzahl über Zeitraum X die Bandbreite hochzurechnen...

quote:
Der Ping hat übrigens auch nichts mit der Bandbreite zu tun.

Habe ich nie behauptet, unterstelle mir sowas nicht. Ich habe gesagt, dass zwei Messgrößen ermittelt werden.

quote:
bei dir klappt der Test gar nicht...

Das stimmt so nicht. Er klappt, kommuniziert mit dem Speedtest-Server, kriegt aber die Antworten des Speedtest-Servers derart verspätet rein, dass er das auf 0Byte/s interpretiert. Es schlägt irgendein Timeout zu. Warum die Antworten erst rund 10 Sekunden später reinkommen, weiss ich nicht. Aber sie kommen rein und anhand der Kommunikation sieht man, was passiert. Also nochmal: Verdrehe mir nicht die Worte im Mund.

quote:
Ich finds wirklich erstaunlich dass du kein Stück von deinen Thesen abrückst und immer mit Sonderfällen ankommst mit denen du deine Theorien unterstützen willst. Ob das in der Praxis genutzt wird scheint dabei nicht so wichtig zu sein.

Wieso soll ich denn von etwas abrücken, was ich so messen und sehen kann? Lügt also mein Network-Sniffer, erfindet er Datenpakete, nur um dich und mich zu veralbern? Wohl kaum. Du hast die Ansicht, dass das in der Praxis nicht verwendet wird, ziemlich exklusiv. Du vermutest aufgrund von Halbwissen und spekulierst und leitest dann daraus ab, dass das ja nie so sein kann, sondern nur so, wie du denkst.

Ich habe nie behauptet, dass du keine Probleme hast, ich habe nie behauptet, dass es keine Überlastung gibt.
Ich habe mich auf zwei deiner Punkte bezogen: A) KD betrügt absichtlich und B) deine Leitung selbst ist *******.
Nichts anderes. Also nochmal: Verdrehe mir die Worte nicht im Mund. Die Überbelastung mag so sein, ist auch plausibel wenn es ausgerechnet zur Primetime passiert. Der KD-test gibt das nicht so ohne weiteres heraus, was an zig Ursachen liegt, aber auch eher wichtig ist, um deine Leitung selbst auszuschließen (letzte Meile sagt man bei der Telekom dazu, gibts ja im Prinzip auch im Kabel-Netz).
Alles weitere ist pures Rätselraten. Melde eine Störung und warte drauf, was dir die KD-Techniker sagen als Erklärung. Das ist mein Vorschlag.

Der Zuzsammenhang zwischen Ping und Bandbreite, den gibt es so nicht, das ist richtig, aber auch hier hast du mir wieder Worte im Mund rumgedreht. Ich habe von einem Zusammenhang geredet zwischen Überbelastung und Ping (Ping ist wörtlich zu nehmen, also Protokoll PING und nicht Latenz, was Anwendungs-Overhead einschließt). Auch wenn man dabei viel bedenken muss (Protokoll-Prioritäten usw.)
Der Zusammenhang ist deswegen erkennbar, weil eine überbelastete Leitung sehr oft auch hinsichtlich Pings erkennbar ist. Es gibt unerklärbare Sprünge in den Pings oder die Daten nehmen unerklärbar komplizierte Routen. Traceroutes in der Primetime und außerhalb sagen auch einiges aus. Oder auch nicht, wenn sie nahezu identisch sind.


So, ist es nun ok? hast du es nun kapiert? Ich will dir nichts böses aber mir gehen Leute, die einem das Wort im Mund rumdrehen und wild rumspekulieren aber Fakten ignorieren, irgendwie gegen den Strich. Nochmals die Empfehlung: Lies in Ruhe durch, welche Hinweise und Tipps zur Eingrenzung des problems ich hab fallen lassen. Und vor allem: Wende dich an die Störungsstelle und warte die Erklärung ab. Von einem programmierer muss man auch verlangen können, dass er diejenigen informiert, die sich nun wirklich damit auskennen sollten.

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#22
 Von 
SebastianJu
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 67x hilfreich)

@X-1G... interessante Seite. Und der Speedtest da ist auch ziemlich exakt. Liefert sehr ähnliche Ergebnisse wie andere gute Speedtests.
Ich werde bei KD mal nachfragen wie mein Mindestniveau lautet.

@mepeisen... seltsamerweise ist die Geschwindigkeit in der letzten Zeit nicht so niedrig gewesen dass ich mich hätte beschweren müssen. Ich habe schon öfters von der Vermutung gelesen dass die Benutzung des KD-Tests allein schon dafür sorgen kann dass die einem mehr Bandbreite geben. Keine Ahnung ob da was dran ist. Auf jeden Fall hatte ich in der letzten Zeit keine solchen Einbrüche in der Geschwindigkeit dass ich mich beschweren müsste. Warum das jetzt anders ist könnte ich nur raten.

Ich dachte zwar du hast geschrieben dein Sniffer hat 100Byte-Pakete gemessen und keine 1Byte-Pakete (was ja auch trotzdem schon einige Zeit für Verbindungs-Verhandlungen braucht für einen kompletten Speedtest) aber ich beiß mir jetzt auf die virtuelle Zunge und schweige sonst werfen wir uns weiter unschöne Methoden vor und werden immer genervter. Nichts für ungut... aber ich glaube zu erkennen dass du dich ähnlich in ein Thema verbeißen kannst wie ich das wohl mache, wenn ich meine etwas muss berichtigt werden. Aber ich denke wir kennen unsere Argumente mittlerweile ganz gut. :)

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#23
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

quote:
Keine Ahnung ob da was dran ist.

Theoretisch kann das natürlich möglich sein, dass dort (automatisiert oder manuell) die IP-Adressen der Tester geloggt werden um dann irgendwo was an dem Bandbreiten-Schräubchen zu drehen.

Ich würde zwar sagen, dass das kaufmännischer Unfug ist. Wahrscheinlicher ist es, dass sich einfach genug beschwert haben, die Techniker auf die Suche gehen und Überbelastungen u.ä. beheben. Das ist auch zielführender.

Aber ich weiss natürlich nicht, wie Management und Techniker bei KD ticken ;-)

Einen Speedtest macht man ja auch in der Regel nicht, weil man Spass dran hat, sondern weil man bereits Probleme beobachtet. Die meisten zumindest machen das erst dann.

Das mit dem 1Byte/0Byte oder 100 Byte kommt auf die Sichtweise an. HTTP hat berets Overhead, der einige Bytes belegt. Aus Sicht von TCP sind das alles bereits Nutzdaten. Aus Sicht des Browsers sind HTTP-Header eigentlich keine Nutzdaten sondern Steuerdaten. Kann man nun so oder so sehen ;-)



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-- Editiert mepeisen am 19.03.2013 15:36

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#24
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7494 Beiträge, 3216x hilfreich)

Nah hoffentlich erfolgt die Verbindung zum Router nicht per WLAN, sonst kommen noch ganz andere Fehlerquellen hinzu.

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#25
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(21414 Beiträge, 14511x hilfreich)

Bei mir war das mal der Staubsauger. War der an, wars WLan tot. Und das war keiner ausm Krieg ;-)

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#26
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(64562 Beiträge, 31048x hilfreich)

quote:
Eine Messung muss überhaupt nicht technisch exakt sein solange sie zumindest eine gute Näherung an die Realität darstellt.

Spätesten nach solch einer Argumentation hört der Richter erfahrungsgemäß nicht mehr zu ...





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

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#27
 Von 
SebastianJu
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 67x hilfreich)

quote:
Spätesten nach solch einer Argumentation hört der Richter erfahrungsgemäß nicht mehr zu ...

Es gibt aber keine absolut exakte Möglichkeit das zu messen. Du wirst immer nur möglichst nahe an die Realität rankommen können. Ich habe mich aber unglücklich ausgedrückt. Technisch exakt muss es schon sein. Aber es wird trotzdem nur ein Näherungswert.

Was das WLAN angeht... ein Notebook ist direkt per LAN angeschlossen, das andere läuft per WLAN. Und die Ergebnisse sind immer die selben. Der WLAN-Rechner steht immer am selben Platz. Es ist mir noch nicht untergekommen dass die Meßwerte merklich voneinander abwichen zwischen den Notebooks.

-- Editiert SebastianJu am 24.03.2013 14:31

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#28
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(64562 Beiträge, 31048x hilfreich)

quote:
Es gibt aber keine absolut exakte Möglichkeit das zu messen.

Absolut muss sie nicht sein, nur gerichtsfest :)

Wenn es also eine genauere Methode als die von Dir verwendete gibt und diese mit vertretbarem Aufwand zu realisieren ist, wäre das in der Regel die gerichtsfest.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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#29
 Von 
Sebastian Jurk
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 9x hilfreich)

Ich denke das stimmt so. Ein WLAN ist sicher eine weitere Quelle von Ungenauigkeit. Obwohl ich mich frage welche Störungen bei gleichen Standorten auftreten könnten. 30MBit/s über das WLAN Linksys E3200 dass theoretische 300MBit/s übertragen kann sollte eigentlich genug Platz für den kräftigen Overhead bieten den WLANs wohl haben. Außer Störfunk und ähnlichem fällt mir eigentlich nicht ein was da noch dazwischenfunken könnte. Ich habe auch schon mal mit einem entsprechenden Programm nach dem besten Kanal gesucht und gefunden dass mein WLAN das offenbar selbst ganz gut automatisch einstellt.
Aber wie gesagt, außer dass WLANs einen großen Teil für den Overhead brauchen weiß ich nicht viel darüber wie zeitliche Performance-Unterschiede zustandekommen könnten.
Auf jeden Fall ist der zweite Rechner direkt am Modem per LAN und hat nie andere Ergebnisse gemessen. Für ein Gericht müsste wohl der genommen werden.

Momentan ist es wieder etwas niedriger aber nicht so schlimm wie vor einiger Zeit. Scheint am Wochenende zu liegen.

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