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Krankengeld / Zahlung

 Von 
DEED123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)
Krankengeld / Zahlung


Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht bei mir um die Zahlung von Krankengeld.
Derzeit prüft das Mdk ob es sich bei mir um die erneut, selbige Erkrankung handelt...

Für den Fall wenn ja (obwohl 6 Monate in Arbeit und auch wenn es sich um die Psysche handelt, die Ursache eine andere ist).

Ich war erstmalig am 27.01.15 Krank- im Juli 2016 ausgesteuert nach 78 Wochen.

NUN erneut am 19.01.18 Krank (mobbing), Gekündigt zum 23.01.18, Blockfrist Ablauf wäre am 27.01.18

Mir kann niemand direkt sagen ob ich es bekomme oder nicht... die unabhängige Patientenberatung meint,
es wäre ein Streitfall, da im § 48 SGB V Dauer des Krankengeldes

NICHT genau geregelt ist ob ich vor Ablauf der Frist wieder krank gewesen sein darf...
Ich meine gelesen zu haben das in meinem Fall bis zum 27.01 der Anspruch zwar gegeben ist, aber die Zahlung ruht,
aber da müsste ich es bekommen...

Angeblich ja, aber ich wäre ja da nicht mehr versichert gewesen....
Es zählt doch aber der Tag des Eintritts, und der war am 19.01, da war ich versichert und gemeldet...

BITTE HELFEN SIE MIR, BITTE...!!

Wer kann sich mir annhemen...

-- Editiert von Moderator am 24.02.2018 00:00

-- Thema wurde verschoben am 24.02.2018 00:00

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Krankengeld Krankheit Anspruch


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4851 Beiträge, 2351x hilfreich)

Wenn es als gleiche Erkrankung angesehen wird, gibt's kein Krankengeld mehr auf diese Krankheit, wegen der Blockfrist. Auch nicht ab dem 27. Der Anspruch ruht nicht, er entsteht schlicht gar nicht.

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#2
 Von 
DEED123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)

Danke für die Reaktion ... es steht aber nirgends das die Krankschreibung nicht innerhalb der alten Blockfrist sein darf !!! Das ist im $48 so nicht beschrieben ...oder irren da viele Anwälte ???

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#3
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4851 Beiträge, 2351x hilfreich)

(§ 48 SGB V)

Krankengeld gibt es wegen derselben Krankheit für eine maximale Leistungsdauer von 78 Wochen (546 Kalendertage) innerhalb von je 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Bei den 3 Jahren handelt es sich um die sog. Blockfrist.

Eine Blockfrist beginnt mit dem erstmaligen Eintritt der Arbeitsunfähigkeit für die ihr zugrunde liegende Krankheit. Bei jeder Arbeitsunfähigkeit wegen einer anderen Erkrankung beginnt eine neue Blockfrist. Es ist möglich, dass mehrere Blockfristen nebeneinander laufen.

"Dieselbe Krankheit" heißt: identische Krankheitsursache. Es genügt, dass ein nicht ausgeheiltes Grundleiden Krankheitsschübe bewirkt.

Die Leistungsdauer verlängert sich nicht, wenn während der Arbeitsunfähigkeit eine andere Krankheit hinzukommt. Es bleibt bei maximal 78 Wochen.

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Krankengeld-233.html#ue41

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#4
 Von 
DEED123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)

Nach Ablauf der Blockfrist (= 3 Jahre), in der der Versicherte wegen derselben Krankheit Krankengeld für 78 Wochen bezogen hat, entsteht ein erneuter Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Erkrankung unter folgenden Voraussetzungen:

erneute Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit,
mindestens 6 Monate keine Arbeitsunfähigkeit wegen dieser Krankheit und
mindestens 6 Monate Erwerbstätigkeit oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehend.


------

Es geht in dem Falle GENAU darum, das ein Anwalt oder Richter es immer so oder so auslegen könnte,
DA NICHT exakt beschrieben ist, ob die Krankschreibung nicht auch innerhalb der alten Blockfrist liegen darf...

Das mit Ablauf der alten Blockfrist erneut Anspruch besteht, lässt diese Hintertür offen....

Man könnte es interpretieren, als bestünde der Anspruch mit Ablauf der alten Blockfrist...
Und im Zweifel entscheidet im besten Fall ein Richter auch so...

Denn wann die Krankschreibung erfolgen durfte, ist NICHT beschrieben...

Bei mir geht es um 4-5 Tage und ich meine das ich irgendwo richterliche Entscheidungen gelesen hätte, wo Überschneidungen von Monaten auch so entschieden wurden, und ab der neuen Blockfrist gezahlt wurde...

Denn zum Eintritt der Erkrankung war ich versichert und ein halbes Jahr in Arbeit, zudem war nach meiner Auffassung das alte Leiden ausgeheilt... Was aber ja eine andere Sache wäre...

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#5
 Von 
DEED123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)

Zeiten, in denen der Anspruch auf Krankengeld zwar theoretisch besteht, aber tatsächlich ruht oder versagt wird (s.u.), werden wie Bezugszeiten von Krankengeld angesehen (§ 48 Abs. 3 SGB V).

---

Auch das ist womöglich eine Hilfe für mich... Ich wäre dankbar wenn ein Anwalt dazu Stellung nehmen könnte,
der zwischen den Zeilen lesen kann...

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#6
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4851 Beiträge, 2351x hilfreich)

Nochmal: er ruht nicht, der Anspruch besteht erst gar nicht, da die Erkrankung innerhalb der Blockfrist erneut aufgetreten ist.

Das mit dem Ruhen der Ansprüche bezieht sich beispielsweise auf Reisen im Ausland, während denen der Anspruch ruht (also keine Krankengeld Zahlung trotz theoretischem Anspruch), aber weiterläuft (mitzählt), d.h. die Zeit des Ruhens wird nicht hinten drangehängt.

Ob es 3 oder 4 oder 10 Tage sind, ändert nichts - es ist ein fester Zeitrahmen, der da gesetzt ist. Wenn Sie mit 3 Tagen kommen, käme der nächste mit 10 und der übernächste mit 30. Irgendwo wurde eine feste Grenze gezogen und die liegt bei 3 Jahren.

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#7
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4851 Beiträge, 2351x hilfreich)

Einen Anwalt können Sie hier fragen:
www.frag-einen-Anwalt.de

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#8
 Von 
DEED123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)

https://www.vdek.com/vertragspartner/leistungen/krankengeld/_jcr_content/par/download_1/file.res/gemeinsame_verlautbarung_48_SGB_V_20120905.pdf

Seite 26 sagt es doch ganz klar, oder???

Zudem ist man 30 Tage nahtlos übergangsmäßig bei der Versicherung zum Tag des Endes der Arbeitsbeschäftigung versichert...

Diverse Urteile haben die Lage aus meiner SIcht durchaus geändert...

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#9
 Von 
DEED123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)

Seite 25, sorry

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#10
 Von 
sonnen8licht
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 63x hilfreich)

Ich will es mal versuchen.

Anspruch auf Krankengeld könnte bestehen, wenn die erneute Arbeitsunfähigkeit noch in der 1. Blockfrist beginnt wie hier, nämlich ab Beginn der 2. Blockfrist.

Aber!
Zwingende Voraussetzung neben all den anderen ist, dass man sowohl bei Beginn der erneuten Arbeitsunfähigkeit, also am 19.01., UND am 27.01., dem Beginn der 2. Blockfrist, mit Krankengeldanspruch versichert war.

Am 19.01. bestand noch das Arbeitsverhältnis. Es bestand Versicherungsschutz mit grundsätzlichem Krankengeldanspruch.

Und am 27.01?
Das Arbeitsverhältnis bestand ja nicht mehr.
Diese Nachversicherungszeit beinhaltet m.E. keinen Krankengeldanspruch.
War man arbeitslos gemeldet, wurde der Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt? Das wäre die einzigste Chance.

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#11
 Von 
sonnen8licht
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 63x hilfreich)

Zitat (von sonnen8licht):

Und am 27.01?
Das Arbeitsverhältnis bestand ja nicht mehr.
Diese Nachversicherungszeit beinhaltet m.E. keinen Krankengeldanspruch.
War man arbeitslos gemeldet, wurde der Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt? Das wäre die einzigste Chance.

Hab noch mal zur Nachversicherungszeit gelesen.
Vorausgesetzt, diese kommt zum Tragen, besteht tatsächlich wohl auch Krankengeldanspruch.
Die Nachversicherung ist absolut nachrangig gegenüber anderen Krankenversicherungsmöglichkeiten. Kommt eine Familienversicherung über den Partner in Frage, hat sich das Konstrukt erledigt. Und Familienversicherung wiederum beinhaltet keinen Krankengeldanspruch.

-- Editiert von sonnen8licht am 24.02.2018 22:16

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#12
 Von 
FrauStressfrei
Status:
Praktikant
(535 Beiträge, 129x hilfreich)

Hättest du nicht noch die 8 Tage durchhalten können?

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