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Mit falschen Zeugnis bei einer schule/Betrieb bewerben?

11.4.2007 Thema abonnieren
 Von 
Hugo200
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 5x hilfreich)
Mit falschen Zeugnis bei einer schule/Betrieb bewerben?

Hallo,
ich habe da ein ganz großes Problem. Ein sehr guter Freund von mir hat sich letzte Woche mein Notebook ausgeliehen weil sein PC angeblich kaputt war und er eine Bewerbung schreiben wollte.

Wie ich jetzt aber rausgefunden habe hat er mein Notebook benutzt um sein Schulzeugnis mit Photoshop zu bearbeiten/fälschen (sein PC war dafür zu Leistungsschwach).
Er hat vergessen alle Dateien zu löschen, so bin ich ihm auf die Schliche gekommen.

Ich weiß nicht was ich da jetzt machen soll. Ich hab ihm natürlich ins Gewissen geredet und ihm klar gemacht, dass das Urkundenfälschung ist und er damit das Risiko einer Vorstrafe eingeht. Er ist davon aber eher unbeeindruckt weil er das als letzten Ausweg sieht noch eine Lehrstelle zu finden oder in diesem Jahr mit der höheren Handelsschule zu beginnen.

Mittlerweile kann man auch nichts mehr Rückgängig machen. Er hat sich mit dem gefälschten Zeugnis bereits an 2 Schulen und mehreren Firmen beworben.

Hat er eine Chance damit durchzukommen? Ich wünsche ihm das zwar, da sein Zeugnis wegen Familiären Problemen so schlecht ausgefallen ist und er eigentlich schon schlau ist.
Andererseits habe ich auch Angst um ihn. Denn mit einer Vorstrafe kann er seine Zukunft praktisch gleich vergessen.
Täuschend echt aus sieht das Zeugnis ja aus.

Was glaubt ihr was nun passiert?

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Miad
Status:
Lehrling
(1200 Beiträge, 165x hilfreich)

also ich würde mal sagen zu 90% passiert erstmal nichts ... wenn die fälschungen gut sind.
jedoch ist es häufig so, dass die zeugnisse vor der abschlussprüfung nochmal (bzw. oft das erste mal) genauer angeschaut werden. in so einem fall ist es doppelt *******, da man dann neben den strafrechtlichen konsequenzen auch noch 2 bis 3 jahre verschwendet hat ...

m.

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#2
 Von 
KleinerJurist
Status:
Lehrling
(1398 Beiträge, 240x hilfreich)

Das ist das Problem.
Wenn sich erst ganz zum Schluss herausstellt, dass Fälschungen benutzt wurden, kann er dann ALLES vergessen!

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#3
 Von 
Hugo200
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 5x hilfreich)

Oh man, damit wäre seine zukunft dann wirklich TOTAL ruiniert.

Was meint ihr wie wahrscheinlich das ist? Also seine Fälschung ist wirklich peerfekt, zumindest das muss man ihm lassen....

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#4
 Von 
KleinerJurist
Status:
Lehrling
(1398 Beiträge, 240x hilfreich)

Hallo?
Es ist eine Fälschung. Auch wenn Sie schwer erkennbar ist, kann es immer auffliegen. Und im Nachhinein gibt das eine Menge Ärger (der dem Bekannten hier aber auch zu gönnen ist. Denn man darf nicht vergessen, dass ein anderer qualifizierter Bewerber vielleicht nicht genommen wurde!).

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#5
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3113 Beiträge, 447x hilfreich)

Es ist natürlich richtig, dass er sich einiges verbaut, wenn er erwischt wird. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass später noch eine Rückfrage bei der alten Schule erfolgt, sehr gering. Es sei denn, die Verantwortlichen haben zu viel Zeit oder aus offensichtlichen Gründen Anlaß, Zweifel an den guten Vorleistungen zu hegen. Wenn er einmal den Abschluß der Handelsschule hat, interessiert das Schulzeugnis niemanden mehr.

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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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#6
 Von 
guest123-2021
Status:
Bachelor
(3488 Beiträge, 645x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#7
 Von 
angelus2679
Status:
Schüler
(211 Beiträge, 11x hilfreich)

Hi,
da sieht man mal, wie weit der Arbeitsmarkt/Ausbildungsmarkt schon ist. Lobenswert bei deinem Freund ist immerhin, dass er nicht einer der leute sind die aufgrund von hoffnungslosigkeit vom Staat leben wollen. Er packt es an und tut was um eine Ausbildungsstelle zu bekommen, auch wenn ich ihm vorschlagen würde, doch einfach bei möglichst vielen Firmen Praktikas zu machen und sich so zu beweisen. Praktikanten sind gratis Arbeitskräfte und die nehmen alle Firmen gerne.
Lg Angelus :cheers:

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"Bürger sollten keine Angst vor dem Staat, sondern der Staat vor den Bürgern haben."

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#8
 Von 
guest123-2021
Status:
Bachelor
(3488 Beiträge, 645x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#9
 Von 
ThomasK001
Status:
Schüler
(276 Beiträge, 23x hilfreich)

Besser währe es ,wenn man es in einen von den vielen Freiberuflerbörsen versucht. Da muß man nicht Urkundenfälschung betreiben um leichte "Hochstaplerei" zu betreiben. Im freiberuflichen Bereich werden Zeugnisse nicht geprüft oder gar verlangt. Lebenslauf genügt. Es genügt z.B. in einem Lebenslauf zu schreiben ,das man eine bestimmte Universität besucht und dort studiert hat. Damit sugeriert man automatisch das man diese auch abgeschloßen hat, ohne irgendwie zu lügen zu erzählen. Angehöriger einer Universität für eine kurze Zeit zu werden ist legal mit wenig Aufwand möglich. Wenn ich z.B. eine Firma(auch ein 1 Mann Unternehmen) mit einem Projekt beauftrage ,dann kähme ich ja auch nicht auf die Idee , mir Zeugnisse von Mitarbeitern dieser Firma zeigen zu lassen. Gegen Leistung wird ne Rechnung ausgestellt und fertig. Angehende Angestellte werden hingegen öfters unter die Lupe genommen. Eigendlich ein ziemliches Mißverhältnis.

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#10
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3113 Beiträge, 447x hilfreich)

Na - dann viel Spaß bei 9 Semestern Uni ohne Abschluß.
Oder denken Sie, dass ein Abschluß suggeriert wird, wenn man mal 1-2 Semester irgendwo eingeschrieben war?

Abgesehen davon, nützt einem Freiberufler Hochstapelei wenig, da die tatsächlich erbrachte Leistung zählt. Sie können ja mal versuchen, einem diplomierten Ingenieur das Wasser zu reichen - da werden Sie ganz schnell an Ihre Grenzen stossen. Also nützt Ihnen ein Scheinstudium gar nichts.

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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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