PayPal-Kreditkartenrückbuchung - Inkasso

23. März 2010 Thema abonnieren
 Von 
ililte
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
PayPal-Kreditkartenrückbuchung - Inkasso

Hallo,

ich brauche dringend Hilfe:

Im Mai 2009 habe ich über ebay einen Ipod an einen Franzosen gekauft, den dieser mittels PayPal bezahlt hat. Daraufhin habe ich ihm die Ware geschickt und geliefert, laut dem Paketzusteller wurde die Sendung ordnungsgemäß zugestellt, außerdem hat der Käufer über ebay eine positive Bewertung abgegeben.

Ca. 6 Wochen später erreichte mich plötzlich die Nachricht von PayPal, dass der Käufer eine Kreditkartenrückbuchung durchgeführt habe mit der Begründung, er habe die Ware nicht erhalten. PayPal hat darauf mein PayPal-Konto ins Minus gesetzt und von mir die Versandnachweise gefordert. Die habe ich PayPal ordnungsgemäß geschickt und ich habe sogar ein Blatt Kopie mit der Unterschrift des Käufers, die dieser bei Annahme der Sendung abgegeben hat, beigefügt. Nach weiteren 2 Monaten hieß es, das Kreditkartenunternehmen habe zu Gunsten des Käufers entschieden, was bedeute, dass PayPal mir den Betrag in Rechnung stelle.
Ich habe PayPal damals eine detailierte Schilderung des Sachverhalts zukommen lassen, allerdings erfolgte keine Reaktion.

Nun hat PayPal ca. 4 Monate später ein Inkasso-Büro (bfs-Infoscore) beauftragt, welches erneut die Versandunterlagen zwecks Prüfung sehen wollte. Nach 2 Monaten wurde mir die Tage mitgeteilt, dass die Forderung bestehen bleibe, weil das Kreditkartenunternehmen des Käufers zu seinen Gunsten entschieden habe.
Auf die Versanunterlagen, die klar nachweisen, dass ich die Ware ordnungsgemäß verschickt und dass der Käufer diese erhalten hat, ging dieses Inkasso-Unternehmen gar nicht ein.
Stattdessen soll ich bis Ende März einen Betrag von über 400 Euro bezahlen, mit Verweis auf die Entscheidung des französischen Kreditkartenunternehmens.

Meine Frage hierzu nun:

Wenn ich klar nachweisen kann, dass der Käufer die Ware erhalten hat, muss ich dann trotzdem die Forderung begleichen?
Ist es rechtmäßig, dass auf mich als Verkäufer Kreditkartenrückbuchungen umgewälzt werden?
Wird eine etwaige Klage des Inkasso-Büros vor einem deutschen Gericht Erfolg haben?

Vielen Dank

Post vom Inkassobüro?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
actrostom
Status:
Praktikant
(718 Beiträge, 246x hilfreich)

Hallo,

Wenn dein Konto nur durch diese Transaktion im Minus ist und du nicht noch andere Zahlungseingänge gesperrt bekommen hast dann gut!

Teile Paypal , Inkassso und demnächst KSP mit das du die Forderung bestreitest !
Es werden Mahnbriefe kommen und evtl. ein gerichtlicher Mahnbescheid dem du widersprechen wirst!
Das Französische Kreditkarteninstitut hat deine Forderung abgelehnt?
Wen juckt das ?
Um in Deutschland diese 400€ von dir zu fordern müsste hier geklagt werden.
Und wenn ich deine Beweise so sehe würde das wohl schlecht für Paypal ausgehen.
Allerdings ist auch allgemein bekannt das Paypal nicht klagt!

Übrigens:
Das einseitige Auflasten des Rückbuchungsrisiko bei KK-Zahlungen zu Lasten des Zahlungsempfängers hat der BGH verboten.

http://www.netlaw.de/urteile/bgh_19.htm

lg actrostom

PS: Übrigens jeder logisch denkende Mensch , der sich mal ernsthaft die AGB´s von Paypal durchliest würde hierüber niemals verkaufen!
( Bank in Luxemburg , Gerichtsstand in England)
Kaufen allerdings ist ok da KÄUFER super abgesichert sind!

-----------------
"Alle hier geschriebenen Worte sind frei gefunden und zufällig zusammengesetzt."

-- Editiert am 23.03.2010 20:39

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
bogus1
Status:
Master
(4223 Beiträge, 1422x hilfreich)

Erstaunlich ist ja immer wieder, dass diese heimtückische Krake PayPal, obwohl sie ja schon nahezu alle Risiken auf andere abwälzt, sich immer und immer wieder noch nicht einmal an das hält, was es selbst in seinen AGB und in den entsprechenden weiteren Bestimmungen zugesichert hat.

Klipp und klar steht dort:

PayPal-Verkäuferschutzrichtlinie
Diese Richtlinie wurde zuletzt geändert am 14. Oktober 2009


1. Allgemein. Vorbehaltlich Ziffer 2 und 3 dieser Verkäuferschutzrichtlinie schützt PayPal den Verkäufer vor folgenden Arten von Zahlungsausfällen:

1. 1.1 Rückbuchungen von Zahlungen per Bankkonto; hierunter fallen unter anderem sämtliche Risiken des Lastschriftverfahrens (Kontounterdeckung, Kontomissbrauch, Rücklastschriften)


2. 1.2. Rückbuchungen von Zahlungen per Kreditkarte


3. 1.3. Rückbuchungen aufgrund von ungerechtfertigen Anträgen im Rahmen des PayPal-Käuferschutzes oder des PayPal-Standard-Käuferbeschwerdeverfahrens


4. 1.4. Rückbuchungen von Zahlungen, die durch den Inhaber des PayPal-Kontos nicht genehmigt wurden

Der Verkäuferschutz gilt nur, wenn die Rücklastschrift oder Kreditkartenrückbuchung aus folgenden Gründen erfolgt:

Die Zahlung wurde nicht durch den Inhaber genehmigt. Die Rücklastschrift, Kreditkartenrückbuchung, oder der Käuferschutzantrag beruht darauf, dass der Käufer den Artikel nicht erhalten hat.

Der Verkäuferschutz gilt nicht, wenn Grund für die Rückbuchung war, dass der Artikel erheblich von der Beschreibung abweicht.


Es gibt also nicht zu deuten, es handelt sich hier um einen Kreditkartenrückbuchung - Grund: Käufer behauptet, Artikel nicht erhalten zu haben. Hätte er behauptet, der Artikel weiche erheblich von der Beschreibung ab, stünde man auf verlorenem Posten da.

Prüfen wir die weiteren Voraussetzungen:

2. Umfang.

Folgende Artikel sind nicht abgedeckt:

Immaterielle Güter, Dienstleistungen, Geschenkgutscheine, Flugtickets, Downloads, Softwarelizenzen und weitere nicht physische Güter

Artikel, die nicht versandt werden, z.B. Fahrzeuge, einschließlich Autos, Motorräder, Boote und Flugzeuge, sowie Artikel bei Selbstabholung durch den Käufer.

Zahlungen für alle anderen Artikel sind vom Verkäuferschutz umfasst.



Ipod -->ok

3. Voraussetzungen. PayPal schützt den Verkäufer, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind.

1 3.1. Der Status eines Zahlungseingangs wurde dem Verkäufer von PayPal als "abgeschlossen" angezeigt.

2. 3.2. Der Verkäufer beantwortet sämtliche Anfragen von PayPal bezüglich des vorübergehend einbehaltenen Zahlungsbetrags innerhalb der von PayPal vorgegebenen Frist; in der Regel bedeutet dies innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Antworten sind in der Regel online auf der Webseite von PayPal oder per E-Mail zu geben.

3. 3.3. Der Verkäufer hat die Zahlung als eine Zahlung von einem PayPal-Konto erhalten [keine Teilzahlung, keine Ratenzahlung].

4. 3.4. Der der Zahlung zugrunde liegende Artikel verstößt nicht gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie.

5. 3.5. Der Verkäufer hat den Artikel versandt und legt einen Versandbeleg gemäß Ziffer 4 vor.


Keine Besonderheiten - Versandbeleg und Unterschrift des Käufers sind da und wurden fristgemäß eingereicht.

3.6. Der Verkäufer hat den Artikel an die auf der Seite "Transaktionsdetails" angegebene Adresse versandt. Wenn der Artikel vom Käufer persönlich abgeholt wird oder der Verkäufer den Artikel persönlich ausliefert oder an eine andere als auf der Seite "Transaktionsdetails“ angegebene Adresse versendet, gilt der Verkäuferschutz nicht.

3.7. Der Verkäufer hat den Artikel zeitnah nach Zahlungseingang versandt; diese Frist beträgt in der Regel sieben Tage. Wenn die Lieferfrist bei vorbestellten oder erst angefertigten Artikeln davon abweicht, muss der Verkäufer nachweisen, dass er dies in seinem Angebot bzw. den Lieferbedingungen dem Käufer mitgeteilt hat.

Scheint alles ok zu sein, es wurde von PayPal auch nichts anderes behauptet.

Man sieht schon, es ist allerhand zu beachten, die Fallen lauern überall, dabei so PayPal ja so einfach und so sicher sein.

Es sind alle Voraussetzungen für den Käuferschutz erfüllt - und jetzt beruft sich PayPal darauf, dass der Antrag PayPals - der Claim bei der ausländischen Kredikartengesellschaft abgelehnt wurde. Was sonst? Aber genau dafür will PayPal ja lt. seiner Statuten haften, wir erinnern uns:

2. 1.2. Rückbuchungen von Zahlungen per Kreditkarte

Die Rücklastschrift, Kreditkartenrückbuchung, oder der Käuferschutzantrag beruht darauf, dass der Käufer den Artikel nicht erhalten hat.

Und genau das ist, was PayPal immer und immer wieder als das erscheinen lässt, was weltweit in den Foren nachzulesen ist, in hunderttausenden von Beiträgen:

Ein unseriöses Unternehmen.

Würde diesen Fall im PaPal Forum "Bezahlung" veröffentlichen, falls noch nicht geschehen. Dann kommt der Pinkliner wieder ins Schwitzen und stammeln, dabei kann er selbst gar nichts dafür, hat schon manchen geholfen, gegen den PayPal Wahnsinn kommt keiner an, noch nicht einmal die eigenen Angestellten. Aber vielleicht kann man dir helfen.

Wenn jetzt wieder ein Fernsehteam anrücken würde, hier waren ja schon Aufrufe, würden die PayPal-Pressesprecher wie immer total belämmert in die Kamera gucken und etwas von einem "Einzelfall" und einem "bedauerlichen Missverständnis" faseln. Nur passieren diese bedauerlichen Missverständnisse jeden Tag einige tausend Male und immer auf Kosten der PayPal-Nutzer.

Hier geht es zum eBay-Forum:

http://community.ebay.de/forum/ebay/forum.jspa?forumID=7100


Hier wurden für einen Fernsehbeitrag PayPal-Opfer gesucht.

http://www.123recht.net/Paypal-Gesch%C3%A4digte-f%C3%BCr-TV-gesucht-__f202148.html



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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
PayPal-Webhilfe
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 45x hilfreich)

Hallo ilite,

ich arbeite bei PayPal und bin auf Ihr Problem aufmerksam geworden. Ich möchte Ihnen gerne helfen. Schreiben Sie mir bitte daher an webhilfe@paypal.com, damit ich mit Ihnen in Kontakt treten kann. So können wir Ihr Problem hoffentlich schnell und unkompliziert lösen.

Viele Grüße aus Dreilinden
Ihr PayPal-Webhilfe Team


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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
aurea82
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 1x hilfreich)

Ein ähnliches Problem habe ich zur Zeit. Ware wurde ausgeliefert, da ich eine Kopie des unterschriebenen Lieferscheins erhalten habe. Die Käuferin hat zuvor eine Kreditkartenrückbuchung vorgenommen und als die Ware dann ankam natürlich nichts gesagt und auch nicht mehr reagiert. Da die Ware in England bestellt wurde und von da aus versendet wurde, habe ich lange auf die Antwort des Versandunternehmens warten müssen und bis der Lieferschein als Beweis mir zugesendet wurde. Leider kam der zu spät und der Fall wurde zu Gunsten der Käuferin geschlossen, obwohl ich Paypal mitgeteilt habe, dass ich den Lieferschein noch nicht nicht faxen kann, da er noch auf dem Postweg zu mir ist. Dumme Sache. Nun ist mein Konto im Minus, die Frau hat Ware und Geld und Paypal hat nachdem ich das Fax gesendet habe zumindest die Kreditkartenrückbuchung angefochten,
Das dauert jetzt 75 Tage, bis eine Entscheidung getroffen ist. In der Zwischenzeit soll ich mein Konto ausgleichen, was ich absolut unverschämt angesicht der Tatsache finde, da die Frau die Ware ja schließlich hat. Ich weiß nicht welche Beweise noch von Nöten sind. Und ich weiß noch nicht mal, wenn ich das alles hier lese, ob eine Chance besteht, dass ich mein Geld zurückbekomme. Ich finde es überhaupt eine bodenlose Frechheit von dieser Käuferin darüber zu Schweigen, dass sie die Ware erhalten hat. So, was machen ich nun. Warten oder sollte ich weitere rechtliche Schritte einleiten. Ich sehe nicht ein solch einen Verlust einzustecken, wo es ganz klar ist, was los ist. Hat jemand eine Idee, was ich noch tun kann.

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