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Person X wurde mit 6,5g Cannabis in NRW erwischt

 Von 
Gogogolo
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Person X wurde mit 6,5g Cannabis in NRW erwischt

Hallo erstmal,

Person X wurde gestern mit 6,5g von den Polizisten erwischt. Er hatte das Weed in 3 kleinen Druckverschlussbeuteln und hatte es in Holland gekauft und über die Grenze gebracht (Sollte Person X das den Beamten sagen?) Die Polizei kam in dem Moment rein als er am Joint bauen war. Wird die Anzeige fallen gelassen?

Das etwas größere Problem war dass wir zu 10. in einer Wohnung waren in die wir eigentlich nicht reindurften. Der Freund der uns verssichert hat, dass wir da drinne feiern durften hat sich als erstes aus dem Weg gemacht als er die Beamten sah und so droht mir noch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch, obwohl ich es ehrlich nicht wusste dass ich Hausfriedensbruch begangen habe, da wir davon ausgegangen sind, dass wir da feiern durften.

Ich hab keine Vorstrafen und bin 19 Jahre alt.

Wie komm ich am besten aus der Sache raus und mit was muss ich rechnen und hab ich größere Probleme weil eine 15 jährige dabei war, die aber nicht gekifft hat und nie kifft?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Polizei Hausfriedensbruch Anzeige Strafantrag


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(24943 Beiträge, 13751x hilfreich)

Sollte Person X das den Beamten sagen? Nö. Nach Möglichkeit sollte X überhaupt nichts sagen und zu einer Vorladung nicht erscheinen.
Wird die Anzeige fallen gelassen? Wenn es nicht um Einfuhr geht, ist das schon möglich.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24669 Beiträge, 6601x hilfreich)

In NRW kann eine Menge bis zu 10g zum Eigenverbrauch nach § 31a BtmG eingestellt werden (Regeleinstellung) - auch bei Einfuhr.(die entspr. NRW-Richtline unterscheidet ausdrücklich nicht zw. Erwerb, Besitz, Anbau, Herstellung, Einfuhr)

Problem wird hier also eher sein, dass das Zeug nicht ausschliesslich zum Eigenverbrauch bestimmt war, sondern

1. offensichtlich mit anderen geteilt/gemeinsam konsumiert wurde.
2. Weiterhin wurde "vor Jugendlichen" konsumiert
3. wurde -der Beschreibung nach zumindest nicht ausschliessbar- in einer Weise konsumiert, welche Verführungscharakter auf bisherige Nichtkonsumenten hat(te).

Jeder dieser 3 dieser Punkte steht -schon für sich alleine genommen- also einer Einstellung nach § 31a BtmG entgegen.

Möglicherweise wird aber nach einer jugendrechtlichen Vorschrift eingestellt, mglw. gegen Auflage. Wird wahrscheinlich sehr darauf ankommen, was die Polizei in ihren Bericht schreibt und was die Staatsanwaltschaft daraus macht.

Hausfriedensbruch kann nur auf ausdrücklichen Strafantrag des Geschädigten verfolgt werden, d.h. stellt der keinen Strafantrag ist die Tat nicht verfolgbar (eine der wenigen Taten, in denen die Staatsanwaltschaft einen ggf. fehlenden Strafantrag nicht durch das "besondere öffentl. Interesse" ersetzen kann)

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#3
 Von 
Gogogolo
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Person X hatte aber nie vor etwas davon zu teilen, Person X wollte später Haschcookies backen.
Person X war aber alleine in einem Kellerraum und die anderen Personen (inklusive der Minderjährigen) kamen ohne die Befürwortniss von Person X rein um sich vor den Polizisten zu verstecken. Person X teilt sein Graß ungern.

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#4
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24669 Beiträge, 6601x hilfreich)

...was nun eine komplett andere Darstellung ist, als im Eingangsposting. Daher werde ich auch nicht weiter darauf eingehen. Maßgeblich ist, wie die vor Ort befindliche Polizei die Situation wahrgenommen hat und es in ihrem Bericht niedergelegt hat.

Nur so als Tip: Weder bei der Polizei noch bei Gericht kommt es gut an, wenn man seine Darstellungen ständig in wesentlichen Punkten ändert. Am Ende wird einem dann näml. gar keine der "Varianten" mehr geglaubt.

-- Editiert von !!Streetworker!! am 11.04.2016 02:06

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