Rechnung v. Inkasso Unternehmen - dringend Rat

15. November 2012 Thema abonnieren
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)
Rechnung v. Inkasso Unternehmen - dringend Rat

Guten Tag,

ich habe über den Bayrischen Inkasso Dienst eine Rechnung bekommen, da ich eine Forderung von der 1&1Telecom nicht gezahlt habe, die meinerseits nicht gerechtfertigt war.
Hintergrund:
- Mobilfunkvertrag abgeschlossen von 16.09.2010 bis 17.09.2012 (24 Monate), inkl. Handy
- Telefonisch verlängert am 21.01.2012 für weitere 24 Monate, aber mit der Option bei Umzug ins Ausland außerordentlich zu kündigen; mit monatliche geringerer Gebühr, allerdings wurde mir verschwiegen, dass sich der sms Preis verdoppelt hat.
- Außerdordentliche Kündigung zum 15.08.2012 wurde nach mehrfachem Schriftverkehr zugestimmt, auch ohne Gebühren (99,-), die mir "kulanterweise" erlassen wurden.
- Im Oktober 2012 wurde ich aufgefordert, das Handy zurück zuschicken oder die Rechnung über den Originalpreis von 249,- zu zahlen. Ich hatte aber in den ersten 12 Monaten bereits mit 10,- monatlich das Handy „abgezahlt" und unabhängig davon, wäre es auch zum Zeitpunkt des Kaufs nicht mehr 249,- Wert gewesen. Da ich das Handy nicht mehr habe, bat ich um eine Kulanz. 1&1 verwies auf die AGB und bestand auf die Forderung.
- Am 08.11.2012 habe ich von o.g. Inkassounternehmen eine Rechnung i.H.v. 324,63 erhalten:
Hauptforderung: 249,-
5% Zinsen: 1,63
Mahnspesen: 20,-
Gebühren: 45,-
Kontoführungskosten: 9,-

Zahlung soll bis 21.11.2012 erfolgen, sonst droht eine Pfändung.

- Ich bin etwas geschockt und unsicher, inwiefern ich dieser Forderung nachgehen muss. Denn nach wie vor sehe ich die Zahlung nicht ein, da ich das Handy teilweise abgezahlt hatte. Der Hauptgrund liegt aber darin, dass ich den Ursprungs-Vertrag hätte laufen lassen sollen bis zum 17.09.2012. Somit wäre mir die Rechnung erspart gewesen. Eine ordentliche Kündigung war allerdings nicht möglich, also blieb nur die außerordentliche. Vom 15.08.2012 bis 19.09.2012 liegen 32 Tage und hatte hier auf eine Kulanz gehofft.

Kann ich noch eine Rechtschutzversicherung abschließen, um einen Anwalt einzuschalten? Gibt es eine Verbraucherschutz-Anlaufstelle?

Vielen Dank für eine Rückmeldung.

Post vom Inkassobüro?

Post vom Inkassobüro?

Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



21 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Eine Versicherung wird sicher nicht leisten, da der Schaden vor Vertragsabschluss abgeschlossen wurde.

Die Drohung mit Pfändung erscheint unrealistisch. Voraussetzung ist ein vollstreckbarer Titel, der hier wohl nicht vorliegt.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16169x hilfreich)

quote:
Zahlung soll bis 21.11.2012 erfolgen, sonst droht eine Pfändung.

Hier könnte eine Strafanzeige wegen Nötigung möglich sein. Den vollstreckbaren Titel, den Mahnman angesprochen hat, gibt es erst, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid eingeht und sie diesem nicht widersprechen oder wenn sie m Rahmen einer Klage vor gericht zur Zahlung verurteilt werden.

quote:
Hauptforderung: 249,-
5% Zinsen: 1,63
Mahnspesen: 20,-
Gebühren: 45,-
Kontoführungskosten: 9,-

Die Mahnspesen sind voraussichtlich zu hoch. Sowas bezieht sich auf Porto, Papier, Druckerschwärze, also den Sachkosten. Das sind je Mahnbrief bestenfalls 3€. mehr wie 6€ werden vor gericht eher selten anerkannt.
Die Gebühren von 45€ sind zu hoch. Wenn überhaupt etwas erstattungsfähig sein soll, ist das nach RVG gedeckelt. Das ist eine Tabelle, die sich nach der Hauptforderung richtet. In deinem fall 25€ (1,0 Gebühr)
Kontoführungskosten werden vor Gericht eigentlich immer gestrichen. Sie sind einfach nur Unfug.

Also. Es besteht durchaus Anspruch auf Schadensersatz. Dass das Handy mit Grundgebühr abbezahlt wird, ist nicht unüblich. Aber die Frage ist, auf wieviel.
Soweit ich das sehe, geht es um einen einzelnen Vertragsmonat. Bei fristgerechter ordentlicher Kündigung zum 15.9.2012 wäre das Handy abbezahlt worden. Insofern dürfte nach meinem persönlichen verständnis auch maximal dieser eine Monat als Schaden aufgetaucht sein. Du hast 23 Monate das Handy abbezahlt.

Schau als erstes ganz genau in den Vertrag rein, was da steht hinsichtlich des Abbezahlens des Handys. Schau, ob der Kaufpreis des Handys überhaupt angegeben ist oder ob es ein fiktiver Kaufpreis ist, der da genannt wird. Auf welchen AGB-Passus haben sich 1&1 eigentlich bezogen?

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Man müsste mal die AGBs bezüglich des Vertragsabeschlusses sehen ..

quote:
- Außerdordentliche Kündigung zum 15.08.2012 wurde nach mehrfachem Schriftverkehr zugestimmt, auch ohne Gebühren (99,-), die mir "kulanterweise" erlassen wurden.
quote:
Mobilfunkvertrag abgeschlossen von 16.09.2010 bis 17.09.2012 (24 Monate), inkl. Handy
Aus dem Bauch heraus würde sagen das Du einfach 1 Monat zu früh gekündigt hast


-----------------
"Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen "

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16169x hilfreich)

Wir wäre nicht bekannt, dass es die Möglichkeit gibt, bei fristloser Kündigung aus wichtigem Grund den vollen preis des handys zu verlangen. Wie gesagt: Es ginge um einen einzelnen Vertragsmonat und die daraus ergebenen anteiligen Kosten.
Aber es kommt auf den vertrag an, da gebe ich dir natürlich recht. Frauen gibt man immer recht, habe ich gelernt :neck:

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Da ich den Vertrag im Januar 2012 verlängert hatte, wäre er erst im Januar 2014 ausgelaufen, sonst hätte ich natürlich erst im September ordentlich und nicht im August außerordentlich gekündigt. Dies hatte ich 1&1 erklärt. Leider liegen mir keine AGB's vor (hatte ich bei Abschluss "mal so" akzeptiert). Ich werde mich noch einmal an 1&1 wenden.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Wir wäre nicht bekannt, dass es die Möglichkeit gibt, bei fristloser Kündigung aus wichtigem Grund den vollen preis des handys zu verlangen. Wie gesagt: Es ginge um einen einzelnen Vertragsmonat und die daraus ergebenen anteiligen Kosten.


Stimmt ! Dein Argument ist nicht von der Hand zu weisen
Es fehlt ja nur 1 Monat - also müsste der TE anteilig die Kosten der Zugabe (Handy ) begleichen !

lg

-----------------
"Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen "

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Und wie setze ich dies durch? Ich hatte es per E-Mail Schriftverkehr versucht, aber sie haben auf die Warenrückforderung oder den Ausgleich der Rechnung bestanden.

Noch eine andere Frage: Ich würde parallel versuchen, das Handy wieder zu bekommen (hatte es einen Bekannten geschenkt) oder ein ähnliches bei ebay zu ersteigern. Aber anhand der Seriennummer könnte 1und1 nachvollziehen, dass es sich bei letzterem nicht um das Originalhandy handelt, oder?

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16169x hilfreich)

quote:
Da ich den Vertrag im Januar 2012 verlängert hatte, wäre er erst im Januar 2014 ausgelaufen

Das ist unerheblich. Der Kauf des Handys bezieht sich auf die ersten 24 Monate. Der Rest ist egal.

In den AGBs von 1&1 finde ich diesbezüglich gar keine Regelung.
Du hast den Originalvertrag noch?
Ich gehe ansonsten mal beispielhaft von folgendem "kostenlosen" Handy aus: http://mobile.1und1.de/motorola-razr-i?linkOrigin=smartphones-all-net-flat-plus&linkId=ct.pop.details.SmartphonesMotorolaRAZRi
Weder in der Beschreibung, noch in den Tarifdetails noch sonstwo ist ein Indiz dafür, dass du verpflichtet bist den vollen Preis zu zahlen.
Also meiner Meinung nach schuldest du 1&1 bestenfalls 10 €, sonst nichts.


-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich bin mir nicht sicher, inwiefern ich Unterlagen in Papierform habe (befinde mich im Ausland). Aber soweit ich mich erinnere, kam nur ein Lieferschein mit dem Handy. Ich werde es schnellstmöglich prüfen lassen.

Ich hatte leider keine Unterlagen erhalten, wie sich die Bezahlung zusammen setzt und auch keine Info über den Originalpreis.

Damals stand zur Auswahl, in den ersten 12 Monaten monatlich 29,95
und in den darauf folgenden 12 Monaten 39,95 zu zahlen oder man zahlte
inkl. Handy eine Grundgebühr von 39,95. Da ich mich für letzteres
entschieden hatte, habe ich für das Handy in den ersten 12 Monaten
bereits 120,- bezahlt.

In den AGB's, die derzeit online einsehbar sind, habe ich bisher auch nichts über eine Warenrückforderung finden können. In meinen E-Mails, die ich alle aufbewahrt habe, sind auch keine AGB's oder Änderungen zu sehen.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16169x hilfreich)

quote:
Damals stand zur Auswahl, in den ersten 12 Monaten monatlich 29,95
und in den darauf folgenden 12 Monaten 39,95 zu zahlen oder man zahlte
inkl. Handy eine Grundgebühr von 39,95. Da ich mich für letzteres
entschieden hatte, habe ich für das Handy in den ersten 12 Monaten
bereits 120,- bezahlt.

Deckt sih mit den aktuellen Optionen im Shop. Mach dir am besten von meinem Beispiel und den weiteren Optionen, sowie Leistungsbeschreibung etc. einen Ausdruck. Nur für alle Fälle.

Zur Frage, was du hier tun solltest. Relativ einfach: Widersprechen. Beispielsschreiben:
quote:

Ich widerspreche hiermit der Hauptforderung. Sie ist unbegründet. Ich fordere Sie zum sofortigen Nachweis auf, welche Vertragsklauseln diese Forderung begründen. Bei Liefern des Nachweises werde ich diesen prüfen.

Den Nebenforderungen widerspreche ich vollständig.

Ich untersage Ihnen die Speicherung meiner personenbezogenen Daten gemäß BDSG. Ich untersage Ihnen weitere Maßnahmen, wie beispielsweise Schufa-Einträge. Weitere Schreiben von Ihnen oder einem Vertragsanwalt werde ich unbeantwortet lassen. Einem Mahnbescheid werde ich widersprechen.


Wenn du sicher gehen willst, solltest du ggf. einen Anwalt befragen (Rechtschutzversicherung vorausgesetzt). Aber ich würde mich schon stark wundern, wenn hier die 1und1 wirklich den gesamten Kaufpreis des handys fordern dürften und nicht den tatsächlichen Schaden (also nur 10 €).

Ggf. solltest du 1und1 vor vollendete Tatsachen stellen, indem du denen einfach 10€ überweist mit Verwendungszweck "übriger Kaufpreis Handy, ohne Anerkennen einer Rechtspflicht".
Denn unstrittige Teilbeträge sollte man immer so früh wie möglich bezahlen.

Alles andere über 10€ hinausgehend würde ich als nicht durchsetzungsfähig einstufen.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke für die Rückmeldung.
1und1 besteht ja auf die 249,- und hat die Forderung abgetreten. Soll ich mich bei dem Inkasso Unternehmen überhaupt zurück melden? Ich könnte ankreuzen, dass die Forderung nicht besteht, weil die Hauptforderung unbegründet ist.
Und 1und1 schreibe ich erst einmal o.g. Vorschlag per Mail.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16169x hilfreich)

quote:
1und1 besteht ja auf die 249,- und hat die Forderung abgetreten

Die können darauf bestehen wie sie wollen. Ich kann auch darauf bestehen, dass du mir 20tsd Euro geliehen hast und mir zurückzahlen sollst. Dann wirst du nur müde lächeln. Warum? Weil du weisst dass es Unfug ist und ich vor Gericht niemals gewinnen würde :)
quote:
Soll ich mich bei dem Inkasso Unternehmen überhaupt zurück melden?

Da 1und1 bereits das Inkasso eingeschaltet hat würde ich mich eher dort melden und nicht mehr bei 1und1.
Aber ich würde das nur einmal tun, wenn sich nichts Neues ergibt. Rechne damit, dass sie dich am Anfang ignorieren. Sie haben das Wort "Widerspruch" normalerweise nicht in ihrem Wortschatz gespeichert.

Die rechtliche Sachlage zu klären, dazu sollte man einen Anwalt befragen. Ich kann nur als Laie sagen, dass in meinen Augen nur maximal 10€ gefordert werden dürfen und nicht die vollen 249€.

P.S.: Nicht als Mail, sondern zumindest einmal als Einschreiben. Mails können bestritten werden (Spam-Filter was weiss ich). Bei Einschreiben gilt der Brief als zugestellt bzw. da hat man einen Nachweis.
Dann aber wie gesagt nur einen Brief, das reicht.

-- Editiert mepeisen am 15.11.2012 16:02

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich habe die Original AGB's nun vorliegen und dieser Abschnitt würde wohl zutreffen:

1.1. Leistungsgegenstand, Vertragspflichten
1.9 "1&1 weist den Kunden darauf hin, dass subventionierte Hardware nur auf der Grundlage einer langfristigen Vertragsbeziehung (in der Regel gekennzeichnet durch eine
Mindestvertragslaufzeit) mit dem Kunden angeboten wird. Sollte daher der Vertrag innerhalb der vereinbarten Mindestvertragslaufzeit gleichviel aus welchen Gründen
beendet werden, ist 1&1 berechtigt, subventionierte Hardware zurückzufordern ."

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16169x hilfreich)

Könnte durchaus zutreffen. Ob dies allerdings überhaupt eine gültige Klausel ist, wage ich zu bezweifeln. Gerade dieses "Gleichwohl aus welchen Gründen" dürfte so nicht durchsetzungsfähig sein.
Es geht hier ja um einen Vorgang, der für sich genommen bereits leicht fragwürdig war.
Davon ab dürfte auch hier widersprüchliches Verhalten vorliegen. Auf der einen Seite Gebühren zu erlassen und dich nach hin und her aus Verträgen zu entlassen, nur um dann eine deutlich höhere Gebühr einfordern zu dürfen, ist fragwürdig.

Ich bleibe bei meiner Meinung: 23 von 24 Monaten hast du bezahlt, demnach steht 1und1 bestenfalls als Schaden für das Handy dieser eine Monat zu.
Das sind Kaufverträge, die 1und1 mit den Kunden abschließt und keine Handy-Mietverträge.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Kabul
Status:
Schüler
(182 Beiträge, 81x hilfreich)

quote:
Ich bleibe bei meiner Meinung: 23 von 24 Monaten hast du bezahlt, demnach steht 1und1 bestenfalls als Schaden für das Handy dieser eine Monat zu.
Das sind Kaufverträge, die 1und1 mit den Kunden abschließt und keine Handy-Mietverträge.


Genau! Ich sehe das auch so. Die Ware ist fast abbezahlt.

Das wäre ungefähr so als ob Du eine Waschmaschine auf Raten kaufst, sie kurz vor dem Ablauf des Kredites verkaufst und den Vetrag kündigst. Stell Dir mal die würden von Dir verlangen die Waschmaschine zurück zu schicken und falls Du sie nicht mehr hast den Neuwert der Maschine nochmal in Rechnung stellen - der Vergleich passt zwar nicht 100%, aber stellt den Unsinn den die betreiben ganz gut dar.

Wo ist dieser Kundenberater von 1&1? WAr sein Name nicht Marcel oder so? Oder hat der gekündigt?

-----------------
""

-- Editiert Kabul am 16.11.2012 15:56

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Unabhängig von den AGBs

Ich glaube @mespeisen liegt hier richtig

Ich würde ebenfalls nur anteilig den Wert des Handys begleichen

-----------------
"Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen "

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich hatte heute telefonischen Kontakt mit 1und1. Die 1. Person aus der Warenretoure-Abteilung meinte nur, dass er es nicht entscheiden kann, aber er denkt, dass ich höchstens noch einen Monatsbeitrag zahlen müsste. Die zweite Person war ebenfalls der Meinung, dass es nicht ganz korrekt sei, mir den vollen Preis in Rechnung zu stellen. Dann hatte sie sich aber noch einmal mit der Vertragsabteilung in Verbindung gesetzt. 1und1 hätte mich mehrfach aufgefordert, das Handy zurück zuschicken. Als ich dann nach der Grundlage fragte. wo genau eine Rücksendung des Handys in den AGB's stehe, meinte sie, dass sie es auch nicht wüsste. Die Abteilung habe dies nun aber so entschieden und es gäbe keine Kulanz. Sie hat keine andere Möglichkeit, die sie mir anbieten kann. Ich sollte mich noch einmal schriftlich an diese Abteilung wenden. Telefonisch seinen diese Herrschaften nicht zu erreichen. Ich fasse es nicht! Nun werde ich noch einmal eine Mail aufsetzen, in dem ich auf die AGB's warte und ihnen dann anbiete, einen Monatsbeitrag zu zahlen.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16169x hilfreich)

"Es gäbe keine Kulanz" ist witzig. Das BGB sagt eindeutig: Schadenersatz bezieht sich auf Herstellen des Zustands der ohne den Schaden entstanden sein würde, nicht mehr. Der Zustand der ohne den Schaden entstanden sein würde wäre das Bezahlen exakt einer Monatsrate. Jetzt von Kulanz zu sprechen, nur eine Monatsrate zu fordern ist Unfug. Ich bleibe dabei :)
Solche Klauseln, sich vorzubehalten das komplette Handy zurückzufordern u.ä. dürften nicht gültig sein.

Ist meine persönliche Meinung und keine anwaltliche Meinung.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich habe gesehen, dass der o.g. Abschnitt aus den AGB's, die ich unterschrieben hatte, nur auf Internet-Dienstleistungen (Internet-Zugang und -Anschluss) zutreffen. Also besteht doch gar keine Grundlage.

Folgendes hatte ich gestern 1und1 geschrieben und werde morgen per Einschreiben dem Inkasso Unternehmen mitteilen, dass ich die Forderung widerspreche.

"Guten Tag,

auf welchen Vertragsklauseln begründen Sie Ihre Forderung, das Handy zurück zu schicken bzw. den Originalpreis für das Handy zu zahlen, das ich 23 Monate bereits abgezahlt hatte? Bitte nennen Sie mir die Paragraphen in den AGB's und in den Tarifbedingungen, sodass ich dies weiterhin prüfen kann.

Da ich den Vertrag vorzeitig um einen Monat beendet habe, steht Ihnen ein Anrecht auf Schadensersatz, gemäß BGB §253, zu. Allerdings in einem angemessenen Rahmen, da der Anspruch sich auf das Herstellen eines Zustandes bezieht, der ohne den Schaden entstanden sein würde. Mein Vorschlag ist, dass ich Ihnen noch einmal eine Monatsrate zzgl. Zinsen und Mahnspesen überweise. In Ihrem Schreiben erwähnen Sie ebenfalls eine Differenz zwischen den gezahlten Beiträgen und dem regulären Preis.

Ich hatte gestern telefonischen Kontakt mit zwei Mitarbeitern, die mir zugestimmt hatten, dass o.g. Vorschlag durchaus eine "kulante" Lösung wäre.

Sofern ich bis zum 19.11.2012 nichts Gegenteiliges von Ihnen höre, werde ich Ihnen o.g. Betrag auf Ihr Konto überweisen.

Mit freundlichen Grüßen"

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Gute Neuigkeiten !! 1und1 verlangt doch nur noch einen Monatsbeitrag. Die konnten wohl in den AGB's nichts finden :) Vielen Dank für eure Unterstützung!!

"Sehr geehrte Frau xx

vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir bedauern sehr, dass Ihr Vertrag gekündigt wurde. Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Damit Sie Ihr Handy weiterhin nutzen können, bieten wir Ihnen Folgendes an:

Sie zahlen einmalig 29,99 EUR Grundgebühren für Ihre 1&1 All-Net-Flat, das Gerät wird nicht zurückgefordert und Sie können dieses weiterhin nutzen.

Bitte teilen Sie uns bis zum 29.11.2012 mit, ob Sie mit diesem Vorschlag einverstanden sind.

Vorsorglich widersprechen wir Ihrer Frist zum 19.11.2012.

Wir freuen uns auf eine Nachricht von Ihnen und hoffen, Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder als Kunden begrüßen zu dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen"

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Gute Neuigkeiten !! 1und1 verlangt doch nur noch einen Monatsbeitrag. Die konnten wohl in den AGB's nichts finden Vielen Dank für eure Unterstützung


Glückwunsch

Der entscheidende Hinweis kam von @mespeisen !


-----------------
"Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen "

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 268.127 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
108.355 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen