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SEPA RÜCKÜBERWEISUNG

14.5.2014 Thema abonnieren Zum Thema: Bank Konto
 Von 
MENTION
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 12x hilfreich)
SEPA RÜCKÜBERWEISUNG

Hallo zusammen.

Am 1.3.2014 verkaufte ich einen Artikel in einem Onlineauktionshaus.

Der Käufer bat mich den Artikel an eine andere Lieferadresse zu senden.

Nach Eingang des Geldes auf meinem Konto am 6.3.2014 habe ich den Artikel versendet.
Nach 8 Wochen meldete sich der Käufer mit der Aussage,er habe den Artikel nicht erhalten. Das Auktionshaus prüfte diesen Fall und Schloss diesen damit,dass der Käufer kein Recht auf Rückerstattung hat.
Den Versandbeleg hatte ich nicht länger als nötig aufbewahrt.

Kurz nach der Schließung des Falls meldete sich per email eine Mitarbeiterin meines Bankinstitut und forderte mich auf, mich mit diesem Kunden in Verbindung zu setzten.

Ich erklärte ihr kurz den Fall,mit der bitte eine Rückbuchung nicht zu gestatten. Ich denke auch nicht das sowas in den Aufgabenbereichs eines Kundenberater gehört.

Gestern stellte ich die Rückbuchung vom 12.5.2014 auf meinem Konto von 160.00€ fest.

Ein persönliches Gespräch mit einem Kundenberater meiner Hausbank fand heute statt.

Dieser gab zur Begründung an,dass dies ok wäre da der Empfängername (Der Käufer gab dort wohl meinen Onlinehandelnamen ein)nicht mit meinem Kundenkontonamen übereinstimmte und somit die Rückbuchung erfolgte.

Diese Buchung könne auch nicht blockiert werden.

Ist dies korrekt? Ich finde dies seltsam.

MFG

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Bank Konto


15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 635x hilfreich)

konnte der Bänker das mit AGB oder SEPA-Richtlinien begründen? So einfach können die sich das ohne Rechtgrundlage nicht machen.

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"Die Qualität einer Antwort verhält sich proportional zu einer Fragestellung."

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#2
 Von 
MENTION
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 12x hilfreich)

Nein. Die Begründung des Bänkers war lediglich das der Käufer die Überweisung mit meinem Onlineh.accountnamen durchführte. Diese wäre wohl durchgerutscht und wurde meinem Konto gut geschrieben worden.
Diese Aussage wollte er mir nicht schriftlich bestätigen.



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#3
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3397 Beiträge, 2056x hilfreich)

quote:
Nein. Die Begründung des Bänkers war lediglich das der Käufer die Überweisung mit meinem Onlineh.accountnamen durchführte. Diese wäre wohl durchgerutscht und wurde meinem Konto gut geschrieben worden.
Diese Aussage wollte er mir nicht schriftlich bestätigen.



Das kann er auch nicht. Die Banken prüfen schon lange nicht mehr, ob Name und Kontonummer übereinstimmen. Es gilt § 675p BGB , Unwiderruflichkeit eines Zahlungsauftrags.

Das wäre ja manchmal schön, wenn man eine Fehlüberweisung so rückgängig machen könnte. Aber das ist nicht möglich, ausser die Bank hat selbst den Fehler gemacht. Man muss dann versuchen beim Empfänger sein Geld wieder zu holen.

Hier wird also die Bank das Geld zurückbuchen müssen, woher sie es nimmt, ist ihre Sache.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22819 Beiträge, 15027x hilfreich)

Ich würde hier die Bank schriftlich darauf aufmerksam machen, dass ich die Rückbuchung nicht autorisiert habe und dass ich gemäß §675u BGB hier Schadensersatz fordere. Vielleicht noch mit einem Wort erwähnen, dass es sich beim Empfänger zwar nicht um meinen bürgerlichen Namen hendele, aber um meinen Online-Namen, was ich auch gerne nachweisen würde. Ich würde ankündigen, sollte die Bank nicht binnen 7 Tagen das Geld wieder gutschreiben, einen Anwalt hinzuzuziehen und ggf. Klage zu erheben.

Das sollte eigentlich soweit auch klappen.

Eine automatisierte Rückbuchung bei falschem Empfängernamen sieht SEPA insbesondere bei Privatkunden meinem Wissen nach genausowenig vor, wie das früher ohne SEPA vorgesehen war. Sprich: Da müsste schon irgendeiner dort Hand angelegt haben.

Achja: Du hast den Versandbeleg doch beim Auktionshaus hoffentlich vorgelegt, richtig? Sonst hätte es ja vermutlich gegen dich entschieden. Ich würde das Auktionshaus bitten, dir den Beleg doch nochmals per eMail zuzusenden. Dann geschwind geschaut, ob das Paket entgegengenommen wurde (Paketverfolgung ausdrucken und aufbewahren) und sofern dem so war, dass es entgegengenommen wurde, einfach mal bei der Polizei vorbeischauen...

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#5
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 635x hilfreich)

Drohung mit BAFIN-Beschwerde kommt bestimmt auch gut an :devil:

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"Die Qualität einer Antwort verhält sich proportional zu einer Fragestellung."

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#6
 Von 
MENTION
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 12x hilfreich)

Ich habe gerade nochmals beim Telefonbanking die Situation einem Mitarbeiter der Bank geschildert. Wie vorher auch wurde ich 2x weiter verbunden. Dann kam die Warteschleife und dann wieder die Aussage wegen dem Empfängernamen.
Also da werde ich so nicht weiterkommen.

@meipsen: Wegen dem Packetversandbeleg. Nein. Den hatte ich damals leider nicht hinterlegt beim Auktionshaus.

Aber der Käufer hatte sich auch ca 8 Wochen nicht dazu geäußert. Somit entschied das Auktionshaus für mich. "Der Käufer hat kein Recht auf Rückerstattung"
Ich hatte den Artikel wirklich versendet.



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#7
 Von 
MENTION
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 12x hilfreich)

@Tinnitus: Bafin Beschwerde. Was wäre dies?

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.....

Habe es gegoogelt. Hört sich gut an. Danke.


Ich werde berichten wie es ausgegangen ist.

MFG und vielen Dank für eure Antworten.

-- Editiert MENTION am 14.05.2014 18:08

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#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22819 Beiträge, 15027x hilfreich)

quote:
@meipsen: Wegen dem Packetversandbeleg. Nein. Den hatte ich damals leider nicht hinterlegt beim Auktionshaus.

Du weißt noch den Tag, wo es abgesandt wurde, hast Absendernamen und Empfängernamen/Adresse? Dann bitte doch die Post, da noch einmal zu recherchieren und dir den zustellbeleg zu senden. Wenn es noch kein Jahr her ist, könnte das noch klappen, dann haben die das noch im System.

Hinsichtlich BaFin: Erst mal nur im Schreiben an die Bank verpacken, dass man die BaFin informieren würde, wenn die Bank auf ihrer Sichtweise beharrt. Das reicht erst mal. Die Mühlen bei der BaFin malen langsam, obgleich es spannend wäre, wie sich die Bank rauswindet, denn die macht hier eindeutig einen Fehler.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71217 Beiträge, 32397x hilfreich)

quote:
Ich habe gerade nochmals beim Telefonbanking die Situation einem Mitarbeiter der Bank geschildert.
...
Also da werde ich so nicht weiterkommen.

Nö, logischerweise nicht.

Deshalb wurde ja auch gesagt schriftlich.
Die Frist nach Datum setzen.
Und bitte per Einschreiben, sonst ist das Schreiben nie angekommen ...





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

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#10
 Von 
MENTION
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 12x hilfreich)

Hallo,
Auf mein Einschreiben an die Bank hat sich der Bankdirektor mit mir in Verbindung gesetzt. Ich wurde zu einem persönlichen Gespräch zum Ende der Woche eingeladen um die Sache außergerichtlich zu klären.
Die Bank hat gegen einige Punkte in ihren AGBs verstoßen.

In welcher höhe kann ich die Schadensersatzforderung ansetzen?

Beste Grüsse



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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71217 Beiträge, 32397x hilfreich)

Mache eine Auflistung was Dir alles an Kosten entstanden ist, addiere die Summe und schon hat man die Summe.

Also midestens mal der zurückgebuchte Betrag und die Kosten fürs Einschreiben.






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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

-- Editiert Harry van Sell am 25.05.2014 16:53

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#12
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3397 Beiträge, 2056x hilfreich)

quote:
In welcher höhe kann ich die Schadensersatzforderung ansetzen?


In der Höhe, in der tatsächlich ein Schaden entstanden ist.

Schmerzensgeld gibt es hier nicht.

Also die 160 EUR und ein etwaiger Zinsschaden, z.B. wenn das Konto durch die Rückbuchung ins Soll gegangen ist.

Und bitte die Auszüge genau prüfen, falls man auch noch Gebühren berechnet hat, müssen die selbstverständlich auch umgehend zurückerstattet werden.

Wozu da ein "persönliches Gespräch" auch noch erst in 1 Woche nötig sein soll, erschliesst sich mir nicht. Die Bank muss jetzt umgehend zurückzahlen.



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#13
 Von 
MENTION
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 12x hilfreich)

Kosten sind mir bis auf das Einschreiben nicht entstanden.

Ich sehe das so. In erster Linie hat die Bank gegen ihre eigenen AGBs verstoßen.

1.Storno und Berichtigungsbuchungen in allen 3 Punkten.

2.Bankgeheimnis und Bankauskunft


Dadurch wurde ein geschlossenen Kaufvertrag zunichte gemacht.

Mein Eigentum wurde mir genommen.

Ich sehe da nach § 823 einen Schadensersatz.


Was wäre wenn ich dies übersehen hätte?


Es handelte sich um einen Privatverkauf.


Wenn ich die Sache zu heftig sehe...,bitte nicht übel nehmen.
Ehrlich gesagt geht es mir echt langsam gegen den Strich alles doppelt und dreifach zu kontrollieren. Macht man als normal Bürger so einen Fehler, wird man sofort und ohne wenn und aber dafür belangt.
Und da soll ich dann sagen. Ok. Kein Problem. Überweist mein Geld zurück und ich gucke in Zukunft 4x am Tag auf mein Konto ob so was nicht wieder passiert. Was wäre wenn es 200.000€ gewesen wären.

Also wie gesagt nicht übel nehmen. Ist einfach nur in den Raum gesagt und nicht an dich jetzt gerichtet.


---Das andere Anliegen von mir (Studienkredit) erklärt ein bisschen warum ich so verärgert bin.

Besten Gruss und vielen Dank





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-- Editiert MENTION am 25.05.2014 17:35

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#14
 Von 
MENTION
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 12x hilfreich)

§ 823,311,280 des BGBs

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71217 Beiträge, 32397x hilfreich)

Die harte juristische Realität:


quote:
Was wäre wenn ich dies übersehen hätte?

Deine Schuld, Pech gehabt.



quote:
Ehrlich gesagt geht es mir echt langsam gegen den Strich alles doppelt und dreifach zu kontrollieren.

Nun, man kann jemanden beauftragen der das macht.
Falls man dafür kein Geld hat, muss man seine Rechte und Pflichten selbst warnehmen oder mit den Verlusten leben.





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