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Wahlrecht einführen

19.6.2009 Thema abonnieren
 Von 
Helmuth Justin
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 5x hilfreich)
Wahlrecht einführen

Die Teilnahme am politischen Leben ist eine Bürgerpflicht (Seneca). Ich halte jedoch nichts von einer Wahlpflicht. Wie sollte diese denn umgesetzt werden? Vielmehr sollte der Wahlgang (und vorherige Gedanken über den Ort des Kreuzsetzens) eine Selbstverständlichkeit für jeden Bürger sein.

Was ich mir gut vorstellen kann wäre zur Sicherstellung einer nachhaltigen Politik ein Stellvertreterwahlrecht der Eltern für minderjährige Kinder. Damit hätte jedes Kind zwei Stimmen, die einmal der Vater (sofern die Vaterschaft feststeht) und einmal die Mutter zusätzlich zu ihrer eigenen Stimme jeweils abgeben könnte. Damit würde mehr für eine Bildungs-, Kinder-, Jugendlichen- und Familienpolitik gesorgt, als es jetzt der Fall ist, da sich die Parteien mehr auf die Familien, bzw. Elternteile und die Bedürfnisse der nachfolgenden Generationen ausrichten müssten. Denn die Kinder sind die Zukunft. Zumindest müssen sie zukünftig damit leben, was heute in der Politik geschieht.
Durch zwei Stimmen wird der Kinderbedürfnisse aber auch der Familienbedürfnisse und auch der Getrenntlebendenbedürfnisse Rechnung getragen und ausreichend Gewicht gegeben. Es kann nicht sein, dass nur die "Rentner" Politik machen.
Es sollten sich viel mehr junge Leute in der Politik einsetzen. Insofern finde ich vom ZDF "Ich kann Kanzler" als eine gute Idee. Auch www.abgeordnetenwatch.de finde ich unterstützenswert. Denn ansonsten fehlt mir die Transparenz etwas. Es kann auch nicht sein, dass Rechtsanwälte statt Ministerialbeamte Gesetze entwerfen. Weshalb gibt es denn Ministerien und Ministerialbeamte, wenn diese nicht fähig/in der Lage sind, Gesetze zu entwickeln. Sie können sich Hilfe von Praktikern holen oder Verbandsanhörungen gestalten. Dann sollten sie ggf. auch darauf hören, was diese zu sagen haben. Die Anwesenheit der Abgeordneten in Sitzungen und bei Abstimmungen sind be(ob)achtenswert. Diese unsere Volksvertreter sollten ja uns, das Volk vertreten und nicht ihre persönlichen oder Lobby-Interessen. Sie sollten an entsprechenden Diskussionen auch teilnehmen (sich ggf. einbringen) und nicht einfach fehlen. Dazu dient auch www.abgeordnetenwatch.de.
Für die Abgeordneten wäre eine "Wahlpflicht" in Form der Teilnahmepflicht an Abstimmungen in den Gremien ggf. sinnvoll. Und wenn sie sich gewissensmäßig auch ggf. enthalten zu meinen müssen. Immerhin waren sie dabei (und haben sich Gedanken darüber machen müssen).

Was halten Sie aber nun von o.g. "Wahlrecht für Kinder"?
(Das wäre m.E. eine eigene Umfrage wert.)
Wie würde die hier gefragte "Wahlpflicht" denn umgesetzt oder ggf. Verstöße geahndet?

-- Editiert am 19.06.2009 13:01

-- Editiert von Moderator am 02.03.2018 16:03

-- Thema wurde verschoben am 02.03.2018 16:03

-- Editiert von Moderator am 02.03.2018 16:04

-- Thema wurde verschoben am 02.03.2018 16:04

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
schluppi44
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 4x hilfreich)

Es ist schon erstaunlich, wann Politiker auf Druckmittel setzen wollen.
Aus meinem Empfinden heraus, immer dann, wenn sie am wenigsten für die Menschen Politik betreiben, von denen sie gewählt worden sind.

Warum soll ich mich durch meine Stimme zum Hehler degradieren, wenn große Wahlversprechen einzig dazu dienen, an die MACHT zu kommen.

Wie viele Menschen haben über das DDR-System geschimpft.
...und wo kommen wir langsam wieder an?

Wer aus meiner Sicht von einer Pflicht sprechen muß, hat seine Kür nicht ordnungsgemäß absolviert.
Und darf sich dann nicht wundern, wenn er ignoriert wird.

Justin, deine Idee unsere Kinder mit einzubeziehen, wurde bei den Kommunalwahlen in den vergangenen Tagen zur Realität. Ich weiß nicht genau, in welcher Stadt in Thüringen ein 11-jähriges Mädchen gewählt wurde.
Aber, solche Schritte begrüße ich!!!

Gruß Schluppi

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#2
 Von 
Boudicca
Status:
Schüler
(489 Beiträge, 195x hilfreich)

quote:
Was halten Sie aber nun von o.g. "Wahlrecht für Kinder"?

ÜBERHAUPT NICHTS.

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#3
 Von 
MarkOh
Status:
Praktikant
(558 Beiträge, 109x hilfreich)

Wahlpflicht?

Die spinnen doch langsam. Und wieder haben wir einen Punkt mehr, an dem uns mündigem Bürger Rechte entzogen werden sollen. Nämlich das Recht sich zu enthalten. Dieses ganze Lügengeschwafel unserer Politiker ist doch nur noch als lächerlich zu bezeichnen. Die vergangenen Jahre haben doch hinreichend gezeigt, dass vor der Wahl versprechen am Fließband abgegeben werden von denen danach keiner mehr was hören will. Dann sind diese Dinge plötzlich nicht mehr realsisierbar. Pfuiii... Ich spucke auf diese Lügner und ihre Geschichten...

Wahlpflicht? Sollen sie mal versuchen, die hohen Herren. Das Ergebnis wird sein, dass die Zwangswähler Protestwählen und die Ergebnisse werden sie eines Besseren belehren.

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#4
 Von 
Missspeedy
Status:
Beginner
(133 Beiträge, 13x hilfreich)

Wahlpflicht, nein Danke!

Ich gebe offen zu nicht gewählt zu haben.

Das liegt allerdings daran, dass die Politiker zum einen "immer" Lügen. Falls eine Wahlpflicht eingeführt wird, sollte man über ein Wahlversprechungspflicht auch nachdenken. Was nützten uns Politiker die doch machen was Sie wollen.
Und zum anderen ist Politik auch so undurchsichtig geworden.
Wenn die Politiker schon so viel Geld für die Wahlen ausgeben, dann sollten diese aber auch Ihr Programm besser an die Öffentlichkeit bringen.

PS: Außerdem muß ich sagen, hatte fast jede Partei so einen häßlichen Vogel auf dem Plakat. Ich weiß das Optische hat nicht immer etwas mit dem Können zu tun, aber bitte, Sympatie strahlen die nicht aus.

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#5
 Von 
meredith86
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 2x hilfreich)

wenn ihr nicht wählen geht gebt ihr eure stimme prozentual denen mit den meisten stimmen...schon mal daran gedacht den stimmzettel ungültig zu machen. damit enthaltet ihr euch wirklich, nicht gehen...damit entmündigt ihr euch selbst und braubt euch eurer eigenen rechte.
wahlrecht für kinder ja...aber ab dem moment wo die kinder selbst arbeiten gehen sollten sie auch selbst wählen können ohne mama u papa

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#6
 Von 
Helmuth Justin
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 5x hilfreich)
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#7
 Von 
Borst Mahlzahlt
Status:
Praktikant
(958 Beiträge, 251x hilfreich)

quote:
schon mal daran gedacht den stimmzettel ungültig zu machen. damit enthaltet ihr euch wirklich

Wieso? Der Bundestag wird aus den Stimmanteilen der gültigen Stimmen besetzt. Wenn 50% ungültig wählen, bleiben deswegen nicht 50% der Stühle leer.
(Ich meine, auch die Parteienfinanzierung "Geld für Stimmen" geht von der gültigen Anzahl als 100% aus, sodaß deswegen auch nicht weniger "Wahlkampfentschädigung" in die Kassen der Parteien fließt.)

Ergo: ungültig wählen ist genau so unintelligent wie Nichtwählen oder "aus Protest radikal wählen". Es gibt ja wohl noch genügend nichtradikale Parteien, die mit "denen da oben" wenig bis nichts gemein haben.

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""

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#8
 Von 
guest-12301.05.2010 20:09:01
Status:
Schüler
(262 Beiträge, 109x hilfreich)

Noch mehr Zwang?
Haben wir nicht schon genügend davon in diesem Polizeistaat?
Wer das noch Demokratie nennen mag, hierzu schreibe ich besser nichts.
Kinder und Wahlrecht? ist wie einen Betrunkenen zur Fahrprüfung zuzulassen.
Ergo: Wahlpflicht wäre eine Unverschämtheit !
Wer wählen will, soll es tun, wer nicht......
Gruss


-----------------
"noli desperare"

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#9
 Von 
guest-12301.05.2010 20:09:01
Status:
Schüler
(262 Beiträge, 109x hilfreich)

Noch mehr Zwang?
Haben wir nicht schon genügend davon in diesem Polizeistaat?
Wer das noch Demokratie nennen mag, hierzu schreibe ich besser nichts.
Kinder und Wahlrecht? ist wie einen Betrunkenen zur Fahrprüfung zuzulassen.
Ergo: Wahlpflicht wäre eine Unverschämtheit !
Wer wählen will, soll es tun, wer nicht......
Gruss


-----------------
"noli desperare"

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#10
 Von 
guest-12301.05.2010 20:09:01
Status:
Schüler
(262 Beiträge, 109x hilfreich)

Noch mehr Zwang?
Haben wir nicht schon genügend davon in diesem Polizeistaat?
Wer das noch Demokratie nennen mag, hierzu schreibe ich besser nichts.
Kinder und Wahlrecht? ist wie einen Betrunkenen zur Fahrprüfung zuzulassen.
Ergo: Wahlpflicht wäre eine Unverschämtheit !
Wer wählen will, soll es tun, wer nicht......
Gruss


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"noli desperare"

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#11
 Von 
braveheart-sls
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 118x hilfreich)

Ich glaueb es war so gemeint, dass, wenn man eine Pflicht hat wählen zu gehen, dass man dann seinen Stimmzettel ungültig machen kann um so die Pflicht zu umgehen.

Wer also wählen gehen muss , der kann seinen Stimmzettel durchstreichen und hätte somit das gleiche erreicht, wie wenn er nicht wählen geht.

Wenn Eltern für Ihre Kinder mitstimmen dürfen, dann wäre es Verfassungswidrig, da jeder nur seine Stimme abgeben darf.

Paare ohne Kinder wären benachteiligt.

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#12
 Von 
braveheart-sls
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 118x hilfreich)

a pros pros Stimmabgabe:

Wo kann ich meine Stimme zu dieser Umfrage abgeben?

Danke und Gruß

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#13
 Von 
guest-12323.06.2010 10:27:41
Status:
Lehrling
(1563 Beiträge, 893x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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