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Was bleibt am Ende des Jahres übrig?

12.9.2009 Thema abonnieren
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)
Was bleibt am Ende des Jahres übrig?

Hallo an alle,

kann mir mal jemand grob vorrechnen, was einem Selbständigen bei einem erzielten Jahreseinkommen von 32.000 EUR nach Abzug aller Steuern netto übrig bleibt.

Es geht mir dabei nur um das Prinzip der Berechnung, also was wann und in welchem Umfang von 32.000 abgezogen wird.

Zur Vereinfachung der Rechnung mal angenommen, dass die Betriebsausgaben nur 1.000 EUR im Jahr betragen.

Vielen Dank für jede Hilfe!

Viele Grüße
Nikita

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28 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1314x hilfreich)

Umsatz = 32.000 EUR und Betriebsausgaben = 1.000 EUR?

Dann wäre wichtig zu wissen: Welche Steuerklasse?

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#2
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo!

Steuerklasse 1

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(24736 Beiträge, 13666x hilfreich)

Hi,

also, ich habe jetzt nur die Tabelle für 2008 gefunden - da waren es 6128 Euro. Dazu kommt der Soli mit ca. 330 Euro und gegebenfalls die Kirchensteuer. Sofern Sie irgendwie krankenversichert waren, kann das auch vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden, so daß weniger Steuern anfallen.

Gruss vom muemmel

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#4
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo muemmel!

Was ist denn in diesem Fall zu versteuerndes Einkommen? 32000?

Was ist 6128? Einkommensteuer + Gewerbesteuer?



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#5
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)

Da du ja bereits Einkommen mit Umsatz verwechselst. Wie ist die Umsatzsteuer geregelt ??

Umsatz brutto - Umsatzsteuer = Umsatz netto
Umsatz netto - Einkauf netto = Einnahme

Die Einnahme abzüglich der abzugsfähigen Kosten wie Kranken, Lebens...usw
wir dann das zu versteuerte Einkommen.

Das kann man in der Einkommensteuertabelle nachschlagen die übrigens kein "Klassen" hat. Die Summen stimmen aber bei 31000 € sind 6017 Einkommensteuer 330,94 Ossizuschlag sowie 541,53 Kirche zu zahlen.

Geh davon aus das im neuen Jahre eine Vorauszahlung verlangt wird.

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#6
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1314x hilfreich)

Nein, 31000.

Die 6128 sind nur Einkommensteuer. Die Gewerbesteuer ist überall verschieden hoch. Dazu kann man keine Angaben machen. Ebenso wissen wir ja nicht, ob auf die Umsätze noch MwSt anfällt.

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#7
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

Das ganze ist viel komplizierter als ich gedacht habe.

Ich habe ein Angebot bekommen, an einem IT-Projekt ein Jahr lang zu arbeiten.
Der Stundensatz wäre 18 EUR. Ich weiß, es ist nicht viel. Mich interessiert vielmehr, ob ich bei dieser Vergütung auf mindestens 1800 Euro netto monatlich kommen kann.
Wie gesagt, ich hätte 1000 Euro Betriebsausgaben + private Krankenversicherung 200 Euro. Kann man irgendwie schon jetzt in etwa ausrechnen, was netto bleibt?

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#8
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)

Umsatz brutto - Umsatzsteuer = Umsatz netto
Umsatz netto - Einkauf netto = Einnahme vor Steuern
Einnahme vor Steuern - Gewerbesteuern = Einnahme

So besser.

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#9
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)

Dazu rechnen muss du die Kosten die du hast wenn der Job endet, denn Arbeitslosesengeld gibts auch keins. Rente ist auch nix drin. Und je nach Vertrag kann man dich von heute auf miorgen rausschmeissen.

Die Haftest zeimlich weitreichend für deine Arbeiten. Und wenn du nur einen Auftraggeber hast ist das ne Scheinselbstständigkeit.

HAST DU ALTERNATIVEN ? Dann lass dich lieber anstellen.

Die Sätze im Bereich IT liegen bei 450-1500 Euro am Tag, für 18 bekomm ich Möbelpacker und Rausschmeisser.

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#10
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

Ich gehe von 215 Arbeitstage im Jahr aus, so komme ich auf den Jahresbetrag von 32.000 EUR


Stundenlohn 18 + zusätzlich Mehrwertsteuer darauf

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#11
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1314x hilfreich)

Wieviele Stunden denn pro Tag?

Stundenlohn 18 plus MwSt ergibt schon mal 21,42 EUR.

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#12
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

quote:
Und wenn du nur einen Auftraggeber hast ist das ne Scheinselbstständigkeit.

Im IT-Bereich ist es möglich bis zu, glaube ich, 8 Jahren nur an einem Projekt zu arbeiten.

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#13
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

quote:
Wieviele Stunden denn pro Tag?

Stundenlohn 18 plus MwSt ergibt schon mal 21,42 EUR


8 Stunden pro Tag

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#14
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)

quote:
Und wenn du nur einen Auftraggeber hast ist das ne Scheinselbstständigkeit.
Im IT-Bereich ist es möglich bis zu, glaube ich, 8 Jahren nur an einem Projekt zu arbeiten.

Ja Ja nach dem Ebay Gesetz oder den Google Regeln sicher, aber dann nur in den USA.

In Deutschland gibts das nicht, nur ein AG ist scheinselbstständig. 18 Euro viel zu wenig. Und du hast für die Selbständigkeit zu wenig Ahnung.

K.

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#15
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1314x hilfreich)

8 * 215 * 21,42 EUR = 36 842,40 EUR (="Umsatz brutto").

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#16
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1314x hilfreich)

quote:
Und du hast für die Selbständigkeit zu wenig Ahnung.

Das sehe ich allerdings auch so. Lass Dich doch von denen anstellen.

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#17
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

quote:
Das sehe ich allerdings auch so. Lass Dich doch von denen anstellen.

Leute, ich bin dankbar für jede Antwort, aber das ist nicht das Thema dieses Threads. Lässt sich denn wirklich keinen Netto-Betrag ausrechnen, auf den ich monatlich kommen könnte?

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#18
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1314x hilfreich)

Nein. So ist das bei Selbständigen - man weiß nie, was am Monatsende rauskommt.

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#19
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)

quote:
Nein. So ist das bei Selbständigen - man weiß nie, was am Monatsende rauskommt.

Sicher kann man das ausrechnen, nur warum sollte das jemand machen; Du bist mit nur einem Auftraggeber nicht selbständig. Da zieht viel Ärger und Kosten mit sich.

Wenn du das ausrechnen willst muss du nur die bisherigen Rechnungen um persönliche Zahlen bereichen wie: Gewerbesteuer in deinem Ort, deine Krankenversicherungskosten und persönlichen Absetzmöglichkeiten.
Da müssten wir raten, das musste du schon selber ausrechnen.

Die IHK vor Ort bietet kostenlose Beratung an !!!

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#20
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

quote:
ie IHK vor Ort bietet kostenlose Beratung an !!!

Du meinst, die IHK könnte mir mit Sicherheit sagen, ob diese Tätigkeit scheinselbständig ist oder nicht?

Welche Institution wäre der Ansprechpartner um diese Frage zu klären?
Steuerberater?



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#21
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)

Die Frage können beide beantworten, nur wäre die IHK kostenlos. Kann man auch auf deren Seiten nachlesen.

Evtl. haben die die neuen IT-Mitarbeiter Regeln aber nicht du du kennst :-)

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#22
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)



quote:
Umsatz brutto - Umsatzsteuer = Umsatz netto
Umsatz netto - Einkauf netto = Einnahme vor Steuern
Einnahme vor Steuern - Gewerbesteuern = Einnahme


Mustermann, noch zwei Fragen:

Ist das richtig, diese Reihe so fortzusetzen: Einnahme - Betriebsausgaben = zu versteurndes Einkommen?

Was ist "Einkauf netto"?


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#23
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)

Wenn du was Einkaufst ist die MWST (Vorsteuer) nur ein durchlaufender Posten der von der Mehrwertsteuer die du kassierst abgezogen werden kann. Der Rest der MWST wird abgeführt oder ausbezahlt. Das man also keine MWST zahlt reduziert nur der Nettobetrag den Gewinn

Mach einen Kurs !!! Das ist 1*1 wenn man ein Unternehmen führen will. Und addiere noch ein paar tausend Euro im JAhre für Steuerberater hinzu. Die wirst du brauchen.
Damit schrumpf dein Gewinn weiter und weiter...

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#24
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

Jetzt mal eine Grobrechnung: Ist der Rechenweg einigermaßen korrekt?

Umsatz brutto - Umsatzsteuer = Umsatz netto
37.000 – 6.000 = 31.000
Umsatz netto - Einkauf netto = Einnahme vor Steuern
31.000 – 0 (ich kaufe nix ein) = 31.000

Einnahme vor Steuern - Gewerbesteuern = Einnahme
31.000 – 1.000 = 30.000
30.000 – 2.400 (Krankenversicherung ) – 1.400 (Fahrtkosten) – evtl. sonstiges? = 26.200 zu versteuerndes Einkommen
26.200 – 5.200 = 21.000 netto im Jahr bleibt übrig.


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#25
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2317x hilfreich)
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#26
 Von 
Nikitaaa
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

quote:
26.200 – 5.200 = 21.000 netto im Jahr bleibt übrig.

Das macht dann 1750 Euro im Monat, wobei die Fahrtkosten (117 Euro monatlich) bereits abgezogen sind.
Als Arbeitnehmer bestreitet man die Fartkosten vom Netto-Lohn, deshalb würde ich diesen Posten doch lieber zum Netto-Betrag addieren: 1750 + 117 = 1867 Euro netto.

Jetzt zieh ich mal die Steuerberaterkosten ab, die ein Arbeitnehmer nicht hat (1500 jährlich, 125 monatlich) : 1867 - 125 = 1742

Das ist nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass ich in meinem letzten Job als Angestellter 1300 Netto im Monat verdient habe...


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#27
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1314x hilfreich)

quote:
Als Arbeitnehmer bestreitet man die Fartkosten vom Netto-Lohn

Nö, dafür gibts die Entfernungspauschale.

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#28
 Von 
TokTok
Status:
Schüler
(256 Beiträge, 55x hilfreich)

Ich denke mal, dass da eventuell noch Ausgaben hinzukommen könnten für:

- Betriebshaftpflichtversicherung
- Unfallversicherung
- evtl. Berufsunfähigkeitsversicherung
- evtl. gewerbl. Rechtschutzversicherung
- evtl. IHK Beiträge
- evtl. Gewerbesteuer
- unvorhergesehene Kosten wie z.B. KFZ defekt
usw.



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