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Was kann man gegen wildernde Katze tun?

13.11.2013 Thema abonnieren Zum Thema: Tier Kater
 Von 
gerti1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Was kann man gegen wildernde Katze tun?

Ich habe ein riesiges Problem mit einem fremden 9 kg schweren Main Coon Kater. Er müsste 4 Jahre sein, wurde nach einigen Vaterschaften kastriert, weil er auch Wildkaninchen holte. Die Besitzerin ist nicht in der Lage, dass er bei ihr bleibt und so läuft er frei rum und sie weiß nicht wo er sich herumtreibt. Wir haben aber Kaninchen in freier Gartenhaltung. Nachts haben wir ein großes Mardersicheres Gehege für sie. Für die Meer*******chen haben wir ein neues mardersicheres Gehege gebaut, weil er durch den Kaninchentagesausgang Meer*******chen geholt hat.
Inzwischen sind 5 Tiere von ihm getötet und gefressen worden. Bei einem Kaninchen haben wir ihn quasi direkt erwischt, als er den Kopf gefressen hat und er nach einer Stunde wiederkam um das gerissene Tier zu holen (was aber scheiterte, weil ich ihn störte - ich wollte ein Foto machen)
Hab ich irgendwelche rechtlichen Möglichkeiten? Oder muss ich das hinnehmen? Kennt sich jemand aus?

-- Editiert gerti1 am 13.11.2013 16:17

-- Editiert gerti1 am 13.11.2013 16:18

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Tier Kater


13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12331.05.2016 15:25:27
Status:
Praktikant
(597 Beiträge, 496x hilfreich)

Die Halterin ist für die getöteten Tiere schadensersatzpflichtig. Dazu Meldung an Ordnungsamt und Tierschutz, dass die Frau nicht in der Lage (aus welchem Grund?) ist Tiere zu halten.

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#2
 Von 
vronik
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 162x hilfreich)

Moin,

quote:
Die Halterin ist für die getöteten Tiere schadensersatzpflichtig.

Richtig, man muss den Verursacher nur eindeutig bestimmen können.
Da kommen sicher noch andere Katzen, Fuchs Marder und Raubvögel als Verdächtige in frage.

quote:
Dazu Meldung an Ordnungsamt und Tierschutz, dass die Frau nicht in der Lage (aus welchem Grund?) ist Tiere zu halten.

Was soll das bringen? Wenn man einer freigängigen Katze einmal am Tag Futter zukommen lässt ist diese ausreichend versorgt.

Ich würde das positiv sehen. Mit einem solchen Räuber in der Nachbarschaft sollte es keine Probleme mit Mäusen und Ratten geben.

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#3
 Von 
gerti1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Dieser Kater ist in der ganzen Siedlung als Terrorkater bekannt, weil er sämtliche Katzen angreift. Der Kater wird wahrscheinlich nicht regelmäßig versorgt, er frisst die Kaninchen und Meer*******chen ja. Der Kater trägt eine Namenskapsel am Hals, aber derjenige der ihn bürstet und wohl versorgt meldet sich seit 2 Jahren nicht bei der Besitzerin. Drei mal hat sie ihn seit dem wieder heimgeholt, nachdem sie direkt angerufen wurde. Einmal von mir, weil er sich in unserem Gartenhaus eingesperrt hatte (Fenster war auf Kipp). Da wusste die Besitzerin bereits, dass er bei uns schon Kaninchen gefressen hat, aber kann halt nichts tun :/
Wenn sie ihn einsperrt schreit er die ganzen 2 Wochen und sobald er raus darf kommt er nicht mehr heim.
Also gibt es keine Regelung, dass man in solchen Fällen dafür sorgen muss, dass ein Kater das eigene Grundstück nicht verlässt? Beweisfoto kann ich schlecht machen, da müsste ich ja mein Grundstück tagsüber videoüberwachen und was bringt es mir, wenn ich dann den "Wert" ersetzt bekomme? Heute war er erst wieder da, nachdem er am Wochenende en 1,8kg Kaninchen geholt hat. Andere Katzen kommen zum Tiere anschaun ohne auch nur den Anschein zum Jagen zu machen. Ratten gäbs bestimmt in der Nähe an dem Bach, aber in unserem Garten ist sein Futter halt übersichtlich auf ca. 600 m2 eingezäunt. Wir werden auch kaum einen Stromzaun machen können in der Wohnsiedlung.
Das Ordnungsamt ist ja dann die Gemeinde und was wird die tun, außer die Besitzerin anzuschreiben und es vergeht wieder Zeit und nichts wird passieren, weil die Besitzerin momentan eh keinen Plan hat wo das Tier ist...

-- Editiert gerti1 am 13.11.2013 18:57

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#4
 Von 
vronik
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 162x hilfreich)

Moin,

quote:
Dieser Kater ist in der ganzen Siedlung als Terrorkater bekannt, weil er sämtliche Katzen angreift.

Das ist normales Revierverhalten.
Aufgrund der körperlichen Überlegenheit dieser Rasse sind die Nachbarskatzen ihres Reviers enteignet worden.

quote:
Also gibt es keine Regelung, dass man in solchen Fällen dafür sorgen muss, dass ein Kater das eigene Grundstück nicht verlässt?

Nein, wenn du vermeiden möchtest, dass deine Tiere gefressen werden musst du diese besser sichern. Endweder mit einem geschlossenenGehegeoder mit einem großen Freund
Jeden nachweisbaren Schaden muss dir der Tierhalter ersetzen. Schäden dieser Art sind meist von der Privathaftpflichtversicherung gedeckt.

quote:
...weil die Besitzerin momentan eh keinen Plan hat wo das Tier ist...

Das ist bei einer Katze auch gar nicht möglich und nötig.

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#5
 Von 
3,141592653
Status:
Lehrling
(1452 Beiträge, 892x hilfreich)

Gegen Ratten, Mäuse und Katzen helfen manchmal Mausefallen :P

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"Meine Beiträge stellen nur meine Sicht der Dinge dar, keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr"

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#6
 Von 
vronik
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 162x hilfreich)

Moin,

quote:
Gegen Ratten, Mäuse und Katzen helfen manchmal Mausefallen :P

in der Aufzählung fehlen noch Kinder :) .

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#7
 Von 
3,141592653
Status:
Lehrling
(1452 Beiträge, 892x hilfreich)

Man muss die ja nicht in Kindesreichweite platzieren...

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"Meine Beiträge stellen nur meine Sicht der Dinge dar, keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr"

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#8
 Von 
vronik
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 162x hilfreich)

Moin,

quote:
Man muss die ja nicht in Kindesreichweite platzieren...

da die Kanickel wohl den ähnlichen Aktionsradius haben wie Kinder wird das schwierig.
Die Kinder aufzuzählen war ein Anflug von Sarkasmus von mir.

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#9
 Von 
3,141592653
Status:
Lehrling
(1452 Beiträge, 892x hilfreich)

Ja, schon kapiert...

Aber KAtzen haben einen anderen "Aktionsradius" :P
Mäuse im Allgemeinen auch, wenn auch etwas begrenzter....

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"Meine Beiträge stellen nur meine Sicht der Dinge dar, keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr"

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#10
 Von 
H. Odensack
Status:
Schüler
(443 Beiträge, 96x hilfreich)

fahr in die gärtnerei und frag nach verpiss-dich-pflanzen. ist kein witz, die heissen wirklich so. die pflanzt du an. katzen mögen den geruch dieser pflanzen nicht und hauen dann ab. wenn das derzeit nicht geht mit dem einpflanzen (wg. winter), dann spann stabile alufolie ordentlich um die tiergehege rum. hab mal gelesen, katzen mögen keine alufolie unter den pfoten, vielleicht bleibt er dann weg. für den fall, dass du ihn erwischen solltest, solltest du auch immer eine wasserpistole dabei haben.

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#11
 Von 
gerti1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke für den Tip ;)
Das Problem ist, dass die Kaninchen tagsüber frei im Garten laufen dürfen. Nachts sind sie im 30m² großen Hochsicherheitstrakt. Sie sind den Freilauf gewohnt und man kann sie unmöglich eingesperrt lassen, sie haben ja auch einen enormen Bewegungsdrang. Unser Garten ist doch sehr groß, ich hab für die Kaninchen momentan eh etwas kleiner abgetrennt, damit ich sie von einer Hausseite überblicken kann, weil der Kater momentan ständig lauert. Sobald ich komm ist er sofort weg.
Von der Verpiss-Dich-Pflanze hab ich schon gehört, aber die würden die Kaninchen auch gleich wieder wegfressen ;) . Ich hab sogar schon Löwenkot (kann man ernsthaft kaufen) um den Garten verteilt...hat nichts geholfen.
Ich hätte halt gern gewusst, ob man die Besitzerin nicht dazu verpflichten kann, sich um das Tier zu kümmern oder die Besitzverhältnisse aktiv zu klären, weil der Kater ja nicht mehr heimkommt und irgendwo anders versorgt wird. Wenn er nicht gefüttert wird, wird er halt bei uns vorbeischaun...

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#12
 Von 
guest-12327.12.2013 13:12:34
Status:
Schüler
(369 Beiträge, 235x hilfreich)

Freilaufende Katzen sind wie der freifliegende Adler, nur häufiger anzutreffen. Es gibt keine Verpflichtung den einzusperren. Und ne Jagende Katze interessiert weder ne Häufchen von wem auch immer, noch irgendwelches Grünzeug.

Also ich hatte ne große Katze, die zwar erlegte Elster brachte, aber die Hasen waren der einfach zu groß. Und so ein Hase beisst auch ganz schon zu.

Du musst die Hasen eben so halten das Sie sicher sind. Oder die Natur nimmt ihren freien Lauf.


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#13
 Von 
Teddyknuddel
Status:
Schüler
(411 Beiträge, 93x hilfreich)

Am besten mal einen Freund oder Bekannten mit großen Hund einladen, und diesen schön im Garten markieren lassen....

Seit wir unseren Hund haben, bekommen wir nur noch ganz selten "Besuch" von fremden Katzen (uns hat es aber nicht gestört).

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"Je lauter der Gegner bellt, desto leiser winselt er, wenn er merkt dass er Unrecht hat."

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