Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
531.167
Registrierte
Nutzer

2 Minijobs gleichzeitig

 Von 
wurm1
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 0x hilfreich)
2 Minijobs gleichzeitig

Hallo,

ich weiß, zwei Minijobs zu je 450 € gleichzeitig geht nicht. eine Frage beschrängt sich auf folgende Szenarien:

1. Darf man zwei Minijobs bei jeweils unterschiedlichen Arbeitgebern zu je 200€ ausüben? Hier wird die Grenze 450 € nicht überschritten

2. Darf man in einem Kalendermonat zwei Minijobs zu je 450€ ausüben wenn man als Ausgleich im Folgemonat keinen Minijob ausübt?

Zusatzfrage: Wieso muss man den Minijob-Arbeitgeber darüber in Kenntnis setzen, dass man neben dem Minijob auch einer "normalen Arbeit mit 40h/Woche" nachgeht? Es geht dem Minijob-Arbeitgeber schließlich nichts an, dass ich anderweitig beschäftigt bin. Ist ja schließlich nur ein Minijob.

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Minijob Woche Minijobs


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Richter
(8096 Beiträge, 1411x hilfreich)

Zitat (von wurm1):
ich weiß, zwei Minijobs zu je 450 € gleichzeitig geht nicht.
Doch, das geht. Heißt nur nicht mehr Minijob.
zu 1. Ja.
zu 2. Ja. Man darf auch im Folgemonat 1 oder 2 Minijobs ausführen.
zu 3. Wo steht das?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Spejbl
Status:
Praktikant
(817 Beiträge, 133x hilfreich)

Zitat (von wurm1):

Zusatzfrage: Wieso muss man den Minijob-Arbeitgeber darüber in Kenntnis setzen, dass man neben dem Minijob auch einer "normalen Arbeit mit 40h/Woche" nachgeht? Es geht dem Minijob-Arbeitgeber schließlich nichts an, dass ich anderweitig beschäftigt bin. Ist ja schließlich nur ein Minijob.

Grundsätzlich sollte man das schon machen. Schließlich ist man da ja nur sehr eingeschränkt verfügbar. Umgekehrt macht das aber auch Sinn. Und der Hauptjob hat m.E. im Falle einer Arbeitszeitenkollision Priorität.

Der Arbeitgeber, der 40 Std./ Woche beschäftigt, hat schon ein Ineresse daran, daß sein Arbeitnehmer fit ist und nicht durch (zu viele) Nebentätigleiten seine Leistungsfähigkeit mindert. Die meisten Arbeitsverträge haben aber bereits einen Passus diesbezüglich.

Und es ist auch nicht verboten (es sei denn durch Arbeitsvertrag so vereinbart) einer Nebentätigkeit, z.B. in Form eines Minijobs, nachzugehen.


-- Editiert von Spejbl am 29.07.2019 15:32

Signatur:Jeder für sich allein, ist nichts. Zusammen aber, sind wir ein unschlagbares Team!
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Anami
Status:
Richter
(8096 Beiträge, 1411x hilfreich)

Zitat (von Spejbl):
Der Arbeitgeber, der 40 Std./ Woche beschäftigt,
Nur dieser ist über einen Minijob oder gar zwei durch seinen AN zu informieren.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Spejbl
Status:
Praktikant
(817 Beiträge, 133x hilfreich)

Das ist Pflicht. Schließt aber eine KÜR nicht aus.

Signatur:Jeder für sich allein, ist nichts. Zusammen aber, sind wir ein unschlagbares Team!
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
schneechen
Status:
Beginner
(142 Beiträge, 49x hilfreich)

Zitat:
1. Darf man zwei Minijobs bei jeweils unterschiedlichen Arbeitgebern zu je 200€ ausüben? Hier wird die Grenze 450 € nicht überschritten.

Wieso muss man den Minijob-Arbeitgeber darüber in Kenntnis setzen, dass man neben dem Minijob auch einer "normalen Arbeit mit 40h/Woche" nachgeht?


Werden neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen ausgeübt, so bleibt nur der zeitlich zuerst aufgenommene Minijob versicherungsfrei. Jede weitere Beschäftigung wird mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und ist - mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung - in der Regel versicherungspflichtig (vgl. § 7 Abs. 1 Satz 2 SGB V bzw. § 5 Abs. 2 Satz 1 2. Halbsatz SGB VI).

>> Minijob-Zentrale <<

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
schneechen
Status:
Beginner
(142 Beiträge, 49x hilfreich)

Zitat:
Wieso muss man den Minijob-Arbeitgeber darüber in Kenntnis setzen, dass man neben dem Minijob auch einer "normalen Arbeit mit 40h/Woche" nachgeht?


Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass egeringfügige Beschäftigungen steuerfrei sind.
Sie sind steuerpflichtig, allerdings hat der Arbeitgeber das Wahlrecht zwischen einer Pauschalsteuer und Besteuerung nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers (§ 40a Abs. 2 EStG ).

Viele Arbeitgeber möchten nun die Pauschalsteuer sparen.
Hat der Arbeitnehmer keine "normale" Arbeit, werden Minijobs daher oft über die individuellen Lohnsteuermerkmale versteuert. Bei Steuerklasse I bis IV erfolgt in der Regel kein Steuerabzug. Wie der Minijob besteuert wird, kann der Arbeitnehmer seiner Gehaltsabrechnung entnehmen.

Hat der Arbeitnehmer hingegen bereits eine sozialversicherungs- und steuerpflichtige Hauptbeschäftigung wird oft die Pauschalsteuer gewählt. Der Arbeitgeber könnte zwar auch über Steuerklasse VI abrechnen, aber aufgrund der hohen Steuerabzüge ist dies für den Arbeitnehmer unattraktiv.

Es ist sogar zulässig, dass der Arbeitgeber die Pauschalsteuer - im Gegensatz zu den Pauschalbeiträgen für KV und RV - mit einer arbeitsvertraglichen Vereinbarung auf den Arbeitnehmer abwälzt. In der Praxis findet dies nach meiner Erfahrung aber selten statt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 183.599 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
77.628 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.