4 Schicht = Minusstunden

23. November 2018 Thema abonnieren
 Von 
Dragoncool
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
4 Schicht = Minusstunden

Guten Abend

Zurzeit haben wir ein 4 Schichtsystem welche so Aufgestellt ist :

Spät Mo-Fr 14 - 22 Uhr
Sam 12-18Uhr

Früh Mo-Fr 06-14:00 Uhr Sam 06 - 12:00 Uhr

Nacht Son-Dien 22-06:00 Uhr

Frei Mittwoch- Dienstag

Nacht Mit - Freitag 22-06:00 Uhr


So ist der Rhythmus zurzeit.
Wir haben einen 35 Stunden Vertrag.

Durch dieses Schichtsystem haben wir jeden Monat 1,75 Stunden MINUS.

Darf ein AG ein Schichtsystem umsetzen wo er bewusst die MA in die Minusstunden treibt ?

Und wenn ich Samstag Urlaub nehme, geht da ein ganzer Tag Urlaub drauf, obwohl es nur 6 Stunden Arbeitszeit sind ( Urlaub ist bei uns 7 Stunden Wert ) .

Kann mir diesbezüglich jemand weiter helfen :)

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107692 Beiträge, 38057x hilfreich)

Zitat (von Dragoncool):
Und wenn ich Samstag Urlaub nehme, geht da ein ganzer Tag Urlaub drauf

Logisch. Ein Urlaubstag ist ein Tag



Zitat (von Dragoncool):
Darf ein AG ein Schichtsystem umsetzen wo er bewusst die MA in die Minusstunden treibt ?

Genauso wie ein MA einen Arbeitsvertrag unterschreiben darf, der ihn bewusst in die Minusstunden treibt.



Zitat (von Dragoncool):
Durch dieses Schichtsystem haben wir jeden Monat 1,75 Stunden MINUS.

Was genau steht denn im Arbeitsvertrag zum Thema "Arbeitszeitkonto".


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15242 Beiträge, 5858x hilfreich)

Mir scheint, dass der AG hier in der Pflicht ist, dir trotz fehlender Wochenstunden den vollen Lohn zu zahlen. Der AG hat mit dir einen AV über eine bestimmte Wochenstundenzahl gemacht und es ist seine Sache, diese Zeit auch von dir einzufordern. Indem der AG Schichtpläne aufstellt übt er sein Direktionsrecht aus und nur er hat sowohl Recht als auch Möglichkeit, die Schichten bzw. Einsatzpläne zu gestalten.

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17785 Beiträge, 8026x hilfreich)

Ich vermute mal gerade, dass es weniger um die Lohnzahlung geht, sondern mehr darum, dass hier Minusstunden aufgebaut werden. Und als AN fühlt man sich dem Defizit ohne klare Regelung ja ausgeliefert. Deshalb dürfte die Antwort auf Harrys Frage, was zum AZ-Konto im Vertrag steht, hilfreich sein.

Signatur:

Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.

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#4
 Von 
Dragoncool
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Im Vertrag steht nur was zu diesem Thema passt „Paragraph 2 Arbeitsleistung - Herr XX stellt seine ganze Areitskraft, Erfahrung und Kenntnisse der Firma zur Verfügung. Die Regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 35 Stunden. Herr Xx ist verpflichtet im Rahmen der gesetzlichen Höchstgrenze Überstunden bzw. Mehrarbeit zu Leisten. Herr XX nimmt an der Zeiterfassung teil.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107692 Beiträge, 38057x hilfreich)

Dann gibt es keine Minusstunden die der Arbeitnehmer tragen muss. Die sind dann das Problem des Arbeitgebers.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Dragoncool
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dann gibt es keine Minusstunden die der Arbeitnehmer tragen muss. Die sind dann das Problem des Arbeitgebers.


Danke für die zügige Rückmeldung. Dieses Schichtsystem geht nun über 10 Jahre. Interessant wäre jetzt, wie man am besten diesen Fall angeht und mit dem AG klärt. Mir ist es wichtig, das alles im guten zu klären, da ich doch weiterhin dort arbeiten möchte :)

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107692 Beiträge, 38057x hilfreich)

Was ist denn bisher mit den Minusstunden passiert?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#8
 Von 
Dragoncool
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Wir mussten die immer bis zum nächsten Jahr abarbeiten. Falls dies nicht ging, nahm man die Minusstunden mit ins neue Jahr.

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107692 Beiträge, 38057x hilfreich)

Zitat (von Dragoncool):
Wir mussten die immer bis zum nächsten Jahr abarbeiten. Falls dies nicht ging, nahm man die Minusstunden mit ins neue Jahr.

Dann würde ich bei der nächsten Aufforderung zum abarbeiten, dem Arbeitgeber mitteilen, das es gemäß vertraglicher Vereinbarungen, Gesetz und Rechtsprechung gar keine Minusstunden gibt.

Dann erstmal die Reaktion abwarten.



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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#10
 Von 
Dragoncool
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Heute habe ich genaue Details bekommen, wie wohl die Minusstunden zu stande kommen.

Es hängt mit dem urlaub zusammen, bei einer 5 Tage Woche stehen einem 30 Tage Urlaub zu. Aber in unserem Schichtmodell haben wir auf 4,5 Arbeitstage in 4 Wochen , somit stehen uns wohl 27 Tage Urlaub zu ( bekommen aber trotzdem 30 Tage) . Und um das wieder auszugleichen wird uns jeden Monat 1,75 Std abgezogen , was 21 Std macht ( 3 Tage Urlaub ) .

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