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6 Mon. Kündigungsfrist - umgehen? HILFE

8.5.2003 Thema abonnieren
 Von 
vmoll
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 18x hilfreich)
6 Mon. Kündigungsfrist - umgehen? HILFE

Hallo zusammen,

ich brauch dringend Hilfe und zwar habe ich DAS Jobangebot schlechthin bekommen. Hab bei meinem jetztigen Arbeitgeber jedoch 6 Monate Kündigunsfrist!!! Arbeite im Personalbereich, sprich wenn ich fristgerecht kündige, würde es zu einer Freistellung hinauslaufen. Wie kann ich diese 6 Monate verkürzen, damit mir der Hammerjob nicht durch die Lappen geht.

Ist super dringend!!!

VIELEN DANK

V.Moll

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
TomH
Status:
Schüler
(243 Beiträge, 60x hilfreich)

Moin Moin,

wie kommen Sie auf 6 Monate?
Sie haben 4 Wochen. Der Arbeitgeber hat eine Kündigungsfrist von 6 Monaten. :)
§ 622 BGB Abs. 1 u 2.

Hilft das weiter?

Gruss
TomH

9x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Andreas.Krueger
Status:
Beginner
(133 Beiträge, 49x hilfreich)

Ich habe mittlerweile auch eine 7 Monatige Kündigungsfrist.

§ 622 BGB Abs. 1 u 2.
.....
Sowohl Tarifverträge als auch der einzelne Arbeitsvertrag können abweichende Regelungen enthalten .....

Die einzige Chance sehe ich in einem Aufhebungsvertrag in beiderseitigem Einvernehmen. Wenn Du in der Firma nicht unabkömmlich bist, sollte dies keine Schwierigkeiten machen.

Gruss, Andreas

6x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
vmoll
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 18x hilfreich)

Hallo nochmal,

greift das Gesetz denn auch, wenn ich im Arbeitsvertrag 6 Monate stehen habe?! Wir sind nicht an den Tarifvertrag angeschlossen...

...jetzt bin ich total verwirrt... :)

17x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
TomH
Status:
Schüler
(243 Beiträge, 60x hilfreich)

Ja, das Gesetz greift!

Auch wenn im Arbeitsvertrag etwas anderes steht. Sie können ja bei Vertragsabschluss sonstwas unterschrieben haben, um den Job zu bekommen.
Natürlich kann man im Vertrag etwas anderes vereinbaren aus welchem Grund auch immer.
Jedoch - darf letztendlich nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers und gegen geltendes Recht verstossen. Was passieren könnte, aber dann müssten Sie schon der absolute Top-Mann sein, die Fa. könnte Sie auf Schadensersatz verklagen, weil ihr auf Grund Ihrer Kündigung und verlassen der Fa. vor Ablauf ein Schaden entstanden ist. Dazu muss aber erst einmal tatsächlich ein Schaden entstehen und dieser muss nachgewiesen werden. In den meisten Fällen doch eher schwierig, es sei denn Sie sind der einzige auf der ganzen Welt, der diesen Job ausführen kann und es ist z. Bsp. unmöglich, Ersatz für Sie zu bekommen.
Ich hatte 3 Monate Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag, und habe gem. § 622 /1 gekündigt. Nach 4 Wochen habe ich beim neuen Arbeitgeber angefangen. ;)

Gruss
TomH

8x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
vmoll
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 18x hilfreich)

DANKE FÜR DIE HILFE :)

Das beruhigt mich doch ziemlich!!!

Viele Grüße

Verena Moll

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Michael123
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 16x hilfreich)

Was die Kollegen hier ausgeführt haben entspricht nicht ganz der geltenden Rechtslage. Auch wenn nach dem "Günstigkeitsprinzip" im Arbeitrsrecht grds. die für den AN günstigere Regelung gilt, wenn in TV, AV oder Gesetzen etwas unterschiedliches geregelt ist, stellt sich "dein" Sachverhalt dennoch wie nachfolgend erläutert dar.

Grundsätzlich gelten die nach § 622 Abs. 2 BGB verlängerten Kündigungsfristen zunächst nur für den Arbeitgeber.

Eine Vereinbarung dahingehend, dass diese verlängerten Kündigungsfristen auch für den Arbeitnehmer gelten, ist aber zulässig.

Ebenso ist es sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer zulässig, längere als die Mindestkündigungsfristen zu vereinbaren. Beachtet werden muss hierbei nur, dass die Kündigungsfrist für den Arbeitnehmer keinesfalls länger sein darf als für den Arbeitgeber.

Etwas ganz anderes kann gelten, wenn abweichend von § 622 Abs. 1 bis 3 BGB in einem Tarifvertrag andere Fristen vereinbart werden.

Bei der Prüfung, ob sich aus einem Tarifvertrag bzw. der Vereinbarung über die Anwendung eines Tarifvertrages unterschiedliche Kündigungsfristen zu den gesetzlichen Kündigungsfristen ergeben, ist ebenso wie bei der einzelvertraglichen Vereinbarung zunächst auf den im Tarifvertrag enthaltenen Wortlaut abzustellen. Zu prüfen ist hier, ob der Tarifvertrag tatsächlich eine eigenständige Regelung enthält oder ob durch den Tarifvertrag wieder nur auf die gesetzlichen Kündigungsfristen verwiesen werden soll. Eine eigenständige Regelung im Tarifvertrag ist in der Regel dann anzunehmen, wenn der Tarifvertrag abweichend von den Gesetzesbestimmungen konkrete Fristen und Termine enthält. In einem Tarifvertrag können nämlich sowohl längere als auch kürzere Kündigungsfristen abweichend vom Gesetz festgelegt werden. So enthalten z. B. Tarifverträge im Baugewerbe in der Regel sehr kurze Kündigungsfristen.

Ich hoffe die Info konnte weiter helfen und verursacht jetzt keine tiefgreifenden Depressionen.

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16x Hilfreiche Antwort

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