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Abfindung und Aufhebungsvertrag

1. September 2008 Thema abonnieren
 Von 
aka12
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 6x hilfreich)
Abfindung und Aufhebungsvertrag

Hallo Liebe Foris,
ich hoffe hier kann mir jemand einen Rat geben.

folgende Situation.

heute haben wir mitgeteilt bekommen das man uns fristgerecht zum 31.12 wegen schlechten umsätzen, kündigen wird.

jetzt hat man mir ein angebot für eine abfindung gegeben die sich wie folgt zusammen setzt.

da ich im verkauf arbeite erhalte ich ein
fixgehalt mtl. 2400euro
und eine provision bei erreichen von 100% von nochmal 600€
jetzt sagt mein AG er wird nur das fixum berechnen, das andere wäre ja provision die ich dann nicht bekomme, aber ist das denn fair? wenn ich nämlich normal arbeiten würde, dann würde ich die auch bekommen, also folgende rechnung
betriebszugehörigkeit 8 jahre
der AG rechnet 8 x 0,5 Gehälter (fixum), wären dann insgesamt ca. 9600€ brutto, dafür müsste ich nur ein aufhebungsvertrag unterschreiben.

nach prüfung hab ich aber festgestellt das das angebot sehr mager ist, zumal ich nach all dem abzügen, dann bestimmt noch vom arbeitsamt gesperrt werden würde, also habe ich das doppelte verlangt, wobei der AG nicht davon begeistert war und mir gesagt hat das es wohl gesetzliche obergrenzen gibt, was ich absolut für ein schmarrn halte, also entweder entscheide ich mich oder ich muss es auf nen dicken ankommen lassen und nach erhalt der kündigung klagen.

ehrlich gesagt weiß ich jetzt auch nicht weiter, kann mir jemand ein tip geben?

pokern ? oder darauf ankommen lassen??

danke schonmal vorab!

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sausapia
Status:
Schüler
(303 Beiträge, 63x hilfreich)

gesetzliche Obergrenzen gibt es meines Wissens nicht; in meinen U. wird bspw. aktuell 1 Gehalt pro Monat + Prämie bezahlt, wenn man sich sofort entscheidet (48 Stunden)

am besten einen RA aufsuchen oder hier im Forum eine zu bezahlende Frage an einen RA stellen.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12313.03.2009 19:03:35
Status:
Lehrling
(1677 Beiträge, 254x hilfreich)

Moin,

zuerst Fragen:
Wer macht schlechte Umsätze : die Firma oder bestimmte Mitarbeiter.. wie viele von wieviele Stellen sollen abgebaut werden ?


Die Kündigungen müssten dann schon aus "dringenden betrieblichen Gründen erfolgen".

Die einzige Karte mit der gepokert werden könnte, nennt sich "Kündigungsschutzklage".
Dann muss der Arbeitgeber ein gewisses Risiko haben, einen Prozess zu verlieren, damit er mehr oder überhaupt bietet. Erst dann würde er bereit sein, mehr zu bezahlen um die Leute doch loszuwerden.

Es muss also gute Argumente geben um eine solche Klage gewinnen zu können. z.B. wenn die Kündigung nicht sozialauswahlgerecht ist, weil mindestens ein Kollege kürzer da ist und weniger Unterhaltspflichten zu leisten hat. (Er ist halt nur billiger)

Bei der Güteverhandlung schlägt der Richter meist eine Abfindung vor, die der sog. Regelabfindung entspricht. Das ist halt ungefähr 8 * 0,5.

Grundsätzlich ist es auch zutreffend, dass das Arbeitsamt bis zu 12 Wochen sperrt wenn ein Aufhebungsvertrag gemacht wird.
Seit neuestem kann die AfA davon auch absehen wenn ansonsten betriebsbedingt gekündigt worden wär.

Die Obergrenze die der Chef meinte, wird vermutlich diese 0,5 Bruttogehalt sein. Aber für den Fall wo die Abfindung über diesem Betrag liegt, weil die AfA dann versteckte Gehaltszahlungen vermutet. Diese würde die AfA wieder abschöpfen, wenn man Leistungen beziehen würde.

Dann soll die Firma doch lieber nach KSchG §1a kündigen. Dann ist mehr Rechtssicherheit, vor allem für den AN.
(auch wenn der 1a oft eine Einladung zum Pokern ist)

Wenn Du schnell einen neuen Job finden kannst, ist das ein gutes Angebot.

Würde mich unbedingt von einem Fachanwalt beraten lassen. Er wird im Dialog die Chancen auf Pokern besser einschätzen können.
Die Anwaltkosten für die erste Instanz können schnell ein Monatsgehalt erreichen.




0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1986x hilfreich)

... wenn der ag euch von haus aus eine abfindung anbietet, schätzt er seine aussichten vor dem arbg offenbar nicht so toll ein. die höhe der abfindung ist ein thema, aber auch die bedingungen: vmtl wird er verzicht auf k-schutzklage vereinbaren wollen. die nachteile wegen der sperre durch die aa ist ein weiterer punkt.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12321.12.2010 11:06:01
Status:
Lehrling
(1893 Beiträge, 172x hilfreich)

die nachteile wegen der sperre durch die aa ist ein weiterer punkt
Das kann man doch umgehen, indem im Aufhebungsvertrag explizit festgehalten wird, dass sonst seitens Arbeitgeber gekündigt wurde wäre. Wichtig ist, dass das offizielle Austrittsdatum im Aufhebungsvertrag mit dem möglichen Kündigungstermin seitens Arbeitgeber übereinstimmen (auf Datum der Unterschrift achten). Sonst anteilige Sperrzeiten, wenn man vor dem Kündigungszeitpunkt geht.

Zu beachten wäre evtl., ob die Abfindung seitens AA 'angerechnet' wird.

-- Editiert von ah_xy am 02.09.2008 19:52:13

0x Hilfreiche Antwort

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