Abgeltung Urlaub nach fristloser Kündigung Arbeitnehmer

9. Mai 2023 Thema abonnieren
 Von 
Hamburger01
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Abgeltung Urlaub nach fristloser Kündigung Arbeitnehmer

Hallo ,

ich habe bei einer Firma einen befristeten 1 Jahres Vertrag abgeschlossen, welchen ich dann in einen Unbefristeten Verlängert habe. Die Vertragliche Arbeitszeit war 5 Tage die Woche, was Anfangs auch noch prima lief. Durch zu Käufe wurde die Arbeit immer mehr so das nun auch am Wochenende immer jemand Arbeiten musste, das Gehalt war ein Festgehalt. Anfangs war der Teamgedanken noch recht hoch, da nur die Arbeit mehr, leider war die Bezahlung für neuen Mitarbeiter recht mau im Vergleich zu anderen Firmen. Somit stieg meine Arbeitsbelastung durch mehr Verantwortung auf 60-70 Wochenstunden teilweise bei 7 Tagen.
Nach weiteren 4 Monaten ohne zu wachs an Personal habe ich dann Fristlos gekündigt, meiner Gesundheit zu liebe.
Kündigung erfolgte zum 30.Nov.22 laut Abrechnung habe ich 13 Tage Urlaub erhalten, somit wären noch 6 Tagen offen da ich der letzte Tag dann noch mich ablief.
Alle Schreiben an meinen ehemaligen Arbeitgeber wurden ignoriert:

-Arbeitszeugnis - Abgeltung Urlaub

Ich bekam noch einen Email, wenn könnte mir einen Rechtsbeistand suchen, wenn ich meinte ich würde noch noch etwas bekommen.

Jetzt meine Frage: Lohnt sich eine Klage oder muss ich es unter Erfahrung abbuchen, eine Arbeitszeiterfassung war zu dem Zeitpunkt ja noch nicht verpflichtend?

Vielen Dank

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17233 Beiträge, 6430x hilfreich)

Ziemliches Chaos, deine Darstellung.
Wenn es um deinen Urlaubsanspruch geht: Die Frage ist nicht zu beantworten, weil du nicht schreibst, ab wann du dort gearbeitet hast und wie viel Urlaub vereinbart war.
Am Ende scheint es dann aber doch um unbezahlte Arbeitsstunden zu gehen ...

Ansonsten: Es ist nicht wahr, dass du immer mehr arbeiten musstest - verpflichtet warst du nur zu dem, was in deinem AV stand. Die Menge an Arbeit wirkt sich auch nicht aus auf deinen Urlaubsanspruch. Zudem scheint durch, dass deine AZ nicht dokumentiert ist, so dass du deine Mehrleistung anscheinend nicht wirst nachweisen können - abgesehen davon, dass Überstunden angeordnet sein müssen oder sich aus der Natur der Sache zu ergeben haben.
Seltsam deine Aussage, du habest den befristeten AV in einen unbefristeten verlängert, üblicherweise gehören dazu zwei. Dazu passt dann irgendwie die fristlose Eigenkündigung, die der AG dann wohl akzeptiert hat, wiewohl für die Fristlose kein wirklicher Grund vorlag.

Ob sich eine Klage 'lohnt', hängt am Ende davon ab, ob du einen Anspruch gut begründen und substantiiert vortragen kannst.

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#2
 Von 
Hamburger01
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Nach Ablauf meines befristen 1 Jahres Vertrags, bot mir der Arbeitgeber einen unbefristeten Vertrag an.
Insgesamt habe ich dort 14 Monate gearbeitet.
Vor den zu Käufen war auch alles prima, ich habe mich als Teamplayer gesehen und auch mal Sachen weggeräumt welche jetzt nicht in mein Arbeitsfeld gehörten. Anfangs hat jeder mal die Wochenenden/Feiertage arbeitet, nach und nach nahmen sich immer mehr raus so das ich dann als Teamplayer, oft eingesprungen bin.
Das wurde dann später wohl ausgenutzt, es wurde zwar mit Lohnerhöhungen anerkannt.

Nein es geht um die Abgeltung der Urlaubstage für das Jahr 2022, mir würden ja pro Kalenderjahr 20 Tagen von Gesetzt her zustehen. Laut Arbeitsvertrag würden mir im 2ten Jahr 23 Urlaubstage zu stehen, 3 Tage fallen aber wohl weg wegen meiner Kündigung. Da ich nur 13 Urlaubstage 2022 hatte.

Das der Arbeitgeber meine Kündigung akzeptiert hat, liegt wohl daran das meine Gründe Nachvollziehbar waren.

Nein ich habe keine Liste über meine AZ geführt, weil´s am Anfang nicht notwendig war und dann war wohl der Stress bei mir zu groß das ich eigentlich nur noch weg wollte. Allerdings ist es auch seltsam das der AG keine AZ bis jetzt Nachweisen musste, wenn alle Mitarbeiter eine 5 Tage Woche haben, wer am Wochenende dann gearbeitet hat.



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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17233 Beiträge, 6430x hilfreich)

Also: du hast 14 Mon dort gearbeitet, hast also die Wartezeit hinter dir.
20 Tage U-Anspruch klingt sehr nach BUrlG; folglich stehen dir die 20 Tage zu bei Kündigung in der 2. Jahreshälfte.
Der AG reagiert auf nix - also auf zum Arbeitsgericht und Klage erheben; ein Rechtspfleger wird dir dabei helfen.

Randbemerkung: "Dass der Arbeitgeber meine Kündigung akzeptiert hat, liegt wohl daran dass meine Gründe nachvollziehbar waren." - Das glaube ich weniger, dass der AG wegen deiner Gründe akzeptiert hat. Eher wahrscheinlich so was wie Reisende soll man nicht aufhalten o.dgl.

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#4
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32712 Beiträge, 17215x hilfreich)

Ansprüche auf Lohn können auch schlicht verjährt sein - in manchem Arbeitsvertrag sind da Fristen von lediglich 3 Monaten festgelegt. Also erstmal dort reinschauen.

-- Editiert von User am 9. Mai 2023 12:41

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Hamburger01
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Ansprüche auf Lohn können auch schlicht verjährt sein - in manchem Arbeitsvertrag sind da Fristen von lediglich 3 Monaten festgelegt. Also erstmal dort reinschauen.


Ich las allerdings das fehlerhafte Abrechnungen bis zu 3 Jahre beanstandet werden können, zumal ich im Feb 23 ja meine Ansprüche auf die Abgeltung Urlaubsanspruch angemeldet habe.

Aber Danke für ihren Hinweis

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von Hamburger01):
Das der Arbeitgeber meine Kündigung akzeptiert hat, liegt wohl daran das meine Gründe Nachvollziehbar waren.
Ich glaube nicht, dass der AG hier irgendwas akzeptiert hat. Eine fristlose Kündigung Deinerseits war m.E. nicht haltbar.

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17233 Beiträge, 6430x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
dass der AG hier irgendwas akzeptiert hat.

... die Kündigung selbst hat er offenbar akzeptiert gehabt. Steht ihm auch frei, selbst wenn sie unbegründet ist.

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#8
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
... die Kündigung selbst hat er offenbar akzeptiert gehabt.
Unter Akzeptanz verstehe ich was anderes ...
Zitat (von Hamburger01):
Ich bekam noch einen Email, wenn könnte mir einen Rechtsbeistand suchen, wenn ich meinte ich würde noch noch etwas bekommen.
Das klingt für mich danach, dass der AG den Weg "AN trat ohne Einhaltung einer K-Frist die Arbeit nicht mehr an" begeht.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32712 Beiträge, 17215x hilfreich)

Ich las allerdings das fehlerhafte Abrechnungen bis zu 3 Jahre beanstandet werden können Ja - überall da, wo Arbeits- oder Tarifvertrag keine kürzere Frist festlegen.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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