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Abmahnung korrekt???

 Von 
Hansi
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Abmahnung korrekt???

Hallo zusammen,

nehmen wir mal folgendes Beispiel:

Wenn ich am 16.04.2001 zu spät komme, der Arbeitgeber mir aber keine Abmahnung schreibt, kann er dann den 16.04.2001 geltend machen, wenn ich am 14.06.2002 nochmal zu spät zur Arbeit komme???

(Am 16.04. handelte es sich um eine enorme Verspätung (3 Stunden), am 14.06. um 25 Minuten).

Ich habe nun eine Abmahnung bekommen und frage mich, ob die rechtlich haltbar ist.....unterschrieben habe ich das Teil jedenfalls leider schon.....

P.S. Bin Azubi

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Abmahnung Arbeit Arbeitgeber Azubi


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 103x hilfreich)

Also eine Berufung auf den 16.04.01 dürfte für den AG nicht mehr möglich sein, da seinerzeit gerade keine Abmahnung ausgesprochen wurde.
Ihre Unterschrift unter der Abmahnung sollte unbedeutend sein und lediglich eine Empfangsquittung darstellen.

Von daher können Sie gegen eine ungerechtfertigte Abmahnung auf Löschung drängen (notfalls vor dem Arbeitsgericht) oder eine sogenannte Gegendarstellung (Entschuldigung/Erklärung) zur Personalakte abgegeben. Letztere Möglichkeit hätte den Vorteil, daß die Wirksamkeit der Abmahnung auch später noch vom Arbeitsgericht überprüft werden könnte.

Grundsätzlich ist ein Zuspätkommen geeignet eine Abmahnung zu tragen
In einer wirksamen Abmahnung muß einerseits das Fehlverhalten dargestellt, zur zukünftigen Unterlassung aufgefordert und rechtliche Konsequenzen angedroht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

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#2
 Von 
MCNeubert
Status:
Lehrling
(1337 Beiträge, 214x hilfreich)

Aber ich hoffe doch, dass der Arbeitgeber eine Abmahnung für den 14.06. aussprechen kann und in dieser Abmahnung auch die Verspätung vom 16.04. erwähnen darf.

Als Azubi sollte man doch froh sein, wenn der Chef bei der ersten Verspätung nochmal ein Auge zudrückt. Wenn man dann immer noch so blöd ist und sich ohne brauchbare Entschuldigung verspätet ist man doch wohl selbst schuld und muss mit den Konsequenzen leben.

Ich würde also raten in Zukunft lieber 2 Wecker stellen und mal überlegen wie man den Chef wieder überzeugen kann, dass er auf so einen guten Azubi nicht verzichten kann. Auf jeden Fall besser als sich mit dem Chef rechtlich anzulegen!

Gruss Neil

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#3
 Von 
Hansi
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hatte auch nie vor, mich mit dem Chef rechtlich anzulegen, sondern wollte lediglich wissen, ob das alles so ok ist....

Ist ja auch egal,

schönen Gruß aus München,

Hansi

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