Abmahnung nach Streit mit Vorgesetzter

1. Dezember 2016 Thema abonnieren
 Von 
Mbek
Status:
Beginner
(59 Beiträge, 43x hilfreich)
Abmahnung nach Streit mit Vorgesetzter

Hallo liebes Forum,

gestern habe ich von meinem Arbeitgeber eine Abmahnung erhalten.
Ich habe die Abmahnung erstmal nur mit nachhause genommen.
Kurz zum Vorfall:
Ich arbeite im Einzelhandel und bin dort angestellter in einer Abteilung. Ich habe über mir meine Vorgesetzte und meinen Marktleiter.
Ich habe über die Jahre immerwieder auseinander Setzungen, leider sind die Marktleiter immer gewechselt und so richtig konnten diese Differenzen nie geklärt werden. Meine Vorgesetzte hat Ihr eigenes Bild vom Leben, ist sehr Streitsüchtig und keine andere Meinung zählt. Sie wird immer Kritisiert und nie wirklich gelobt, im Markt ist sie 97% unsympathisch. Das ist mein Bild von Ihr.

Am 18.10.2016 fing ich gegen 13 Uhr an mit Arbeiten, sie war schon sehr gelaunt und ich hatte aufgrund Privater Probleme nicht die Psychische Stabilität zu diesem Zeitpunkt. In unserem Team arbeiten 5 andere Mitarbeiter. Mich hat sich immer auf dem Kieker und hat an diesem Tag dargestellt das ich von 11 Aufgaben nur 1 erledigt habe. Jedoch waren es 9 von 11.
Sie drehte sich die Dinge wie sie diese gerade brauchte. Ich habe die Fassung verloren und am ganzen Körper gezittert.
Ich verließ den Arbeitsplatz mit folgendem Wortlaut "Wenn ich immer nur alles falsch mache kann ich ja auch gehen".
Ich meldetet mich bei einem anderen Vorgesetzten ordentlich ab mit "Ich hatte einen Streit mit meiner Vorgesetzten und bin nicht mehr in der Lage emotional weiter zu arbeiten und werde jetzt meinen Arzt aufsuchen" - der Vorgesetzte versuchte mich zu beruhigen und hatte mich in dieser Verfassung noch nie erlebt, es wurde von ihm empfohlen wirklich zu gehen.

Ich bin sofort zu meinem Psyschologen bei dem ich bereits wegen einigen Problemen nach Trennung von meiner Partnerin in Therapie war. Ich war zu diesem Zeitpunkt sehr labil.
Mein Psyschologe hörte sich diese ganze Situation an und vermerkte dies auch so wie ich es wiedergab. Er empfahl mir einige Zeit mal Abstand zu nehmen, ich hätte starke Anzeichen von Überlastung und nahen "Burnout".
Ich wurde 3 Wochen Krankgeschrieben. Den Krankenschein habe ich noch am folge Abend abgegeben.

Mein Arbeitgeber meldete sich einige Tage später telefonisch und sachlich bei mir, Er wollte den Vorfall geschildert haben.
Er bat mir ein Gespräch in der Folgewoche an und zu dem erschien ich auch.
Vor Ort warf man mir Respektloses Verhalten vor, ich schilderte mein Verhalten sachlich und ehrlich, jedoch wurde immer auch respektloses Verhalten gelenkt und der Hinweis, dass das verlassen an diesem Tag eine Fristlose Kündigung bedarf und man aus sozialen Gründen nur Abmahnt wenn ich am nächsten Tag wieder auf Arbeit erscheine.
Ich habe aus Angst dem zugestimmt und bin wieder auf Arbeit.

Die Abmahnung habe ich gestern erhalten und nicht unterschrieben.
Diese entspricht nicht der Wahrheit.
Mein Psychologe hat ein Dokument aufgesetzt mit einer Diagnose welches ich meinem Arbeitgeber überreichen darf.

Ich meide den Betriebsrat [size=14](Betriebsrat handelt immer im Interesse des Unternehmens und gegen den Mitarbeiter)[/size] da es im Unternehmen solch einen Vorfall mit der selben Vorgesetzten und einer Kollegin vor 3 Jahren schon gab. Diese Kollegin wurde stark Degradiert und erhielt Lohnkürzungen.
Mein Chef möchte die Abmahnung morgen Unterschrieben haben.
Macht es Sinn eine Stellungnahme dran zu heften wo der Fall richtig gestellt wird?


Hier meine Abmahnung:
https://www.dropbox.com/s/2s02rcw7i68n8uo/001.jpg?dl=0

https://www.dropbox.com/s/y9j8jspc4depm71/002.jpg?dl=0

Vielleicht hat ja jemand einen guten Rat.

Vielen Dank

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2271 Beiträge, 713x hilfreich)

Zitat (von Mbek):
Mein Psychologe hat ein Dokument aufgesetzt mit einer Diagnose welches ich meinem Arbeitgeber überreichen darf.


Braucht man nicht und sollte man nicht.

Zitat (von Mbek):
Mein Chef möchte die Abmahnung morgen Unterschrieben haben.


Braucht man nicht und sollte man nicht.

Zitat (von Mbek):
Macht es Sinn eine Stellungnahme dran zu heften wo der Fall richtig gestellt wird?


Braucht man nicht, würde ich in diesem Fall jedoch machen. Aber nur kurz dahingehend, dass die wörtlichen Wiedergaben falsch sind. Punkt.

Zitat (von Mbek):
dass das verlassen an diesem Tag eine Fristlose Kündigung bedarf und man aus sozialen Gründen nur Abmahnt wenn ich am nächsten Tag wieder auf Arbeit erscheine.
Ich habe aus Angst dem zugestimmt und bin wieder auf Arbeit.


Hätte man nicht gebraucht und auch nicht machen sollen.


Ansonsten kann man nur raten, den Arbeitgeber zu wechseln.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Mbek
Status:
Beginner
(59 Beiträge, 43x hilfreich)

Ziel ist es ab jetzt den Arbeitgeber zu wechseln. Ich habe meinem Arbeitgeber zugesagt die Abmahnung morgen Unterschrieben zu bringen. Ich möchte dies aber damit nicht bestätigen.

Es ist so, wenn ich nicht unterschreibe - hat das für mich Konsequenzen. Man macht mir seit wiedereintritt nun schon das Leben schwer. Bis zum Arbeitgeberwechsel, möchte ich ehrlich gesagt nur meine Ruhe.
Also füge ich eine Stellungnahme zum Vorfall hinzu?

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17576 Beiträge, 6542x hilfreich)

Du bestätigst den Empfang, nicht aber den Sachverhalt.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8075x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Du bestätigst den Empfang, nicht aber den Sachverhalt.


Das stimmt nicht! Da steht : ...und durchgesprochen. Sowas sollte man in der Situation nicht unterschreiben.
@Mbek,
Streichen Sie das : und durchgesprochen. Dann bestätigen Sie nur den Erhalt der Kündigung. Und so für die Zukunft: Händigen Sie Ihrem Arbeitgeber NIEMALS Diagnosen aus. Die werden zu 99% gegen Sie verwendet, nicht für Sie. Diagnosen sind vertrauliche Daten und das aus gutem Grund.

Ich hoffe mal, Ihre Kollegen kriegen das mit und wählen übernächstes Jahr fähige Kollegen in den BR. Diesmal hat das ja gar nicht geklappt. Und wenn da kein fähiger ist: Vielleicht lassen sich mal die Kollegen zum BRaufstellen, die die Interessen der anderen wirklich vertreten. Bei jeder Wahl kann das Gremium wechseln.


-- Editiert von altona01 am 02.12.2016 16:39

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38700 Beiträge, 14049x hilfreich)

Na ja, hier sind ja wohl beide ausgetickert. Bestätige den Empfang, und gut ist. Auf keinen Fall ein Gutachten eines Psychologen einreichen. Damit hättest Du der Vorbereitung einer Kündigung Tür und Tor geöffnet.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

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