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Abmahnung wegen nicht erfolgter telefonischer Meldung der AU-Verlängerung ohne entsprechende Klausel


#31
 Von 
spatenklopper
Status:
Junior-Partner
(5912 Beiträge, 3027x hilfreich)

Auch wenn der Termin vor dem Arbeitsgericht noch aussteht, vorsorglich bei der Arbeitsagentur melden!

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#32
 Von 
Spejbl
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 25x hilfreich)

Zitat (von NasserPudel):

Die Kündigung ist, wie weiter oben zu lesen, verhaltensbedingt ausgesprochen worden.

Verhaltensbedingt ist schon mal Tinnef. Eine Kündigung wegen Krankeit ist ein Sonderfall der personenbedingten Kündigung. Das ist schon ein Unterschied.

An­ders als bei der Kündi­gung aus ver­hal­tens­be­ding­ten Gründen wird dem Ar­beit­neh­mer bei ei­ner krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung kei­ne Ver­let­zung des Ar­beits­ver­tra­ges zum Vor­wurf ge­macht. Für Krank­hei­ten kann man nichts.

Wurde also verhaltensbedingt gekündigt und ggf. im Arbeitszeugnis so festgehalten, sollte man dagegen klagen. Denn es ist sowohl sozialrechtlich (z.B. ALGI und ALG II), aber auch erwerbsbiographisch (z.B. bei erneuten Bewerbungen) sehr wohl relevant, weshalb gekündigt wurde. Das hat nämlich Konsequenzen.

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#33
 Von 
Spejbl
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 25x hilfreich)

Kann mal also ergoogeln.

https://www.google.com/search?client=firefox-b&q=arbeitsrecht+k%C3%BCndigung+in+krankheit

TIPP: Kündigung ist natürlich schriftlich zu machen. Wird nur ausgesprochen, ist sie wirkungslos. Schriftform auch deshalb, damit man was in der Hand hat. Gilt aber auch für ein (natürlich qualifiziertes) Arbeitszeugnis.

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#34
 Von 
NasserPudel
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 12x hilfreich)

Hallo zusammen,

um das hier auch abzuschließen:

Nach Erhebung der Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht hat sich AG offensichtlich beraten lassen und sich bei dem Anwalt des AN gemeldet und um Vermeidung des Gerichtsverfahrens bemüht.
Die angeführten Kündigungsgründe konnten allesamt bereits entkräftet und unwahre Äußerungen des AG in der Abmahnung und im Kündigungsschreiben widerlegt werden.

Eine außergerichtliche Einigung ist herbeigeführt worden.

Vielen Dank für die Hinweise und Ratschläge in dieser Sache.

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#35
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16944 Beiträge, 7416x hilfreich)

Zitat (von Eidechse):
Für alle diejenigen, die hier meinten, dass die Verpflichtung zur unverzüglichen Meldung der Fortsetzung der Erkrankung nicht erfolgen muss, weil es nicht im EFZG steht, hier mal der Hinweis auf BAG, Urt. v. 3. 11. 2011 − 2 AZR 748/10. Danach gilt die unverzügliche Verpflichtung zur Meldung auch bei der Fortsetzung der AU. Von daher hätte der TS die Abmahnung zu Recht erhalten.

Das bezweifelt doch keiner. Solange der Arbeitgeber das Gehalt fortzahlt hat er Anspruch auf eine unverzügliche AU. Aber das Urteil hat nichts mit der Fragestellung hier zu tun, da hier die KK Krankengeld zahlt. Das ist etwas völlig anderes.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#36
 Von 
Spejbl
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 25x hilfreich)

Hat sich bereits geklärt.


-- Editiert von Spejbl am 13.03.2019 16:09

Signatur:Jeder für sich allein, ist nichts. Zusammen aber, sind wir ein unschlagbares Team!
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