Altersdiskriminierung?

9. Juni 2009 Thema abonnieren
 Von 
strudelbrain
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)
Altersdiskriminierung?

Moin moin,

Ich hab da mal so ne Frage interessehalber: Ich habe hier eine Stellenausschreibung gesehen, wo darauf hingewiesen wird, dass die Bewerber zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 32 Jahre sein dürfen. (Dabei gehts um den Vorbereitungsdienst für Beamte in der Verwaltung).
- Ist so eine Regelung nach dem Antidiskriminierungsgesetz eigentlich noch erlaubt? Ich würd mich gern bewerben, bin aber ein Jahr älter... :-(

Vielen Dank für Eure Info.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Die Festsetzung von Altersgrenzen für den Beginn einer Ausbildung dürfte rechtlich abgesichert sein. Ansonsten ist das eher Beamtenrecht.

-- Editiert am 10.06.2009 00:20

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2922x hilfreich)

Hallo hamburgerin01,
trotzdem finde ich diese Frage interessant, denn Altersgrenzen gibt es ja in vielen beruflichen Bereichen. Oft ist dies aus der Historie begründet - und ob da wirklich immer alles rechtlich abgesichert ist? Ein Beispiel meines Arbeitslebens wäre der Arbeitsvertrag, der automatisch mit dem Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren endete (naja, so alt bin ich noch nicht und arbeiten tue ich dort leider nicht mehr).
Ich denke da nur an die Hamburger Schulreform mit "neuen" Stadtteilschulen - im BaföG-Gesetz und den Verordnungen gibt es diese Schulen gar nicht, theoretisch müßten dann die Schüler der Oberstufe ausgeschlossen werden von den eventuellen Zahlungen.
Ist natürlich ein Problem unserer Zeit, dass es außer den Gesetzen immer mehr Verordnungen gibt.

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
strudelbrain
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Falls es jemanden interessiert, poste ich mal den Text aus der Ausschreibung:

"Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst ist nach § 5 Abs.1 und Abs. 3 der Verordnung über die Laufbahnen der Beamten des Verwaltungsdienstes (Verwaltungs-Laufbahnverordnung – VLVO) bis zu einem Höchstalter von 32 Jahren und von 40 Jahren bei Menschen mit Behinderung zulässig."

Ich finde diese Regelung sehr merkwürdig. Das AGG bezieht sich auch auf Einstellungs- und Auswahlbedingungen und ich bin durch diese Regelung unmittelbar durch mein Alter benachteiligt. Sollte das AGG eigentlich verhindern.

Bewerbungsformulare der Bundesverwaltung (z.b. jene über dienstleistunszentrum.de) sehen die Angabe des Alters nicht mehr als Pflichtfeld, sondern nur noch als freiwillige Angabe vor. - Und hier soll das Alter ein Selektionskriterium bilden?


Edit: Gute Ideen kommen spät. Ich habe den Fall einfach mal der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeldet, die sind für solche Auskünfte da. Mal schauen....

-- Editiert am 10.06.2009 11:32

-- Editiert am 10.06.2009 11:33

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Mathiasla
Status:
Lehrling
(1125 Beiträge, 637x hilfreich)

im Beamtenrecht spielen allerdings Pensionsansprüche eine wichtige Rolle
Die Altergrenze ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Die Altersgrenze im allgemeinen ist auf den Umstand zurückzuführen, das man lebenslang im Staatsdienst bleibt und bestimmten Regeln unterworfen ist, auch wenn man a.D. ist.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2465x hilfreich)

Liegt wohl auch daran das die neuen "Beamten" ja als Beamte ausgebildet werden und Ihr leben lang Zwangsverpfichtet sind. Daher wird man wohl die Ausbildungskosten auch amortisieren.

Denn wenn man bereits Beamter wäre gelten diese Einstellungsvorschriften nicht, da wird man einfach versetzt.

K.

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"Da kostenloses Rechtsberatung verboten ist, muss mein Rat mit dummen unproduktiven Sprüchen erkauft "

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