Anscheinsbeweis Krankheitsbedingte Kündigung

9. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
fredvomjupiter123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Anscheinsbeweis Krankheitsbedingte Kündigung

Hallo,
wenn ein Arbeitnehmer längerer Zeit AU ist, ihn der Arbeitgeber deshalb loswerden will und ihm einen Aufhebungsvertrag zuschickt, in welchem er um die Zustimmung des Arbeitnehmers bittet, weil er "keine Perspektive mehr für eine Zusammenarbeit" sieht, der Arbeitnehmer dies ablehnt und dann im Folgemonat "betriebsbedingt" gekündigt wir.....

Was meint Ihr, würde ein Vorsitzender im Arbeitsgericht zu dieser Konstellation sagen? Anscheinsbeweis der krankheitsbedingten Kündigung erfüllt, weil der Aufhebungsvertrag ziemlich eindeutig wegen der Krankheit angeboten wurde und nach Ablehnung dann "plötzlich" (quasi 4 Wochen später) betriebsbedingt gekündigt wurde?

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17229 Beiträge, 6429x hilfreich)

Zitat (von fredvomjupiter123):
Was meint Ihr, würde ein Vorsitzender im Arbeitsgericht zu dieser Konstellation sagen?

Tja, wer vermag in den Kopf irgend eines Vorsitzenden irgend eines Arbeitsgerichts zu schauen und wissen, was er denken oder sagen würde?
Und würde ein Vorsitzender eines Arbeitsgerichts so viel anders denken als jeder beliebige Leser deiner Anfrage?

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#2
 Von 
Holperik
Status:
Schüler
(467 Beiträge, 152x hilfreich)

Naja, "Anscheinsbeweis" passt hier aus meiner Sicht so nicht. Denn Sie müssen ja erstmal gar nichts beweisen.
Der AG müsste im Rahmen der Kündigungssschutzklage darlegen und beweisen, dass ein dringender betrieblicher Grund vorliegt, der die betriebsbedingte Kündigung rechtfertig. In diesem Zusammen würden Sie dann, zur Erschütterung der vorgetragenen Tatsachen und Beweise, auf die Umstände verweisen.
Diese sprechen natürlich nicht unbedingt für den AG. Allerdings - die Tatsache des Aufhebungsvertrages und die die dazu gehördende Begründung ist ja erstmal sehr nichtssagend. Auch ist grundsätzlich eine betriebsbedingte Kündigung auch während einer AU zulässig. Wenn also der AG das gut darlegen und beweisen kann....
Was nun wiederum der Vorsitzende denkt, läßt sich nicht sagen. Wäre ohnehin Kaffeesatzleserei. Selbst wenn man bedenkt, dass viele Arbeitsgerichte klar arbeitnehmerlastig bis an die Grenze der Voreingenommenheit sind, läßt sich das unmöglich sagen.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31541 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von fredvomjupiter123):
und dann im Folgemonat "betriebsbedingt" gekündigt wird.....
Als AN könnte bzw. sollte man gegen die betriebsbedingte K. eine KS-Klage erheben. Sonst sagt nämlich kein Richter irgendwas.

Dann nach langer Zeit wird man hören, was das Arbeitsgericht *sagt*, nachdem es alle Argumente geprüft und bewertet hat.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39593x hilfreich)

Zitat (von fredvomjupiter123):
weil der Aufhebungsvertrag ziemlich eindeutig wegen der Krankheit angeboten wurde

Und dieses "ziemlich eindeutig" kommt woher genau?



Zitat (von fredvomjupiter123):
Was meint Ihr, würde ein Vorsitzender im Arbeitsgericht zu dieser Konstellation sagen?

Aufgrund der Vielzahl unbekannter Faktoren / zahlreicher Unwägbarkeiten ist das in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
H.Bothur
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Holperik):
Selbst wenn man bedenkt, dass viele Arbeitsgerichte klar arbeitnehmerlastig bis an die Grenze der Voreingenommenheit sind, läßt sich das unmöglich sagen.


Was immer wieder behauptet wird - ich aber aus meiner Erfahrung in Hamburg nicht gerade bestätigen kann.

Gruss
Hans

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#6
 Von 
Holperik
Status:
Schüler
(467 Beiträge, 152x hilfreich)

Dann haben Sie da eine Einzelfallerfahrung, möglicherweise auch subjektiv eingefärbt.

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