Anteiligen Urlaub bei Kündigung

11. Juli 2023 Thema abonnieren
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)
Anteiligen Urlaub bei Kündigung

Hallo,
Ich habe gelesen dass ich,wenn ich zum 31.07. kündige,Recht auf den kompletten gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub von 20 Tagen habe.Ist das so korrekt?
Eintritt November 2022,Austritt Juli 2023.
Danke schon mal!

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22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

- korrekt -

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#2
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Mein AG genehmigt mir lediglich 15 Tage anteilig.
Kann ich dagegen vorgehen?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Ja, natürlich. Zuständig ist das Arbeitsgericht.
Das BUrlG beschreibt den Mindestanspruch; heißt: drunter geht es nicht. Aus § 5 Abs. 1 c) ergibt sich im Umkehrschluss, dass beim Ausscheiden aus dem Betrieb in der 2. JH der gesamte gesetzliche >Urlaub zusteht. Falls es lt. AV oder TV darüber hinaus gehenden Urlaub gibt, kommt es darauf an, was hinsichtlich des Zusatzurlaubs ggf. geregelt ist; ohne spezielle Regelung wird der Zusatzurlaub behandelt wie der gesetzliche.

https://www.workwise.io/karriereguide/arbeitsrecht/urlaubsanspruch-kuendigung

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Jazzemann):
Ist das so korrekt?

Nein, ist nicht korrekt.

Es kann sein, das man diesen Anspruch hat.



Zitat (von Jazzemann):
Mein AG genehmigt mir lediglich 15 Tage anteilig.

Und das begründet man wie konkret?



Zitat (von Jazzemann):
Kann ich dagegen vorgehen?

Man könnte es zumindest gerichtlich überprüfen lassen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Es kann sein, das man diesen Anspruch hat.

Im Internet steht aber nichts von "kann sein",sondern das man Anspruch hat.
Lediglich bei vertraglich festgelegtem mehr Urlaub,da kann es sein dass auch dieser noch gilt.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Jazzemann):
Im Internet steht aber nichts von "kann sein"

Ich richte mich weniger nach dem was im Internet steht. Da steht immerhin auch, dass die Erde eine Scheibe sei, Bielefeld nicht existiert etc.

Ich richte mich nach den relevanten Gesetzen und der zugehörigen Rechtsprechung - und witzigerweise findet sich das "kann sein" dann auch im Internet https://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__7.html


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Zitat (von Jazzemann):
Mein AG genehmigt mir lediglich 15 Tage anteilig.

Das wäre zur Abrundung freilich von Interesse, womit dein AG dies begründet.
Ich unterstelle, dass dein AG dir den Anspruch auf den vollen Jahresurlaub bestreitet, und dir nicht etwa derzeit 15 Tage Urlaub bis zu deinem Austritt aus der Firma ermöglichen und den Rest ausbezahlen möchte.

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#8
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Er muss mir alles ausbezahlt da wir Personalmangel haben und ich bis Ende arbeiten muss.
Daher habe ich mich gewundert als ich auf der Lohnabrechnung nur noch 15 Urlaubstage stehen gesehen habe.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Selbstverständlich kann das korrekt sein. Man lese den zugehörigen Tarifvertrag. Im TVÖD z.B. wird der Urlaub entsprechend der Zugehörigkeit im Austrittsjahr pro Monat um 1/12 gekürzt.

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#10
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Monat um 1/12 gekürzt.


Laut Rechner wären es aber 16,67 Urlaubstage,wodurch eh 1 Tag zu wenig aufgelistet wäre.

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#11
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

... und 16,67 würde auf 17 aufgerundet. Aber das nur am Rande.

Zwar hat auch der TVöD die Zwölftelung, aber in § 26 TVöD steht auch der schöne Satz '§ 5 BUrlG bleibt unberührt'. Folglich wird die Zwölftelung rechnerisch vollzogen, aber dann auf 20 Tage 'korrigiert', um eben dem Mindestanspruch zu genügen.
https://www.frag-einen-anwalt.de/Urlaubsanspruch-bei-Kuendigung-nach-Halbjahr-TVOeD--f316120.html#:~:text=Wie%20viel%20Urlaubsanspruch%20hat%20man,auf%20mindestens%2020%20Tage%20Urlaub.

Aber es ist ja gar nicht ausgemacht, dass der TVöD hier zugrunde liegt.

-- Editiert von User am 12. Juli 2023 08:28

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#12
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe auch gelesen dass wenn nichts anderes vertraglich geregelt ist,man sogar auf die vertraglich vereinbarten Urlaubstage Anspruch hat.Bei mir wären das 25 Tage.

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#13
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

.... auch das ist korrekt.
Und die Information, dass dir 25 U-Tage im Jahr zustehen, besagt zugleich, dass der TVöD für dich nicht zutrifft, weil du dann mehr U-Tage hättest. Bleibt also immer noch die Frage, woher dein AG ableitet, dass dir nur 15 Tage zustehen sollen. Vmtl. Zwölftelung, denn 25/12*7=14,58, aufgerundet 15 - aber woher hat er das?
Und es bleibt immer noch der Anspruch nach § 5 BUrlG.

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#14
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe keine Ahnung woher er das hat.Ich werde heute mal im Lohnbüro anrufen und das klären.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Oder sind vielleicht doch schon Urlaubstage genommen worden?

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#16
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja,5 Tage Urlaub wurden bereits genommen.
In der Abrechnung steht,15 Tage Anspruch,5 Tage genommen,Rest 10 Tage.
Kann ja so nicht stimmen dann.
Die Dame vom Lohnbüro meinte,das Systhem hätte das von sich aus so berechnet.Auf meine Frage hin ob sie es ändern,sagte sie ja.Und wegen den 25 Tagen müsste sie erst den Vertrag lesen.
Bin gespannt....ich werde in ein paar Tagen erneut dort anrufen,sollte es bis dahin nicht geändert sein.

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#17
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Dann löst sich alles doch in Luft auf:
Beim Ausscheiden in der 2. JH hast du Anspruch auf den vollen Urlaub nach BUrlG, 25/12*7=14,58, korrigiert auf 20 Tage wg. § 5 BUrlG, minus 5 Tage bereits genommenen Urlaub, macht einen Rest von 15 Tagen.
Es sei denn, der AG hätte vor, dir von den 15 Tagen noch die 5 Urlaubstage abzuziehen ..

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#18
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Es sei denn, der AG hätte vor, dir von den 15 Tagen noch die 5 Urlaubstage abzuziehen ..

Ja das hat er doch.
Es steht:
Anspruch 15 (keine 20)
Genommen 5
Rest 10

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#19
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

... gut, dann ist die Info komplett. Dann zurück auf Anfang - den Fehler musst du nicht hinnehmen.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Alles klar,danke erst mal...

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#21
 Von 
throwaway_account
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 19x hilfreich)

Daran denken, wenn du dir den Urlaub, den du nicht nehmen konntest, ausbezahlen lässt, dann hast du für das zweite halbe Jahr keinen (gesetzlichen) Anspruch mehr bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber.
Da kann es dann tariflich mehr geben und du hast noch ein paar extra Tage, aber es sind eben deutlich weniger.

Von daher kann es aus Eigeninteresse durchaus sinnvoll sein, nur den anteiligen Urlaub vom alten AG abgegolten haben zu wollen.


Denn ansonsten hätte man auf die Weise oft 50+ Urlaubstage im Jahr, wenn man alle 2 Jahre seinen AG wechselt, wie es finanziell sowieso am Lukrativsten ist.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Jazzemann
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von throwaway_account):
dann hast du für das zweite halbe Jahr keinen (gesetzlichen) Anspruch mehr bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber.


Da ich neu anfangen habe ich in den 6 Monaten Probezeit eh keinen Anspruch darauf Urlaub zu nehmen.
Dann lasse ich es mir lieber auszahlen.

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