Arbeit die Krank macht?

16. Juli 2007 Thema abonnieren
 Von 
guest-12330.07.2020 09:41:20
Status:
Beginner
(77 Beiträge, 8x hilfreich)
Arbeit die Krank macht?

Hallo
bin seit nunmehr 6 Wochen bei einer Firma, in der der Chef bzw. die Chefin sich im Tonfall vergreift (um es mal vorsichtig auszudrücken). Außerdem leidet die Chefin an einem Kontrollzwang und das Wort Vertrauen gibt es in deren Wortschatz nicht.
Seit Wochen habe ich eine Veranstaltung organisiert, bei der ich von Anfang an Kritik geerntet habe, alles nicht richtig, alles zu teuer und und und.
Letzte Woche war nun die Veranstaltung und am Morgen haben noch mehrere Teilnehmer kurzfristig abgesagt. Der Tag war mehr als anstrengend für mich (Improvisationstalent war gefragt - ist ja alles zu teuer - und das noch Teilnehmer abgesagt haben ist natürlich meine Schuld).
Am selben Abend hatte ich einen Arzttermin wegen meiner ständigen Kopfschmerzen und Sehstörungen. Ergebnis: Blutdruck 200/110. Der Arzt hat mich sofort krank geschrieben und so weiter.
Heute erfahre ich von einer Kollegin, dass der Chef ein Schreiben an alle Eingeladenen geschickt hat und um Stellungnahme bittet, ob ich daran Schuld bin, dass die nicht gekommen sind.
Ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Morgen bekomme ich ein Langzeit-EKG und habe mich bis dahin zu schonen. Aber allein der Anruf hat mich so aufgeregt, dass ich schon wieder Kopfschmerzen habe.
Gibt es eine Möglichkeit sich dagegen zu wehren, ist das bereits Mobbing? Wie soll ich mich nun verhalten, möchte ungern arbeitslos werden, kann mir aber im Moment nicht vorstellen da noch einmal hin zu gehen.
Gruß Luciffer

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
SVielha
Status:
Praktikant
(653 Beiträge, 152x hilfreich)

Wenn man nicht stark genug ist, solchen Chefs die Meinung zu blasen, sollte man zum Arbeitsamt gehen und denen das Problem schildern, am besten mit den Untersuchungsergebnissen des Arztes und dann nach Zustimmung der Arbeitsamtes kündigen.

Ansonsten würde ich denen meine Meinung sagen und sofort nach was neuem Ausschau halten.

PS: Zudem würde ich die Aktion mit der Umfrage als Rufschädigung werten.

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#2
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2328x hilfreich)

Solche RR-Werte sind ja heftig. :schock: Wenn du nicht mehr der/die jüngste bist, sogar gefährlich.

Jetzt nicht frühzeitig sich auf Arbeit quälen und nicht drängeln lassen. Das ist der Job dann echt nicht wert.

Du wirst es nicht gern lesen, aber solche Menschen kann man nicht ändern. Also entweder gewöhnt man sich an solche Chefs, findet ne Möglichkeit damit klar zu kommen oder man geht.

Take it, change it or ...

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#3
 Von 
Telefonmuffel
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 1x hilfreich)

<Gibt es eine Möglichkeit sich dagegen zu wehren, ist das bereits Mobbing?>

Guten Morgen,

meiner Ansicht nach geht das schon verdammt in diese Richtung. Wenn Du erst 6 Wochen da bist und es so Deine Gesundheit angreift, würde ich mir flugs `was anderes suchen, viel "verpaßt" hast Du jetzt ja noch nicht.

Gruß

TM

:kotz:

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#4
 Von 
guest-12330.07.2020 09:41:20
Status:
Beginner
(77 Beiträge, 8x hilfreich)

vielen Dank für Eure Ratschläge.
Den Chefs hatte ich schon mehrfach "den Marsch geblasen" bzw. mich gegen ihre ungerechten Anfechtungen und Vorwürfe zur Wehr gesetzt. Hatte auch das Gefühl stark zu sein, aber mein Körper meint offensichtlich was anderes. Ich bin tatsächlich schon etwas älter und habe bereits in vielen Bereichen gearbeitet, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Kollegin, die mit mir angefangen hat, sitzt bereits Morgens am Schreibtisch und weint. Sie hat mich heute Morgen angerufen und mir berichtet, dass sie sich hat krank schreiben lassen weil sie Panikattacken bei dem Gedanken, dass sie an die Arbeit muss, bekäme und mit den Nerven am Ende sei.

Zur Rufschädigung: muss ich das nicht beweisen um etwas unternehmen zu können? Mir ist es peinlich mit den Teilnehmern Kontakt aufzuenehmen und nachzufragen, ob der Chef mich schlecht macht.
Ein Kollege hat mir verraten, dass solche Vorgehensweise in der Firma System hätten und so Mitarbeiter, die nicht mehr gebraucht würden, aus dem Unternehmen geekelt würden.
Über ein Gespräch mit dem Arbeitsamt habe ich auch schon nachgedacht.

Gruß Luciffer

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#5
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2328x hilfreich)

Bezüglich evtl. übler Nachrede müsstest du im Forum Strafrecht fragen. Das gehört dann schon nicht mehr so richtig zum Arbeitsrecht.

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#6
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1142x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#7
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 2001x hilfreich)

...dass du unter bedingungen arbeitest, die tatsächlich krank machen, ist offenkundig. deine frage, ob das mobbing ist, ist aber entweder noch nicht zu beantworten - weil du noch nicht arg lange da bist - oder aber auch klar mit nein, insofern das verhalten nicht speziell dir gilt, sondern wohl auch anderen und allen gegenüber.

fraglich auch, was es dir hülfe, wenn es doch als mobbing zu bezeichnen wäre. arbeitsrechtlich ist es immer noch sehr aufwändig, auf mobbing zu argumentieren.

also toi toi toi

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#8
 Von 
nicesixpence
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo

mir geht es ähnlich. Mein Chef und ich, bin dort schon seit mehr als 3 Jahren beschäftigt, hatten immer ein gutes Verhältnis. Bis auf die Tatsache, dass er jedesmal wenn ich einen neuen Partner hatte, sein Verhalten mir gegenüber drastisch änderte. So lange ich allein (Single mit zwei Kindern) war, arbeiteten wir in einem wirklich guten Klima. Ich bekam immer mehr Aufgaben, wie z.B. Projektleitung für kleinere Projekte, Marektingaufgaben, Backoffice eben alles mit einem bisschen Verantwortung. Abends gingen wir ab und an Essen oder mal ins Kino, genau wie andere Kollegen mit ihm auch gingen. Nur jedesmal wenn ich jemanden kennenlernte und länger mit ihm zusammen war, begann mein Chef mir Aufgaben zu entziehen und es ging sogar soweit, dass ich nicht mehr mit ihm sprechen konnte / durfte. Sollte alles nur noch per Mail geschehen.

Jetzt ist es wieder so. Seit einem Jahr bin ich mit einem Kollegen zusammen und wir wollen heiraten. Offiziell haben wir nie was gesagt, denn privat ist und bleibt privat. Seit letztem Jahr nun, hat mein Chef ständig an mir was auszusetzen, schreit mich zeitweise grundlos an. Das sind dann Geschichten wie vor einigen Tagen:
Ein Kollege brach seinen Schlüssel von unserer Eingangstür ab. Da ich die ganze Zeit auch für die Beschaffung der Schlüssel verantwortlich war, rief er an und ich besorgte ihm einen neuen, mit der Bitte diesen bei meinem Chef in der Schlüsselliste umzutragen. Ich hatte ein paar Tage vorher schon einem unserer neuen Azubis Büroschlüssel besorgt und benötigte daher die Liste um alles eintragen zu können. Die Liste ist bei meinem Chef da er diese bei den Mietverträgen aufbewart. Also musste ich mir die Liste holen um alles abzuwickeln. Als ich fertig war, legte ich die Liste zurück auf seinen Schreibtisch genauer auf seine Tastatur.
Als nun der zweit Kollege seinen defekten Schlüssel aus und den Neuen eintragen wollte, behauptete mein Chef steif und fest, ich hätte die Liste immer noch. Erst nach mehrmaligem Bitten schaute er in seinem Schreibtischschrank nach und fand dort bei den Vertägen die gesuchte Liste. Danach behauptete er, dass er die Liste nie dorthineingelegt hätte. Ich war es auch nicht, da ich nicht an seinen Schrank gehe. Dieser Schrank ist zwar immer geöffnet aber unser Personalakten befinden sich ebenfalls darin. Schon allein deshalb lasse ich die Finger weg.
Weil ich ihm sagte, dass ich nicht an seinem Schrank war schrie er mich wütend an, er habe es ebenfalls nicht gemacht und unterstellte mir sinngemäß dass ich es doch war.

So etwas passiert in letzter Zeit ständig.

Ich bin völlig fertig, da ich auch mit meinem Magen immer mehr Schwierigkeiten bekomme. Ich hatte im letzten Jahr schon eine ziemlich heftige Magenentzündung, die bis jetzt nicht ausgeheilt ist und ich kämpfe in diesen Situation sehr stark mit Sodbrennen und fürchterlichen Magenschmerzen. Die Kollegen bekommen sein Verhalten auch mit und keiner traut sich mehr etwas zu sagen. Eine meiner Kolleginnen meinte sogar, dass sie ihn nicht mal mehr anspricht weil er ständig gereizt und aggressiv reagiert. Zwar nicht auf sie aber allgemein.

Die Arbeitsstelle wechslen kann ich leider nicht da ich gerne noch ein Kind bekommen möchte. Ich hätte viel zu viel Skrupel mich einem neuen Arbeitgeber vorzustellen wenn ich weis, dass ich ein Baby geplant habe.

Was kann ich denn nur tun? Ich geh hier noch kaputt und bin völlig verzweifelt. :bang:

Grüße
Nicesixpence

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#9
 Von 
zoe123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Nicesixpence!..
Dein Chef ist eifersüchtig---ob er nun auf Dich steht oder einfach " keine abkriegt"ist dabei eigentlich egal...Du mußt da weg...ob in den Mutterschutz oder ein neuer Job- und der neue Chef trägt selbst die Verantwortung wenn er Dich als Frau im gebärfahigen Alter einstellt...Grüße zoe

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#10
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2922x hilfreich)

Man sollte Posts nicht mischen.

Auch wenn das Verhalten des Chefs nicht akzeptabel ist - du hast vor 6 Wochen angefangen und hast nicht auf die Wünsche der Vorgesetzten gehört? Vermutlich würde das das Ende der Probezeit bedeuten.
Handelt es sich um eine Event-Firma? War deutlich bei der Einstellung, dass du gleich das erste - komplett alleine gestaltest? "Ich habe den Chefs den Marsch geblasen" - naja, das kommt bei mir persönlich nicht so gut rüber.
Und ob es einer Kollegin genauso geht, ist auch kein Zeichen, dass deine Einstellung wahr ist.
Die Karre ist im Dreck und wahrscheinlich wird sie da auch nicht mehr rauskommen. Hilfreich wäre, den Chef um ein Gespräch zu bitten, in dem es um die weitere Zusammenarbeit geht.
Grundsätzlich gibt es natürlich tatsächlich solche cholerischen Chefs und dann gibt es nur die Alternative - weggehen.

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