Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
622.525
Registrierte
Nutzer

Arbeiten an gesetzlichen Feiertagen

27. Mai 2020 Thema abonnieren
 Von 
guest-12321.03.2022 17:40:03
Status:
Lehrling
(1312 Beiträge, 177x hilfreich)
Arbeiten an gesetzlichen Feiertagen

Arbeitnehmer AN arbeitet eigentlich ganz normal fünf Tage die Woche (Mo-Fr). Sein Arbeitgeber AG hatte ein "langes Wochenende" zur Ausführung von dringend notwendige Wartungsarbeiten genutzt und hierzu u.a. für AN entsprechend "Arbeiten am Feiertag" angemeldet.

AN hat also den ganzen Feiertag (gesetzlicher Feiertag in ganz D) gearbeitet.

Hinsichtlich der geleisteten Arbeitsstunden erhält der vom AG nun die Antwort das er hierfür lediglich Feiertagszuschläge erhält, jedoch keinen freien Ausgleichstag, da ansonsten alles mit seinem Monatsgehalt bereits abgegolten sei.

Ist das korrekt?
Wie ist hier $11 ArbZG zu verstehen?
Hat AN Anspruch auf einen zusätzlichen bezahlten Ausgleichstag?


Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44216 Beiträge, 15764x hilfreich)

Zitat:
Hinsichtlich der geleisteten Arbeitsstunden erhält der vom AG nun die Antwort das er hierfür lediglich Feiertagszuschläge erhält, jedoch keinen freien Ausgleichstag, da ansonsten alles mit seinem Monatsgehalt bereits abgegolten sei.


Der Ausgleichstag nach § 11 ArbZG kann auch ein sowieso arbeitsfreier Samstag sein.

Wenn kein bezahlter Ausgleichstag gewährt wird, dann handelt es sich um Mehrarbeit, für die daher zzgl. zum Gehalt der normale Stundenlohn zzgl. der Feiertagszuschläge zu zahlen sind.

Sollte der AN eine wirksame Klausel im Arbeitsvertrag haben, nach der Mehrarbeit mit dem Gehalt abgegolten ist, so hätte der AG recht.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12321.03.2022 17:40:03
Status:
Lehrling
(1312 Beiträge, 177x hilfreich)

@HH

Danke für die Antwort!

Richtig, es handelt sich um Mehrarbeit und Mehrarbeit wird auch bezahlt.

Bei der Feiertagsarbeit des AN argumentiert der AG aber so:
- durch das feste Monatsgehalt ist die Grund-Arbeitszeit auch an diesem eigentlich arbeitsfreien Feiertag bereits abgegolten
- es soll nur für die geleisteten Arbeitsstunden der Feiertagszuschlag bezahlt werden
- eine zusätzliche Grundvergütung der Feiertagsarbeit oder ein entsprechender Zeitausgleich soll nicht gewährt werden.

Eigentlich will AN die geleistete Feiertagsarbeit an einem anderen Tag abfeiern. Hat er einen Anspruch darauf, oder zumindest auf die Vergütung der Arbeitszeit plus Zuschläge?


-- Editiert von Alter Sack am 27.05.2020 12:50

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7530 Beiträge, 5061x hilfreich)

Das ist völlig korrekt seitens des Arbeitgebers. Ein Ersatzruhetag ist kein zusätzlicher Ruhetag!

Das mag auf den ersten Blick seltsam anmuten, hängt aber damit zusammen, dass die Regelung sich auf eine 6-Tage-Woche bezieht. Würde man da an einem Feiertag oder Sonntag arbeiten, gäbe es tatsächlich einen "zusätzlichen" freien Tag. Dabei steht zusätzlich in "", da es genaugenommen kein zusätzlicher Tag ist, sondern der Tag, an dem man frei gehabt hätte, einfach auf einen anderen Werktag verschoben wird.

Bei einer 5-Tage-Woche ist das nicht notwendig, weil da ja schon ein Tag in der Woche frei ist.

Signatur:

Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 238.415 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
97.771 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen