Hallo zusammen,
ich habe eben von meinem ausländischen (ursprünglich deutschen) Arbeitgeber erfahren, dass ich zwar weiterhin für Ihn arbeiten kann, aber nicht mehr als Vollzeit-Angestellter(Telearbeitsplatz) sondern als Auftragnehmer/Selbstständiger. Scheinselbstständigkeit wäre kein Problem, da ja die Firma im Ausland sitzt. Er würde mit mir einen entsprechenden Vertrag abschließen und ich würde weiterhin die vollen Bezüge bekommen + dem was er als Arbeitgeber normalerweise noch zusätzlich an den Staat abführen müßte.
Was haltet Ihr von diesem halb moralischen Angebot? Sollte ich mir jetzt besser eine neue nichtselbstständige Arbeitsstelle suchen oder darauf eingehen?
Mir ist natürlich im Groben klar, was eine Selbstständigkeit bedeuten würde.
Für hilfreiche Antworten schon einmal vielen Dank im Vorraus!
Arbeitgeber bietet Selbstständigkeit an
Hallo,
habe da so Zweifel, ob da nicht wirklich ein Haken ist.
Also wenn sich dieses Modell für Arbeitgeber und Arbeitnehmer lohnen würde, würde ein Großteil der 750.000 deutschen Unternehmen seinen Sitz ins Ausland verlegen....
Würde das mal mit einem Profi , z.B. einem Steuerberater durchsprechen, oder ein Anwalt der sich mit Arbeits- und Steuerrecht auskennt. Hier ist ein Laienforum, und von dieser seltenen Konstellation lese ich hier seit einem Jahr zum ersten Mal.
Bei den Beträgen die da im Raum stehen, lohnt sich eine professionelle Beratung in jedem Fall.
Das sollte sehr schnell geschehen um sich alle Optionen aufrecht erhalten zu können. Einen ersten Anhaltspunkt kann vielleicht eine kostenpflichtige Telefonhotliine geben.
Wenn es sich um EU-Ausland handelt, kann sich ein Arbeitgeber auch nciht so einfach aus der Affäre stehlen, da der alte Vertrag in Deutschland geschlossen wurde und bis zur Kündigung oder Neuschreibung gilt.
Auch denkbar: Die Firma will Mitarbeiter loswerden und de facto kommt die Selbstständigkeitsvereinbarung einer Auflösungsvereinbarung gleich. Und da kann eine Firma viel einfacher kündigen, als bei Angestellten.
-- Editiert von Maestro1000 am 30.01.2009 17:31
Danke für die schnelle Antwort Maestro1000,
hatte ich mir schon fast gedacht, dass das Thema sehr komplex ist. Ich denke ich werde tatsächlich professionelle Hilfe benötigen.
Noch einer kleiner Hinweis: Der Arbeitgeber ist schon länger im EU-Ausland tätig, und mein Arbeitsvertrag wurde auch dort abgeschlossen. Da habe ich mich wohl ein wenig mißverständlich ausgedrückt.
Trotzdem vielen Dank nochmal!
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... arbeitsrechtlich ist die Sache doch wohl die, dass die Firma sich ggf. sehr rasch eines 'Selbständigen' entledigen kann - die springen doch regelmäßig als erste über die Klinge. Kündigungsschutz oder dergl. greift da ja nicht mehr.
Auch die Rechnung geht so nicht auf:
Um vernünftig über die Runden zu kommen muss man als Selbstständiger als Faustregel mindestens das doppelte bekommen, was man als Angestellter bekommt. (Weiß nicht mehr ob das netto oder brutto war)
Denn man muss sich auch selber krankenversichern, Rente ansparen usw.
Je nach Geschäftsart böte sich auch für mehrere Firmen zu arbeiten, dann wäre Scheinselbstständigkeit kein Thema.
Es gibt hier auch ein Forum für Existenzgründer.
Die Anmerkung von blaubär mit dem Verlust des KÜndigungsschutzes ist wichtig.
Danke für die beunruhigenden Hinweise.
Nachdem ich jetzt ein Wochenende mit sehr unruhigem Schlaf hinter mich gebracht habe, werde ich das Thema in den nächsten Tage sehr intensiv beleuchten und versuchen auch mit meinem Arbeitgeber offen darüber zu sprechen.
Vielen Dank nochmal für eure Hilfe!
Und jetzt?
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