Arbeitgeber blockiert mich

21. November 2022 Thema abonnieren
 Von 
Corazon1234
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitgeber blockiert mich

Seitdem ich meinem AG sagte, dass ich, da es zu keiner Einigung kam, was mit meinem ausstehenden Lohn ist, den mein AG meiner Meinung nach ungerechtfertigt teilweise verrechnete (wegen angeblicher Überzahlung), dies prüfen lasse, wurde ich umgehend aus der firmeneigenen App gekickt, wo auch alles aufgelistet ist. Einsätze, Arbeitszeiten usw. Ich wollte mir noch Screenshots machen, aber das geht nicht mehr.

Warum hat der AG das gemacht? Und lohnt sich ein Gang zum Arbeitsgericht tatsächlich?

LG

-- Editiert von User am 21. November 2022 14:37

-- Editiert von User am 21. November 2022 14:38

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24 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

Wenn dir Geld zusteht, dann lohnt sich ein Gang zum Arbeitsgericht.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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#2
 Von 
AR377
Status:
Praktikant
(944 Beiträge, 258x hilfreich)

Zitat (von Corazon1234):
Warum hat der AG das gemacht?
Darüber kann man nur Vermutungen anstellen.
Verbindlich WISSEN warum wird es nur der AG selbst.

Zitat (von Corazon1234):
Und lohnt sich ein Gang zum Arbeitsgericht tatsächlich?
Das hängt vom Sachverhalt ab.
Ob es tatsächliche Ansprüche gibt die man nachweisbar geltend machen kann.

Aber um das zu beurteilen sind die gemachten Angaben viel zu pauschal.

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#3
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)
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#4
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Bist Du nicht mehr dort angestellt? Oder gekündigt? Dann wäre es rechtlich einwandfrei, wenn der AG Dir den Zugriff auf entsprechende Systeme nicht mehr gestattet.


Bei mir war es auch so, dass ich direkt am nächsten Tag aus der APP draußen war, da war ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gekündigt.
Meine Vermutung geht dahin, dass bei denen was oberfaul ist und man den Zugang versperren will, damit keine Daten mehr gesammelt werden können.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118645 Beiträge, 39613x hilfreich)

Zitat (von Corazon1234):
Warum hat der AG das gemacht? Und lohnt sich ein Gang zum Arbeitsgericht tatsächlich?

Ohne hellseherische Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.

Wenn man meint, das einen noch Geld zusteht, sollte man klagen. Dann wird es offiziell geprüft.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ohne hellseherische Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.


Ja klar. Aber zumindest bei mir bin ich sicher, dass mein ehemaliger AG mich be*******n wollte.
Ich wurde zuerst normal abgerechnet, dann hieß es plötzlich auch, ich sei überzahlt worden und man rupste mir alles wieder ab. Gleich den nächsten Tag, als ich sagte, dass ich das auch überprüfe - zack, war ich im System gesperrt.
Auch ohne Kündigung (ich kündigte dann später selber)

Das fändest du nicht seltsam?

-- Editiert von User am 21. November 2022 15:39

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#7
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

Zitat (von go617581-9):
Aber zumindest bei mir bin ich sicher ...

Solche Fragen zu klären, ist am Ende das Arbeitsgericht da, wenn eine Einigung nicht möglich ist. Du müsstest also Lohnklage erheben wegen der Kürzungen/Korrekturen mit dem Risiko, dass die Firma Recht behält in Sachen Überzahlung und korrigierender Rückstufung. Wobei auch zu prüfen wäre, ob Ausschlussfristen beachtet sind, sofern solche im AV stehen.

Die Frage, ob es 'seltsam' ist, dich aus der firmeninternen App auszusperren, ist demgegenüber sekundär und eher frucht- und folgenlos - es sei denn, die App wäre für deine Arbeit selbst von Bedeutung.

Kleiner Lern-Nebeneffekt: erst Beweise sichern, dann Beschwerden auf den Weg bringen.

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#8
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von go617581-9):
Das fändest du nicht seltsam?
Nö.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Nö.


Inwiefern? Also mein Gedanke dazu wäre, wenn ich ein reines Gewissen habe, wäre es mir wahrscheinlich egal, ob der AN weiterhin Zugang zu seinen Daten in der APP hat. Bei mir war es PlanNet App.
Das ist für mich schon ein Zeichen, dass man sich zumindest nicht sicher ist, ob das korrekt war. Also irgendwas zu verbergen hat.
Siehst du das anders?

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#10
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Solche Fragen zu klären, ist am Ende das Arbeitsgericht da, wenn eine Einigung nicht möglich ist. Du müsstest also Lohnklage erheben wegen der Kürzungen/Korrekturen mit dem Risiko, dass die Firma Recht behält in Sachen Überzahlung und korrigierender Rückstufung. Wobei auch zu prüfen wäre, ob Ausschlussfristen beachtet sind, sofern solche im AV stehen.


Ein Risiko ist natürlich da. Ich bin allerdings überzeugt. Man wird bei mir nämlich nur für die Stunden bezahlt, wo man auch kommt. Dazu muss man sich bevor der Einsatz beginnt, über den QR-Code in der App abscannen lassen. Und nach dem Dienst wieder ausloggen.

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#11
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

Diese Info verschiebt die Betrachtung enorm. Es geht nicht (nur) um die vermeintliche Korrektur angeblicher Überzahlung. Der Ausschluss vom Zugang zu dieser App macht dir das Arbeiten unmöglich, weil du keine Stunden mehr bekommst.
An dieser Stelle ist dein AV zu studieren: Was sagt der dazu, wie viele Stunden vereinbart sind, wie du an deine Stunden kommst? Da könnte eine Klage anstehen, dass der AG seinen Teil des Vertrags erfüllt und dir ermöglicht zu arbeiten. Also mitnichten eine Frage von seltsam oder auch nicht, eher von sein oder nicht-sein im Status als AN bei der Firma.

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#12
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Was sagt der dazu, wie viele Stunden vereinbart sind, wie du an deine Stunden kommst? Da könnte eine Klage anstehen, dass der AG seinen Teil des Vertrags erfüllt und dir ermöglicht zu arbeiten


Es gibt keine feste Stundenzahl. Man meldet sich einfach für Einsätze an und danach wird man auch bezahlt.
Deswegen habe ich diese Überzahlung nicht verstanden. Man wird nur für die Stunden bezahlt, für die man angemeldet ist und auch da war. Daher muss man sich ja vor Arbeitsbeginn abscannen lassen.

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#13
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

.... trotzdem: Was steht in deinem AV? Du hast doch einen, oder? Und irgendetwas muss dort stehen.
Es kann sein, dass der ganze AV obsolet ist.
Fakt ist offenbar, dass der AG dich komplett von der Arbeit aussperrt. Das kann/darf nicht sein. Selbst bei "Arbeit auf Abruf" gibt es Mindeststandards.
- Du regst dich zwar über das Gebaren des AG auf, einen Willen erkenne ich aber nicht, dem mit den geeigneten Mitteln zu begegnen -

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#14
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
- Du regst dich zwar über das Gebaren des AG auf, einen Willen erkenne ich aber nicht, dem mit den geeigneten Mitteln zu begegnen -


Ich habe doch Lohnklage eingereicht?
Warte aber noch auf Antwort vom Arbeitsgericht. Ausschlussfrist 3 Monate. Da bin ich noch drin, also alles ok-.

Zur Vergütung steht drin (hab den AV gerade nochmal rausgekramt):

Der Arbeitnehmer erhält einen Stundenlohn/monatliche Vergütung von 12 Euro. Etwaige Sonderleistungen sind im Stundenlohn inkludiert.
Laut Gesetzgeber darf der Verdienst nicht 450 Euro übersteigen.
Die Vergütung erfolgt bargeldlos zur nächsten Monatsmitte.

Das ist alles. Hilft dir das weiter?

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

... müssten jetzt automatisch 520 Euro sein, weil der Gesetzgeber die Grenze angehoben hat.
... dass über Unter- und Obergrenzen nichts gesagt ist, dürfte unzulässig sein
... es wäre zu prüfen, ob die Sache mit den Sonderleistungen ... was immer das sei ... nicht zum Unterschreiten des Mindestlohns führt
... was ist mit Urlaub, was mit Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall?

Ein lausiger Vertrag, an dessen Rechtmäßigkeit Zweifel wohl begründet sind.

Du wirst die Klage erweitern müssen, damit festgestellt wird, dass dir der Zugang zu den zu vergebenden Stunden nicht (willkürlich) gesperrt wird.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Ein lausiger Vertrag, an dessen Rechtmäßigkeit Zweifel wohl begründet sind.

Du wirst die Klage erweitern müssen, damit festgestellt wird, dass dir der Zugang zu den zu vergebenden Stunden nicht (willkürlich) gesperrt wird.


Sollte ich?
Also eigentlich hatte ich nicht vor in diesem Schuppen noch länger zu arbeiten und hab auch schon gekündigt.
Wollte mir mit diesem Minijob eigentlich nur etwas das Gehalt aufbessern und nur noch das was mir zusteht.
Sehe nicht ein, da einen kompletten Monat für lau zu arbeiten, weil alles verrechnet wurde auch wenn es keine Riesen - Summe ist. Aber ich habe Zeit und Arbeitskraft darin investiert und weiß wann ich gearbeitet habe. Auch wenn man mir was anderes verklickern wollte und mich hektisch aus der App entfernte, als ich meinte, ich lasse das prüfen.

Für mich immer noch ein Zeichen, dass da irgendwas oberfaul ist. Ansonsten hätte es denen ja egal sein können oder?

Zum Thema krank: wenn du an einem Einsatztag krank bist, streicht man dich einfach weg. Lohnfortzahlung gibt es nicht.

-- Editiert von User am 23. November 2022 05:07

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

Zitat (von go617581-9):
Sollte ich?

Das kommt wohl darauf an, ob dein Zorn groß genug ist.
Ob du Geld sausen lassen magst, von dem du denkst, dass es dir zusteht ...
Ob du die Frechheit und Unfairness eines solchen AG durchgehen lassen magst ...
Zu verlieren oder zu riskieren ist da nix für dich.
Freilich wird es deine Zeit kosten, deine Energie ...

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Ob du die Frechheit und Unfairness eines solchen AG durchgehen lassen magst ...
Zu verlieren oder zu riskieren ist da nix für dich.
Freilich wird es deine Zeit kosten, deine Energie ...


Also wie gesagt, habe ich doch Lohnklage erhoben, weil ich meine knapp 200 Euro haben will.
Du meinst man muss das erweitern, weil der AV fehlerhaft ist?

Ob mir die wirklich zustehen wird sich zeigen.

Überdies bin ich total entspannt. :)

-- Editiert von User am 23. November 2022 09:01

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#19
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

Derzeit hat dich dein AG praktisch ausgesperrt und verhindert, dass du Stunden buchen und Geld verdienen kannst. Du hast einen AV der nix wert ist. So ein AV ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit - ich biete dir meine Arbeitskraft an für eine bestimmte Anzahl Stunden - du zahlst mir meine Arbeit und Leistung.
Hier gewährt der AG rein gar nix. Nicht einmal Entgeltfortzahlung bei Krankheit, keinen bezahlten Urlaub etc.
Das wäre der gerichtlichen Überprüfung wert.
Richter brauchen Stoff, um Dinge klären und Urteile fällen zu können.
Es kann sein, dass du erst einmal keinen Nutzen davon hast; auf längere Sicht aber ....

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

Lies nur Mal, was der Gesetzgeber zu 'Arbeit auf Abruf' festgelegt hat. Nur als Kontrast zu deinem sog. 'AV'.
Deutlich das Bemühen, dass AN nicht gänzlich im Regen stehen

Zitat:
Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG)
§ 12 Arbeit auf Abruf
(1) Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat (Arbeit auf Abruf). Die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von 20 Stunden als vereinbart. Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen.
(2) Ist für die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nach Absatz 1 Satz 2 eine Mindestarbeitszeit vereinbart, darf der Arbeitgeber nur bis zu 25 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit zusätzlich abrufen. Ist für die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nach Absatz 1 Satz 2 eine Höchstarbeitszeit vereinbart, darf der Arbeitgeber nur bis zu 20 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit weniger abrufen.
(3) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Zeitrahmen, bestimmt durch Referenzstunden und Referenztage, festzulegen, in dem auf seine Aufforderung hin Arbeit stattfinden kann. Der Arbeitnehmer ist nur zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage im Voraus mitteilt und die Arbeitsleistung im Zeitrahmen nach Satz 1 zu erfolgen hat.
(4) Zur Berechnung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist die maßgebende regelmäßige Arbeitszeit im Sinne von § 4 Absatz 1 des Entgeltfortzahlungsgesetzes die durchschnittliche Arbeitszeit der letzten drei Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit (Referenzzeitraum). Hat das Arbeitsverhältnis bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit keine drei Monate bestanden, ist der Berechnung des Entgeltfortzahlungsanspruchs die durchschnittliche Arbeitszeit dieses kürzeren Zeitraums zugrunde zu legen. Zeiten von Kurzarbeit, unverschuldeter Arbeitsversäumnis, Arbeitsausfällen und Urlaub im Referenzzeitraum bleiben außer Betracht. Für den Arbeitnehmer günstigere Regelungen zur Berechnung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall finden Anwendung.
(5) Für die Berechnung der Entgeltzahlung an Feiertagen nach § 2 Absatz 1 des Entgeltfortzahlungsgesetzes gilt Absatz 4 entsprechend.
(6) Durch Tarifvertrag kann von Absatz 1 und von der Vorankündigungsfrist nach Absatz 3 Satz 2 auch zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden, wenn der Tarifvertrag Regelungen über die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit und die Vorankündigungsfrist vorsieht. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die Arbeit auf Abruf vereinbaren.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Derzeit hat dich dein AG praktisch ausgesperrt und verhindert, dass du Stunden buchen und Geld verdienen kannst. Du hast einen AV der nix wert ist. So ein AV ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit - ich biete dir meine Arbeitskraft an für eine bestimmte Anzahl Stunden - du zahlst mir meine Arbeit und Leistung.
Hier gewährt der AG rein gar nix. Nicht einmal Entgeltfortzahlung bei Krankheit, keinen bezahlten Urlaub etc.
Das wäre der gerichtlichen Überprüfung wert.
Richter brauchen Stoff, um Dinge klären und Urteile fällen zu können.
Es kann sein, dass du erst einmal keinen Nutzen davon hast; auf längere Sicht aber ....


Gut zu wissen. Dass ist ja jetzt schon ein größeres Unternehmen mit vielen Aushlfen. Haben die denn keine firmeneigenen Anwälte, die deren Arbeitsverträge ausarbeiten?
Weil die Arbeitsverträge der Aushilfen dürften sich eigentlich nicht groß unterscheiden.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

... natürlich werden die ihre Anwälte haben. Du wirst davon ausgehen können, dass die Verträge genau so gewollt sind - was aber nicht heißt, dass sie deswegen rechtens wären.
Ich weiß ja nicht, was du dort tust oder zu tun hättest. Es kann am Ende auch sein, dass du gar keinen AV mit denen hast, sondern dass die sich als Plattform verstehen, die so und so Arbeitsstunden vermitteln. Dann bleibt immer noch die Frage, ob die dich einfach so sperren dürfen. Und mit wem oder für wen du arbeitest.

M.E. solltest du dir aber keinen Kopf machen, was bei denen oder mit denen los ist - du musst nur geltend machen, dass du dich in deinen Rechten verletzt siehst, indem man die verweigert, die Überzahlungen auf Heller und Pfennig abzurechnen und dich obendrein vom Zugang zu Arbeit sperrt, die du zu leisten bereit bist.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
go617581-9
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
... natürlich werden die ihre Anwälte haben. Du wirst davon ausgehen können, dass die Verträge genau so gewollt sind - was aber nicht heißt, dass sie deswegen rechtens wären.
Ich weiß ja nicht, was du dort tust oder zu tun hättest. Es kann am Ende auch sein, dass du gar keinen AV mit denen hast, sondern dass die sich als Plattform verstehen, die so und so Arbeitsstunden vermitteln. Dann bleibt immer noch die Frage, ob die dich einfach so sperren dürfen. Und mit wem oder für wen du arbeitest.


Naja, mich würde dann aber interessieren, wer die AV da gestaltet. Ein Anwalt würde sicherlich drauf achten, dass der Arbeitsvertrag rechtlich einwandfrei ist nicht direkt auseinandergenommen werden kann, weil er eigentlich Unsinn ist ?

So hat es den Eindruck, als hat irgendwer da schnell was aus dem Internet kopiert und hingeklatscht? :D


-- Editiert von User am 23. November 2022 13:24

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17250 Beiträge, 6433x hilfreich)

Zitat (von go617581-9):
dass der Arbeitsvertrag rechtlich einwandfrei ist

... frommer Glaube.
Firmenanwälte arbeiten im Sinne der Firma und zu deren Nutzen. Oft in dem Wissen, dass das rechtlich nicht Stand halten wird, aber in dem Vertrauen darauf, dass erst Mal einer klagen muss. Interessenausgleich, Fairness ... träum weiter.

Aus dem Stand heraus:
Uber steht in der Kritik
Lieferando und andere Lieferdienste ...
Zusteller ... durch die Bank von a-z
amazon ...
Wie hat Tönnies seine MA ausgebeutet? Über Unter- Unter- Unterfirmen und niemand war für was verantwortlich.
Schlecker .. schon eine Weile her

-- Editiert von User am 23. November 2022 13:36

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