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Arbeitgeber gab nie Urlaub

 Von 
walterr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitgeber gab nie Urlaub

Ein Mitglied unserer Familie hatte im letzten Jahr (2008) einen mündlichen Arbeitsvertrag (zumindest gab es keinen schriftlichen, Steuern wurden gezahlt), und hat von März an dort gearbeitet. Am 14. Januar 2009 teilte ihm der Chef mit er sei ab morgen gekündigt, die Bescheinigung fürs Arbeitsamt lautete aber auf Kündigungsdatum 31.12.2008. Urlaub wurde nur ein Tag gegeben, der Rest wurde weder gegeben noch ausgezahlt. Ist der Anspruch darauf nun völlig verfallen oder besteht immer noch ein Anspruch, zumindest in finanzieller Hinsicht auf die gesetzlichen Tage des Vorjahres? Im Prinzip ist diese ganze Firma eigentlich ein Desaster. Seien es Verstöße gegen Arbeitssicherheit, Arbeitszeitgesetze und auch Schwarzarbeit findet reichlich statt. Der Inhaber des Betriebes ist sehr gerissen, völlig uninteressiert wenn man ihn anspricht und offenbar hat er sehr gute Kontakte zu Behörden, da trotz Anzeigen ehemaliger Arbeitnehmer nie auch nur eine Kontrolle oder Ähnliches stattfand. Aber dies nur am Rande.
Danke schon mal für evtl. hilfreiche Antworten

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Tage Anspruch Arbeitnehmer Urlaub


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17752 Beiträge, 7943x hilfreich)

Die Überschrift könnte aber auch lauten: Arbeitnehmer nahm nie Urlaub. Oder wurde beantragter Urlaub abgelehnt? Hat sich der Arbeitnehmer dagegen gewehrt? Das Bundesurlaubsgesetz und die Rechtsprechung sind sehr zugunsten der Arbeitnehmer, Urlaub ist relativ einfach durchzusetzen.
Es besteht kein Anspruch mehr auf finanziellen Ausgleich.

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" Don`t feed trolls"

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#2
 Von 
Rechtsanwältin Natascha Unruh
Status:
Schüler
(162 Beiträge, 54x hilfreich)

Sehr geehrter walterr,

quote:
einen mündlichen Arbeitsvertrag (zumindest gab es keinen schriftlichen,


dann gabe es zumindest arbeitsvertraglich keine Ausschlußklauseln (wenn ein Tarifvertrag galt, aber vielleicht schon).

quote:
Der Inhaber des Betriebes ist sehr gerissen, völlig uninteressiert wenn man ihn anspricht und offenbar hat er sehr gute Kontakte zu Behörden, da trotz Anzeigen ehemaliger Arbeitnehmer nie auch nur eine Kontrolle oder Ähnliches stattfand.


Wenn man sich nur lange genug beschwert, Anzeige erstattet etc., dann erzielt man schon Wirkung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Jemand auch sämtliche Staatsanwälte und Richter korrumpiert hat.

Da das Mitglied Ihrer Familie aber offensichtlich alles so hingenommen hat, stellt sich die Frage, ob seine Ansprüche verwirkt sind. Bei einem Zeugnisanspruch haben Gerichte z.B. Verwirkung schon nach 11 Monaten angenommen. Hier müßte man sorgfältig prüfen, welche Ansprüche noch bestehen; ob der Urlaub aufgrund des gesetzlichen Verfalls schon weg ist oder aufgrund der sich ändernden Rechtsprechung des EuGH noch besteht etc.

Alles Gute

N. Unruh

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