Arbeitgeber kündigt fristlos via Whatsapp nach ordentlichder Kündigung und zahlt Lohn nicht

13. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
Blumentopf412
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitgeber kündigt fristlos via Whatsapp nach ordentlichder Kündigung und zahlt Lohn nicht

Hallo,

ich habe am 14.2 meinen Job gekündigt und wurde dann via Whatsapp von meinem Arbeitgeber mit Nachrichten bombardiert, darauffolgend habe ich mich krankschreiben lassen um diesem Druck aus den Weg zu gehen. Am 29.2 schickte mein Chef mir ein Foto einer fristlosen Kündigung zum 29.2. Außerdem wurde ich für Februar nicht bezahlt. Des Weiteren stehen noch 35 Urlaubstage im Raum. Mein Anwalt sagt, dass die erste Instanz jeder selber zahlt ca.2500€ und es dann maximal zu einem Vergleich von ungefähr 2500-3000€ kommen wird. Klingt das realistisch?

lieben Dank!

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121306 Beiträge, 40008x hilfreich)

Zitat (von Blumentopf412):
Klingt das realistisch?

Durchaus, ja.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(962 Beiträge, 288x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Durchaus, ja.


Man kann aber vor dem Arbeitsgericht ohne Probleme bei einer so einfachen Sache wie einer Lohnklage oder Kündigungsschutzklage auf einen Anwalt verzichten. Die Gerichtskosten vor dem Arbeitsgericht sind dann wieder überschaubar...

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17142 Beiträge, 5917x hilfreich)

Zitat (von Blumentopf412):
Klingt das realistisch?
Mit Anwalt: ja.
Dieser ist allerdings erstmals völlig überflüssig. (Geringe) Kosten fallen dann auch nur an wenn es einen Richterspruch geben sollte. Bei einem Vergleich oder wenn der AG dann nachgeben würde, würden also gar keine Kosten anfallen.

Zitat (von Blumentopf412):
ich mich krankschreiben lassen um diesem Druck aus den Weg zu gehen.
Das hört sich schlicht nach Arbeitsverweigerung an.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32739 Beiträge, 5736x hilfreich)

Zitat (von Blumentopf412):
Am 29.2 schickte mein Chef mir ein Foto einer fristlosen Kündigung zum 29.2.
Das ist ein wertloses Foto, aber bitte aufheben.
Den nun folgenden Rechtsstreit kann man durchaus ja...auch ohne Rechtsanwalt beginnen. Dann kostet das zunächst so gut wie nichts.

- Hast du schriftlich nachweisbar gekündigt?
- Zu wann hast du gekündigt? Wann wäre für dich dort Ende?
- Liegt die AU-Bescheinigungen dem AG vor?

Es nennt sich Lohnklage beim Arbeitsgericht.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(542 Beiträge, 177x hilfreich)

Die Kostenschätzung des Anwalts klingt erstmal nachvollziehbar.
Wenn Sie dazu genaueres wissen wollen, können Sie sich ein Gerichtskostenrechners im Internet bedienen. Dort werden Sie dann nach dem "Streitwert" gefragt. Dieser ermittelt sich vor den Arbeitsgerichten wie folgt: für Streitigkeiten über Kündigungen 3x Monatsgehalt, für reine Zahlungsansprüche z.B. Urlaubsabgeltung, (der Wert des Urlaubs, hier also Lohn für 35 Arbeitstage) ausstehender Lohn usw. Dies alles zusammenrechnen ergibt den Streitwert von dem aus dann die Vergütung errechnet wird.

Richtig ist auch, dass vor den Arbeitsgerichten in der 1. Instanz jeder seine Kosten selbst zahlt. Wenn Sie also nicht versichert oder Gewerkschaftsmitglied sind, müssen sie selbst zahlen.

Wie es hier aber auch schon anklang, können Sie das Geld leicht sparen, wenn Sie selbst Klage erheben. Hierzu gehen sie einfach zur Rechtsantragsstelle des Arbeitsgericht, nehmen ihre Kündigung, den AV, die Whatsapp-Nachrichten und eine Aufstellung ihrer Urlaubstage mit und schildern dort den Sachverhalt. Der freundliche Mitarbeiter wird den ganzen Rumms in ein Formblatt zwängen, eine Akte draus machen und die Klage ist erhoben. Kostet sie gar nichts. Erst wenn es zu einem Urteil kommen, können in sehr überschaubarem Rahmen Gerichtskosten anfallen. Aber: bei einem Vergleich fallen diese auch nicht an - und vor den Arbeitsgerichten wird eine Großteil der Verfahren im Vergleich beendet.

Rechtlich betrachtet ist bei dem Sachverhalt auch -erstmal- keine großen Schwierigkeiten zu erwarten. Ein Kündigung per Whatsapp ist offensichtlich unzulässig auf Grund Verstoßes gegen das Schriftformerforderniss. Das wird ungefähr das Zweite sein (nach guten Morgen) was das Gericht dem AG sagen wird. Den Anspruch auf Urlaub hat man oder nicht, da kommt es eben drauf an, wie viel Urlaub sie schon gewährt bekommen haben. Auch das ist ein Frage, die sich im tatsächlichen Bereich schnell klären läßt- Also - einen Anwalt braucht es wirklich nicht.




-- Editiert von User am 13. März 2024 15:41

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(542 Beiträge, 177x hilfreich)





-- Editiert von User am 13. März 2024 15:39

0x Hilfreiche Antwort

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