Arbeitgeber macht Druck....(Arbeitszeiten)

1. April 2005 Thema abonnieren
 Von 
Williams
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 21x hilfreich)
Arbeitgeber macht Druck....(Arbeitszeiten)

ich bin seit 16 Jahren bei einer Fabrik als Mechaniker beschäftigt. Ich habe eine geregelte Arbeitszeit in Schichtbetrieb von 6:00 - 14:00 Uhr und von 14:00 - 22:00.
Samstag & Sonntag bin ich zu Hause.

Seit 1997 existiert bei uns ein neues Arbeitszeitmodell (in neuen Verträgen als Muss gekennzeichnet) wo man auch Samstags & Sonntags arbeiten muss und man hat zudem noch weniger Urlaub und auch etwas weniger Geld, zudem wir ab Juli sowiso auf alle Zulagen verzichten müssen.
Die neu Eingestellten ab 1997 müssen dieses Arbeitszeitmodell machen und machen es auch weil es im Vertrag steht. Aber nicht alle machen das weil die nachfrage nach Produkt nicht so hoch ist. Ich habe noch einen alten Vertrag von 1989 und mit einer festen Arbeitszeitmodell.
Nun ist so, daß meine Fertigungslinie auch in das neue Schichtmodell kommen soll und mein Arbeitgeber sagt mir, daß ich das neue Schichtmodell machen muss.
Ich habe es bis jetzt verweigert nicht zu unterschreiben, da ja ein Änderungskündigung nötig ist. Nun drohen sie mir mich in eine andere Stadt zu versetzen oder gerichtlich dagegen vorzuegehen.

können die mich dazu zwingen es zu machen ? zudem ich nur Nachteile davon habe und Samstag/Sonntag auch noch arbeiten muss. ?

wer kann mir helfen ? was kann ich dagegen tun ?
wenns sein muss möchte ich auch dagegen gerichtlich vorgehen.











-- Editiert von Williams am 01.04.2005 23:57:42

-- Editiert von Williams am 01.04.2005 23:58:25

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sven Rother
Status:
Schüler
(233 Beiträge, 47x hilfreich)

Ich fürchte beinahe, da kannst du nix gegen machen.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47291 Beiträge, 16755x hilfreich)

Ohne die Detals zu kennen würde ich folgendes sagen.

Wenn es das alte Arbeitszeitmodell nicht mehr gibt, dann ist für Dich bei einer Weigerung, in das neue Arbeitszeitmodell zu wechseln, keine Arbeit mehr da.

Wenn für einen Mitarbeiter keine Arbeit mehr da ist, dann rechtertigt das eine betriebsbdingte Kündigung.

Aussichten, Dich erfolgreich dagegen wehren zu können, hast Du also nur, wenn im Betrieb noch Arbeitsplätze vorhanden sind, die Deinem Arbeitsvertrag entsprechen.

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#3
 Von 
Williams
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 21x hilfreich)

"Aussichten, Dich erfolgreich dagegen wehren zu können, hast Du also nur, wenn im Betrieb noch Arbeitsplätze vorhanden sind, die Deinem Arbeitsvertrag entsprechen."

Ja die gibt es und selbst Leute die erst seit 5 Jahren dabei sind, haben teilweise noch das alte Arbeitszeitmodell (eine andere Fertigungslinie) und ich als 16 Jähriger Facharbeiter soll/muss das neue Modell machen weil die mich unbedingt brauchen und mich bestens mit der Anlage auskenne. Das wissen die auch...

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#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Sie müssen gar nichts unterschreiben.

Wie Sie korrekt angegeben haben, ist eine Änderungskündigung notwendig, wo während des Verfahrens (ggfs. vor Gericht) geprüft wird, ob der Zwang wirklich besteht, Ihre Arbeitsbedingungen so massiv zu verschlechtern.

Ich würde ja an Ihrer Stelle doch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einbeziehen, da die Drohung, dass Sie ansonsten in eine andere Stadt versetzt werden, im Raum steht.

Gerichtlich hat Ihr AG meines Wissens nichts in der Hand ohne Änderungskündigung und so auch keine Chance.

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#5
 Von 
Vienna
Status:
Schüler
(274 Beiträge, 66x hilfreich)

@hamburgerin
Können wir uns mal vorstellen wie es nach einer Auseinandersetzung entspr. Ihrer Empfehlung weitergehen soll ?
Da ist wohl die Versetzung in eine andere Stadt oder das Ende einer 16jährigen ! Beschäftigung vorprogrammiert-oder?
Gruss Vienna

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#6
 Von 
Curl
Status:
Schüler
(153 Beiträge, 37x hilfreich)

Darf ich mal was fragen? 6-14h bzw. 14-22h ergeben bei mir jeweils 8h, eine Pause wirst du wohl auch haben?

Kriegst du denn für die Sa.- bzw. Sonntagsarbeit dann Zuschläge bezahlt? Musst du auch an Feiertagen arbeiten?

Wie viele Tage wirst du denn dann pro Woche frei haben?

An deiner Stelle würde ich mir mal überlegen, ob du für den Betriebsfrieden nicht einen Kompromiss schließen kannst.

Immerhin hast du nicht mal eine 40-h-Woche, du hast 2 Tage die Woche frei, das ist ja ein Traum!

Unsereiner schuftet regelmäßig 6 Tage die Woche mit 10 und mehr Stunden regelmäßiger tgl. Arbeitzeit, Feiertags- oder Wochenendezuschläge gibts nicht.

Vielleicht könnt ihr euch gütlich einigen. Denn wie schon jemand vor mir schrieb, auch wenn du dein Recht durchsetzt, musst du damit rechnen, dass deine Vorgesetzten dann vollends asozial werden.

Ciao,
Curl.

-----------------
"Meddle not with dragons, for thou art crunchy and taste good with ketchup!"

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#7
 Von 
Vienna
Status:
Schüler
(274 Beiträge, 66x hilfreich)

@curl
Aber hallo,
Vorgesetzte werden vollends asozial???

In diesem Betrieb hat sich offensichtlich seit 1997 etwas geändert oder wie soll man es verstehen wenn er schreibt :".. weil die nachfrage nach Produkt nicht so hoch ist"...??

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#8
 Von 
Curl
Status:
Schüler
(153 Beiträge, 37x hilfreich)

Vienna, wenn ich es richtig verstanden habe, wurden Mitarbeiter nach dem Threaderöffner eingestellt, für die noch die alte Regelung gilt. Deshalb halte ich es nicht unbedingt für sehr nett, wenn sie ihn jetzt mit Drohungen dazu veranlassen wollen, der neuen Regelung zuzustimmen.

Etwas anderes wäre es, wenn die Regelung auf ALLE Mitarbeiter angewendet würde.

Nur wenn er jetzt, sagen wir mal, dagegen vorgehen würde, auch wenn er Erfolg hätte, wette ich, dass er sich im Anschluss warm anziehen darf.

Vielleicht hätte ich das "vollends" besser weglassen sollen, das setzt ja voraus, dass sie es vorher schon waren...

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, dass man sich so dagegen sträuben kann, Sa. und So. arbeiten zu müssen. In der Landwirtschaft ist es schon immer so gewesen, und ob man seine freien Tage nun unter der Woche oder am WE hat, ist doch Wurscht.

Um das aber überhaupt nachvollziehen zu können, hab ich die Fragen gestellt.

-----------------
"Meddle not with dragons, for thou art crunchy and taste good with ketchup!"

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#9
 Von 
Vienna
Status:
Schüler
(274 Beiträge, 66x hilfreich)

Hi curl.
Das sehr ich grundsätzlich auch so. Meine Kollegen und ich sind mit unserem Betrieb "verheiratet". Das Klima stimmt, die Entlohnung stimmt und wir ziehen alle am einem Strang um den Job noch lange zu haben. Wir halten das für normal. Unsere Zufriedenheit nehmen wir in die Freizeit mit, das macht sich auch für die Familien gut.
Gruss Vienna

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#10
 Von 
Williams
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 21x hilfreich)

"ob man seine freien Tage nun unter der Woche oder am WE hat, ist doch Wurscht."

eben nicht! wo bleibt dann mein Familienleben ? Das neue Arbeistzeitmodell ist voll Familienfeindlich. Während ich unter der Woche 2 Tage Frei haben werde, wird meine Frau am Wochenende zu Hause sein und ich darf arbeiten. (und umgekehrt)
Wie und wann sollen wir dann gemeinsam was mit 2 Kindern unternehmen ?

Samstage & Sonntage werden nicht bezahlt und werden auf Freizeitkonto gutgeschrieben.
Zuschläge gibt es ab Juli nicht mehr,weil der BetriebsVERRAT diese für Sicherung der Arbeitsplätze geopfert hat obwohl unsere Firma Gewinn ohne Ende macht. Schon komisch: Wir arbeiten um Geld zu verdienen aber was kriegen wir dafür ? Freizeit... da kann ich ja gleich zu Hause bleiben.
Was machen die erst wenn es denenen wirklich mal schlecht geht ? uns mit Unterhose & Hemd auf die Straße setzen ?

mal schauen, auf alle Fälle werde ich mich weigern. Entweder machen das alle mit oder ich setze mich zur Wehr.

Wenn es auch nicht hilft habe ich noch einen Joker in der Hand: ich mache den Meisterbrief, dann bleibe ich für ca. 2 Jahre verschohnt, wenn die mich in der neuen Schichtmodell dann nicht mehr einsetzen können. :)



















-- Editiert von Williams am 05.04.2005 16:09:41

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#11
 Von 
Curl
Status:
Schüler
(153 Beiträge, 37x hilfreich)

Ja, musst du denn dann JEDEN Samstag und Sonntag arbeiten oder nur ab und zu?

Denn gegen die Schichtarbeit an sich hast du scheinbar nichts einzuwenden, da leidet das Familienleben doch auch drunter. Wenn ich z. B. von 14-22h arbeiten müsste und mein Partner Arbeitszeiten von 8-17h hätte, dann würden wir uns unter der Woche gar nicht sehen. Oder sehe ich das falsch?

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#12
 Von 
Vienna
Status:
Schüler
(274 Beiträge, 66x hilfreich)

Hi Williams,
nach 16 Jahren Tätigkeit als Mechaniker auf die Meisterschule und wie ?
Abendschule/Zeit dazu oder in der Freizeit?

Keine schlechte Idee, wenn Sie anschließend den Meisterbrief nutzen um sich selbstständig zu machen.Dann können Sie sich Ihre Arbeitszeit einteilen.

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#13
 Von 
Williams
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 21x hilfreich)

@Curl: Ich muss dann JEDEN Samstag rein und 2 Sonntage im Monat.
Meine Frau arbeitet von 9:00 - 18:00 Uhr, sehe meine Frau in der Spätschichtwoche nur Nachts ab 22:00 Uhr. Sie wartet immer auf mich, die Gute. :)

@Vienna: warum nicht ? Lernen kennt keine Grenzen. Bin ja noch 32 Jahre alt und ich würde dann mit 35 den Meisterbrief bekommen, dank dem Arbeitgeber der mich dazu zwingt. :)


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#14
 Von 
Vienna
Status:
Schüler
(274 Beiträge, 66x hilfreich)

Verstehe ich hier etwas nicht ?
Warum werden Sie vom AG gezwungen einen Meisterbrief zu haben ? Um Ihren Arbeitsplatz zu erhalten ? Um für die Dauer der Vorbereitung auf die Prüfung unkündbar zu sein ?
Übrigens :
Warum suchen Sie sich nicht einen anderen AG, mit einer so langen Berufserfahrung werden Sie sicherlich mit "Kusshand" genommen.

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