Arbeitsvertrag Beginn 01.07.023 - Rückstufung meiner Stunden durch den Arbeitgeber

31. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
ip645514-96
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitsvertrag Beginn 01.07.023 - Rückstufung meiner Stunden durch den Arbeitgeber

Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.

Sachverhalt:
Ich habe zum 01.07.2023 eine neue Arbeitsstelle angetreten, 20 Std/Woche, ohne Probezeit, 3-monatige Kündigungsfrist.

Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens hat mein Chef sich entschieden, meine Vorgängerin, die bereits
15 Jahre im Unternehmen gearbeitet hatte, sich verändern wollte, wieder eingestellt. Sie war in dem neuen Arbeitsverhältnis nicht zufrieden. In diesem Zusammenhang sprach mich mein Arbeitgeber an, meine Arbeitsstunden von 20 je Woche zu reduzieren. In einem ersten Gespräch bot er mir an, zu überlegen, was für mich akzeptabel sei. Dabei kamen wir auf eine Verhandlungsbasis von meiner Seite von 12 Wochenstunden, seine Vorstellung waren jedoch 10 Wochenstunden.

Die endgültige Absprache steht nun noch aus - 10 Wochenstunden sind für mich keine Option.
Muss ich das Angebot annehmen oder kann ich auf meinem Vorschlag bestehen? Zudem steht mein
Arbeitsvertrag wie oben angeführt mit 20 Wochenstunden ohne Probezeit und 3-monatiger Kündigungsfrist
dem entgegen.

Dazu kommt, dass selbst bei 12 Wochenstunden kein geregelter Arbeitsplatz für mich zur Verfügung steht.
Meine Stunden soll ich, wie ich aus dem Gespräch entnommen habe, nachmittags ableisten, obwohl wir mit dem Arbeitsvertrag vormittägliche Arbeit (außer auf meinen Wunsch hin dem Dienstag) vereinbart hatten. Ebenfalls arbeitet in dem Büro eine weitere Arbeitnehmerin bereits seit 17 Jahren - die zwei sind wieder ein Herz und eine Seele. Ich fühle mich im Unternehmen nicht mehr wohl, da die zwei eine lange Vergangenheit haben, was ich auch verstehe - aber ich habe keine Möglichkeit mich zu integrieren und arbeitsplatztechnisch muss ich ständig wechseln, wo gerade ein Platz frei ist.

Ich bin nun in einer Zwicklage - was soll ich tun? Wie soll ich mich entscheiden?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1204 Beiträge, 189x hilfreich)

Zitat (von ip645514-96):
Ich bin nun in einer Zwicklage - was soll ich tun? Wie soll ich mich entscheiden?


Das ist keine rechtliche Frage, sondern eine subjektive Entscheidung. Die kann dir keiner abnehmen.

Gleichwohl kann ich dir sagen, wie ich z.b. handeln würde:
Vor dem Hintergrund, dass man sich eh nicht wohlfühlt dort, würde ich mich auf Stellensuche nach was neuem begeben und solange auf die Einhaltung des bestehenden Vertrages bestehen, also weiterhin die vereinbarten Stunden zu den vereinbarten Zeiten. Warum sollte man sich durch die Änderung schlechter stellen wollen?
Klar könnte dann die (Änderungs-)Kündigung im Raume stehen. Ich würde das Risiko vor dem Hintergrund der Stellensuche eingehen. Wie gesagt, dass wäre Meine Herangehensweise...

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#2
 Von 
Holperik
Status:
Schüler
(473 Beiträge, 154x hilfreich)

Rechtlich betrachtet haben Sie 20 Stunden und Arbeit am Vormittag vereinbart. Dies kann der AG nicht einfach so einseitig ändern, auch nicht wenn jetzt plötzlich die "alte" Arbeitskraft zurückkehrt.
Persönlich würde ich an Ihrer Stelle allerdings sofort anfangen, etwas anderes zu suchen. Was wollen SIe von einem AG, der so handelt, in Zukunft erwarten?

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Zitat (von ip645514-96):
Ich bin nun in einer Zwicklage - was soll ich tun? Wie soll ich mich entscheiden?

Das kann dir keiner sagen - nach allem, was du erzählst, liegt aber die Konsequenz nahe: das ist nix für dich; Stundenreduzierung und noch ungewollte Arbeitszeiten und zudem 'das fünfte Rad am Wagen' .. was erhoffst du dir da noch?
Und du musst dich eigentlich auch gar nicht entscheiden: du hast einen gültigen Vertrag. Soll der Chef dir doch kündigen - was Besseres findest du doch allemal.

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#4
 Von 
emkay29
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Was du machen sollst, musst du selbst entscheiden, liegt für mich aber auf der Hand. Wenn du unglücklich bist - such dir was neues.
Meines Erachtens kannst du dich auf den Vertrag stützen - 20 Stunden sind vereinbart, also muss dein AG dich auch 20 Stunden beschäftigen (und bezahlen).

Keine Probezeit bedeutet übrigens nicht, dass du Kündigungsschutz hast. Dieser beginnt erst nach 6 Monaten. Im Falle einer Kündigung gilt halt die vereinbarte Kündigungsfrist. (§1 KschG)

Ich persönlich würde meinem Chef sagen, dass ich an dem Vertrag festhalte und für 20h weiter beschäftigt werden will.
Kommt der AG mit einer Änderungskündigung muss auch diese sozial gerechtfertigt sein (§2 KschG).

Allerdings kennen wir die vertragliche Situation nicht und wissen nicht ob es ggf. Tarifverträge gibt, in denen Regelungen getroffen sind.
Daher spiegelt alles nur meine Meinung wieder :)

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