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Arbeitsvertrag bereits unterschrieben-Arbeitgeber nimmt Abstand und möchte Vertrag zurück

 Von 
fb440319-27
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitsvertrag bereits unterschrieben-Arbeitgeber nimmt Abstand und möchte Vertrag zurück

Hallo zusammen,

die Freundin meines Sohnes (sie ist gerade erst 18 geworden) hat am 21.04.2016 einen Arbeitsvertrag als Kundenberater zum 09.05.2016 unterschrieben.

Heute erhielt sie die Meldung der Personalabteilung, dass es das geplante Projekt doch nicht geben wird und man sie in anderen Bereichen mangels Erfahrung nicht einsetzen könne.

Zeitgleich hat die Personalabteilung sie aufgefordert ihr bereits unterschriebenes Exemplar des Arbeitsvertrags zurückzusenden.

Ich weiß, dass es in den Verträgen keine Klauseln für eine Kündigung vor Arbeitsantritt gibt.

Ich habe ihr gesagt sie solle den Vertrag auf keinen Fall zurück senden.
Sie hattäeine 6 monatige Probezeit mit 2 Wochen Kündigungsfrist.

Gehe ich recht in der Annahme, dass der Arbeitgeber fristgerecht kündigen muss?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
recht Arbeitgeber bereits Arbeitsvertrag


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(13329 Beiträge, 5284x hilfreich)

/// Gehe ich recht in der Annahme, dass der Arbeitgeber fristgerecht kündigen muss?

Ja - insofern die Noch-nicht-Schwiegertochter nicht einverstanden ist. Der Vertrag besteht.
Einvernehmlich kann es freilich auch eine andere Lösung geben (bezogen auf das MUSS)

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91586 Beiträge, 35729x hilfreich)

Zitat:
Gehe ich recht in der Annahme, dass der Arbeitgeber fristgerecht kündigen muss?

Ja, das wäre korrekt.


Was man bedenken sollte: Im Lebenslauf macht es sich nicht gut, wenn da drin steht das manbreits am ersten Tag der Arbeitsaufnahme gekündigt wurde.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 602x hilfreich)

Man kann ja mit der betreffenden Personalabteilung über eine entsprechende Kompensation reden.

Signatur:

Meine persönliche Meinung

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#4
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6982 Beiträge, 3871x hilfreich)

Ich gehe davon aus, dass das Vertragsexemplar, das die Schwiegertochter in Händen hält, auch durch den AG bereits unterzeichnet wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, dürfte ein wirksamer Arbeitsvertrag noch nicht zustande gekommen sein.

Letzten Endes viel bringen wird es aber nicht, wenn auf die Kündigung bestanden wird. Wie bereits gesagt, ist die Schwiegertochter mit kurzer Frist kündbar. Um im Übrigen Bezahlung zu erhalten, muss die Schwiegertochter im Übrigen auch Ihre Arbeitskraft in nachweisbarer Weise anbieten. Sie muss also zum vereinbarten Beschäftigungsbeginn beim AG auflaufen. Das wird wahrscheinlich nicht besonders nett werden.

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