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Arbeitsvertrag nicht unterschrieben, Vertragsstrafe?

9.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitsvertrag nicht unterschrieben, Vertragsstrafe?

Hallo

Vielleicht kann mir jemand helfen,hoffe auf Austausch.

Habe mich die letzten Monate oft beworben.
Bei einer Firma wurde es konkreter.
Es wurde ein Arbeitsvertrag zugesandt.
Ich habe aber insgesamt ein ungutes Gefühl.
Es wurde zb auf meine Schwerbehinderung 50% überhaupt nicht eingegangen bzw nur das es kein Ausschlusskriterium sei.

Nun hat sich ein besseres Angebot in Aussicht gestellt.

Ich möchte den Vertrag nicht unterschrieben.

Es wird im Vertrag mit Vertragsstrafe bei nicht Antritt der Arbeit gedroht.

Und eine Kündigung vor Arbeitsantritt ausgeschlossen.

Ich habe nun Bammel .

Kann ich einfach per Mail absagen?
Es wurde auch ein Schlüssel zugesandt.

Danke schonmal

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27 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91958 Beiträge, 35775x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
Es wird im Vertrag mit Vertragsstrafe bei nicht Antritt der Arbeit gedroht.

Und eine Kündigung vor Arbeitsantritt ausgeschlossen.

Da müsste man mal den Wortlaut der Klauseln kennen, um zu diskutieren ob diese wirksam sind.



Zitat (von Mausi2323):
Arbeitsvertrag nicht unterschrieben

Das ist nicht nötig, denn Verträge lassen sich auch mündlich schließen und die Papiere dienen dann nur noch der Fixierung.

Müsste man also auch prüfen, ob man hier nicht bereits einen Vertrag geschlossen hat.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
TidoZett
Status:
Schüler
(477 Beiträge, 84x hilfreich)

Wenn noch kein vertrag unterschrieben wurde, kann man diesen auch nicht kündigen..

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#3
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Es wurde 2 Tage nach den "Probearbeiten" gefragt telefonisch ob ich mir das vorstellen könnte da zu arbeiten.
Ich sagte ja und erwähnte auch noch einmal meine Bedenken bzgl der Schwerbehinderung .
Dann würde gesagt das der Arbeitsvertrag zugesandt wird .
Dieser kam nun etwas verspätet und soll so schnell wie möglich zurück.

Vieles erwähnte wie Prämien,Zuschläge , Fahrkarten Zuschuss ist nicht im Vertrag zu finden und bestätigt mein ungutes Gefühl noch mehr.

Wortwörtlich steht da:

"Das Arbeitsverhältnis beginnt am 15.6.21.Es kann vor Aufnahme der Tätigkeit nicht gekündigt werden"

"Der Mitarbeiter verpflichtet sich, der Firma eine Vertragsstrafe in Höhe von zwei Monatsbezügen zu zahlen,wenn er das Arbeitsverhältnis vor Dienstantritt kündigt,die Stellung nicht antritt oder später das Arbeitsverhältnis unberechtigt ohne Einhaltung der Kündigungsfrist löst oder durch schuldhaft vertragswidriges Verhalten die Firma veranlasst,das Arbeitsverhältnis zu kündigen.Die Geltendmachung weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen.

Probezeit beträgt 6 Monate.
Kündigungsfrist 2 Wochen.


Der Vertrag ist seitens der Firma unterschrieben,jedoch noch nicht von mir

Im Anschreiben steht "herzlich willkommen bei...


Mir macht das ganze Angst,zu Mal ich mit solchen Klauseln noch nie konfrontiert wurde.

-- Editiert von Mausi2323 am 09.06.2021 14:20

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#4
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20125 Beiträge, 4055x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
Es wurde 2 Tage nach den "Probearbeiten" gefragt
Es gab also schon Gespräche und Einladung/Angebot zum Probearbeiten. Du hast auch 2 Tage zur Probe gearbeitet. Du hast danach --Ja-- gesagt. Die Arbeit an sich war also o.k. für dich? WANN hast du denn die 2Tage zur Probe gearbeitet?
Daraufhin hat zumindest der AG signalisiert, er möchte dich als AN trotz deiner Behinderung haben und hat dir das Vertragsexemplar vermutlich 2 x zugeschickt? 1x für dich und will 1x mit deiner Unterschrift zurück bis zum ...??
Was hattest du denn für Bedenken wegen der Behinderung? Besondere Arbeiten kannst du nicht oder was meinst du?
Zitat (von Mausi2323):
Prämien,Zuschläge , Fahrkarten Zuschuss ist nicht im Vertrag zu finden
Hatte man dir das im Gespräch zugesagt?
Zitat (von Mausi2323):
Im Anschreiben steht "herzlich willkommen bei...
Der AG geht zumindest davon aus, dass ihr schon einen Vertrag geschlossen habt... dass seine Unterschrift schon drauf ist, ist korrekt.

Ist das ein sv-pflichtiger Job?

Idee: ICH würde unterschreiben und am 15.6. beginnen. Dann sofort zum 29.6. in der Probezeit kündigen.

Zitat (von Mausi2323):
Nun hat sich ein besseres Angebot in Aussicht gestellt.
WAS wäre besser? Hast du dort schon Vorstellungsgespräch gehabt? Ab wann könntest du dort beginnen? Was ist dort mit deiner Behinderung? Oder Probearbeit?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#5
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe da nicht richtig Probe gearbeitet,sondern bin nur ca 4 Std mit dem Schichtleiter mitgelaufen.
Da es Akkord Arbeit ist ,war ich nicht wirklich überzeugt weil ich körperlich eingeschränkt bin.
Man sieht es mir nicht an,wenn ich aber in Schub gerate ,falle ich erstmal aus.
So hab ich das auch mitgeteilt und das ich Angst vor Situationen habe wo ich ständig schwer heben muss,ist nicht sonderlich förderlich.
Da hieß es nur,frag nen Kollegen dann geht ihr das zusammen...
Dann gab es Tage später das Telefonat das Dr Schichtleiter begeistert war und ob ich mir das vorstellen kann,trotz aller bedenken habe ich das erstmal bejaht.

Das der Arbeitsvertrag nun so lückenhaft ist was bestimmte Zahlungen angeht,hätte ja keiner ahnen können.

Der andere Job ist einfach nicht körperlich so fordernd das ich Angst um meine Gesundheit habe .
Und selbst wenn das nicht zustande kommt,möchte ich keinesfalls bei der anderen Firma anfangen.
Ich würde mich nicht wohl dabei fühlen weil ich einfach glaube das wird nichtmal annähernd so wie es da gesagt wurde,zeigt ja auch der Arbeitsvertrag.

Der Vertrag kam in 2 Exemplaren unterschrieben seitens AG.
Der Job ist in Vollzeit SV Pflichtig.

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#6
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20125 Beiträge, 4055x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
trotz aller bedenken habe ich das erstmal bejaht.
JA zu sagen... bereut man manchmal gleich und manchmal sehr viel später :)
Tja, wenn du partout nicht dort beginnen willst, dann nimm das Risiko auf dich. Unterschreibe nicht und hoffe, dass der AG nicht genau diese Klausel zieht.
Die steht nicht umsonst drin.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91958 Beiträge, 35775x hilfreich)

Wenn der schriftliche Vertrag derart eklatante Abweichungen enthält, wäre das als neues Angebot zu werten - das muss man aber nicht annehmen.


Ich würde dem Unternehmen erst mal nur mitteilen, das man auf den Abschluss eines Arbeitsvertrages verzichtet - nicht mehr und nicht weniger.
Und dann mal abwarten wie die reagieren.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#8
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Es wurde ein Brutto Gehalt genannt was echt niedrig ist,jedoch durch Prämien attraktiver wurde.Die man durch geleistete Aufträge die Std erreicht.
Aber in den ersten Monaten besteht eine feste Prämie laut deren Aussage,damit man besser reinkommt .
Die fehlt komplett in dem Vertrag und andere werden nur nach Ermessen und freiwillig gezahlt.
Sprich ich kann mich da kaputt arbeiten und weiß nichtmal ob ich am Monatsende das versprochene erhalte .

Es stehen auch keine Arbeitszeiten drinnen.
Nur 40 Std Woche.
Kein Wort von Überstundenzuschlag der im Gespräch noch erwähnt wurde.

Genau das hab ich auch in Bewertungen über die Firma gelesen...


Und laut Internet ist die Strafe absolut unverhältnismäßig .

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#9
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20125 Beiträge, 4055x hilfreich)

Nun haben wir in #8 vielleicht alles zusammen, was schon im EP gefragt werden konnte... damit man die Unterschiede/Widersprüche erkennt.

Zitat (von Mausi2323):
Es stehen auch keine Arbeitszeiten drinnen. Nur 40 Std Woche.
Das ist durchaus üblich bei Vollzeit.
Zitat (von Mausi2323):
Und laut Internet ist die Strafe absolut unverhältnismäßig .
Lt. Internet? Welches Internet schreibt über die Vertragsstrafen dieses Unternehmens?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#10
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich kann mich noch an vorherigen Arbeitsverträgen orientieren,da stand gewiss die Zeit drin,gerade wegen der Schichtzeiten.

Und das waren Gerichtsurteile wo entschieden wurde das max wenn man nicht antritt zur Arbeit und eine 2 wöchige Kündigungsfrist besteht,die Strafe nur ein halbes Gehalt betragen "darf".
Weil man ja sonst nicht mehr gearbeitet hätte als die Frist ...

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33391 Beiträge, 12928x hilfreich)

Die erste Frage ist doch, ob überhaupt ein mündlicher Arbeitsvertrag geschlossen wurde. Was also verhandelt wurde, zu welchem Ergebnis man kam. Dass in einem Arbeitsvertrag nicht alle Vereinbarungen drinnen stehen müssen, das sollte eigentlich klar sein. Es gibt Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und das gesprochene Wort gilt auch.

So, wenn man zum Abschluss eines mündlichen Vertrages kommt, dann sind wir am nächsten Punkt. Weicht das schriftliche Exemplar vom mündlich vereinbarten Inhalt ab (ich meine nicht die Lücken, die da sein dürfen), so ist das schriftliche Exemplar als neuer Antrag zu sehen, den der Fragesteller annehmen kann oder auch nicht. Er könnte dann den möglichen Arbeitgeber aber auch auf den ursprünglichen Vertrag verweisen. Oder man ist sich eben dahingehend einig, dass Vertrag Nr. 1 eben keine Wirksamkeit entfaltet.

wirdwerden

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#12
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Die erste Frage ist doch, ob überhaupt ein mündlicher Arbeitsvertrag geschlossen wurde. Was also verhandelt wurde, zu welchem Ergebnis man kam. Dass in einem Arbeitsvertrag nicht alle Vereinbarungen drinnen stehen müssen, das sollte eigentlich klar sein. Es gibt Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und das gesprochene Wort gilt auch.



Ich weiß nicht ab wann man von einem mündlichen Vertrag spricht?

Es gab das Vorstellungsgespräch ,danach die paar Std Betrieb ansehen und dann das Telefonat ob man da arbeiten wollen würde..

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#13
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
Ich weiß nicht ab wann man von einem mündlichen Vertrag spricht?

Es gab das Vorstellungsgespräch ,danach die paar Std Betrieb ansehen und dann das Telefonat ob man da arbeiten wollen würde..


Die Punkte wurden im Vorstellungsgespräch erwähnt.

Ich möchte einfach nicht da arbeiten,mehr nicht.
Ich fühl mich absolut nicht abgeholt

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#14
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20125 Beiträge, 4055x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
gerade wegen der Schichtzeiten.
Ja, na klar, wenn Schichtarbeit vorgesehen ist... bisher liest man hier 40 Wochenstunden und Vollzeit.
Zitat (von Mausi2323):
Und das waren Gerichtsurteile wo entschieden wurde
Ja, gut. Falls du in diese Situation kommst, dass der AG auf die *Vertragsklausel* pocht, kannst du auf die anderen Urteile verweisen.
Ob das genügt, weiß man nicht.
Andere mussten auch erst klagen, bevor solche Urteile gesprochen wurden.

Vergiß bitte nicht, den Schlüssel zurückzuschicken.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#15
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich finde die Firma immer mehr suspekt.

Hoffe einfach nur das meine Absage genügt.
Vor allem unter den gesundheitlichen Aspekten,das wurde ja komplett ignoriert.
Angefangen bei dem Zusatzurlaub bis hin zu den Arbeitsbedingungen als Schwerbehinderte.

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#16
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4097 Beiträge, 1109x hilfreich)

Zitat (von TidoZett):
Wenn noch kein vertrag unterschrieben wurde, kann man diesen auch nicht kündigen..

Arbeitsverträge bedürfen nicht der Schriftform, sie können auch mündlich geschlossen werden. Wie fast alle Verträge.

(Es gibt einen Anspruch auf Aushändigung einer schriftlichen Ausführung des Arbeitsvertrages, aber das ist eine andere Baustelle.)

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#17
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(13366 Beiträge, 5305x hilfreich)

Ein mündlicher AV gilt dann als abgeschlossen, wenn beide Vertragsparteien sich einig sind über die wesentlichen Bestandteile des Vertrages - Gehalt, Arbeitszeit usw. und dieses Sich-einig-Sein auch bekunden.

Das ist also die Kernfrage: Ist es zum Vertrag gekommen oder nicht?

Dir bleibt gar nichts anderes übrig, als zu verneinen.
Deine wesentlichen Argumente dürften sein
a) dass wichtige Elemente aus dem Gespräch sich in der Schriftfassung nicht niederschlagen - Prämien usf. - m.a.W. zu dem vorliegenden Vertragsentwurf gibt es noch beachtlichen Klärungsbedarf.
b) dass deinem Wunsch nach Probearbeiten nicht entsprochen worden ist, wiewohl du selbst Zweifel an deinem Durchhaltevermögen für diese Art Arbeit vorgetragen hast - m.a.W.: von Einigkeit kann nicht die Rede sein.
- es mag sein, dass b) noch wichtiger ist als a) -

Deine einzige Sorge wird sein, wenn es denn zu einem Verfahren kommen sollte, eben dies darzustellen, dass von Einigkeit nicht die Rede sein kann. Auf keinen Fall solltest du dich verleiten lassen, Urteile herbeizuziehen oder zu benennen, in denen was auch immer so und so entschieden worden sei - der Richter kennt das Recht.

Und nebenher:
Zwei Monatsgehälter Konventionalstrafe halte ich auch für zu üppig - aber auch das wird ein Richter einzuschätzen wissen.

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#18
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33391 Beiträge, 12928x hilfreich)

Mausi, was im Gesetz steht, etwa Mehrurlaub für Behinderte, das kommt nicht in den Vertrag, wieso auch? Wenn Deine Vorstellungen niedergelegt werden müssten, dann wäre jeder, wirklich jeder Arbeitsvertrag im Minimum 50 Seiten lang.

Die Kernfrage, ob ein mündlicher Vertrag zustande gekommen ist, die können wir hier nicht beantworten.

wirdwerden

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#19
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Wenn man von den Aspekten ausgeht,könnte dem so sein.
ABER: Es wurden wie gesagt andere Dinge genannt,andere Konditionen.Alles was dazu im Vertrag erwähnt wurde ist nun freiwillig und oder wird garnicht gezahlt wenn der AN sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.
Der Vertrag besteht aus sämtlichen Schlupflöchern .
Oder es wird gesagt das man als das eingestellt wird aber wenn es verlangt wird auch anderes machen soll.
Oder auch steht drin das sie mich auch in anderen Betriebsstätten einsetzen können...
Die nächste Niederlassung ist in Süddeutschland....

Ich bin fassungslos!

Ich bin damit komplett überfordert,für mich ist das Vortäuschung falscher Tatsachen gewesen.
Und nicht umsonst wird diese Klausel da so parat sein.
Das ist der erste Satz im Vertrag .

Ich erwarte keine Sonderbehandlung,habe das aber erwähnt damit im Falle des Falles kein Missverständnis entsteht.bin ja gewillt zu arbeiten.
Aber das wird einfach komplett übergangen.
Ich stell mir das so vor das ich im Akkord arbeite bis ich körperlich am Ende bin.
Und das will ich nicht ,das hab ich so auch gesagt.
Wo kam das wird nicht so sein weil Kollegen helfen etc.

Letztendlich sieht man was da ankam und ich bin noch die Leidtragende.
Da steckt ja nen riesen Geschäft hinter wenn jeder Abzockerbetrieb die Klausel geltend macht obwohl eigentlich nichts fest steht .zumal ich immer dachte Verträge sind nur rechtsverbindlich mit Unterschrift beider Parteien.

-- Editiert von Mausi2323 am 09.06.2021 20:25

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#20
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(13366 Beiträge, 5305x hilfreich)

Das lamentieren bringt dich in keiner Weise weiter. Im Gegenteil: es wird notwendig sein, dass du ganz kühl und bedacht reagierst. Deswegen bemühen sich hier ja auch verschiedene Leute, die Eckpunkte des Konfliktes herauszuarbeiten. Du bist jetzt in einem gewissen Schlamassel, der dich wohl Nerven kosten wird Punkt aber du hast doch gute Aussichten, da rauszukommen.

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#21
 Von 
Alter Sack
Status:
Praktikant
(907 Beiträge, 116x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
zumal ich immer dachte Verträge sind nur rechtsverbindlich mit Unterschrift beider Parteien.


Verbindlich ist nur das was abgesprochen wurde. Fehlen im Vertrag Punkte (z.B. Überstundenzahlungen und Prämien), bzw. wurden weitere Punkte hinzugefügt (z.B. Vertragsstrafen) dann ist das für dich kein verbindlicher Vertrag den du unterschreiben muss, er ist bestenfalls ein Vertragsentwurf den du mit deiner Unterschrift akzeptieren kannst oder halt auch nicht.

Wenn du also Bachschmerzen mit dem Vertrag hast und die Arbeitsstelle nicht mehr haben willst, dann würde ich morgen in der Firma anrufen und darauf hinweisen das im übersandten Vertragsentwurf (und genauso würde ich diesen in dem Gespräch auch benennen) noch wesentliche Punkte hinzugefügt, bzw. geändert werden müssen bevor du ihn unterschreiben könntest.

Die Firma wird sich dann schon äußern was sie davon hält und ob sie am Vertragsangebot (ggf. auch mit Änderungen) festhalten will.

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#22
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Alter Sack):
Verbindlich ist nur das was abgesprochen wurde. Fehlen im Vertrag Punkte (z.B. Überstundenzahlungen und Prämien), bzw. wurden weitere Punkte hinzugefügt (z.B. Vertragsstrafen) dann ist das für dich kein verbindlicher Vertrag den du unterschreiben muss, er ist bestenfalls ein Vertragsentwurf den du mit deiner Unterschrift akzeptieren kannst oder halt auch nicht.

Wenn du also Bachschmerzen mit dem Vertrag hast und die Arbeitsstelle nicht mehr haben willst, dann würde ich morgen in der Firma anrufen und darauf hinweisen das im übersandten Vertragsentwurf (und genauso würde ich diesen in dem Gespräch auch benennen) noch wesentliche Punkte hinzugefügt, bzw. geändert werden müssen bevor du ihn unterschreiben könntest.

Die Firma wird sich dann schon äußern was sie davon hält und ob sie am Vertragsangebot (ggf. auch mit Änderungen) festhalten will.



Genau,ich habe mittlerweile Stunden damit verbracht im Internet gescheite Antworten zu finden.
Unter den ganzen Aspekten,ist der Vertrag meines Erachtens nichtig.

1.fest zugesagte Prämien finden keine Erwähnung. Besonders in den ersten 3 Monaten,diese muss man nicht erwirtschaften.
Die wird komplett nicht erwähnt.
Oder werden nur gezahlt wenn man sich korrekt verhalten hat,dies gilt für allgemeine Prämien die man nach den 3 Monaten erwirtschaften muss am Tage um sein Gehalt monatlich aufzuwerten .
Das ist das schlimmste,man reißt sich den Arsch auf um die Aufträge so schnell wie möglich und so viel möglich in der Stunde zu schaffen und dann ist das eine Ermessenssache .Wo sie doch damit werben.
Selbiges gilt für Urlaubs und Weihnachtsgeld.
Der Arbeitgeber behält sich vor das auch nicht zahlen zu müssen...

2.Aufgabenfeld breit gefächert ebenso die Einsetzbarkeit ist quasi Deutschland weit.
Und nicht beschränkt wie anfangs gesagt.

Überstunden sind zu leisten,weit nach 24 Uhr ...
In dem Fall sollten angeblich Zuschläge gezahlt werden,finden keine Erwähnung also 40% Aufschlag auf den Stundenlohn....Auch ein Taxi darf auf Firmenkosten genommen werden wenn man nach 24 Uhr noch arbeiten musste.
Auch das wird nicht erwähnt.

Usw.

Der Vertrag unterscheidet sich halt komplett von dem ach so angepriesen im Vorstellungsgespräch.

Im Prinzip gilt nur der bescheidene Bruttolohn.Der entspricht noch dem Gespräch..
Mit allen anderen ist nicht zu rechnen...

@alter Sack,danke für deine Worte.
Euch allen.

Mich wird das noch wach halten.


-- Editiert von Mausi2323 am 09.06.2021 23:20

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#23
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33391 Beiträge, 12928x hilfreich)

Damit ein Vertrag nichtig ist, müsste er ja erst einmal zustande gekommen sein. Darüber haben wir immer noch keinen Input hier. Und wenn er denn zustande gekommen ist, was wir nicht wissen, dann langt das, was Du hier geschrieben hast, mit Sicherheit nicht für die Nichtigkeit aus.

Und ganz vieles muss nicht im Vertrag erwähnt sein, immer noch nicht verstanden?

wirdwerden

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#24
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Damit ein Vertrag nichtig ist, müsste er ja erst einmal zustande gekommen sein. Darüber haben wir immer noch keinen Input hier. Und wenn er denn zustande gekommen ist, was wir nicht wissen, dann langt das, was Du hier geschrieben hast, mit Sicherheit nicht für die Nichtigkeit aus.

Und ganz vieles muss nicht im Vertrag erwähnt sein, immer noch nicht verstanden?



Warum so unfreundlich?

Ich kann nur wieder geben was im Vorstellungsgespräch erwähnt wurde und der Vertrag erheblich davon abweicht.
Ob nun Dinge nicht erwähnenswert sind oder nicht.
Ein paar Klauseln sind unzulässig.

Und bzgl der Prämien die machen rund 600€ pro Monat aus.
Das diese dann nur Ermessensache sind und dann nicht gezahlt werden ,obwohl im Gespräch gesagt wurde,bist du so und so schnell hast du das monatlich.Geht einfach garnicht !


Und wegen der Vertragsstrafe,dass ist definitiv unzulässig,die Klausel kann nicht geltend gemacht werden vor Gericht!

Ich hab denen einfach geschrieben vorhin das ich von einem Abschluss des Vertrages ansehen und den Schlüssel zurück sende.

Kam bisher nichts.

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#25
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20125 Beiträge, 4055x hilfreich)

Mausi, merkst du, dass du nun in #22 mal wenigstens das verrätst, was da widersprüchlich ist? DAS hätte in die konkrete erste Frage gehört. zB hat gesagt hat geschrieben.

Zitat (von Mausi2323):
Ein paar Klauseln sind unzulässig.
Das wirst du nicht rechtssicher sagen können. Ebenso, ob etwas nichtig ist. Das entscheidet vielleicht ein Arbeitsgericht. Soweit ist man hier noch lange nicht.
Du solltest möglichst nicht immer mehr Geschichten aus dem Internet auf deinen *Fall* projizieren.

Zitat (von Mausi2323):
Ich hab denen einfach geschrieben vorhin
Hoffentlich nachweislich, also Einschreiben?
Zitat (von Mausi2323):
Kam bisher nichts.
Also bitte--- :augenroll:
Bitte warte doch ab, was der AG dir antwortet.
Erst DANN kann man lang+breit über weiteres Vorgehen nachdenken. JETZT ist alles nur Fabulieren und Spekulieren.

Vermutlich hat es dieser AG wie ganz viele gemacht. Im Gespräch rosarote Wölkchen gepustet, aber wenig bis nichts davon dann vertraglich vereinbart.
Denk bitte nicht, dass du einen besonders schlimmen AG erwischt hast. Der sichert sich so ab, wie er meint, dass es richtig wäre. Vielleicht hat diesem AG noch kein Richter die Flügel gestutzt. Oder du hast es doch nicht so richtig verstanden---weil er den Konjunktiv genutzt hat?


ICH würde mich nun intensiv um die andere Stelle bemühen, die vertragl. Bedingungen dazu genau prüfen, nachfragen, festklopfen.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#26
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Also bitte---
Bitte warte doch ab, was der AG dir antwortet.
Erst DANN kann man lang+breit über weiteres Vorgehen nachdenken. JETZT ist alles nur Fabulieren und Spekulieren.

Vermutlich hat es dieser AG wie ganz viele gemacht. Im Gespräch rosarote Wölkchen gepustet, aber wenig bis nichts davon dann vertraglich vereinbart.
Denk bitte nicht, dass du einen besonders schlimmen AG erwischt hast. Der sichert sich so ab, wie er meint, dass es richtig wäre. Vielleicht hat diesem AG noch kein Richter die Flügel gestutzt. Oder du hast es doch nicht so richtig verstanden---weil er den Konjunktiv genutzt hat?


ICH würde mich nun intensiv um die andere Stelle bemühen, die vertragl. Bedingungen dazu genau prüfen, nachfragen, festklopfen.



Ich habe es vorerst per E-Mail mitgeteilt, Einschreiben geht parallel mit dem Schlüssel raus.

Ich hatte zu dem Unternehmen schon ein paar Bewertungen über deren Praktiken gelesen,dachte aber das seien Einzelfälle.Sinds nicht.
Ich möchte das für mich einfach nicht und ja davon bin ich schon beim Rundgang ausgegangen das es da nicht passt zu manch einer Aussage.

Wie gesagt,vorher hatte ich bzgl Arbeitsverträge nie Bedenken.Diesmal hat's mich aber echt umgehauen.

Vielleicht kommt auch einfach garnichts zurück.
Wer weiß das schon.
Wäre der beste Fall,denn denen sollte klar sein das jeder der sich damit auseinander setzt das nicht unterschreibt .

Und zu den Klauseln,nein keine Einzelfälle o.ä.
Sondern von Anwaltsseiten die genau vor den Klauseln warnen,in dem Wortlaut wie sie auch nieder geschrieben sind in dem Vertrag.
Das man das eben nicht unterschreibt,weil unzulässig.

Ich bin gespannt,heute hab ich nicht mehr so ein Gefühlschaos wie gestern.

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#27
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20125 Beiträge, 4055x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
Einschreiben geht parallel mit dem Schlüssel raus.
O.K.
Bitte warte nun, ob und was der AG dir antwortet.

Falls er sich meldet, frag gern DANN wieder hier. DANN gehts weiter.

Alles Gute bis dahin!
Viel Glück für die andere Stelle!

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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