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Arbeitsvertrag schon vom AG unterschrieben...

15.8.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Firma Vertrag
 Von 
TF1970
Status:
Lehrling
(1168 Beiträge, 310x hilfreich)
Arbeitsvertrag schon vom AG unterschrieben...

Hallo,
habe einen Arbeitsvertrag per Post zugeschickt bekommen, in 2facher Ausfertigung, beide bereits vom Geschäftsführer unterschrieben. Wenn ich jetzt da drin Änderungen vornehmen würde und den Vertrag gegenzeichne, hätte die Firma dann die A-Karte gezogen ??

mfg
Thomas

PS: Den Vertrag werde ich eh nicht annehmen, ist rein interessehalber, da ih das schon unvorsichtig finde von der Firma

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Firma Vertrag


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1962x hilfreich)

... die frage ist, ob der vertrag nicht schon vorher mündlich geschlossen worden ist, etwa nach der vorstellung. sofern die schriftfassung nur wiedergibt, was verabredet worden ist, macht mündlich : schriftlich keinen unterschied. anders wäre es, wenn die schriftfassung überraschungen enthielte oder abweichungen vom besprochenen. dann wäre in der tat der gemeinsame wille nicht gegeben.

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"... nach bestem Wissen :) .
"Das ganze Leben ist ein Quiz ...""

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#2
 Von 
TF1970
Status:
Lehrling
(1168 Beiträge, 310x hilfreich)

Hallo,
es wurde in einem Vorstellungsgespräch die Rahmenbedingungen besprochen, also ca. Jahresgehalt, aber z.B. nicht dessen Aufteilung Fix/Variabel, sowie Arbeitszeit, Gebiet, Fahrzeug (steht lustigerweise drin "auch zur privaten Nutzung, muss aber bei Freistellung sofort abgegeben werden...." ;) .
Also wesentlich mehr Details als besprochen.

Mich wundert nur, dass ich eben 2 Unterzeichnete Ausführungen erhalten habe, da ich mal denke, dass ich hier nun die Macht hätte, das Ganze für mich positiv zu gestalten, oder ??

mfg
Thomas


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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17750 Beiträge, 7941x hilfreich)

Verträge zwecks Unterschrift hin und her zu schicken ist nichts unübliches. Einer muß ja zuerst unterschreiben. Nach Ihrer Logik hätten Sie den Vertrag nicht als erster unterschrieben und der Arbeitgeber hätte das ja auch nicht tun dürfen. So geht das nicht.
Handschriftliche Änderungen des AV können natürlich vom Arbeitgeber als falsch zurückgewiesen werden und der Vertrag ist somit nichtig. Die Frage ist ja, ob Sie die Stelle wollen oder nicht.


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" Don`t feed trolls"

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90219 Beiträge, 35508x hilfreich)

Handschriftliche Änderungen lassen den bereits unterschriebenen Vertrag ungültig werden, da diese Änderungen ein neues Vertragsangebot an den Vertragspartner darstellen.
Eine Vertrag (gleich welcher Art) wird durch übereinstimmende Willenserklärungen begründet. Einseitige Änderung (gleich von welcher Seite) heben diese Übereinstimmung auf.



Aber sehen wir das mal umgekehrt: Der Arbeitnehmer unterschriebt als erster. Es läuft derzeit wirtschaftlich etwas schlechter. Also streicht der Arbeitgeber den Dienstwagen, das Urlabsgeld von 5000 EUR, erhöht die Arbeitzeit von 38h auf 48h pro Woche und rediziert den Urlaubsanspruch von 35 Tagen auf 25 Tage.
Ist dann halt Pech für den Arbeitnehmer ?



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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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#5
 Von 
TF1970
Status:
Lehrling
(1168 Beiträge, 310x hilfreich)

quote:
Handschriftliche Änderungen lassen den bereits unterschriebenen Vertrag ungültig werden, da diese Änderungen ein neues Vertragsangebot an den Vertragspartner darstellen.


Wenn das so ist, dann wäre meine Frage beantwortet.

quote:
Die Frage ist ja, ob Sie die Stelle wollen oder nicht.


Nein, da sich im Vertrag eben einige Details anderst darstellen als beim Gespräch hat sich das Angebot für mich erledigt.

mfg
Thomas


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#6
 Von 
magic799
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 25x hilfreich)

Hallo,
also ich kenne das so, dass die Vertragsseiten in so einem Fall paraphiert werden (Unterschriftenkürzel unten links oder rechts) auf jeder Seite. So ist ein ganzer Austausch von Seiten nicht möglich.
Gruß, Matthias

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#7
 Von 
TF1970
Status:
Lehrling
(1168 Beiträge, 310x hilfreich)

quote:
Hallo,
also ich kenne das so, dass die Vertragsseiten in so einem Fall paraphiert werden (Unterschriftenkürzel unten links oder rechts) auf jeder Seite. So ist ein ganzer Austausch von Seiten nicht möglich.
Gruß, Matthias


ja,
auf jeder Seite ist ein Kürzel drauf. D.h. wenn man jetzt dort auf beiden Vertragsausfertigungen etwas streichen würde, oder handschriftlich hinzufügen würde, dann wäre es ungültig ?

mfg
Thomas


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#8
 Von 
magic799
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 25x hilfreich)

Die handschriftliche Änderung von Worten, Sätzen, etc. müsste dann auch nochmal mit Kürzel versehen werden. So kenne ich das jedenfalls.

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90219 Beiträge, 35508x hilfreich)

quote:
D.h. wenn man jetzt dort auf beiden Vertragsausfertigungen etwas streichen würde, oder handschriftlich hinzufügen würde, dann wäre es ungültig

Das würde man wohl als 'schwebend unwirksam' bezeichnen.
Es stellt ein neues Angebot dar das der Arbeitnehmer unterbreitet und an das der Arbeitnehmer erstmal gebunden ist. Dies kann der Arbeitgeber akzeptieren in dem er die Änderungen einzeln abzeichnet oder einen neuen Vertrag schreibt der die Änderungen beinhaltet. Er kann es auch ablehnen indem er nicht reagiert oder schriftlich bzw. mündlich ablehnt.

Der Arbeitsvertrag sollte vom Arbeitnehmer noch nicht unterschrieben werden.




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