Arbeitszeitgesetz - finanzieller Ausgleich?

22. September 2004 Thema abonnieren
 Von 
MatzeP
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitszeitgesetz - finanzieller Ausgleich?

Hallo. Nehmen wir mal an, es läge folgende Situation vor:

Bei uns ist der Regelfall, daß 12 Stunden am Stück gearbeitet wird, wobei auf die Arbeitszeit ein nicht unerheblicher Teil Bereitschaftsdienst (z.B. Sicherheitsdienst) fällt. Es gibt jedoch Dienststellen, auf denen unter besonderen Bedingungen bis vor einigen Wochen 14 Stunden-Schichten abgeleistet wurden. Da dies allerdings gegen das Arbeitszeitgesetz verstösst wird uns dieses Vorgehen nicht mehr gestattet.
Nun bin ich als Angestellter/Arbeiter aber gewillt, diese 14-Stunden-Schichten abzuleisten (wobei natürlich auch der finanzielle Aspekt im Raum steht) und ärgere mich darüber, daß mir durch diese Stundenkürzung eine Menge Geld fehlt.

Nun meine Fragen:

Ist es mit Zustimmung des Arbeitnehmers möglich, derartige Schichten im Einzelfall anzusetzen.

Habe ich nach jahrelanger Praxis eventuell sogar einen Anspruch auf derartige Schichten oder ggf. auf einen finanziellen Ausgleich?

Mal schaun, ob sich hierzu eine interessante Diskussion entwickelt.

Gruß, Matze P

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Purzelbär
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 189x hilfreich)

Hallo Matze,

du bist nicht zufällig arbeitssüchtig, oder?

Dir bleiben also 10 Std. am Tag, zum Schlafen (min. 6-7 Std.), für die Körperpflege, zum Einkaufen, zum Kochen, zum Relaxen, für Arzt- und Bankbesuche, für den Friseur, für die Beziehung, zum Autowaschen, für Behördengänge, für Hobby´s und für soziale Kontakte allgemeiner Natur... und.. und.. und...

Jetzt meine Frage an dich: Wie lange willst du das machen (Geld hin oder her), ohne dabei ernsthaft krank zu werden?

Nachdenkliche Grüße

nefertari1968

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
MarionH
Status:
Schüler
(366 Beiträge, 95x hilfreich)

Hallo Matze,

abgesehen vom persönlichen ;)
dein AG darf solch eine Sondervereinbarung mit dir gar nicht treffen, da dies nun eben gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt.

Wenn Ihr die 14 Std-Schicht auch noch schriftlich vereinbart - dann kann dein AG sich direkt beim Knast melden ...

Natürlich hast du eine finanzielle Einbuße, wenn du weniger arbeitest. Aber dann bist du auch versichert, sollte dir mal etwas passieren.
Im Fall eines Arbeits- oder Wegeunfalles schaut sich die Berufsgenossenschaft die Arbeitszeiten an. Stellen sie fest, dass du das Arbeitszeitgesetz nicht eingehalten hast, zahlt die Berufsgenossenschaft keinen Cent und die Krankenkasse auch nicht. Dann hast du erst recht dicke finanzielle Probleme!

Also genieße die Freizeit und deinen Versicherungsschutz!

Gruß
Marion

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8075x hilfreich)

Auf die 12-Stunden-Schichten entfallen Bereitschaftszeiten. Gilt das auch für die 14-Stunden-Schichten? Wenn ja, in welchem Umfang?

Da ja Bereitschaft nur sehr eingeschränkt als Arbeitszeit berechnet, wird, sind solche Schichten möglich. Siehe auch Arbeitszeitgesetz.

Ansonsten kann ich die Ausführungen von MarionH nur bestätigen, gerade der Versicherungsschutz ist sehr wichtig und bei Nichteinhaltung rechtlicher Vorschriften gefährdet.

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