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Arbeitszeugnis, Bedeutung dieser Formulierung

27. Juli 2005 Thema abonnieren
 Von 
svenhk
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 6x hilfreich)
Arbeitszeugnis, Bedeutung dieser Formulierung

Hallo,

ich habe von meinem Arbeitgeber ein Zeugnis bekommen. Aufgrund des Inhalts des restlichen Zeugnises suche ich im folgenden Abschnitt den Haken (evtl. in der Reihenfolge??). Ich hoffe einer von Euch kann mir hier helfen.

Danke.

SvenHK

"Seine Arbeitsweise zeichnete sich durch Selbständigkeit, Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Kundenorientierung aus."

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12803 Beiträge, 4349x hilfreich)

Hallo Sven,

ein Arbeitszeugnis muss immer als Ganzes betrachtet werden. So aus dem Zusammenhang herausgenommen kann ich an diesem Absatz nichts negatives finden. Die Reihenfolge dürfte hier m.E. keine Rolle spielen. Um es in einer Schulnote auszudrücken, würde ich allein diesen Absatz mit einer 3 bewerten. Je nachdem, wie der Rest aussieht, kann das aber auch sowohl besser, als auch schlechter sein.

Ist denn der Rest des Zeugnisses eher positiv oder eher negativ? Wenn Du magst, poste hier doch mal den vollständigen Text, dann kann man mehr dazu sagen.

Gruß,

Axel

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
svenhk
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 6x hilfreich)

Hallo Axel,

vielen Dank für Deine Antwort.

Das Arbeitszeugnis sieht folgendermassen aus:

In sein neues Arbeitsgebiet hat sich Herr K sehr schnell und mit großem Engagement eingearbeitet. Sein technisches Verständnis sowie seine guten kaufmännischen Kenntnisse setzte er mit Erfolg ein

Seine Arbeitsweise zeichnete sich durch Selbständigkeit, Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Kundenorientierung aus. Die Ihm übertragenen Aufgaben erfüllte Herr K zuverlässig und zu unserer vollen Zufriedenheit

Aufgrund seiner kooperativen und zuvorkommenden Art war Herr Kühnel bei Vorgesetzten, Kunden und Kollegen gleichermaßen geschätzt.

Herr K verlässt das Unternehmen in gegenseitigem Einverständnis. Für die stets gute Zusammenarbeit danken wir Herrn K und wünschen ihm für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Wenn ich das richtig sehe ist der letzte Absatz als gut zu bewerten die Teile davor eher als unterdurchschnittlich. Liege ich damit Richtig?

Danke für Eure Hilfe.

Sven

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Bernhard Diener
Status:
Praktikant
(774 Beiträge, 196x hilfreich)

Insegsamt ist das Ganze eher nicht so doll- ich würde sagen eher eine 3

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12803 Beiträge, 4349x hilfreich)

Insgesamt sehe ich das durchaus als sehr ordentliches Zeugnis. Zwei Dinge geben ein klein wenig zu bedenken:

1. Im letzten Satz des zweiten Absatzes fehlt für eine glatte 2 (um bei den Schulnoten zu bleiben) lediglich das Wörtchen "stets"... zu unser vollen Zufriedenheit. Dieses kann durchaus auch ein Versehen seitens des Arbeitgeber sein. Ich würde ihn vielleicht einfach direkt drauf ansprechen. Vorausgesetzt, Du bist selber davon überzeugt, dass der AG Dich eigentlich auch entsprechend gut einschätzt.

2. Die Formulierung "...verlässt unser Unternehmen im gegenseitigen Einverständis" gibt zumindest Anlass über die Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses nachzudenken. Entweder geht der AN auf eigenen Wunsch, weil er einen anderen Arbeitsplatz hat, dann sollte das auch so im Zeugnis stehen. Oder der Arbeitgeber hat gegündigt. Sofern es dafür betriebsbedingte Gründe gab, sollte auch das im Zeugnis stehen. Die hier gewählte Formulierung läßt er darauf schließen, dass der AN aus personenbedingten Gründen gekündigt wurde, was natürlich nicht so gut wäre.

Andererseits ist insbesondere der Rest des letzten Absatzes, mit den Wünschen für weiterhin viel Erfolg, sehr positiv zu bewerten. Insofern ist - zumindest für mich - eigentlich naheliegend, dass der AG nicht so wirklich sicher in der Formulierung von Arbeitszeugnissen ist und ihm hier einfach ein paar Fehler unterlaufen sind. Letztendlich kannst nur Du alleine beurteilen, ob dieses Zeugnis, mit der Gesamtnote 1-3, und den genannten Unsicherheitsfaktoren, vermutlich wirklich der Meinung Deines Ex-AG entspricht. Wenn ja, dann gibt es m.E. keinen Ansatzpunkt dafür, dieses Zeugnis anzufechten. Wenn nein, dann würde ich den AG einfach ganz direkt darauf ansprechen, ob das wirklich alles so gemeint ist, wie es hier den Anschein erweckt, oder ob es sich eben um verehentlich falsche, besser ausgedrück, unglückliche Formulierungen handelt. Wenn du ein gutes Verhältnis zu Deinem AG hast, kannst Du vielleicht auch ein Zeugnis, wie Du es für engemessen hälst, formuieren und den Chef bitten, dieses zu übernehmen.
Insgesamt ist ein gutes Zeugnis natürlich sehr wichtig für Deine weitere berufliche Laufbahn. Insofern ist schon gut zu überlegen, ob Du das so akzeptierst oder nicht. In letzter Kosequenz steht es Dir natürlich auch immer frei, das Zeugnis gerichtlich überprüfen zu lassen. Ich denke aber, dass da in diesem Fall nichts gutes bei herauskommen wird.
Warum wurde denn das Arbeitsverhältnis beendet?

Gruß,

Axel

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
realeasy
Status:
Schüler
(299 Beiträge, 37x hilfreich)

Also, so "schlecht", wie Ihr das Zeugnis macht, seh ich es nicht.
Es ist einfach einer Vorformulierung entliehen, die in den Betrieben herumkursieren.
Gerade der anfangs beschriebene Absatz sagt viel Positives aus. Er ist neutral gegenüber Arbeitgeber und Kunden gewesen.
Alles in allem habe ich schon wesentlich knappere bei Kündigungen gelesen.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
ikarus02
Status:
Master
(4412 Beiträge, 1074x hilfreich)

Ich stimme AxelK zu und meine, dieses Zeugnis entspricht, in Schulnoten ausgedrückt, einer 2-3.
Ich als Arbeitgeber würde SvenHK einstellen.
Gruß

-----------------
"behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest."

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7170 Beiträge, 1580x hilfreich)

Aufgrund seiner kooperativen und zuvorkommenden Art war Herr Kühnel bei Vorgesetzten, Kunden und Kollegen gleichermaßen geschätzt.

Dies würde für mich bedeuten, daß Du mit Deinen Kollegen nicht so gut zurechtgekommen bist. Die richtige Reihenfolge wäre "Vorges. Kollegen Kunden".

Aber ich denke auch, daß man den AG ganz offen fragen kann, ob er das so gemeint hat.

Ansonsten würde ich auch sagen 2-3.

Gruß

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hasi h
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 2x hilfreich)

Guten Abend.
Brauch mein Arbeitszeugnis für Bewerbungen und wüsste auch gern was da drin steht?!
...Frau H erledigte die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit(zwei?). Bei praktischen Arbeiten zeigte sie Selbstständigkeit und ist in der LAGE WESENTLICHES VOM UNWESENTLICHEN ZU ERKENNEN SOWIE VONEINANDER ZU TRENNEN(???). Während der Ausbildung zeigte sie sich einsatzbereit, entwickelte Ideen und widmete sich interessiert ihrer Ausbildung. Frau H verfügt über fundierte Fachkenntnisse (drei?) in den jeweiligen Arbeitsbereichen. Durch ihr sicheres Auftreten und das persönliche Verhalten gegenüber Ausbildern, Mitarbeitern und Kunden war sie stets anerkannt. Ihr Verhalten in Geldangelegenheiten war immer ehrlich und gewissenhaft.
...Wir wünschen ihr für den weiteren Lebens- und Bildungsweg alles Gute.
(Ausbildung zur Bürokauffrau)

-----------------
" "

2x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3127 Beiträge, 480x hilfreich)

Na das sind ja mal interessante Formulierungen.

'Wesentliches vom Unwesentlichen zu erkennen'

Also entweder hat der AG eine Rechtschreibschwäche oder er wollte damit tatsächlich etwas ausdrücken. Nämlich, dass Sie sich zu sehr auf (unwesentliche) Banalitäten konzentrieren oder aus einer Mücke einen Elefanten machen. Dennoch ist dieser Satz unüblich und unglücklich. Ich würde auf jeden Fall Änderung verlangen.

'Fundierte Fachkenntnisse' ist meiner Meinung nach ok.

Bei dem 'sicheren Auftreten' schrillen allerdings die Alarmglocken. Das kann nämlich bedeuten, dass der Kanditat vorlaut war.

-----------------
"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Kerstin Eiken
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 1x hilfreich)

hallo ich brauche mal Hilfe! In mein Arbeitszeugnis steht: Frau....verfügte über das erforderliche Engagement und die notwendige Motivation... was heisst das auf Deutsch ?? Gut,schlecht oder ganz schlecht ?? Und dann steht noch: Sie erzielte meist gute Arbeitsergebnisse und erfüllte die an sie gestellten Aufgaben zu unserer Zufriedenheit.... Das hört sich auch nicht so toll an oder ? Wer kann mir antworten ?? Danke im Vorraus

-- Editiert von Kerstin Eiken am 07.09.2007 11:07:10

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7170 Beiträge, 1580x hilfreich)

Hallo,

zuerst einmal kann ein Zeugnis nur im Gesamtzusammenhang bewertet werden.


..Frau....verfügte über das erforderliche Engagement und die notwendige Motivation..

Hat es aber nicht eingesetzt !!!!!

...Sie erzielte meist gute Arbeitsergebnisse und erfüllte die an sie gestellten Aufgaben zu unserer Zufriedenheit...

nix sehr gutes, meist gut, aber auch mal schlechtere Ergebnisse ??

...erfüllte die an sie gestellten Aufgaben zu unserer Zufriedenheit...

3-4

Aber wie gesagt es kommt auch auf Formulierungen an wie die Verabschiedung (Bedauern, Wer hat gekündigt, Dankesformel)

#Gruß

Michael

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Janine-333
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 18x hilfreich)

Hallo!
habe auch mein Arbeitszeugnis bekommen und frage mich, wie man es beurteielen kann.

"Es gelang Frau X, sich zügig in das neue Aufgabengebiet einzuarbeiten. Sie zeigte großes Engagement.

Frau X galt als umsichtig und systematisch arbeitende Mitarbeiterin. Sie war immer bereit, auch zusätzliche Tätigkeiten zu übernehmen und hat ihre Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt. Die Mitarbeiterin war in der Lage, in unvorhergesehenen Situationen richtig zu entscheiden.

Frau X galt als sehr belastbar und selbstständig. Sie brachte eigene Ideen in die Arbeit ein und arbeitete stets verantwortungsbewußt und sehr genau. Arbeitsmenge und Arbeitsintensität lagen weit über unsere Anforderungen.

An Dienstbesprechungen nahm die Mitarbeiterin teil undleistete eigene Beiträge. Wir können ihr ein gutes Beobachtungs- und Ausdrucksvermögen bescheinigen.

Es gelang Frau X schnell, gute und vertrauensvolle Beziehungen zu den von ihr Betreuten aufzubauen; sie verstand es gut, auf deren persönliche Belange und Bedürfnisse einzugehen. Sie erwies ihnen den notwendigen Respekt und begegnete Angehörigen höflich und zuvorkommend.

Frau X integrierte sich in die Mitarbeiterschaft. Aufgrund ihres Verhaltens war sie bei Vorgesetzten und Mitarbeitern gleichermaßen geschätzt und anerkannt.

Wir danken Frau X für ihre Mitarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen."

Also was meint ihr??? Finde manche Bemerkungen sehr komisch....

18x Hilfreiche Antwort

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