Hallo zusammen,
ich brauche dingend eure Hilfe.
Nun erstmal etwas Vorgeschichte:
Ich Arbeite bei einer große Spedition in einer Abteilung welche in einem großen Möbelhaus für die Lieferungen zuständig ist. Die Abteilung mit Abteilungsleiter ist unserer Zentrale und dem dortigem Niederlassungsleiter untergeordnet. Ich habe einen 45Std./W. Arbeitsvertrag und verdiene 1800,- Brutto. Netto bleiben mir ca. 1200 Euro. Kien Urlaubs- Weihnachtsgeld. Arbeitszeiten teilw. bis 23 Uhr.
Im Dezember wurde ich gefragt ob ich die Position des stellv. Abteilungsleiters übernehmen würde. Ich habe zugesagt. Im Januar wurde unser bisheriger Abteilungsleiter entfernt, so da ich nun den Job des neuen Abteilungsleiters angeboten bekommen habe und diesen nun auch seit Januar bekleide. Mir sind 6 Festangestellte sowie genau so viele Subunternehmer unterstellt. Für meine Zusage wurde mir nur 1 Tag zum überlegen gelassen, genaue Vereinbarung, was Gehalt angeht wurden nicht getroffen, allerdings wurde mir ein höheres Gehalt in Aussicht gestellt.
Nach 4 Wochen in meiner neuen Position habe ich nach einem Gespräch mit dem Niederlassungleiter meine Gehaltsvorstellung vom 2500,- Euro Brutto mitgeteilt. In verlauf diese Gespräches wurde mir auch mitgeteilt das ich bis Ablauf einer nicht genau beschriebenen Bewährungszeit (ca. 3 oder 4 Monate) nicht mehr Gehalt gezahlt wird, obwohl man aber mit meiner Arbeit sehr zufrieden sei.
Einige Tage später habe ich unserem Niederlassungsleiter mitgeteilt das ich nicht bereit bin die Position eines Abteilungsleiters und der damit der entsprechenden Mehrarbeit und Verantwortung für mein altes Gehalt weiterzuführen. Ich forderte eine Gehaltserhöhung zu März. Dies wurde lediglich zur Kenntnis genommen.
Vor einigen Tagen hatte ich ein unerwartetes Gespräch mit unserem Niederlassungsleiter sowie einem Regionalleiter.
Folgendes wurde mir Angeboten:
Keine Gehaltserhöhung für 6 Monate
Nach 6 Monaten Bewährungszeit neues Bruttogehalt von 2100,- danach jährliche Steigerung von 3%.
Diese Konditionen seinen nicht Verhandelbar. Auch weniger Wochenstunden seinen nicht möglich. Man sei ja nicht bei der Bahn wo man 30% mehr Gehalt fordern könne. Da ich gute Leistung bringe und dies auch honoriert haben möchte, habe ich das Angebot ausgeschlagen und mir meine alte Position als normaler Angestellter zurückgewünscht. Mir wurde mitgeteilt das dies nicht möglich sei. Entweder ich nehme das Angebot an oder müsse die Firma verlassen. Bis Ende der Woche könne ich mich entscheiden wie meine Zukunft bei der Firma aussieht. Das Gespräch ist fast Emotional ausgeartet. Schließlich hat man mir noch etwas Honig um dem Bart geschmiert ala: Man möchte keinen guten Mitarbeiter verlieren, Beruflich sei bei mir noch lange nicht Endstation, Viel Weiterentwicklungspotential, ich könne die Leiter noch weiter hochsteigen etc.
Da mehr Bruttogehalt sowie weniger Stunden nicht möglich sei, könne ich mir aber ein paar Gedanken machen wie man mir anders entgegenkommen könne.
Spesen fallen weg da ich nicht im Außendienst Arbeite?
Fahrgeld möchte ich bei der Steuer absetzen und daher nicht fordern.
VWL wird nicht angeboten.
Habt Ihr Vorschläge was ich fordern könnte?
Ist diese Erpressung ala Friss oder Stirb überhaupt rechtens, also können die mich kündigen wenn ich nicht annehme?
Kann ich fordern wieder in meine alte Position versetzt zu werden?
Vielen Dank für Eure Hilfe, beantworte Fragen gerne.
Gruss
TheReal
P.S.
Ich halte mein bisheriges Gehalt schon für zu wenig und meine Forderung für nicht überzogen, auch wenn mir mitgeteilt wurde das sowieso schon Übertariflich gezahlt würde (ist da was dran?).
Beförderung oder Kündigung
Hast du denn überhaupt eine Änderungskündigung erhalten? Oder ein Anschreiben, indem dir der Aufstieg mitgeteilt wird?
Die Überlegung für dich - du wechselst offiziell in die höhere Position und suchst dir dann in der Branche etwas neues (6 Monate sollten dann aber schon verstrichen sein).
Wenn mehr Brutto nicht möglich ist und keine Stundenreduzierung - dann bleibt ja fast nur "mehr Urlaub". Mehr Verantwortung scheint für dich drinnen zu sein, aber nicht mehr Geld (ich meine, der alte AL muss doch auch mehr verdient haben, oder?). Argument für dich - wenn sie dich bekommen, wissen sie, was in der Tüte ist. Eine langwierige Pesonalsuche kostet auch Geld.
Habt ihr einen Betriebsrat? Und für eine wirksame Kündigung wäre es schon schwer für den AG zu erklären, wieso sie dich erst befördern und dann "hinaushebeln" wollen.
Aber für Kündigungsschutz spielt es eine Rolle, wieviele AN tatsächlich wirklich angestellt sind.
Die Sache ist ja die, das wenn ich das Angebot annehme, wahrscheinlich keine möglichkeit habe später eine erhöhung zu fordern.
Und für das Angebot möchte ich die position nicht weiter bekleiden.
Allerdings habe ich noch gar nichts schriftlich erhalten, alles wurde mündlich abgewickelt. Ich habe eine Stellenbeschreibung per Email erhalten und wurde nur bei den Kollegen als neuer "Chef" vorgestellt.
Ich hätte halt gerne ein paar möglichkeiten mit denen ich verhandeln hann wenn nicht mehr Brutto drin ist. Gibt es da nicht noch möglichkeiten?
Gruss
TheReal
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