Befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert - schwanger

14. Dezember 2021 Thema abonnieren
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)
Befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert - schwanger

Hallo liebes Forum,

ich habe ein großes Problem und zwar wird mein befristeter Vertrag leider nicht verlängert weil ich schwanger bin (Geburt Ende Mai 22), allerdings gibt es hier noch einige andere Faktoren, die vielleicht eine Rolle spielen könnten. Zu meiner Situation:
Ich bin gelernte Sozialassistentin und habe dieses Jahr im Juli ausgelernt. Im März wollten wr uns ein Haus kaufen, was wir auch getan haben, dafür benötigten wir allerdings für die Bank eine Bestätigung vom AG, dass der Vertrag unbefristet übernommen wird. Diese Bestätigung haben wir schriftlich erhalten. Also Haus gekauft.
Kurz vor Ende der Ausbildung wechselte der Träger der KiTa, dass heisst, anstatt der evangelischen Kirche selbst, ist es jetzt irgendein Verbund aller evangelischen KiTas in unserer Stadt. So ganz schlau bin ich auch noch nicht draus geworden.

Mir wurde dann allerdings nach der Ausbildung gesagt, dass man mir wegen dem Wechsel nur einen befristeten Vertrag anbieten kann bis zum 31.12.21, der auf jedenfall dann später verlängert wird, ist eine reine Formsache, weil die wegen dem nun bekannten Trägerwechsel nicht einfach entscheiden dürfen einen unbefristeten Vertrag zu vergeben, des Weiteren wurde mir nahegelegt der Kirche beizutreten ;) . Ich habe ihn dann naiv unterschrieben und bin natürlich der Kirche beigetreten.
Nun erfuhr ich Anfang November, dass ich schwanger bin, habe mich sehr gefreut, wollte es aber eigentlich geheim halten, ging aber nicht, da mir andauernd super übel war. Wegen Corona und der KiTa-Arbeit habe ich dann auch schnell ein Beschäftigungsverbot erhalten.
Letzte Woche kam dann der Anruf aus der KiTa, dass mein Vertrag nicht verlängert wird. Und nun stehe ich auf dem Schlauch. Fürs Elterngeld fehlen mir dann ja ab dem 01.01.22 einige Monate an Gehalt zur Berechnung, des Weiteren kann ich mir wegen dem Beschäftigungsverbot keinen Job in einer anderen KiTa suchen, geschweigedenn, dass mich momentan überhaupt jemand einstellen würde.
Mir wurde dann auch noch dreist mündlich mitgeteilt, dass der Vertrag nicht verlängert wird, weil sie ja jemanden für mich einstellen müssen, Schlussfolgerung ----> Mein Vertrag wurde NUR wegen der Schwangerschaft nicht verlängert. Wie seht ihr die Geschichte?

Danke schon mal und schöne Feiertage =)

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



62 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31491 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
Wie seht ihr die Geschichte?
Sehr nachvollziehbar. Leider geht es im Leben nicht immer stolperfrei und glatt mit den geplanten Lebensabschnitten.
Gute Besserung für die ersten 3 SW-Monate und ...wird schon irgendwie alles gut.

Schwangere Beschäftigte erhalten ein Beschäftigungsverbot, wenn sie in entspr. Betrieben arbeiten. Eine Kita gehört dazu.

Zitat (von tinylai):
dass der Vertrag nicht verlängert wird, weil sie ja jemanden für mich einstellen müssen,
Das ist doch Fakt. Nicht dreist.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Das ist doch Fakt. Nicht dreist.


Das muss auch jeder andere Betrieb, der Schwangere beschäftigt, die unbefristet sind. Das Gehalt wird auch dort gezahlt und danach werden Vertretungen gesucht, daher ist es schon dreist, besonders bei einem so "sozialen" Arbeitgeber, mMn.
Mir geht es eher um die ganzen Versprechungen der unbefristeten Beschäftigung, die auch danach noch mehrfach mündlich getätigt wurden, bis zur Schwangerschaftsbekanntgabe.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5514 Beiträge, 2493x hilfreich)

Du hast aber selbst auf die unbefristete Beschäftigung verzichtet:

Zitat (von tinylai):
Mir wurde dann allerdings nach der Ausbildung gesagt, dass man mir wegen dem Wechsel nur einen befristeten Vertrag anbieten kann bis zum 31.12.21, der auf jedenfall dann später verlängert wird, ist eine reine Formsache, weil die wegen dem nun bekannten Trägerwechsel nicht einfach entscheiden dürfen einen unbefristeten Vertrag zu vergeben, des Weiteren wurde mir nahegelegt der Kirche beizutreten . Ich habe ihn dann naiv unterschrieben und bin natürlich der Kirche beigetreten.


Dem naiv kann man nur zustimmen, aber damit sind die vorherigen Vereinbarungen hinfällig.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31491 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
Mir geht es eher um die ganzen Versprechungen
Nun haben die Fakten einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Vermutlich hat der Träger nicht extra und absichtlich wegen des Hauskaufs gewechselt.
Vermutlich warst du ziemlich naiv , als du den Vertrag bei dem kirchl. Träger unterschrieben hast.
Du warst auch noch nicht schwanger.

Da ist wohl keine arbeitsrechtliche Feinheit zu finden, die dir jetzt was nützen könnte.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Naiv, mag ja schon sein, dass man bei einem kirchlichen Träger allerdings davon ausgeht, dass er seinen Versprechungen nachkommt, sollte nicht ganz soweit hergeholt sein.
Auch nach der Vertragsunterzeichnung wurde mir ja die Vertragsverlängerung weiterhin versprochen. Nun wird mir die Stelle allerdings ja nur verwehrt, weil ich schwanger bin. Ich tue mich da wohl etwas schwer, dass so arbeitgeberfreundlich zu sehen, werden aber wohl dennoch einmal den Weg zum Anwalt antreten. Man weiß ja nie.

-- Editiert von tinylai am 14.12.2021 11:36

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31491 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
dass man bei einem kirchlichen Träger allerdings davon ausgeht, dass er seinen Versprechungen nachkommt, sollte nicht ganz soweit hergeholt sein.
Sorry, aber das ist genauso naiv wie das übrige.
Zitat (von tinylai):
Ich tue mich da wohl etwas schwer, dass so arbeitgeberfreundlich zu sehen, werden aber wohl dennoch einmal den Weg zum Anwalt antreten. Man weiß ja nie.
Ich sehe nichts als *arbeitgeberfreundlich* an. Aber selbstverständlich kannst du zum Anwalt gehen. Hier gibt es ja keine Rechtsberatung.

Du selbst hast die Fakten geschaffen, die jetzt leider negativ, aber nicht rechtswidrig einschlagen.

- ein Haus gekauft
- einen neuen Vertrag unterschrieben
- Versprechungen als Fakt angenommen.
- Rückversicherungen nicht vor der Unterschrift ausgelotet
- schwanger geworden.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Du selbst hast die Fakten geschaffen, die jetzt leider negativ, aber nicht rechtswidrig einschlagen.


Danke für die Einschätzung.
Die Frage, die ich mir stelle ist auch, ist die Aussage von damals denn korrekt, dass man aus dem Grund des Trägerwechsels keinen unbefristeten Vertrag mehr vergeben konnte? Oder war das nur ne "Ausrede". Sollte diese Aussage hinfällig sein, wäre dann der Arbeitsvertrag nichtig und dann müsste die "unbefristete Verlängerung" eintreten? Einschätzung?

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Sorry, aber das ist genauso naiv wie das übrige.

Auch sorry, für mich sind mündliche Vereinbarungen auch irgendwo bindend. Ist dies nicht so, oder habe ich das einfach falsch verstanden?

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8493 Beiträge, 4055x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
ist die Aussage von damals denn korrekt, dass man aus dem Grund des Trägerwechsels keinen unbefristeten Vertrag mehr vergeben konnte?
Es ist absolut egal, was für ein Grund dir genannt wurde. Die hätten alles mögliche sagen können, wieso nicht!

Zitat:
Sollte diese Aussage hinfällig sein, wäre dann der Arbeitsvertrag nichtig
Nein, der Vertrag wäre auch dann wirksam.

Ohne RSV würde ich da eher keinen Anwalt beauftragen, selbst mit RSV würde ich mir das sehr gut überlegen...

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8493 Beiträge, 4055x hilfreich)

Zitat:
für mich sind mündliche Vereinbarungen auch irgendwo bindend
Nur mal so gefargt, wie könntest du diese Vereinbarung denn BEWEISEN? Die hat es nie gegeben, wird es heissen, daher beweise diese doch mal bitte ;)

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17207 Beiträge, 6426x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
Bestätigung vom AG, dass der Vertrag unbefristet übernommen wird. Diese Bestätigung haben wir schriftlich erhalten. Also Haus gekauft.

Das sollte eine belastbare Zusage sein. Also erst einmal: ruhig Blut.
Wenn der AG dann von der Befristung Gebrauch macht, klagst du vor dem Arbeitsgericht auf Überprüfung der Befristung wegen der verbindlichen schriftlichen Zusage. Deine Annahme, dass die Verweigerung nur wegen der Schwangerschaft erfolgt, ist da ja nicht von der Hand zu weisen und dürfte eine Diskriminierung gem. AGG darstellen, was in diesem Fall wegen der Zusage ziehen könnte, trotz eines befristeten AV.
Der Weg zum Arbeitsgericht ist praktisch kostenlos, ein RA ist nicht erforderlich.

Anmerkung:
Zu verlangen, dass du der Kirche beitrittst,, ist auch so eine fragwürdige Geschichte. Die Freiwilligkeit einer solchen Entscheidung gerät arg in Zweifel, wenn der Beitritt an die Zusage eines Arbeitsplatzes bzw. -vertrags gekoppelt ist.
Aber das ist eine andere Geschichte und eher nachrangig.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31491 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
ist die Aussage von damals denn korrekt, dass man aus dem Grund des Trägerwechsels keinen unbefristeten Vertrag mehr vergeben konnte?
Keine Ahnung. Ich habe doch nicht gehört, was man dir gesagt hat. Du hast den angebotenen Vertrag unter den bekannten Bedingungen gelesen und unterschrieben. Du warst nicht schwanger. Befristung bis 31.12.21.
Damit ist ein gültiger Vertrag in Schriftform und sogar mit Kircheneintritt zustande gekommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Träger dich erpresst hat oder du derart in Zugzwang warst, dass du nicht vorher um Bedenkzeit bitten konntest (und dann eben bei Kundigen wegen Risiken nachfragen konntest). Du warst naiv.

Zitat (von tinylai):
Sollte diese Aussage hinfällig sein, wäre dann der Arbeitsvertrag nichtig und dann müsste die "unbefristete Verlängerung" eintreten? Einschätzung?
Frag dazu einen Anwalt.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Nur mal so gefargt, wie könntest du diese Vereinbarung denn BEWEISEN? Die hat es nie gegeben, wird es heissen, daher beweise diese doch mal bitte

Ist eigentlich kein Thema, ich komme soweit super mit meinen Kolleginnen aus, die haben das auch mitgekriegt und sind etwas überrascht gewesen bzgl. der Entscheidung.
Ich hatte den Geschäftsführer nach der Entscheidung selbst angerufen und ihn gefragt wie diese zu Stande kam. Er sagte mir dann, dass er von der schriftlichen Zusage damals nichts wusste und er nur aus dem Grund nicht verlängert hat (O-Ton), weil sie ja eine Vertretung für mich bräuchten und somit doppelt zahlen würden. Aber er wird das Ganze nochmal prüfen. Ich warte jetzt noch bis morgen ab, bis dahin wollte ich gerne eine Entscheidung von ihm, wenn nicht, dann gehts halt zum Anwalt, RSV liegt vor. Ich wollte vorab einfach eine Einschätzung haben. Ich wäre z.B. auch bereit, den Vertrag noch zu befristen, bis zur Schwangerschaft, uns geht es ja eigentlich nur ums Elterngeld. Naja, mal schauen.

Zitat (von blaubär+):
Das sollte eine belastbare Zusage sein. Also erst einmal: ruhig Blut.
Wenn der AG dann von der Befristung Gebrauch macht, klagst du vor dem Arbeitsgericht auf Überprüfung der Befristung wegen der verbindlichen schriftlichen Zusage. Deine Annahme, dass die Verweigerung nur wegen der Schwangerschaft erfolgt, ist da ja nicht von der Hand zu weisen und dürfte eine Diskriminierung gem. AGG darstellen, was in diesem Fall wegen der Zusage ziehen könnte, trotz eines befristeten AV.
Der Weg zum Arbeitsgericht ist praktisch kostenlos, ein RA ist nicht erforderlich.

Korrekt, RSV liegt allerdings vor. Wie oben geschrieben nervt mich aber einfach nur die Art und Weise, wie ein kirchlicher Träger seine schwangere Mitarbeiterin behandelt und ihr trotz mehrerer Versprechen mehr oder weniger eiskalt vor die Türe setzt. Aber das ist ein anderes Thema und nicht zielführend, aber es hat mich doch enttäuscht, Naivität hin oder her. Witzigerweise konnte das auch der GF nachvollziehen und meinte auch, dass das sehr unsozial rüberkommt und er das verstehen kann :D


0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17207 Beiträge, 6426x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Du warst naiv.

Mag sein, muss man aber nicht so sehen, wenn zugleich Beteuerungen kommen, die Entfristung sei nur Formsache. Da wäre auch von einem Vertrauensvorschuss aus der Kirchlichkeit des Trägers heraus zu reden, der sich als brüchig erwiesen hat.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Träger dich erpresst hat oder du derart in Zugzwang warst, dass du nicht vorher um Bedenkzeit bitten konntest (und dann eben bei Kundigen wegen Risiken nachfragen konntest). Du warst naiv.

Erpresst, nein. Aber mich schon wissen lassen, dass wenn ich diesen Vertrag nicht unteschreibe, ich dort leider keinen anderen Vertrag bekommen könnte und das ich doch bitte vor der Vertragsvergabe, den Kircheneintritt bescheinigen soll.
Ich war damals nicht drauf aus Stunk zu machen und es war eigentlich klar, dass der Vertrag verlängert wird. Mit der Schwangerschaft hatte ich tatsächlich nicht wirklich so schnell gerechnet, wegen persönlicher Umstände. Das es doch so schnell geklappt hat ist eigentlich ein Segen, aber nun habe ich den Salat ;)

-- Editiert von tinylai am 14.12.2021 12:36

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17207 Beiträge, 6426x hilfreich)

... ich verweise auf #11. Des Pudels Kern.
Das sonstige Gedröhne um dies oder das scheint mir höchst überflüssig.

2x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118453 Beiträge, 39575x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
dass man bei einem kirchlichen Träger allerdings davon ausgeht, dass er seinen Versprechungen nachkommt, sollte nicht ganz soweit hergeholt sein.

Doch.
Muss man doch nur mal die Letzen Jahre schauen wie es da gelaufen ist.

Gerade dort begegnen mir immer wieder die asozialsten Verhaltensweise bei Arbeitgebern überhaupt ...


Irgendwelche Versprechen kann man im übrigen vergessen, die sind nicht wirklich einklagbar.
Bei vertraglichen Vereinbarungen ist das was anderes. Da hat aber oft Beweisprobleme, wenn das alles nur mündlich war.



Zitat (von tinylai):
dafür benötigten wir allerdings für die Bank eine Bestätigung vom AG, dass der Vertrag unbefristet übernommen wird.

Das Dokument so wie weitere vorliegende Mitteilungen sollte man eventuell mal durch eine entsprechend Qualifizierte Person prüfen lassen.



Zitat (von tinylai):
der auf jedenfall dann später verlängert wird, ist eine reine Formsache,

Das hat man nicht in irgendeiner gerichtsfesten Form


Zitat (von tinylai):
weil die wegen dem nun bekannten Trägerwechsel nicht einfach entscheiden dürfen einen unbefristeten Vertrag zu vergeben

Das war höchstvermutlich glatt gelogen.
Würde mich wundern wenn sich in den vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Trägern so was finden würde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5514 Beiträge, 2493x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
Aber mich schon wissen lassen, dass wenn ich diesen Vertrag nicht unteschreibe, ich dort leider keinen anderen Vertrag bekommen könnte und das ich doch bitte vor der Vertragsvergabe, den Kircheneintritt bescheinigen soll.


Tja, du hattest bereits einen unbefristeten Vertrag, von daher hättest du gar keinen anderen Vertrag mehr benötigt.....

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38118 Beiträge, 13923x hilfreich)

Ich sehe die juristische Einschätzung etwas anders. Ihr erster Ausbilder hätte sie übernommen. Eine entsprechende Einschätzung ist der Fragestellerin mitgeteilt worden, Allerdings gibt es da nichts Konkretes. Es ist eine Absichtserklärung, auf die man sich vielleicht beziehen könnte, wenn der Träger, also der Arbeitgeber nicht gewechselt hätte. Bei den nachfolgenden Vertragsverhandlungen. Hier ist doch entscheidend, dass der Arbeitgeber vor Ende der Ausbildung gewechselt hat. Es keinen wie auch immer ausgefüllten Folgevertrag gab. Einerlei ob mündlich oder schriftlich.

So, damit haben wir dann die Situation, dass die Fragestellerin nach Abschluss ihrer Ausbildung ohne wirksamen Folgevertrag da stand. Ihr wurde ein Zeitvertrag angeboten, das Angebot hat sie angenommen.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16269 Beiträge, 9217x hilfreich)

Kommen wir zu den harten Fakten.
Die Fragestellerin hat einen befristeten Vertrag bis 31.12 unterschrieben.
Gab es nach der Unterschrift unter den befristeten Vertrag noch beweisbare Zusagen im Hinblick auf eine unbefristete Übernahme?
Alle Zusagen, die vor der Unterschrift unter den befristeten Vertrag gemacht wurden, sind nichts mehr wert - da hätte man den befristeten Vertrag nicht unterschreiben dürfen, sondern gleich auf einen unbefristeten Vertrag bestehen müssen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Gab es nach der Unterschrift unter den befristeten Vertrag noch beweisbare Zusagen im Hinblick auf eine unbefristete Übernahme?

Ja, wurden von der KiTa-Leitung MEHRMALS gemacht.

Zitat (von drkabo):
Alle Zusagen, die vor der Unterschrift unter den befristeten Vertrag gemacht wurden, sind nichts mehr wert - da hätte man den befristeten Vertrag nicht unterschreiben dürfen, sondern gleich auf einen unbefristeten Vertrag bestehen müssen.

Und die Frage ist ja auch, ob der abgeschlossene Vertrag auf "falschen bzw. gelogenen" Tatsachen beruht, als gesagt wurde, "man darf momentan leider keine unbefristeten Verträge anbieten". Damit wude ja eine Unterschrift "erzwungen", was hätte man auch sonst tun können, außer sofort zum Anwalt zu rennen? Jaja, Naivität, ich weiß.

Zitat (von wirdwerden):
Hier ist doch entscheidend, dass der Arbeitgeber vor Ende der Ausbildung gewechselt hat. Es keinen wie auch immer ausgefüllten Folgevertrag gab. Einerlei ob mündlich oder schriftlich.

Das ist halt ein Punkt, der mir eh noch nicht ganz klar ist. Vorher war die Kirche der direkte Träger, nun ist es immer noch die gleiche Kirche, allerdings in einem Verbund und immer noch im gleichen Tarifvertrag TvÖD.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17207 Beiträge, 6426x hilfreich)

Bei beiden Kirchen gibt es eine Schlichtungsstelle. Die kostet dich nichts und es kann dir sehr helfen, dich an die Schlichtung zu wenden. Denn dort können auch die eher weichen Argumente vorgetragen werden.

1x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16269 Beiträge, 9217x hilfreich)

Zitat:
Ja, wurden von der KiTa-Leitung MEHRMALS gemacht.

Schriftlich?

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2217 Beiträge, 343x hilfreich)

Ich befürchte auch das hätte man vorher klären müssen.

Am Ende der Ausbildung hätte es (je nach Ausformulierung der Bestätigung für die Bank) möglicherweise einen Rechtsanspruch auf Abschluss eines unbefristeten Arbeitsvertrags gegeben, evtl. auch gegen den neuen Träger.

Da man aber sich jetzt doch zu einem befristeten AV hat breitschlagen lassen (sorry, wenn das jetzt hart klingt, aber so ist es nunmal), könntest Du konkludent auf diesen Anspruch verzichtet haben (und das könnte evtl. für die Bank interessant werden).

Ich glaube hier zweifelt auch keiner daran, dass es diese ganzen Beteuerungen in Richtung "Unbefristet ist nur Formsache", "keine Sorgen machen", "ist alles absolut sicher" nicht wirklich gegeben hat. Das Problem was Du hast ist nur, dass Du diese Beteuerungen höchstwahrscheinlich nicht glaubhaft genug nachweisen können wirst, um einen Richter zu überzeugen.

Grundsätzlich für die Zukunft:
Dinge, die selbstverständlich gar kein Problem und sowieso nur reine Formsache sind, sollte man auch ohne Nachteile für eine Seite in den Vertrag aufnehmen können. Falls sowas ein Problem ist, dann sollte man beim Verhandlungspartner ganz konkret den Grund erfragen, warum er das zwar versprechen, aber nicht vertraglich festhalten möchte, und man sollte da auch nicht um den heißen Brei herumreden. Der Verhandlungspartner darf da ruhig verstehen, dass man mit einer solchen Abweichung von Versprechen und Vereinbarung nicht glücklich ist oder gar ein Problem sieht.

Wenn eine Seite ein Problem damit hat eine derartige Selbstverständlichkeit in den Vertrag aufnehmen zu lassen, dann verspricht sie sich daraus nämlich einen Vorteil. In diesem Fall nämlich den, dass die Befristung als verlängerte Probezeit für eine schnelle "Entsorgung" des Arbeitnehmers für Fälle in denen der Arbeitnehmer plötzlich mehr Aufwände verursacht als dass er Umsätze erwirtschaftet (und so hart es sich auch anhört: Eine schwangere AN ist rein betriebswirtschaftlich nunmal mit nicht unerheblichen Zusatzaufwänden verbunden).

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16794 Beiträge, 5860x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
Ja, wurden von der KiTa-Leitung MEHRMALS gemacht.
Sehr gut, denn die Verlängerung eines befristeten Vertrages oder die Umwandlung in einen unbefristeten Arbeitsvertrag, darf nicht wegen einer Schwangerschaft verweigert werden!
Wenn das also alles nachweisbar ist, dann sehe ich sehr gute Chancen vor dem Arbeitsgericht zu gewinnen.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

1x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Sehr gut, denn die Verlängerung eines befristeten Vertrages oder die Umwandlung in einen unbefristeten Arbeitsvertrag, darf nicht wegen einer Schwangerschaft verweigert werden!
Wenn das also alles nachweisbar ist, dann sehe ich sehr gute Chancen vor dem Arbeitsgericht zu gewinnen.

Das ist so ein Satz, an dem ich auch immer gehangen habe. Auch ein befristeter Vertrag müsste doch verlängert werden, wenn normalerweise nichts dagegen spricht und die Stelle nach wie vor Bestand hat und auch weitergeführt werden soll.
Die Stelle wird ja weitergeführt, ergo, müsste der Vertrag eigentlich verlängert werden mMn, dass ich ein Beschäftigungsverbot habe, dürte da doch gar nicht reinzählen, denn ohne dieses würde ich ja DEFINITIV weiter beschäftigt werden.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118453 Beiträge, 39575x hilfreich)

Zitat (von tinylai):
Auch ein befristeter Vertrag müsste doch verlängert werden, wenn normalerweise nichts dagegen spricht und die Stelle nach wie vor Bestand hat und auch weitergeführt werden soll.

Überhaupt nicht, denn es ist gerade das Wesen des Befristeten Vertrages, das er in der Regel vollkommen unabhängig davon endet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Überhaupt nicht, denn es ist gerade das Wesen des Befristeten Vertrages, das er in der Regel vollkommen unabhängig davon endet.

Also tut es nichts zur Sache, dass Sie mich sonst weiterbeschäftigt hätten und bei Vertragsunterzeichnung gesagt haben, es ist nur Formsache, da die Stelle ja auch nach dem Trägerwechsel bestehen bleibt und damit verlängert wird?

Ich bin wirklich gespannt, was mir der GF sagt, ich hoffe ich bekomme heute noch ne Antwort...

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31491 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
darf nicht wegen einer Schwangerschaft verweigert werden!
Richtig. Wird auch nicht und ist hier nicht der Fall. Der Wechsel der Trägerschaft und ihre Unterschrift unter den befr. Vertrag und ihr Kircheneintritt waren schon im Sommer. Vermutlich Juli/August. Da war sie noch nicht schwanger. Schwanger ist sie seit September, bekannt ist das seit November, Entbindung wohl im Mai.

Vermutlich gibt es keinen schriftlichen Beweis zu der *reinen Formsache*.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
tinnypocket
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Vermutlich gibt es keinen schriftlichen Beweis zu der *reinen Formsache*

Es gibt zwei Kolleginnen, die das bezeugen könnten, weil das Gespräch damals in sehr freundlicher Atmosphäre innerhalb der Gruppe geführt wurde. Damals wurde gesagt "du brauchst dir da nicht so viele Gedanken machen, der Vertrag wird auf jedenfall verlängert, die Stelle wird ja schließlich benötigt und man ist jetzt schon unterbesetzt."

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.516 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.047 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen
123