Befristeter Vertrag, Resturlaub, Teilzeit

30. Juli 2013 Thema abonnieren
 Von 
Milisha
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 6x hilfreich)
Befristeter Vertrag, Resturlaub, Teilzeit

Hallo zusammen,

folgende Situation: es besteht ein befristeter Arbeitsvertrag (Teilzeit) und bis zu dessen Auslaufen gibt es noch reichlich Resturlaub.
Die Arbeitstage sind fix vereinbart, allerdings arbeitet der AN seit einiger Zeit weniger Stunden als vertraglich vereinbart sind (Überstundenabbau).
Angenommen es besteht nun noch ein Resturlaubsanspruch von 80 Std., laut Vertrag sind 80 Std. pro Monat zu arbeiten, de facto werden aber nur 60 gearbeitet (an fest vereinbarten Tagen) - ist der Urlaub dann an den vereinbarten Tagen zu nehmen oder sind die Std. laut Vertrag ausschlaggebend? (in diesem Fall könnte der AN dann einfach im letzten Monat zuhause bleiben, wird der Urlaub an den tatsächlichen Tagen genommen, zieht sich der Urlaub über einen längeren Zeitraum).


Besten Dank für die Hilfe! :)

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6 Antworten
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#1
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6997 Beiträge, 3920x hilfreich)

Urlaub wird eigentlich in Tagen und nicht in Stunden gewährt. Von daher finde ich den Hinweis auf die Stunden befremdlich.

Letzten Endes darf der AN aber nicht einfach zu Hause bleiben. Der Urlaub ist zu beantragen und kann nur angetreten werden, wenn er durch den AG genenhmigt wird.

Wird der Urlaub nicht vollständig gewährt, dann gibt es bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Urlaubsabgeltung.

Im Übrigen gibt es an Urlaubstagen keinen Überstundenabbau. Sollten noch Überstunden am Ende des Arbeitsverhältnisses nicht abgebaut sein, dann sind auch diese abzugelten.

3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Milisha
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 6x hilfreich)

Der Resturlaubsanspruch wurde vom AG in Stunden mitgeteilt, nicht in Tagen. Wie ist das zu rechnen, wenn die Stundenzahl keine vollen Tage ergibt? (laut Vertrag sind es eigentlich volle Tage, es gab aber einen Fehler bei der Berechnung innerhalb eines vorherigen Vertrages, so dass im Nachhinein Std. gutgeschrieben wurden).

Dass Urlaub nicht einfach genommen werden kann ist klar, die Frage ist nur, ab wann denn nun der Urlaub beantragt werden soll... je nachdem, ob man sich an den Tagen, die tatsächlich gearbeitet werden müssten oder an der Std.zahl laut Vertrag orientiert, ergibt das wie gesagt einen ganz anderen Zeitpunkt.

3x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1264x hilfreich)

/// Der Resturlaubsanspruch wurde vom AG in Stunden mitgeteilt, nicht in Tagen.

Die Frage ist, ob du das so hinnehmen willst. Wobei vorerst nicht zu sagen ist, ob das wem zum Vor- oder Nachteil gereicht.
Nach dem BUrlG ist ein Urlaubstag gleich einem Arbeitstag, unabhängig davon, ob der AN an diesem Tag planmäßig oder betriebsüblich 1 oder 10 h zu arbeiten hat. Die Arbeitstage sind bei dir fix, da sollte es doch kein Problem sein, die Anzahl zu benennen.

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2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Milisha
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 6x hilfreich)

Ja, die Arbeitstage sind fix und wäre da nicht diese falsche Berechnung, könnte man auch klar die Anzahl der Tage benennen, so leider nicht.
Das eigentliche Problem ist aber, dass die vereinbarten Arbeitstage (und somit Stunden) nicht mit den vertraglich vereinbarten Std. übereinstimmen...will ich also alles an Urlaub abbauen, brauche ich dafür viel länger als vertraglich vorgesehen. Kann der AG deshalb darauf bestehen, dass ich Urlaub an Tagen nehme, an denen ich eigentlich gar nicht arbeite, damit ich nicht so lange weg bin? Immerhin trägt er ja sonst auch Überstd. ein an Tagen, an denen ich gar nicht arbeite...

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1264x hilfreich)

Urlaub musst und kannst du nur an Tagen nehmen, an denen du auch Arbeit schuldest. Wenn du an 3 Wochentagen arbeitest, wird der Urlaub doch auch auf 3/5 Arbeitstage berechnet (bei einer 5-Tage-Woche als Regelfall), wenn die Praxis sich an den Werktagen orientiert - eher selten- dann müssten entsprechend mehr Tage in Ansatz kommen. Schaden hast du so oder so keinen, urlaubsmäßig.

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Milisha
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 6x hilfreich)

Ich hole den Thread nochmal hoch.
Der aktuelle Stand ist nun so, dass der AG den beantragten Urlaub nicht geben will. Wir feilschen nun schon eine Weile, ich habe bereits angeboten auf einen Teil des Freizeitausgleichs zu verzichten, aber das ist dem AG nicht genug. Mir wurde nun durch die Blume gesagt, dass ich damit rechnen kann, dass es sich im Zeugnis bemerkbar machen wird, sollte ich das letzte Angebot nicht annehmen.

Wir sprechen hier wohlgemerkt nicht von Überstunden, die ich abfeiern möchte, sondern von Urlaub, der mir gesetzlich zusteht.
Gibt es Handlungsempfehlungen? Den Gang zum Anwalt kann ich mir nicht leisten, für Beihilfe verdiene ich aber knapp zu viel...einen zermürbenden Zeugniskampf kann ich mir also auch nicht leisten.

1x Hilfreiche Antwort

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