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Berechnung Stundengutschrift Urlaubstag Wechsel Teilzeit in Vollzeit

 Von 
Fragesteller2019
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Berechnung Stundengutschrift Urlaubstag Wechsel Teilzeit in Vollzeit

Hallo zusammen,

in einem Unternehmen X arbeiten viele Mitarbeiter in unterschiedlichsten Teilzeitmodellen in einer 5,5 Tage Woche. Der Urlaub beträgt für alle 33 Tage. Jenachdem, wieviele Wochenarbeitsstunden ein Mitarbeiter hat, wird der "Wert" eines Urlaubstages berechnet.
Zum Beispiel:
40 Stunden Stelle: Montag bis Freitag 7,25 Stunden, Samstag, der einen halben Tag zählen soll, 3,75 Stunden. 20 Stunden Stelle: Montag bis Freitag 3,5 Stunden, Samstag, der einen halben Tag zählen soll, 2,5 Stunden

1. Frage: Ist die Rechnung so korrekt? Immerhin wäre dann 2 mal ein halber Tag (Samstag) mehr als ein ganzer.

2. Frage: Wie ist bei dieser Regelung mit Arbeitszeitenänderungen umzugehen?
Gesetzt dem Fall, ein Mitarbeiter hatte eine 20 Stunden Stelle und wechselt in eine 40 Stunden Stelle. Aus der 20 Stunden Stelle hat er noch Resturlaubstage übrig, die er dann erst während seiner Vollzeittätigkeit nimmt. Mit wievielen Stunden müssen ihm die Resturlaubstage gutgeschrieben werden?
Oder umgekehrt: Ein Mitarbeiter wechselt von Vollzeit in Teilzeit und nimmt seine Resturlaubstage dann in Teilzeit. Wie ist es da geregelt?


Da ich bei meiner Suche nach eindeutiger Rechtssprechung noch nicht erfolgreich war, hoffe ich auf eure fachmännische Hilfe! Vielen Dank im Voraus!

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Frage Mitarbeiter Rechnung Samstag


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11832 Beiträge, 4891x hilfreich)

Unklar ist mir, ob ihr jeden zweiten Samstag voll arbeitet oder jeden Samstag tatsächlich die halbe Zeit.
Die Rechnung ist oder wäre nur dann korrekt oder besser gesagt: praktikabel, wenn alle AN - ob in TZ oder VZ - auch wirklich Mo - Fr arbeiten würden plus Samstage. Für Teilzeitkräfte wird das so aber nicht unbedingt stimmen - es wird auch bei euch TZK geben, die ihre 20 Stunden auf 3 Tage blocken oder 30-Stunden-Kräfte, die an 4 Wochentagen arbeiten .... Dann stimmt das Modell nicht mehr, der U-Anspruch würde gekürzt werden müssen auf die tatsächliche Anzahl der Arbeitstage pro Woche.
Die Crux liegt darin, mit Durchschnitten zu arbeiten. Richtig richtig wäre es, die tatsächlichen oder auch betriebstypischen AZ für jeden Tag und jeden AN zu nehmen, was in Zeiten der Elektronik nun wirklich kein Hexenwerk wäre.

Was den Wechsel von Vollzeit auf Teilzeit oder umgekehrt anbelangt, gehen die angesparten und noch nicht realisierten Urlaubstage mit dem jeweiligen Wert aus der Zeit davor über in das neue AZ-Modell. Dazu
https://www.hensche.de/Urlaubsanspruch_Teilzeit_Vollzeit_Urlaubsanspruch_bei_Wechsel_von_Teilzeit_zu_Vollzeit_EuGH_C-219-14_11.11.2015.html
Sicher ist die Sache offenbar für den Wechsel von Vollzeit auf Teilzeit; nicht ganz so sicher im umgekehrten Fall - m.a.W.: die Probleme beim Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit sind hierzulande noch nicht abschließen entschieden worden.

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#2
 Von 
RrKOrtmann
Status:
Praktikant
(808 Beiträge, 548x hilfreich)

Zitat (von Fragesteller2019):
in einem Unternehmen X arbeiten viele Mitarbeiter in unterschiedlichsten Teilzeitmodellen in einer 5,5 Tage Woche. Der Urlaub beträgt für alle 33 Tage. Jenachdem, wieviele Wochenarbeitsstunden ein Mitarbeiter hat, wird der "Wert" eines Urlaubstages berechnet.

Existieren (gültige) Arbeitszeitkonten? Sollen die "Wertstunden" die dem Arbeitskonto an Urlausbtagen gutgeschriebenen Stunden sein? Wird nach einem Dienstplan gearbeitet?

Oft wird vereinbart, daß an einem Urlaubstag einem Arbeitszeitkonto die dienstplanmäßige (ansonsten betriebübliche) Arbeitszeit gutzuschreiben ist:

Wer Urlaub von Montag bis Samstag nimmt ( und gewährt bekommt ), dienstplanmäßig Mo. und Di. 10 Stunden arbeitet, Mi. - Freitag je 6 Stunden, und samstags nie - der erhält während seines Urlaubs eine Zeitgutschrift auf seinem Arbeitszeitkonto von 38 Stunden.

Wer samstags die betriebsüblichen 7 Stunden arbeitet, erhält für einen am Samstag beantragten/gewährten Urlaub 7 Stunden Zeitgutschrift.

Es kann vereinbart sein, daß an jedem Urlaubstag die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit dem Konto gutzuschreiben sein soll, also z.B. Mo. bis Fr. je 7,25 Stunden, Samstags 3,75 Stunden ( Teilzeitkräfte anteilig ).

Zitat:
Immerhin wäre dann 2 mal ein halber Tag (Samstag) mehr als ein ganzer.

Wer Urlaub an zwei Tagen nimmt, an denen er dienstplanmäßig einmal 2, und einmal 10 Stunden zu arbeiten hätte, erhält bei Kontengutschrift der dienstplanmäßigen Arbeitszeit 12 Stunden, bei Anrechnung einer wöchentlichen täglichen Durchschnittsarbeitszeit von 7 Stunden eine Gutschrift von 14 Stunden.

Welche Vereinbarung liegt dem im Betrieb angewendeten Zeitgutschrift-Modell zugrunde?

RK

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