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Bereitschaft, Ausgleich, Bezahlung, Zuschälge - Abschleppdienst

25.6.2020 Thema abonnieren
 Von 
go381544-90
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
Bereitschaft, Ausgleich, Bezahlung, Zuschälge - Abschleppdienst

Guten Morgen,

Ich habe folgende frage:

Person A Arbeitet in einem Abschleppunternehmen was 24/7 Verfügbar ist (Feiertage,Sonntags,Nachts auch)

Person A Arbeitet dort von 8 Uhr bis 17 Uhr
Person A hat dann von 17 Uhr bis 8 Uhr morgens Bereitschaft
Person A geht dann wieder von 8 bis 17 Uhr Arbeiten
Person A hat dann von 17 uhr bis 8 Uhr morgens bereitschaft

Das ganze geht immer 7 Tagen die andere Woche Arbeitet Person A von 8 bis 17 Uhr normal und hat dann wieder 7 Tage Arbeit + Bereitschaft

Selten kann es vorkommen das Person A während er keine Bereitschaftswoche hat trotzdem länger Arbeiten muss.

Person A kann die Bereitschaft zu Hause machen, muss aber bei Anruf sofort zum Einsatz.

Meine Frage:
Wenn Person A nun in der Woche wo er keine Bereitschaft hat 1 Tag frei haben will, zieht der Betrieb Person A 8 Stunden ab.

Ist das korrekt?

Muss Person A z.b Nachts um 3 Uhr raus und kommt dann um 9 Uhr erst zur Arbeit weil er eine Stunde länger schläft , werden Person 1 Stunden abgezogen.

Ist das korrekt?


Person A wird nur bezahlt für die Zeit wo er am Einsatz ist inkl hin und Rückfahrtb]

Korrekt so?

[b]Durchschnittlich hat Person A 45-60 Stunden im Monat wo er zu Einsätzen fährt während der Bereitschaft ( 17 bis 8 Uhr) zusätzlich zu seinem 8 Stunden Tag


Zählt dies als Bereitschaft schon oder als Rufbereitschafft?

Person A bekommt keine Nachtzuschläge,Feiertagszuschläge,Sonntagszuschläge

Auch korrekt?

Person A hat kein Tarifvertrag, es handelt sich um einen Familienbetrieb mit 4 weiteren Mitarbeitern.


-- Editiert von go381544-90 am 25.06.2020 10:17

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14428 Beiträge, 5606x hilfreich)

Nach deiner Darstellung hast du Rufbereitschaft, und zwar im Wechsel 1 Woche mit, 1 Woche ohne RB.
RB unterscheidet sich von Bereitschaftsdienst dadurch, dass a) der AN seinen Aufenthaltsort selbst bestimmt im Rahmen der Erfordernis zum Einsatz und b) dadurch dass RB dem Freizeitbereich zugeordnet ist, solange es nicht tatsächlich zu einem Einsatz kommt. Einsätze sind natürlich Arbeit und werden auch als AZ gerechnet.
Wichtig noch, dass RB nur vereinbart werden kann, wenn für diese Erschwernis auch ein Ausgleich gezahlt wird; RB gehört mit in den AV (anders gesagt: ohne Vereinbarung darüber keine Verpflichtung zur RB).
Übrigens: nächtliche Einsätze wirken sich auf die Tagesschicht aus in der Weise, dass die 11-stündige Ruhezeit einzuhalten ist.

Zu den Nachtzuschlägen: Damit die fällig werden, muss es regelmäßig und mindestens 2 h zu Einsätzen kommen. Möglicherweise fehlt es bei dir an der Regelmäßigkeit.
Lies dazu https://www.arbeitsrechte.de/nachtzuschlag-ab-wann/

Zur Sonntagsarbeit lies: https://www.juraforum.de/lexikon/zuschlaege-sonntagsarbeit


0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
go381544-90
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich sehe das etwas anders bzgl. Rufbereitschaft

Ich bin natürlich eingeschränkt in meiner Freizeit, ich kann nicht in den Freitzeitpark oder Schwimmen gehen oder was in dieser Form machen, da ich bei einem Einsatz (Anruf) z.b Unfall sofort und unverzüglich mit dem Einsatzfahrzeug zum Einsatzort muss den mir mein Chef mitteilt oder über die Auftragsapp kommt. Wir reden hier nicht von eine Ausnahme sondern von Regelmässigkeit wo ich raus muss was man anhand der zusätzlichen Stunden auch sehen kann. Im AV steht aber auch nicht von RB

Ich hatte ein Urteil gelesen vom EUGH das Heimbereitschaft auch Arbeizeit ist im Sinne des Europarechts ist, dort klagte ein Feuerwehrmann mit einem ähnlichem Fall das er sofort zum Einsatz muss und an einem vom Arbeitgeber festgelegeten Ort präsent sein muss.

In meinen Arbeitsvertrag steht die Kreuze bei "Mehrarbeit,Nachtarbeit,Wochenendarbeit" also quasi alles was man ankreuzen kann ist dort angekreuzt. Die Wöchentliche Arbeitszeit beträg 40 Stunden und 25 Tage Urlaub.

Korrekt, ich muss nicht regelmäßig Nachts raus mal Ja mal Nein mal ne Stunde mal 3 Stunden das kommt immer auf den Fall an ob Mitglieder nach Hause wollen, ob wir ins Nachbarland müssen oder wie schwer ein Unfall ist.

Die Aufträge kommen von einem großen gelben Automobilclub und der Polizei.

Aber wie ich schon Schrieb habe ich im Schnitt 45 bis 60 Std im Monat nur an Stunden von der Bereitschaft.






-- Editiert von go381544-90 am 25.06.2020 11:43

-- Editiert von go381544-90 am 25.06.2020 11:46

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