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Bereitschaftsdienst???

2. April 2006 Thema abonnieren
 Von 
Suzieh
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 4x hilfreich)
Bereitschaftsdienst???

Hallo,

neben meinem Studium halte ich mich mit einem 400 Euro Job über Wasser. Ich arbeite immer zu festen Zeiten. Also immer Samstags und Sonntags. Jetzt ist folgendes passiert. Ich wollte von Montag bis Freitag in den Urlaub fahren. Also ist kein Tag dabei, an dem ich arbeiten müsste. Jetzt erzählt mir die Vorgesetzte ich müsse das genemigen lassen, weil man falls jemand ausfällt, auf mich zurückgreifen muss.

Ist das so rechtens? Dann ist das doch wie Bereitschaftsdienst wenn ich mich rund um die Uhr zu Verfügung halten muss. Bitte helft mir. Ich möchte nicht jedes mal einen Antrag stellen, wenn ich in meiner Freizeit irgendwo hin fahre. Dafür, dass ich in die Uni gehen und theoretisch auch nicht arbeiten kann, muss ich doch auch keinen Antrag stellen. Der Arbeitgeber ist ein Verein, falls das die Rechtslage ändert.

Vielen Dank für eure Hilfe.

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2307x hilfreich)

Suzieh, was steht denn zur Arbeitszeit konkret (also bitte der genaue Vertragstext) in deinem Vertrag?

MfG

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#2
 Von 
thosim
Status:
Student
(2139 Beiträge, 380x hilfreich)

Wenn kein direkter Hinweis in Deinem Arbeitsvertrag enthalten ist, könnte in Betracht kommen, daß auf einen Tarifvertrag Bezug genommen wird, der Regelungen hinsichtlich der Rufbereitschaft von Teilzeitkräften enthält.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Suzieh
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 4x hilfreich)

Danke erstmal:-) echt nett von euch.

Also in meinem Arbeitsvertrag steht überhauptnix dazu drin. Nur die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird erwähnt.(Und die arbeite ich ja, weil ich bestimmte für bestimmte Schichten eingeteilt bin.)

Es steht nur drin, dass ich telefonisch Bescheid geben muss, wenn ich in meiner Schicht nicht arbeiten kann. (Wenn ich also krank bin.)

Von Tarifvertrag usw. weiß ich nix. Das ist ein Schwimmbad in dem ich arbeite.

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#4
 Von 
Suzieh
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 4x hilfreich)

sorry doppelposting. habs nicht anders weggekriegt.


-- Editiert von Suzieh am 03.04.2006 00:04:28

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#5
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2307x hilfreich)

Also nochmal: Was steht konkret zur Arbeitszeit im Vertrag? (nach dem Vertragstext hab ich gefragt, weil es wichtig ist, was da genau steht)

Wenn da nicht steht, dass du nur am Samstag/Sonntag von bis xx Uhr arbeitetest kann der Arbeitgeber sehr wohl die Lage der Arbeitszeit aufgrund Direktionsrecht bestimmen.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Suzieh
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 4x hilfreich)

"Also genau heißt es: Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 3,84 Stunden.
Die Tätigkeit der Aufsicht erfolgt in der Regel nach einem Plan, der von der Leitung des Hallenbades rechtzeitig aufgestellt wird."

Der Plan wird meist ein halbes Jahr im Voraus gemacht.
Muss ich mich dann rund um die Uhr verfügbar halten?

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#7
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17781 Beiträge, 8012x hilfreich)

Wenn Sie einen 400,-€-Job machen, haben Sie die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere Arbeitnehmer. Z.B. Haben Sie Anspruch auf Urlaub und müssen den auch beantragen. Ich stimme venotis zu, aufgrund des Direktionsrechts könnte Ihr AG die Lage der Arbeitszeit verändern, und das kann bei Bedarf auch relativ kurzfristig passieren.
D.h. nicht, dass Sie überhaupt in Ihrer Frezeit telefonisch erreichbar sein müssen, wenn der Dienstplan feststeht, gilt der. Hat Ihr Chef Sie nicht erreichen können, weil er Sie spontan einsetzen will, ist das sein Problem. Rufbereitschaft muß vereinbart werden und wird dann regelhaft bezahlt.

Wieviele Urlaubstage stehen denn im Arbeitsvertrag? Steht da ARBEITStage oder WERKtage?

-- Editiert von hamburgerin01 am 05.04.2006 00:34:18

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Suzieh
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 4x hilfreich)

Cool, dann kann ich also nicht entlassen werden wenn ich in einer Zeit,in der ich nicht planmäßig arbeiten muss, nicht erreichbar bin. Das sind doch mal gute Nachrichten :-)

Angenommen die Rufbereitschaft wird im Arbeitsvertrag ergänzt. Muss diese Zeit, in der man sich zu Verfügung hält, bezahlt werden? (Ich weiß leider nicht, was mit "regelhaft bezahlt" gemeint ist.Sorry.)


Urlaub: Der Arbeitnehmer enthält bezahlten Erhohlungsurlaub nach den gesetzlichen Bestimmungen. Der Urlaub ist während der Betriebsferien zu nehmen.

Also nix mit Arbeits- oder Werktagen.
Das ist soweit aber alles in Ordnung, denke ich.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17781 Beiträge, 8012x hilfreich)

Da geht es meines Erachtens wieder um das Thema Vertragsfreiheit. Wenn dazu nichts in einem Tarifvertrag geregelt ist, können AN und AG vereinbaren, dass die Bezahlung mit dem Gehalt abgegolten ist. Das kann aber der AG nicht einseitig einfach so bestimmen.
Die Bezahlung ist sehr unterschiedlich, je nach Branche, ein Bekannter von mir erhält 250,-€ brutto wöchentlich dafür, das ist aber schon sehr viel.

0x Hilfreiche Antwort

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