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Bereitschaftsdienst im Krankenhaus

2. Juni 2020 Thema abonnieren
 Von 
Kathrin10
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Bereitschaftsdienst im Krankenhaus

Hallo
ich habe eine Frage bezüglich des Bereitschaftsdienstes.
Bei uns wird es momentan so gehandhabt, dass wir Arbeitszeit von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr haben (einschließlich 30 Minuten Pause) anschließend gehen wir direkt in den Bereitschaftsdienst also von 20:00 Uhr bis 07:00 Uhr und hier im Anschluss ist wieder Arbeitszeit von 07:00 Uhr bis 08:00 Uhr.
Der Bereitschaftsdienst wird mit 50% vergütet.
Ist dies so rechtens? und..
Wenn ich länger als 20:00 Uhr arbeite darf ich mir dann diese Zeit, die ich ja direkt im Anschluss an die Arbeitszeit arbeite, als Arbeitszeit aufschreiben (also als 100% bezahlte Arbeitszeit) oder gilt dies dann als Bereitschaftsdienst und ich bekomme dies nur mit 50% vergütet?

Vielen Dank für die Antworten

Kathrin

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14818 Beiträge, 5718x hilfreich)

Um der Klarheit willen: Bereitschaft mit Aufenthalt an einem vom AG zugewiesenen Ort im Krankenhaus?
Dann der Tagesplan:
12-20 Uhr Stationsdienst oder was immer
20-07 Uhr Bereitschaft
07-08 Uhr Stationsdienst ..
08-12 Uhr was ???

Trotz der Lücke morgens ist oder scheint jedenfalls klar, dass das Modell nach dem üblichen Arbeitsrecht so nicht sein darf. Allerdings läuft's im Krankenhaus wöhl öfter speziell.
Bereitschaftsdienst gilt als Arbeitszeit, wenn auch nur mit 50% vergütet. Das ist auch okay, da oder wenn Bereitschaft im Wesentlichen bedeutet, nicht zur Arbeit herangezogen zu werden.

Da Bereitschaftsdienst AZ ist, gilt auch die übliche Grenze von 48 h pro Woche - und die ist hier erkenntlich überschritten, wenn man das Modell für 5 Tage weiterrechnet.
Wenn du aber in der Bereitschaft zur Arbeit herangezogen wirst, gilt das wie die reguläre Arbeit sonst auch, mitunter gibt es auch Regeln, dass der erste Einsatz immer mit einer bestimmten Stundenzahl angesetzt ist, weitere Einsätze dann nach der tatsächlichen AZ.
Einsatz in der Nacht bedeutet auch, dass danach Erholungszeit von 11 Stunden fällig wäre - was der Aufstellung nach nicht funktionieren kann.

... wie gesagt: Wenn es im KH nicht ganz andere Regeln gibt.

M.a.W.: Es ist dringend geboten, das Modell bei euch durch mit den Verhältnissen und dem TV Vertrauten checken zu lassen. Im Krankenhaus sollte es doch einen BR geben, der das alles klären kann.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Kathrin10
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Nochmal um Klarheit zu schaffen
Bereitschaftsdienst bedeutet bei uns Anwesenheit im Krankenhaus. Dieser Dienst endet um 08:00 Uhr und dann hat man den restlichen Tag frei.
Es ist kein Dienst der mehrere Tage hintereinander statt findet, aber durchaus 2 mal die Woche.
Meine Frage wenn ich um 20:00 Uhr direkt weiter arbeite in die Bereitschftsdienstzeit (geplant) darf ich mir diese Stunden als 100% Vergütung aufschreiben oder ist dies dann Bereitschafzszeit und wird mit 50% vergütet.
Ich arbeite im OP das ist evtl auch nochmal gut zu wissen.
Unsere wöchentliche Arbeitszeitgtenze liegt durch die Opt Out Regel bei 58std.

Vielen Dank

Kathrin

0x Hilfreiche Antwort

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