Betriebsbedingte Kündigung - Abteilungsübergreifend aushelfen

29. September 2020 Thema abonnieren
 Von 
go559150-71
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)
Betriebsbedingte Kündigung - Abteilungsübergreifend aushelfen

Hallo,

kleine Zusammenfassung:
Betriebsbedingte Kündigung aller Mitarbeiter. Klage eingestellt, da keine Aussicht auf Erfolg.

Im Laufe der Jahre, wechselte ich die Abteilung. (von Produktion - Druck ins Designstudio). Dort bin ich auch jetzt noch tätig.
Nachdem immer mehr Mitarbeiter das Unternehmen nach Ablauf ihrer Kündigungsfrist verlassen, merkt man "jetzt", dass die Aufträge mangels fehlender Arbeitskräfte ein Problem darstellt.

Da meine Kündigungsfrist 7 Monate beträgt, bin ich noch länger vor Ort. Bin ich verpflichtet in meiner alten Abteilung aushelfen zu müssen, nachdem ich jetzt seit 7 Jahren nicht mehr tätig bin?

Betriebsbedingte Kündigung umfasst doch die Tatsache, dass bestehende Mitarbeiter nicht anderweitig innerbetrieblich eingesetzt werden können.

Deswegen interessiert mich, ob die Pflicht meinerseits besteht, woanders aushelfen zu müssen.

Vorab vielen Dank für Antwort

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1897 Beiträge, 274x hilfreich)

Zitat (von go559150-71):
Betriebsbedingte Kündigung umfasst doch die Tatsache, dass bestehende Mitarbeiter nicht anderweitig innerbetrieblich eingesetzt werden können.
Bei Euch sind doch alle Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt worden. Da können die Mitarbeiter bis zum tatsächlichen Ausscheiden auch so beschäftigt werden, wie es der Arbeitsvertrag hergibt. Und da Du schon früher in der alten Abteilung tätig warst, wird Dein Arbeitsvertrag genau diese Tätigkeit auch umfassen. Also musst Du dort aushelfen.

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#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(26564 Beiträge, 4933x hilfreich)

Zitat (von go559150-71):
Bin ich verpflichtet in meiner alten Abteilung aushelfen zu müssen, nachdem ich jetzt seit 7 Jahren nicht mehr tätig bin?
Der AG wird mit Arbeitsanweisung die verbliebenen Mitarbeiter dort einsetzen, wo es erforderlich ist, den betrieblichen Ablauf zu gewährleisten, wenn die AN dazu in der Lage sind. Du bist es wohl, du kennst es noch. Es steht sicher in deinem AV, dass du auch...dort&dort ... bitte schau nach.
Zitat (von go559150-71):
Betriebsbedingte Kündigung umfasst doch die Tatsache, dass bestehende Mitarbeiter nicht anderweitig innerbetrieblich eingesetzt werden können.
Wo steht das?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#3
 Von 
go559150-71
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Anami,

vielen Dank für Deine Antwort.

Bezogen auf die Kündigungsschutzklage, dass die betriebsbedingte Kündigung dann wirksam ist, wenn der betroffene Arbeitnehmer nicht an anderer Stelle im Betrieb eingesetzt werden kann und somit eine Weiterbeschäftigung nicht mehr gewährleistet ist.
Will nicht schimpfen... mich stört nur die Tatsache, wie geplant die Betriebsschließung statt fand und seine Mitarbeiter nicht vorgewarnt wurden. Von der Tochtergesellschaft zur Schwestergesellschaft umgeswitcht, um sich rechtlich abzusichern. Die letzten Jahre komplett falsch gewirtschaftet und bluten müssen letztendlich die Mitarbeiter. Und als perfekte Gelegenheit zur Schließung, wird als Grund Corona genannt. Obwohl die Gründe dafür an ganz anderer Stelle zu finden sind. Und dann wird von den restlichen Mitarbeitern noch Interesse abverlangt. Sorry, mein Ego was da meckert, aber ich fühle mich nach 22 Jahren verar....!

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(26564 Beiträge, 4933x hilfreich)

Zitat (von go559150-71):
mich stört nur die Tatsache, wie geplant die Betriebsschließung statt fand und seine Mitarbeiter nicht vorgewarnt wurden.
Ja, anderes Problem. Aber Warnblink--- war doch da, du beschreibst es sogar.

Es gibt hier mehrere Nicht-Schimpfer, die sich zig Jahre fast alles gefallen lassen und erst, wenn der Crash ins Haus fällt/das Dach einstürzt, das große Jammern bekommen und genau wissen, was seit Jahren falsch lief.
Das System änderst du jetzt und allein nicht. Dessen Einstellungen sind doch ziemlich*fixiert*.

Du hast doch etliche Alternativen. Probiere sie aus.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12321.03.2022 17:40:03
Status:
Lehrling
(1312 Beiträge, 177x hilfreich)

Zitat (von go559150-71):
Sorry, mein Ego was da meckert, aber ich fühle mich nach 22 Jahren verar....!


Wenn man vom AG ohnehin schon einen Tritt in Form einer betriebsbedingten Kündigung erhalten hat, braucht man auch sich sicherlich auch kein Bein mehr ausreißen. Ein spontaner Wechsel in einen Produktionsbereich wird nach sieben Jahren ohne entsprechende Einweisungen, Sicherheitsbelehrungen, etc. offiziell auch gar nicht umzusetzen sein.

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#6
 Von 
go559150-71
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Das Recht haben und Recht bekommen, sind 2 verschiedene Paar Schuhe, ganz klar. Deswegen geht meine Welt auch nicht unter. Klar wartet die Welt da draußen, aber nervt trotzdem. :grins:

PS: Aber meine Klappe hab ich sehr oft nicht halten können, bekommst dann nur den Stempel des Querulanten aufgesetzt. Also wie man sieht, Beides schlecht.

Aber Thema beendet. Auf zu neuen Wegen!

Danke für deine Zeit und Antwort.

Gruß

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