Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
608.603
Registrierte
Nutzer

Betriebsbedingte Kündigung / Schwangerschaft

10.8.2020 Thema abonnieren
 Von 
xxviixmmx
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Betriebsbedingte Kündigung / Schwangerschaft

Guten Tag,
mir wurde Betriebsbedingt gekündigt ( Insolvenz ), ich bin momentan im 7. Monat schwanger.
Leider finde ich im Internet keine genaue Aussage, ob diese Kündigung rechtens ist.
Die Kündigung wäre zum 31.10.20.
Geburtstermin wäre am 23.10.20, wie sieht es da aus mit Gehalt während dem Mutterschutz oder dem Elterngeld ?

-- Editiert von xxviixmmx am 10.08.2020 09:47

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13337 Beiträge, 8366x hilfreich)

Eine eine normale Kündigung während der Schwangerschaft ist unzulässig.
Der Arbeitgeber braucht eine Erlaubnis der zuständigen Behörde, um trotz Schwangerschaft kündigen zu dürfen.
Wenn der Betrieb tatsächlich insolvent ist, dürfe der Betrieb eine solche Erlaubnis aber wohl problemlos bekommen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4107 Beiträge, 2348x hilfreich)

Na, "problemlos" ist wohl etwas optimisitsch.
Und unzulässig ist die Kündigung erst mal nicht, die Mitarbeiterin kann (und sollte) aber der Kündigung schnellstmöglich widersprechen denn sonst könnte die gültig werden.
Dann muss der Arbeitgeber sich um die genannte Erlaubnis bemühen. Ob er die bekommt, ist eine andere Sache und hängt vom Ablauf des Insolvenzverfahrens ab. Man denke an Karstadt: nur wegen Insolvenz machen die den Laden doch nicht gleich dicht!

0x Hilfreiche Antwort


#4
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14121 Beiträge, 5437x hilfreich)

Zitat (von ohne_Namensnennung):
Eine Kündigung einer schwangeren Arbeitnehmerin ohne Zustimmung der obersten Landesbehörde ist sehr wohl unwirksam.
Ein Gericht muss diese Unwirksamkeit aber bestätigen da die Kündigung ansonsten wirksam wird!
https://rsw.beck.de/cms/?toc=AddOn.1068&docid=288503#:~:text=Eine%20schwangere%20Arbeitnehmerin%20muss%20die,K%C3%BCndigung%20an%20die%20Arbeitnehmerin%20bekannt

Die Vogel-Strauss Mentalität ist in solch einem Fall völlig falsch!

@ xxviixmmx
Schnelltens ab zum Arbeitsgericht und Kündigungsschutzklage erheben! Du benötigst dazu keinen Anwalt, der Rechtspfleger dort wird die Klage formulieren. Das kostet dich auch zunächst einmal nichts. Einen Anwalt würdest du selbst bezahlen müssen. Jede Partei trägt seine Kosten beim Arbeitsgericht selbst, es ist dabei völlig unerheblich ob man gewinnt oder verliert.

Signatur:

Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28

0x Hilfreiche Antwort


#6
 Von 
xxviixmmx
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Eine Frage dazu, wenn ich zu meinem Arbeitgeber hingehe und ihn darauf anspreche, muss er mir diese „Genehmigung" vorweisen ?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14121 Beiträge, 5437x hilfreich)

Zitat (von ohne_Namensnennung):
Der Sachverhalt, dass eine an sich unwirksame Kündigung ohne Kündigungsschutzklage wirksam wird, ist mir selbstverständlich bekannt.
Und warum teilst du dies der Fragestellerin nicht mit sondern erweckst eher den Eindruck, dass die Kündigung einfach nur per se unwirksam sei?

Zitat (von ohne_Namensnennung):
Es bleibt aber dabei, dass die ausgesprochene Kündigung "erst mal" - entgegen Deines Vortrages - sehr wohl unzulässig ist.
Was habe ich denn dazu vorgetragen?

Signatur:

Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28

0x Hilfreiche Antwort


#9
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14121 Beiträge, 5437x hilfreich)

Zitat (von ohne_Namensnennung):
Ich erwecke hier keinerlei Eindrücke,
Du erweckst völlig falsch Eindrücke durch das weglassen von wichtigen Informationen.
Zitat (von ohne_Namensnennung):
Das solltest Du hoffentlich weiter oben nachlesen können.
Dann bin ich blind. Zeig es mir doch bitte.
Zitat (von ohne_Namensnennung):
Es bleibt aber dabei, dass die ausgesprochene Kündigung "erst mal" - entgegen Deines Vortrages - sehr wohl unzulässig ist.
Zeig mir bitte, wo ich Vorgetragen habe, dass die Kündigung zulässig sein soll. Bitte zitiere den entsprechenden Satz von mir. Ich bin schon ganz gespannt was jetzt kommen wird.

Signatur:

Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
philosoph32
Status:
Lehrling
(1223 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von ohne_Namensnennung):
Zitat (von quiddje):
Und unzulässig ist die Kündigung erst mal nicht, die Mitarbeiterin kann (und sollte) aber der Kündigung schnellstmöglich widersprechen denn sonst könnte die gültig werden.


Eine Kündigung einer schwangeren Arbeitnehmerin ohne Zustimmung der obersten Landesbehörde ist sehr wohl unwirksam.

Zitat (von quiddje):
Dann muss der Arbeitgeber sich um die genannte Erlaubnis bemühen.


Die Zustimmung muss vor dem Ausspruch der Kündigung vorliegen und kann nicht nachgereicht werden.


Also ich als Laie hätte das auch so gelesen, dass man hier als AN nicht weiter tätig werden muss.....

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(34628 Beiträge, 13192x hilfreich)

Zunächst einmal wäre doch zu klären, ob eine Genehmigung vorliegt. Und dann sieht man weiter. Natürlich kann die Klärung auch im Rahmen eines Kündigungsschutzverfahrens erfolgen. Nur, ich kann mir kaum vorstellen, dass bei Inso (mit Schließung?) ein professioneller Verwalter so einen Fehler macht.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort


#13
 Von 
xxviixmmx
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe mit der Bezirksregierung gesprochen, es liegt kein Antrag vor, von meiner Schwangerschaft. Sollte mein Arbeitgeber auf diese Kündigung bestehen, geht es sofort zum Arbeitsgericht. Mal schauen was mein Arbeitgeber nachher dazu sagt.

Wäre es ratsam mir ein Anwalt zu holen ? Oder geht das auch ohne ?
Ich weiß ein Anwalt wäre besser aber auch eine Kostenfrage ....

0x Hilfreiche Antwort


#15
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14408 Beiträge, 5596x hilfreich)

... kurzum: RA kostet Geld. Dein Geld. Und du wirst es nicht erstattet bekommen.

0x Hilfreiche Antwort


Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 228.998 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
94.428 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen