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Betriebsurlaub verschoben

17. Dezember 2020 Thema abonnieren
 Von 
guest-12313.07.2021 13:37:11
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Betriebsurlaub verschoben

Hallo zusammen, meine Kollegen und ich mussten Anfang 2020 den Jahresurlaub Planen. Uns wurde mitgeteilt das der Betrieb vom 24.12.2020 - 08.01.2021 Geschlossen ist, dementsprechend mussten wir dort auch Urlaub Einreichen. Jetzt haben wir am 06.12.2020 eine Email von der Geschäftsführung erhalten das das Unternehmen schon ab dem 21.12.2020 schließt. Weder ich noch meine Kollegen haben noch Urlabstage die Verplant werden können, auch hat niemand Überstunden die abgefeiert werden können, somit sind wir gezwungen mit 24 h ins Minus zu gehen, welche Anfang 2021 ausgeglichen werden müssen.

Meine Frage darf der AG so Kurzfristig den Urlaub ändern ? Es gibt leider keinen Betriebsrad und zum Anwalt möchte ich nicht gleich deshalb gehen ?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14544 Beiträge, 5633x hilfreich)

/// ... sind wir gezwungen mit 24 h ins Minus zu gehen, welche Anfang 2021 ausgeglichen werden müssen.

Nö. Die Ankündigungsfrist ist viel zu kurz. Zwar kann der AG den Betriebsurlaub so verlegen - aber bitte: der Ausfall geht auf seine Kappe. Ihr müsst nix nacharbeiten.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(101082 Beiträge, 37184x hilfreich)

Zitat (von dermartin0473):
Meine Frage darf der AG so Kurzfristig den Urlaub ändern ?

Ja, wenn es auf Kosten des Arbeitgebers geht, dem Arbeitnehmer also keine Nachteile entstehen.
Er darf dafür also keine Überstunden verrechnen, Urlaubstage abziehen oder Gehalt kürzen.
Sollte der Arbeitgeber anderer Meinung sein, müsste man ihm das notfalls per Gericht erklären ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13504 Beiträge, 8417x hilfreich)

So pauschal kann man das nicht sagen.

*Wenn* Überstunden vorhanden wären, könnte der Arbeitgeber durchaus verlagen, dass die Überstunden in der Zeit der verlängerten Betriebsferien abgefeiert werden. Ein Arbeitnehmer hat keinen Anspruch darauf, allein zu entscheiden, wann er seine Überstunden abfeiert.

Wenn keine Überstunden vorhanden sind, die man abfeiern kann, kommt es darauf an, ob es sonst betriebliche Regelungen zur flexiblen Arbeitszeit gibt. Sind Regelungen zur flexiblen Arbeitszeit vorhanden, sind die im Regelfall keine Einbahnstraße. D.h. ein Arbeitgeber kann von einem Arbeitnehmer auch verlangen, die vorhandene Flexibilität im Rahmen der bestehenden Regelung zu nutzen.

Die Behauptung, dass der Arbeitgeber auf jeden Fall nicht im Recht ist, ist sehr mutig, wenn man nicht weiß, welche Regelungen im Arbeitsvertrag / Tarifvertrag / Betriebsvereinbarung enthalten sind.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23694 Beiträge, 4638x hilfreich)

Zitat (von dermartin0473):
somit sind wir gezwungen mit 24 h ins Minus zu gehen, welche Anfang 2021 ausgeglichen werden müssen.
Wo steht denn, dass schon Anfang des neuen Jahres die Minusstunden auszugleichen sind?

Vermutlich ist die frühere Betriebsschließung nicht willkürlich, sondern betrieblichen Erfordernissen oder gar einer Corona- Verordnung geschuldet?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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