Bezahlung/Abgeltung von Überstunden

19. September 2004 Thema abonnieren
 Von 
ebay-girl
Status:
Schüler
(477 Beiträge, 140x hilfreich)
Bezahlung/Abgeltung von Überstunden

Hallo,
können Überstunden so ohne weiteres vom AN ohne Ausgleich in Freizeit oder Geld verlangt werden?
Beispiel: Der AN arbeitet an einem Projekt in der Firma mit. Mittlerweile sind fast hundert Überstunden allein in den letzten Monaten aufgelaufen. Der AG will diese jedoch nicht auszahlen.
Kann man dann auf einen Freizeitausgleich bestehen?
Oder kann man die Ableistung der Überstunden verweigern, wenn keine Ausgleichsregelung getroffen werden kann?
Danke!

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Purzelbär
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 189x hilfreich)

Hallo Ebay-Girl,

was steht denn in deinem Arbeitsvertrag?

Bis zu einem gewissen Grad können Überstunden vom AN verlangt werden - ich glaube das sind 1-2 Std. pro Tag - Mehr als 10 Std. Arbeitszeit pro Tag sind eigentlich nur im absoluten Ausnahmefall erlaubt.

Der Ausgleich über Geld bzw. Freizeit ist nur dann möglich, wenn die Überstunden vom AG eindeutig angeordnet werden, wer freiwillig ständig länger bleibt, hat ein Problem...

Aber selbst wenn diese Überstunden angeordnet wurden, sind diese in Relation zur üblichen Arbeitszeit zu setzen, dafür müsste man wissen, in welchem Zeitraum genau wieviele ÜStd. angefallen sind.

Am Besten wäre es, nochmals mit dem Vorgesetzten zu sprechen - eine grundsätzliche Verweigerung von Mehrarbeit ist mit Vorsicht zu genießen, das wäre ggf. Arbeitsverweigerung.

Trotzdem würde ich auch versuchen, mich abzugrenzen und ab und an mal nein sagen, vor allem dann, wenn die Arbeit ungleichmäßig verteilt scheint, andere nie zur Mehrarbeit herangezogen werden und sich ein Projekt an das nachfolgende hängt und ihr den Eindruck habt, dass generell zu wenig Arbeitskräfte vorhanden sind...


LG nefertari1968

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#2
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(863 Beiträge, 358x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Ohne Ausgleich in Freizeit oder Bezahlung sind Überstunden nicht zulässig.
Ich weiß auch, die Wirklichkeit in der freien Wirtschaft ist eine andere. Dennoch kann man ja mal seinen Arbeitgeber bei derartigen Forderungen auf das Arbeitszeitgesetz hinweisen (Kann man auch im Internet nachlesen, wie auch der Suchbegriff Überstunden viele hilfreiche Ergebnisse bringt) Nach der aktuellen Rechtssprechung sollen Überstunden möglichst in Freizeit und nicht in Geld abgegolten werden. Wichtig ist, wie ja schon oben beschrieben, dass Überstunden nur dann als solche zählen, wenn der Arbeitgeber diese angeordnet hat. Wenn es einen Betriebsrat gibt, muß der sogar zugestimmt haben. Vielleicht ist hier noch wichtig, Mehrarbeit sind keine Überstunden, das wird gerne verwechselt.

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#4
 Von 
Purzelbär
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 189x hilfreich)

Hallo hamburgerin,

bist du so lieb und erklärst mir/uns den Unterschied zwischen Mehrarbeit und Überstunden? - dass wusste ich bislang nicht, nur eben das Ü-Std. angeordet sein müssen.

Da sich ja momentan gerade in Bürojobs "ständig" verlangt wird - länger zu bleiben und das ja "immer" mit dem Gehalt abgegolten sein soll, interessiert das bestimmt mehrere Forumleser.

Das mit der Arbeitszeitgesetz-Regelung war doch so, dass über 10 Std. täglich nicht gearbeitet werden darf, oder hat sich das geändert, finde da nichts Spezifisches...

LG nefertari1968

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#5
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Also zur Definition von Mehrarbeit und Überstunden habe ich einen ganz guten Link gefunden, so gut wie da kann ichs nicht definieren:
betriebsrat.com/03_informationen/einmaleins/
tipp57.htm

Die Wochenarbeitszeit ist auf 60 Stunden bzw. 10 Stunden täglich gesetzlich begrenzt. 60 Stunden, weil der Samstag ein Werktag ist. Also gelten für die meisten Arbeitnehmer die 10 Stunden Höchstgrenze.

Aber: Da man ja eine Wochenarbeitszeit im Arbeitsvertrag stehen hat, gilt die grundätzlich auch. D.h. innerhalb von 6 Monaten müssen zuviel geleistete Arbeitsstunden ausgeglichen werden. Siehe auch : §3 ArbZG

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(863 Beiträge, 358x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Und die, die zuviel arbeiten dürfen sich hier im Rechtsforum gegenseitig mitteilen, wie schlecht es ihnen geht?

Was ist denn der Sinn eines Rechtsforums?

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#8
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(863 Beiträge, 358x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Kugelfisch,
habe schon verstanden, Informationen im juristischen Bereich sind von Ihnen nicht erwünscht.

Denke mal, viele sind in diesem Forum, um auch, oder gerade, diese zu erhalten.

Da ich diese Diskussion für überflüssig halte, beende ich meine Beteiligung hier.

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