Guten Morgen,
es geht um meine 3 Kollegen. Sie hatten eine Diskussion mit dem Chef (rein geschäftliche Themen). Seitdem ist er wohl beleidigt und hat alle 3 in daa Homeoffice geschickt. Er ignoriert sie und gibt ihnen keine Arbeit.
Wie sollen sie sich verhalten? Wie sollen wir Kollegen uns verhalten? Ist das rechtens? Sollte der Betriebsrat eingeschaltet werden?
Falls wichtig: Betriebsgröße 1000 Mitarbeiter, Baden-Württemberg
Danke und viele Grüße
Chef achickt Mitarbeiter ins Homeoffice
- BR einschalten. Unbedingt.
- Ihr habt doch Arbeitsverträge. Dort wird der Arbeitsort vermerkt sein.
- die Leute haben Anspruch darauf, angemessene Arbeit zugewiesen zu bekommen.
- für mein Empfinden sollten die Drei wieder ganz normal zur Arbeit gehen und ihre Arbeitskraft anbieten.
Ansonsten frag ich mich freilich, wie "eine Diskussion mit dem Chef (rein geschäftliche Themen)" zum Beleidigtsein des Chefs führen mag.
Die Kollegen sollten sich raus halten. Sie wissen nicht, um was es geht, und es ist eine Angelegenheit zwischen Betrieb und betroffenen. Wenn die Betroffenen es wollen, dann können sie den Betriebsrat einschalten. Aber das ist letztlich deren Angelegenheit. Vielleicht hat ja der Chef oder die Personalabteilung den Betriebsrat ja auch schon eingeschaltet.
wirdwerden
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Die Kollegen sollten sich da raus halten. Da ist schon richtig, allerdings nur soweit wie sie nicht selbst von den Wirkungen dieser Anweisung betroffen sind.
Die drei Kollegen werden ja sicherlich nicht nur Däumchen gedreht haben, und wenn sie nun keine Arbeit mehr zugewiesen bekommen liegt die Vermutung nahe das die Kollegen diese Arbeit auffangen sollen.
Also ich, als Kollege, würde mir in einer derartigen Situation keine Beine ausreißen um die Arbeit der gebannten Kollegen zusätzlich mit zu übernehmen. Dann muss der Chef schon festlegen welche Arbeiten wichtiger sind und welche liegen bleiben. Das ist dann jedoch ein dünnes Eis auf das man sich begibt.
-- Editiert von pk2019 am 08.03.2020 09:42
Na ja, wir haben bei einem Streik vor vielen Jahren (an dem sich viele nicht beteiligten) mit Erstaunen festgestellt, wie gut es trotzdem lief. Das Ergebnis war dann ein konsequenter Personalabbau. Ich wär da als dritte Person sehr vorsichtig mit irgendwas. Solange man jetzt nicht ständig Überstunden machen muss. Dann würde ich mich dagegen wehren. Das hat aber nichts mit den drei Kollegen zu tun.
wirdwerden
Zitat :Na ja, wir haben bei einem Streik vor vielen Jahren (an dem sich viele nicht beteiligten) mit Erstaunen festgestellt, wie gut es trotzdem lief
Sorry, du schreibt super hilfreiche Beiträge aber dieser Vergleich hinkt doch gewaltig!
Im konkreten Fall wäre das doch eher eine Warnung an die verbliebenen Kollegen sich so verhalten sollten das das Fehlen der drei Kollegen richtig weh tut und wichtige Arbeit liege bleibt. Ansonsten könnte der Betrieb doch auf die Idee kommen das es mit drei Arbeitnehmern weniger genau so gut funktioniert!
Ansonsten hatte ich meinen Beitrag auch so verstanden, das man seine Arbeit ganz normal weiter macht. Auch mal mit einer Überstunde, halt so wie wenn eine Kollege mal kurzfristig erkrankt ist. Aber halt auch nicht mehr!
-- Editiert von pk2019 am 08.03.2020 10:12
Manchmal funktioniert es ja sogar noch besser, wenn gewisse Mitarbeiter nicht da sind. Sorry, meine Erfahrung.
wirdwerden
Das mag sein, das will ich gar nicht in Abrede stellen.
Aber hier ging es um die Frage wie sich die Kollege verhalten sollten.
Meine Empfehlung, normal weiterarbeiten aber halt auch nicht mehr!
In dem Punkt sind wir uns ja einig. Ich fürchte halt nur, dass wir es hier mit einer Freistellung zu tun haben und eine Kündigung vorbereitet wird. Schon mal daran gedacht?
wirdwerden
Seit wann läuft das so?Zitat :Seitdem ist er wohl beleidigt und hat alle 3 in daa Homeoffice geschickt. Er ignoriert sie und gibt ihnen keine Arbeit.
Gibt es für die 3 das Homeoffice schon länger und ist es vertraglich vereinbart?
Die 3 sollten ihre Homeoffice-Zeiten sehr genau dokumentieren, auch mal den HO-Platz samt System *aufräumen*, sich Gedanken um neue/bessere Arbeitsorganisation machen, diese auch dokumentieren, auch den Chef regelmäßig anfragen, Chef, bin fertig, gib mir Arbeit.--- Gibt er keine, auch gut. Er muss aber wissen, dass die 3 nicht auch nur beleidigt sind.
Alle Kollegen sollten wissen: Keiner ist unersetzbar.
hZitat :Ich fürchte halt nur, dass wir es hier mit einer Freistellung zu tun haben und eine Kündigung vorbereitet wird. Schon mal daran gedacht?
Bis dato noch noch nicht, aber eine Freistellung ist sicherlich wahrscheinlicher als ein zwangsweises HomeOffice.
Na ja, die Frage ist doch, was man den anderen Mitarbietern rüberbringt. Wartet evtl. die Entscheidung des BR ab. Denn was ist home-office ohne office anderes als eine Freistellung?
wirdwerden
Machst du deine Meinung evtl. an einer Zeit fest?Zitat :Denn was ist home-office ohne office anderes als eine Freistellung?
Wir wissen nicht, seit wann der Chef das HO angeordnet hat.
zB. mal 3 Tage Homeoffice und noch keine Arbeit---- muss nicht unbedingt nach Kündigung/Freistellung riechen.
Was soll hier überhaupt der BR tun oder wissen?
Arbeit fürs HO beschaffen oder die anderen Mitarbeiter beruhigen oder den Chef vom Beleidigtsein befreien?
Außerdem:
Darüber wissen nur die 3 und der Chef Bescheid. Alles andere ist Betriebsgetratsche, geht auch bei HO.Zitat :Sie hatten eine Diskussion mit dem Chef (rein geschäftliche Themen).
Mal wieder fehlt die Vorgeschichte.
Zitat :Denn was ist home-office ohne office anderes als eine Freistellung?
Das kommt wohl darauf an wer sie angeordnet hat, die Unternehmensführung oder eine eigenmächtige Einscheidung eines einzelnen Vorgesetzten. Wer weiß was hier die Hintergründe sind?
Zitat :hat alle 3 in daa Homeoffice geschickt.
Tatsächlich? Homeoffice bedeutet ja "arbeiten von zu Hause aus" - das scheint hier ja nicht vorzuliegen.
Zitat :Ansonsten frag ich mich freilich, wie "eine Diskussion mit dem Chef (rein geschäftliche Themen)" zum Beleidigtsein des Chefs führen mag.
Ganz einfach: Chef vertritt Meinung A, die anderen Meinung B und wollen nicht einsehen das der Chef die "bessere Meinung" hat ...
Zitat :Was soll hier überhaupt der BR tun oder wissen?
Arbeit fürs HO beschaffen oder die anderen Mitarbeiter beruhigen oder den Chef vom Beleidigtsein befreien?
Der Betriebsrat hat Mitspracherechte und ist einzubeziehen. Erst einmal für die drei Kollegen und vielleicht später auch für andere Kollegen. Wer weiß, wie viele MA er noch ins home Office schickt, wenn er sich "ärgert", worüber auch immer.
Hier ein link:
https://www.betriebsrat.com › wissen
Telearbeit, Home-Office, Heimarbeit / W.A.F. - betriebsrat.com
Grundsätzlich stimme ich zu. Der BR hat ziemlich viel davon und meist ist das auch gut so.Zitat :Der Betriebsrat hat Mitspracherechte und ist einzubeziehen.
Fragen:
1. Sind die 3 Kollegen Telearbeiter gem. BetrVG ?
2. Wenn ja, warum schickt der Chef sie ins Homeoffice? Ist das nicht sowieso ihr Arbeitsplatz als Telearbeiter?
3. Wenn nein, was sind sie dann?
4. Sollte wegen der Auseinandersetzung zwischen Chef und den 3 Kollegen zuerst der BR angehört werden, ob uU für diese 3 Kollegen Telearbeitsplätze einzurichten seien? Damit diese dann ohne Arbeit zu Hause hocken?
5. Wie oft muss der AG Telearbeiter mit Arbeit versorgen? Hat der BR das mitzubestimmen?
6. Telearbeiter sind vertragsgemäß zu bezahlen.
Ich hoffe doch, dass der BR hier nicht übermäßig beansprucht werden muss.
Er kann wahrscheinlich weder Arbeit für die 3 beschaffen noch den Telearbeitsplatz aufheben noch ohne weiteres den Chef von seiner Meinung abbringen.
Wir wissen noch nicht einmal, seit wann diese *Strafe* läuft.
Ich hatte mal einen sog. Teil-Telearbeitsplatz, Mo+Fr Homeoffice, und Di,Mi,Do im Unternehmen direkt. Sehr angenehm und nicht immer hat der AG mir Arbeit gegeben.
Kommt sicher auf die Arbeit an--- wie fast immer kommts drauf an.
Dazu müsste der AG +BR aber erst entspr. Tele-Arbeitsplätze einrichten.Zitat :Wer weiß, wie viele MA er noch ins home Office schickt,
Wer sagt denn, dass der Betriebsrat nicht längst einbezogen ist?
wirdwerden
Zitat :Wer sagt denn, dass der Betriebsrat nicht längst einbezogen ist?
Die Anfrage ist, wenn ich das richtig sehe, vom 8.3.2020 um 9.05 Uhr und enthält die Frage, ob der Betriebsrat eingeschaltet werden soll. Für mich sagt das aus, ist er nicht.
Zitat :6. Telearbeiter sind vertragsgemäß zu bezahlen.
Dann wollen wir mal hoffen, dass die drei Telemitarbeiter gem. BetrVG sind
Zitat :Dazu müsste der AG +BR aber erst entspr. Tele-Arbeitsplätze einrichten.
und die anderen nicht.
nunja, es ist eigentlich nicht üblich, dass Unternehmen und/oder Betriebsrat veröffentlichen, welche individuellen Maßnahmen gegen welche Mitarbeiter eingeleitet werden.
wirdwerden
Wirdwerden, das ist mir bewusst. Der Fragestellung habe "ich" entnommen, dass die drei Kollegen mit dem Fragesteller in Verbindung stehen und sich ausgetauscht haben.
Ist ja schön, wie alle hier ihre Glaskugeln befragt haben.
Das müssen die Kollegen schon selbst wissen. Die könnten auch einfach im Homeoffice bleiben und ihr Gehalt beziehen.Zitat :Wie sollen sie sich verhalten?
Weiter arbeiten. Was geht es die Kollegen an?Zitat :Wie sollen wir Kollegen uns verhalten?
Was? Die Homeoffice-Regelung? Kommt auf Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung usw. an.Zitat :Ist das rechtens?
Warum? Sie können den BR dazu befragen. Aber das sollten die Betroffenen doch wohl selbst machen.Zitat :Sollte der Betriebsrat eingeschaltet werden?
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